Frank Heinrich

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Frank Heinrich (2014)

Frank Heinrich (* 25. Januar 1964 in Siegen) ist ein deutscher Theologe und Politiker (CDU).

Leben[Bearbeiten]

Frank Heinrich kam im Siegener Marienkrankenhaus zur Welt. Als er drei Jahre alt war, traten seine Eltern in ein Sozialwerk in Süddeutschland ein und seine Familie verließ das Siegerland. Nach Zivildienst, einem Auslandsjahr als Theologiestudent in Kanada und einem Sozialpädagogikstudium wurde er in Freiburg im Breisgau Mitglied der Heilsarmee. Er leitete als Sozialarbeiter bis 1995 den sozialmissionarischen Dienst (Die Insel und Die Spinnwebe) in Freiburg. 1997 wurde Heinrich nach absolvierter Ausbildung ordiniert als Heilsarmeeoffizier. Von 1997 bis zu seiner Bundestagskandidatur 2009 leitete er das Heilsarmeekorps in Chemnitz. In dieser Zeit bekam er durch soziales Engagement Einblick in die lokale Politik. 2007 trat er in die CDU ein.

Frank Heinrich ist seit 1987 verheiratet und Vater von 4 Kindern.

Politik[Bearbeiten]

Nachdem Frank Heinrich zunächst als parteiloser Kandidat für die Partei Bibeltreuer Christen kandidierte,[1] erlangte er bei der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Chemnitz das Direktmandat und zog als Mitglied der CDU-Fraktion in den 17. Bundestag ein. Am 28. November 2009 wurde er zum Vorsitzenden des CDU–Kreisverbandes Chemnitz gewählt. Im Bundestag ist er Ordentliches Mitglied des Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Obmann der CDU im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.[2]. Bei der Bundestagswahl 2013 erlangte er erneut das Direktmandat.

Als einer der wenigen Unionspolitiker stimmte Frank Heinrich in der 68. Sitzung des Deutschen Bundestages am Donnerstag, 28.Oktober 2010 gegen die Verlängerung der AKW – Laufzeiten.[1] Als einziger Bundestagsabgeordneter protestierte Heinrich im März 2012 gegen ein religiöses Gutachten des Großmuftis von Saudi-Arabien, das den Abriss aller Kirchen auf der arabischen Halbinsel fordert.[3] Seit dem Sommer 2012 setzt sich Heinrich zusammen mit zwölf weiteren Unions-Bundestagsabgeordneten öffentlich für die steuerliche Gleichstellung von Eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der Ehe ein.[4]

Publikationen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b [1]
  2. Website des Bundestages/Abgeordnetenbiografien; abgerufen am 11. Juli 2010.
  3. Die Welt: Selbstbild als ewiges Opfer des respektlosen Westens, vom 20. September 2012, abgerufen am 20. September 2012
  4. MdB Jens Spahn fordert mehr Rechte für Homosexuelle - Vorstoß zur Homo-Ehe stößt auf Skepsis, Westfälische Nachrichten vom 9. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frank Heinrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien