Frank Foley

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Statue zum Gedenken an Frank Edward Foley in Highbridge (England)

Frank Foley (eigentlich Francis Edward Foley; * 24. November 1884 in Highbridge; Somerset; † 8. Mai 1958 in Stourbridge) war Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes MI6. Er ermöglichte in den 1930er Jahren vielen Juden die Flucht aus Deutschland.

Dies war möglich, weil er zur Tarnung in der Passabteilung der britischen Botschaft in Berlin arbeitete. Dort interpretierte er die Visavorschriften sehr großzügig und stellte sogar gefälschte Papiere aus. Obwohl er keine diplomatische Immunität genoss, holte er sogar Juden aus Konzentrationslagern und versteckte sie in seiner eigenen Wohnung.

1959 wurde ihm zu Ehren von den Geretteten ein Gedächtnishain auf einem Hügel bei Jerusalem angelegt. 1999 erhielt Foley den Titel „Gerechter unter den Völkern“ und eine Gedenktafel in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. 2004 wurde eine Gedächtnisplakette in Foleys Heimatstadt Stourbridge angebracht; im gleichen Jahr wurde auf dem Gelände der britischen Botschaft in Berlin ein Gedenkstein aufgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

Michael Smiths Biographie Foley: The Spy Who Saved 10,000 Jews.

  • Hardcover 368 pages (January 21, 1999), Publisher: Hodder & Stoughton Ltd ISBN 0-340-71850-1
  • Paperback 288 pages (April 1, 1999), Publisher: Hodder & Stoughton Ltd ISBN 0-340-76603-4

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]