Francois Botha

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Francois Botha Boxer
Daten
Geburtsname Francois Johannes Botha
Kampfname Weißer Büffel
Gewichtsklasse Schwergewicht
Nationalität Südafrikanisch
Geburtstag 28. September 1968
Geburtsort Witbank
Stil Linksauslage
Größe 1,88 m
Kampfstatistik
Kämpfe 57
Siege 48
K.-o.-Siege 29
Niederlagen 5
Unentschieden 3
Keine Wertung 1

Francois Botha (* 28. September 1968 in Witbank, Südafrika) ist ein südafrikanischer Boxer und K-1-Sportler.

Karriere[Bearbeiten]

Botha bestritt seinen ersten Boxkampf als Profi 1991. Am 9. Dezember 1995 bekam er die Chance, um den vakanten IBF-Schwergewichtstitel gegen Axel Schulz zu kämpfen. Die Auseinandersetzung fand in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart statt. Botha, der in 35 vorherigen Kämpfen siegreich war, bezwang Schulz knapp nach Punkten. Der Kampf wurde allerdings wenig später wegen eines positiven Dopingtests Bothas nicht gewertet und der Titel wiederum vakant erklärt.

Genau elf Monate später bekam Botha erneut die Möglichkeit, um den IBF-Titel zu boxen. Er verlor jedoch in Las Vegas gegen Michael Moorer durch technischen K.o. in der zwölften und letzten Runde. In den folgenden Jahren bestritt Botha unter anderem Kämpfe gegen Mike Tyson und Shannon Briggs. Gegen Tyson verlor er durch K.o. in der fünften Runde, gegen Briggs boxte er unentschieden. Dennoch durfte er am 15. Juli 2000 gegen den Weltmeister Lennox Lewis antreten, unterlag jedoch durch technischen K.o. in der zweiten Runde.

Am 16. März 2002 boxte Botha zum vorerst letzten Mal um einen WM-Gürtel. In Stuttgart stieg er gegen WBO-Titelträger Wladimir Klitschko in den Ring. Doch auch seine vierte Titelchance ließ er ungenutzt und verlor durch technischen K.o. in Runde acht. Sein vorläufig letzter Boxkampf endete vier Monate später in einem Unentschieden gegen Clifford Etienne.

Von 2003 bis 2006 trat Francois Botha regelmäßig beim K-1 an. In seinen zwölf Kämpfen konnte er nur gegen Jérôme Le Banner und Peter Aerts gewinnen. Le Banner konnte wegen einer kurz zuvor überstandenen Verletzung zur vierten Runde nicht mehr antreten und Peter Aerts musste wegen einer Beinverletzung aufgeben.[1] Nach mehreren aufeinanderfolgenden Niederlagen beendete er seine K-1 Karriere und konzentriert sich seit 2007 wieder auf Boxen.

Bei seinem Comeback-Kampf besiegte er am 6. Juli 2007 den Australier Bob Mirovic nach Punkten, blieb dann allerdings erneut mehr als 1,5 Jahre inaktiv, um dann am 6. Februar 2009 den US-Amerikaner Ron Guerrero im Kampf um den vakanten Weltmeistertitel der wenig bedeutenden World Boxing Foundation (WBF) zu schlagen. Bei seiner ersten Titelverteidigung gewann er am 15. Mai 2009 in Magdeburg gegen den Deutschen Timo Hoffmann mit 2:1 nach Punktrichterstimmen. Botha wurde daraufhin vom deutsche SES-Boxstall für drei Kämpfe unter Vertrag genommen. Anschließend war ein Kampf für den 24. Oktober 2009 in Dessau gegen Willi Fischer geplant, den Fischer verletzungsbedingt allerdings kurzfristig absagte. Botha boxte stattdessen gegen Pedro Carrión und verteidigte seinen Titel gegen den Kubaner nach einem umstrittenen Urteil (114:114, 115:115, 114:113) durch ein Unentschieden. Die WBF bestätigte die Punktwertung.[2]

Seine nächste Titelverteidigung sollte zunächst am 16. Januar 2010 in Kampala (Uganda) gegen den ehemaligen Schwergewichtsweltmeister Evander Holyfield stattfinden. Der Kampf wurde wegen Finanzierungs- und Organisationsschwierigkeiten jedoch mehrfach verschoben und schließlich auf den 10. April 2010 in Las Vegas verlegt. Botha unterlag in dem Kampf gegen den 47-jährigen Veteranen Holyfield durch technischen K.o. in der achten Runde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. K-1 World Grand Prix 2004 Finale
  2. Botha-Carrion auf box-news.de