Frank Ifield

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Welterfolg mit
I Remeber You
auf US-Label Vee-Jay

Frank Ifield (* 30. November 1937 in Coventry) ist ein englischsprachiger Sänger, der in den Genres Country- und Popmusik hauptsächlich in Australien und Großbritannien in den 1950er und 1960er Jahren erfolgreich war.

Leben[Bearbeiten]

Ifield lebte mit seiner Familie zunächst acht Jahre in Großbritannien, danach wanderten die Ifields 1946 nach Australien aus und ließen sich in Dural, nordwestlich von Sydney nieder. Frank wuchs in einer musikalisch engagierten Familie auf. Sein Großvater war Sänger und Tänzer in einer Minstrel Show. Seine Eltern schenkten ihm zum 11. Geburtstag eine Ukulele, als 12-Jähriger bekam er vom Großvater eine Gitarre als Weihnachtsgeschenk. Ifield entdeckte seine Liebe zur Countrymusik, und schon mit 13 Jahren trat er mit Countrysongs in der Amateurshow einer australischen Radiostation auf. Danach folgten Auftritte in mehreren öffentlichen Musikveranstaltungen. 1955 nahm er bei der australischen Plattenfirma Regal Zonophone seine erste Single mit dem Titeln Did You See My Daddy Over There / There’s a Love Knot in My Lariat (Katalog-Nr. G25400) auf. Seine musikalische Karriere wurde 1957 durch den Militärdienst unterbrochen, anschließend hatte er Mühe, wieder in das Showbusiness zurückzufinden. Erst durch Auftritte in Fernsehshows wurde sein Name wieder bekannt. Einen weiteren Karriereschub wurde 1959 durch den Wechsel zum Columbia-Label eingeläutet, wo in Australien bis 1967 27 Singles veröffentlicht wurden.

Erster UK-Charterfolg
Lucky Devil
auf Columbia 4399

Sein Manager Peter Gormely bereitete Ende 1959 mit einem Auftritt im London Palladium Ifields Rückkehr nach Großbritannien vor. Dieser wurde auch durch die Tatsache begünstigt, dass das Columbia-Label auch dort vertreten war. Nach einer Tour durch diverse Fernsehshows wurde Norrie Paramor Ifields neuer Manager, und Columbia UK brachte Anfang 1960 Ifields erste Single Lucky Devil / Nobody Else But You (Nr. 4399) heraus. Der Titel Lucky Devil fand sofort Aufnahme in die britischen Musikcharts, wo er mit Rang 22 die beste Notierung erreichte. Danach dauerte es bis 1962, ehe Ifield zu seinem ersten großen Plattenerfolg kam. Mit Jodelsong I Remember You, der millionenfach verkauft wurde, schaffte er zugleich den internationalen Durchbruch. Der Titel kam nicht nur in Großbritannien auf Platz 1, sondern auch in Irland, Australien und Neuseeland. In Südafrika kam der Song auf Platz 2, in Kanada auf den 4. Platz. I Remember You fand auch in den Vereinigten Staaten Beachtung, wo ihn Billboard mit Platz 5 am besten notierte. Es war zugleich die erste Ifield-Veröffentlichung auf dem US-Plattenmarkt, herausgebracht von der Plattenfirma Vee-Jay, die bis 1963 sechs Ifield-Singles auf den US-Markt brachte. Später übernahmen Capitol Records (1963–1965) und Hickory (1966–1970) den Vertrieb der Ifield-Platten in den Staaten. Weniger erfolgreich war Ifield mit I Remember You in Deutschland. Der Titel wurde von der deutschen Columbia-Dependance im Oktober 1962 unter der Katalog-Nummer 22326 herausgebracht, erreichte aber bei Musikmarkt nur den 39. Platz. Auf der Rückseite der Platte sang Ifield den deutschsprachigen Titel So leicht lernt man das Jodeln, eine Coverversion seines Songs She Taught Me How to Yodel.

In Großbritannien stürmte Ifield auch weiter die Hitparaden. Bereits der 1962er Nachfolgetitel Lovesick Blues wurde wieder ein Nummer-1-Hit. 1963 erreichten die Titel The Wayward Wind und I'm Confessin' ebenfalls die Spitzenposition. Ebenso erfolgreich war seine erste 1962 in Großbritannien herausgebrachte Langspielplatte I’ll Remember You. Bis 1966 war Ifield regelmäßig in den UK-Charts vertreten, doch beschränkten sich nach 1963 die Erfolge auf Großbritannien. Sein letzter Top-50-Erfolg war Call Her Your Sweetheart im Jahr 1966. Im selben Jahr trat Ifield anlässlich seines Vertragsabschlusses mit der US-Plattenfirma Hickory in der Grand Ole Opry in Nashville, Tennessee auf und erhielt die Ehrenbürgerschaft des Staates Tennessee.

