Frank Baumann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel handelt vom deutschen Fußballspieler Frank Baumann, für den gleichnamigen schweizerischen Fernsehmoderator siehe Frank Baumann (Fernsehmoderator).
Frank Baumann

Frank Baumann mit dem DFL-Ligapokal 2006

Spielerinformationen
Geburtstag 29. Oktober 1975
Geburtsort WürzburgDeutschland
Größe 187 cm
Position Abwehr, Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1981–1991
1991–1994
TSV Grombühl
1. FC Nürnberg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1999
1999–2009
1. FC Nürnberg
Werder Bremen
130 0(6)
260 (15)
Nationalmannschaft
1996–1998
1999–2005
Deutschland U-21
Deutschland
17 (1)
28 (2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Frank Baumann (* 29. Oktober 1975 in Würzburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Frank Baumann war ursprünglich ein Abwehrspieler und wechselte später ins defensive Mittelfeld.

Verein[Bearbeiten]

Der gebürtige Würzburger begann in der Jugend des dortigen Vereins TSV Grombühl mit dem Fußballspielen. 1991 wechselte er zur Jugend des 1. FC Nürnberg, bei dem er seine Profikarriere begann. 1999 schloss er sich dem SV Werder Bremen an, bei dem er 2009 seine aktive Zeit beendete, aber weiterhin im Verein tätig blieb.

Nürnberg[Bearbeiten]

Baumann begann seine Profikarriere am 3. Oktober 1994, dem siebten Spieltag der Zweitligasaison 1994/95 im Heimspiel gegen den SG Wattenscheid 09 in der Startelf. In der laufenden Spielzeit kam er nur auf vier weitere Einsätze, zu Beginn der nächsten Saison entwickelte er sich jedoch zum Stammspieler. Vereinstreue bewies er, als er den Club 1996/97 in die Regionalliga begleitete. Dort gelang der sofortige Wiederaufstieg und ein Jahr später der Durchmarsch in die Bundesliga. Im Saisonfinale 1998/99 wurde er zur tragischen Figur. Vor dem letzten Spieltag hielt der 1. FC Nürnberg den Klassenerhalt bereits für gesichert, stieg aber dann doch ab. Dies wiederum führte dazu, dass Baumann, der eigentlich in Nürnberg bleiben wollte, den Verein wechselte, da er kurz vor der Einberufung in die Nationalmannschaft stand. Baumann hatte in der 89. Minute des letzten Spiels eine Großchance vergeben – ein Tor mehr hätte zum Klassenerhalt gereicht.

Bremen[Bearbeiten]

Frank Baumann 2007

Baumann wechselte zum SV Werder Bremen. Er war der erste Spieler, den der neue Trainer Thomas Schaaf verpflichtete. Im Jahr 2000 wurde Baumann Mannschaftskapitän, was er bis zum Karriereende blieb. Durch sein ruhiges Auftreten und seine abgeklärte Spielweise genoss er ein hohes Ansehen innerhalb der Mannschaft. Er war ein wichtiger Baustein zur Meisterschaft und zum DFB-Pokal-Sieg im Jahr 2004. In seinen letzten aktiven Jahren wurde er immer wieder durch Verletzungen, insbesondere an der Achillessehne, zurückgeworfen. So konnte er in den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 nur 19 bzw. 17 Spiele in der Bundesliga absolvieren.

In der Saison 2008/09 konnte Baumann wieder häufiger eingesetzt werden. Mit einem Tor im Halbfinale führte er die Mannschaft 2009 ins UEFA-Cup-Finale. Dort unterlag Bremen Schachtar Donezk. Zum Saisonende beendete er seine aktive Laufbahn; das letzte Spiel seiner Karriere absolvierte er im DFB-Pokalfinale am 30. Mai 2009 gegen Bayer 04 Leverkusen, das Werder mit 1:0 gewann.

Am 16. Dezember 2009 wurde Baumann zum siebten Ehrenspielführer des SV Werder Bremen ernannt.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Baumann gab sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft am 14. November 1999 beim 1:0-Erfolg in Oslo gegen Norwegen. Sein letztes Spiel bestritt er am 26. März 2005 gegen Slowenien. Seine zwei Tore erzielte er beide 2001 in Freundschaftsspielen gegen die Slowakei und Ungarn.

Baumann nahm mit der Nationalmannschaft an der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 teil, wurde jedoch nur einmal im Achtelfinale gegen Paraguay in der 60. Minute eingewechselt. Bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal spielte Baumann im ersten Gruppenspiel gegen die Niederlande und im zweiten Gruppenspiel gegen Lettland mit; die Mannschaft schied nach der Gruppenphase aus.

Karriere als Funktionär[Bearbeiten]

Im Anschluss an seine Laufbahn als Profifußballer wechselte Baumann im Sommer 2009 als Assistent des damaligen Geschäftsführungsvorsitzenden Klaus Allofs ins Management von Werder Bremen. Ende 2011 wurde er zusätzlich Leiter der Scouting-Abteilung.[1] Im November 2012 folgte die Beförderung zum Direktor Profifußball und Scouting; in dieser eigens für ihn neu geschaffenen Funktion arbeitet er direkt dem Geschäftsführer Profifußball Thomas Eichin zu.[2]

Privat[Bearbeiten]

Frank Baumann gehört dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Jürgen Klinsmann, weiteren erfolgreichen Nationalspielern sowie den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.

Baumann ist gelernter Sozialversicherungsfachangestellter und Sportfachwirt.[3] Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frank Baumann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allofs vor Wechsel zum VfL Wolfsburg
  2. Wichtige Personalentscheidungen bei Werder Bremen
  3. Ausbildung zum Sportmanager