Franco Fagioli

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Franco Maximiliano Fagioli (* 4. Mai 1981 in San Miguel de Tucumán)[1] ist ein argentinischer Countertenor.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Fagioli, der neben der argentinischen auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, studierte Klavier am Musikinstitut in San Miguel de Tucumán, nahm dann ein Gesangsstudium an der Kunstakademie des Teatro Colón in Buenos Aires auf. 1997 gründete er in San Martin de Porres einen Chor für Jugendliche. Anschließend schlug er die Laufbahn als Countertenor ein.

2003 gewann er den Bertelsmann-Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh. Mit Händel-Heldenrollen als Giulio Cesare, Ariodante, Teseo, Bertarido, als Nerone in L'incoronazione di Poppea von Monteverdi oder als Arsace in Aureliano in Palmira von Rossini kam der internationale Durchbruch. 2011 erhielt er den Premio Abbiati als „bester Sänger des Jahres“ – die höchste musikalische Auszeichnung in Italien – verliehen.[2]

2013 war Fagioli konzertant am Theater an der Wien in Händels Salomon (ML: Matthew Halls) sowie Rinaldo (ML: Riccardo Minasi) zu sehen.[3] Bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2014 gab er mit großem Erfolg einen Giambattista Velluti (1780–1861) gewidmeten Arienabend, der von I barocchisti unter Diego Fasolis begleitet wurde.[4][5]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Espinosa: La Cultura en el Tucumán Del Siglo XX. Diccionario Monografico. Universidad Nacional de Tucumán 2006, ISBN 9505544863, S. 127.
  2. Franco Fagioli auf der Seite der Oper Köln
  3. Rinaldo. (…) Franco Fagioli. In: theater-wien.at, abgerufen am 25. Dezember 2013.
  4. Giambattista Velluti • Arienabend Franco Fagioli. In: salzburgerfestspiele.at, abgerufen am 25. Dezember 2013.
  5. Karl Harb: Pfingstfestspiele: Rossini-Gala mit Glanz, 9. Juni 2014