Als 1969 Ifields Plattenvertrag bei der britischen Columbia ausgelaufen war, veröffentlichte er 1969 noch zwei Singles bei Decca Records. 1970 gründete er mit Frank Ifield Records (FIR) ein eigenes Label. 1980 fand er Aufnahme in das Guinness Book Of Records, das für ihn 158 Wochen in den UK-Pop-Charts und die Nr. 24 in den Top 100 aller Zeiten notierte. Als 1982 sein Vater in Australien an Krebs starb und Ifields Ehe nach 17 Jahren zerbrach, löste der Stress eine schwere Lungenentzündung aus, in deren Folge er sich einer Lungenoperation unterziehen musste. Erst nach einem Jahr war er wieder zu Auftritten fähig, er trat in diversen Radio- und Fernsehshows auf und veranstaltete wieder Tourneen in Großbritannien und Europa. 1991 kehrte er als „Frank Ifield featuring The Backroom Boys“ mit der Neuaufnahme seines 1962er Erfolgs She Taught Me How to Yodel noch einmal in die UK-Charts zurück, wo der Titel Platz 40 erreichte.

Top 50 in den Single-Charts[Bearbeiten]

Jahr Titel UK US
1960 Lucky Devil 22.
1960 Gotta Get a Date 49.
1962 I Remember You 01. 05.
1962 Lovesick Blues 01. 44.
1962 She Taught Me How to Yodel 16.
1963 The Wayward Wind 01.
1963 Nobody's Darlin' But Mine 04.
1963 I'm Confessin' 01.
1963 Mule Train 22.
1964 Don't Blame Me 08.
1964 Say It Isn't So 26.
1964 Angry At the Big Oak Tree 25.
1964 I Should Care 33.
1964 Summer Is Over 25.
1965 Paradise 26.
1966 No One Will Ever Know 25.
1966 Call Her Your Sweetheart 24.

Diskografie[Bearbeiten]

UK-Singles[Bearbeiten]

Titel Kat.-Nr. Jahr
Columbia
Lucky Devil / Nobody Else But You 4399 1960
Happy Go Lucky / Unchained Melody 4464 1960
Gotta Get a Date / No Love Tonight 4496 1960
That's the Way It Goes / Phoebe Snow 4568 1961
Life's a Holiday / Tobacco Road 4658 1961
Your Time Will Come / That's the Way It Is 4741 1961
Alone Too Long / Bigger Than You Or Me 4786 1962
I Remember You / I Listen to My Heart 4856 1962
Lovesick Blues / She Taught Me How to Yodel 4913 1962
The Wayward Wind / I'm Smiling Now 4960 1963
Nobody's Darlin' But Mine /
You Don't Have to Be a Baby to Cry
7007 1963
I’m Confessin' / Waltzing Matilda 7062 1963
Mule Train / One Man's Love 7131 1963
Don't Blame Me / Say It Isn't So 7184 1964
Angry At the Big Oak Tree / Go Tell It on the Mountain 7263 1964
I Should Care / Another Cup of Coffee 7319 1964
Summer Is Over / True Love Ways 7355 1964
Don't Make Me Laugh / Without You 7412 1964
I'm So Lonesome I Could Cry / Lonesome Number One 7520 1965
Paradise / Goodbye Now 7655 1965
I Guess / Then Came She 7772 1965
There'll Be Another Spring / Don't Be Afraid 7858 1966
No One Will Ever Know /
I'm Saving All My Love For You
7940 1966
Call Her Your Sweetheart / All My Daydreaming 8078 1966
You Came Along / And I Always Will Do 8164 1967
Roses Moonlight and One Little Bottle Of Wine /
Up Up and Away
8232 1967
All the Time / In the Snow 8301 1967
Some Sweet Day / Singing the Blues 8344 1968
Morning In Your Eyes / Oh Such a Stranger 8432 1968
The Swiss Maid / Baby Doll 8478 1968
Decca
Mary In The Morning / Let Me Into Your Life 12893 1969
It's My Time / In the Snow 12966 1969

Columbia-Langspielplatten (UK)[Bearbeiten]

Titel Kat.-Nr. Jahr
I’ll Remeber You 3460 1962
Born Free 3485 1963
Blue Skies 3505 1964
Greatest Hits 1633 1964
Up Jumped Swagman 1751 1965
The Singer and the Song 6225 1968

CDs bei Bear Family[Bearbeiten]

Titel Kat.-Nr. Jahr
I Remember These – Best P8 38016 1991
Collection MFP 6384 1997
Complete A-Sides And B-Sides 3-CD 474 5442 2005
The Yodelling Cowboy Years JAS 443 2006
EP-Collection SEE 312
Someone To Give My Love To SEE 439

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Ifield, I Remember Me - The First 25 Years, Authors OnLine Ltd. 2005, ISBN 978-0755205011

Weblinks[Bearbeiten]