Frangipani (Familie)

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Die Familie Frangi, Frangipani, Frangipan, Frangipane oder Frankopan stammt der Legende nach von einem altrömischen Adelsgeschlecht ab, welches seinen Ursprung bei Anicius hatte. Eine Herkunft von der römischen Familie De Imperatore wird auch genannt. Der Name lautete wahrscheinlich ursprünglich "Frangipanem" (lat. frangere = brechen und lat. pane = Brot). Der kroatische Zweig der Familie waren die Frankopanen.

Ursprung[Bearbeiten]

Ein Petrus Frajapane de Imperato wurde Mitte des 10. Jahrhunderts aus Rom verbannt. Der Legende nach soll Pietro seinen Spitznamen erhalten haben, weil er während einer Tiberüberflutung mit einem Boot durch die Straßen Roms gerudert sei und Brot an die Hungernden verteilt habe. Der Sohn des Petrus war Giovanni Sardo de Imperato, ein Neffe war Cencio (geboren nach 1030), römischer Konsul. Die Familie taucht um 1014 mit Leo Frangipani als Vertreter des Ghibellinischen Adels auf.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hauptzweige waren im Rom des frühen Mittelalters die de Septizonius (welche sich eine Burg im Septizodium unter Einbezug eines Turms des Circus Maximus errichtet hatten), die de Chartularia, die sich im antiken Chartularium (Staatsarchiv der römischen Kaiser) eingenistet hatten und zum Dritten die de Gradellis in Trastevere. Eine Nebenlinie scheint die Familie Trasmondo zu sein. Die Familie Frangipane herrschte u. a. über Nemi und Tolfa.

Die Familie wurde als Parteigänger der Reformpäpste bekannt. 1124 setzte die Familie die Wahl ihres einstigen Gegners Honorius II. durch. Während des Schismas von 1130 standen die Frangipane in Rivalität zur Familie Pierleoni, der Familie des Gegenpapstes Anaklet II., und bauten im Auftrag von Innozenz II. das Kolosseum zu einer Festung um. Im späteren Ringen um die herrschende Stellung in Rom zwischen der Guelfenpartei unter Führung der Familie Orsini mit den Ghibellinen unter Führung der Colonna unterstützten die Frangipani die Orsini.

Sant'Ottone Frangipane (1040-1127) ist der Schutzheilige von Ariano Irpino.[1]

Boccaccio stellte in seinem Trattatello in laude di Dante die (nicht nachgewiesene) Behauptung auf, dass Dante ein Nachfahre der Frangipani sei.

Die römische Hauptlinie der Frangipani starb im 17. Jahrhundert mit Muzio, Marchese Frangipane di Nemi, aus. Eine noch blühende Linie sind die Frangipani-Allegretti, seit 1663 Herzöge von Mirabello. Die kroatisch-dalmatisch-ungarische Linie Frankopan starb mit der Enthauptung von Fran Krsto Frankopan 1671 aus. Eine aus Friaul (Joannis (Aiello del Friuli)) stammende Linie im Königreich Illyrien gab ihren Namen über die weibliche Erbfolge an die Grafen Detrico Frangipani und nach deren Erlöschen an die Gliubavaz Frangipani de Detrico und schließlich an die noch blühenden Grafen Damiani di Vergada Gliubavaz Frangipani de Detrico weiter.

Pflanze[Bearbeiten]

Die Pflanze der Gattung Plumeria sind auch als Frangipani bekannt. Dieser Name soll auf eine mittelalterliche Familie von Parfümeuren namens Frangipani zurückgehen.

Vertreter[Bearbeiten]

Nachfolgend einige Mitglieder der Familie:

  • Leo: Lebte um 1014.
  • Leo: Er versuchte um 1124 die Wahl von Coelestin II. zum Papst zu verhindern.
  • Ottone "Der Ältere": Er heiratete eine byzantinische Prinzessin. Er war um 1156 Anhänger von Alexander III. und stellte sich gegen Kaiser Friedrich Barbarossa.
  • Cencio: Er nahm um 1181 den Papst Gelasius II. gefangen. Er musste ihn aber später auf Druck des Volkes wieder freigeben. Er verständigte sich später mit dem anrückenden Heinrich V. auf die Wahl des Erzbischofes Mauritius von Braga zum Gegenpapst unter dem Namen Gregor VIII. Gelasius war nach Gaeta geflüchtet. Nach dem Abzug von Heinrich kehrte Gelasius nach Rom zurück, musste aber zum zweiten Mal fliehen.
  • Ottone "Der Jüngere": Er unterstützte Heinrich VI. um 1186.
  • Giovanni: Herr von Torre Astura. Er bekämpfte die Staufer. Er lieferte Konradin von Hohenstaufen um 1268 an Karl von Anjou aus. Er wurde dafür reich belohnt. Er wanderte nach Neapel aus und gründete einen neuen Familienzweig, der sich bis nach Como, Straßburg und Madrid ausbreitete.
  • Johann (Ivan Frankopan): Er wurde um 1390 wegen seiner Verdienste von Kaiser Sigismund zum Ban von Kroatien, Dalmatien und Slawonien ernannt.
  • Franz (Fran Frankopan): Graf von Slazuin. Er erwarb sich 1566 Ruhm im Kampf gegen die Türken.
  • Christoph (Kristof Frankopan): Er unterstützte um 1526 Johann Zapolya beim Versuch die ungarische Krone zu bekommen. Er wurde 1527 bei der Belagerung von Varasdin erschossen.
  • Franz Christoph (Fran Krsto Frankopan): Graf von Trsat (heutiges Rijeka). Er war mit anderen um 1667 am Widerstand gegen Kaiser Leopold I. beteiligt. Die Verschwörung wurde verraten und er wurde am 30. April 1671 hingerichtet (siehe Magnatenverschwörung).
  • Julius Anton Graf Frangepan (Frangipani). Lebte im 17. Jahrhundert. Kaiserlicher u. königl. spanischer Kriegsrat, Obrist, Gouverneur der Unterpfalz, Kommandant in Frankenthal bis 1652.
  • Nicolò dai conts Frangipane: 1866 Bischof von Concordia-Pordenone.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.santiebeati.it/dettaglio/91968 Sant'Ottone

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]