Frank Albert Cotton

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Frank Albert Cotton, genannt Albert (Al) Cotton (* 9. April 1930 in Philadelphia; † 20. Februar 2007) war ein US-amerikanischer Chemiker.

Leben[Bearbeiten]

Cotton studierte an der Drexel University und der Temple University (Bachelor 1951) und wurde 1955 bei Geoffrey Wilkinson an der Harvard University promoviert (über Metallocene). Danach ging er ans Massachusetts Institute of Technology, wo er 1961 Professor wurde (was bis heute ein Rekord am MIT ist). 1972 wurde er Professor an der Texas A&M University, zuletzt als W. T. Doherty Welch Foundation Professor und Leiter des Laboratory for Molecular Structure and Bonding.

Cotton ist bekannt für seine Arbeiten über die Chemie von Übergangsmetallen, organometallische Verbindungen und Metallcluster, Kristallfeldtheorie, Metall-Metall Bindungen und für seine Lehrbücher. Er ist Autor oder Ko-Autor von über 1600 Veröffentlichungen. Er war Vorsitzender der Abteilung Anorganische Chemie der American Chemical Society. Er hatte über 100 Doktoranden.

1982 erhielt er die National Medal of Science, 2000 den Wolf-Preis und 1998 die Priestley Medal der American Chemical Society. Weiter erhielt er die Lavoisier Medaille, den Paracelsus Preis, den NAS Award in Chemical Sciences und den Robert A. Welch Preis. 1990 erhielt er den König-Faisal-Preis. Er war Mitglied der National Academy of Sciences, der American Philosophical Society und mehrerer ausländischer Akademien, unter anderem der Academie des Sciences. Er hat 29 Ehrendoktorate.

Er war seit 1959 verheiratet und hatte zwei Töchter. Sein Tod infolge einer Kopfverletzung nach einem Sturz führte zu Untersuchungen, da zunächst ein Herzanfall angenommen wurde und er mehrere Monate im Koma lag.[1]

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Untersuchung seines Todes, 2007