Franco Foda

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Franco Foda

Franco Foda

Spielerinformationen
Geburtstag 23. April 1966
Geburtsort MainzDeutschland
Größe 183 cm
Position Verteidigung
Vereine in der Jugend
1973–1979
1979–1981
1981–1984
SVW Mainz
1. FSV Mainz 05
1. FC Kaiserslautern
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1983–1984
1984–1985
1985–1987
1987–1990
1990–1994
1994–1996
1996–1997
1997–2001
1. FC Kaiserslautern
Arminia Bielefeld
1. FC Saarbrücken
1. FC Kaiserslautern
Bayer 04 Leverkusen
VfB Stuttgart
FC Basel
SK Sturm Graz
3 0(0)
43 0(8)
52 0(3)
87 0(5)
113 (10)
69 0(0)
13 0(0)
99 0(1)
Nationalmannschaft

1987
Deutschland U-21
Deutschland
7 0(0)
2 0(0)
Stationen als Trainer
2001–2002
2002–2003
2003
2003–2006
2006–2012
2012–2013
SK Sturm Graz Amateure
SK Sturm Graz (Co-Trainer)
SK Sturm Graz
SK Sturm Graz Amateure
SK Sturm Graz
1. FC Kaiserslautern
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Franco Foda (* 23. April 1966 in Mainz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballtrainer.

Karriere[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Franco Foda bestritt insgesamt 321 Bundesligaspiele und erzielte dabei 20 Tore. Er gewann zweimal den DFB-Pokal - 1990 mit dem 1. FC Kaiserslautern, 1993 mit Bayer 04 Leverkusen. In der Winterpause 1996/97 verließ er den VfB Stuttgart. Im Sommer 1997 wechselte er, nach einem kurzen Aufenthalt beim FC Basel in der Schweiz, nach Österreich zum SK Sturm Graz. Dort wurde er zweimal Meister und Supercupsieger sowie einmal Cupsieger und spielte während der sehr erfolgreichen Zeit beim SK Sturm in der Champions League, in der er in der Saison 2000/2001 die Zwischenrunde der besten 16 Teams erreichte.

In der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1987 bei den Spielen gegen Argentinien und Brasilien zweimal eingewechselt. Beim Spiel gegen Brasilien sorgte Foda unfreiwillig für Erheiterung unter den Zuschauern im Estádio do Maracanã in Rio de Janeiro, da sein Name im Portugiesischen soviel wie „kostenloser Geschlechtsverkehr“ bedeutet.[1]

Trainer[Bearbeiten]

Nachdem er seine aktive Karriere als Spieler beendet hatte, wurde er vom SK Sturm Graz als Nachwuchstrainer angestellt. Bereits ein Jahr später, 2002, wurde er Co-Trainer in der Kampfmannschaft. Nach dem Rücktritt von Ivica Osim wurde Franco zum neuen Cheftrainer der Mannschaft bestellt. Anfangs feierte er mit der Mannschaft einige Erfolge (Einzug in die 3. UEFA-Cup-Runde), am Jahresende landete die Mannschaft allerdings nur auf Rang 6, weswegen Foda durch Gilbert Gress ersetzt wurde. Franco ging wieder ins zweite Glied zurück und arbeitete dort sehr erfolgreich als Trainer der Amateure des SK Sturm.

Am 1. Juni 2006 wurde er wiederum zum Cheftrainer des SK Sturm Graz bestellt, nachdem Michael Petrović den Verein in Richtung FC Kärnten verlassen hatte. Sein Vertrag bei den Grazern lief bis 2012.[2] Am 16. Mai 2010 gewann die von Foda trainierte Mannschaft von Sturm Graz mit einem 1:0-Sieg gegen Magna Wiener Neustadt den ÖFB-Cup. Ein Jahr später, am 25. Mai 2011, holte Foda mit Sturm den österreichischen Meistertitel der Saison 2010/11 und ist damit an allen drei Meistertiteln der Grazer entweder als Spieler oder Trainer beteiligt.

Am 19. März 2012 kündigte Sturm Graz an, den Vertrag mit Foda nicht zu verlängern.[3] Dieser Ankündigung waren mehrwöchige medial ausgetragene Auseinandersetzungen zwischen Trainer und Vereinsvorstand vorausgegangen. Am 12. April 2012 wurde Foda vorzeitig beurlaubt.[4]

Vor der Saison 2012/13 wurde Foda Cheftrainer beim Absteiger aus der Bundesliga 1. FC Kaiserslautern als Nachfolger von Krassimir Balakow. Er unterzeichnete einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2014.[5] Der Verein stellte Foda am 29. August 2013 von seinen Aufgaben als Trainer frei. Zu diesem Zeitpunkt stand der FCK auf dem vierten Tabellenplatz der zweiten Liga.[6][7]

Privates[Bearbeiten]

Foda ist Sohn einer deutschen Mutter aus Mainz und eines italienischen Vaters aus Venedig. Er besaß bis zu seinem siebten Lebensjahr die italienische Staatsbürgerschaft.[8] Er ist verheiratet und hat zwei Söhne, von denen einer, Sandro, unter ihm in der Profimannschaft des SK Sturm Graz spielte. Anfang der Saison 2012/13 wechselte er in die zweithöchste Spielklasse zum TSV Hartberg. Sein zweiter Sohn Marco spielt bei der Amateurmannschaft des SK Sturm Graz.

Erfolge[Bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten]

als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franco Foda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franco Foda. Mitteldeutsche Zeitung, abgerufen am 12. August 2014.
  2. steiermark.ORF.at: Foda verlängert Vertrag bei Sturm bis 2012, abgerufen am 21. Juli 2009
  3. sport.orf.at: Ende der Sturm-Ära Foda im Juni, abgerufen am 19. März 2012
  4. http://www.sksturm.at/index.php?id=236&tx_ttnews[tt_news]=2561tx_ttnews[backPid]=33&cHash=540f1e0896
  5. Franco Foda neuer FCK-Cheftrainer fck.de, 23. Mai 2012
  6. Franco Foda freigestellt fck.de, abgerufen am 30. August 2013
  7. Foda in Lautern entlassen kicker.de vom 29. August 2013
  8. Franco Foda, Fußballtrainer im Porträt, www.kleinezeitung.at vom 12. Dezember 2011