Frank Pantridge

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Frank Pantridge CBE (* 3. Oktober 1916 in Hillsborough, County Down; † 26. Dezember 2004) war ein irischer-britischer Arzt und gilt als Erfinder des tragbaren Defibrillators.

Leben[Bearbeiten]

Pantridge besuchte die Friends School Lisburn und studierte Medizin an der Queen's University of Belfast. Während des Zweiten Weltkrieges diente er in der Britischen Armee. Nach der Schlacht um Singapur wurde er japanischer Gefangener und musste als Kriegsgefangener am Bau der birmesischen Eisenbahn mitarbeiten. Nach seiner Befreiung kehrte er nach Europa zurück und studierte weiter Medizin an der Queen's University und mit einem Stipendium dann an der University of Michigan.

1950 kehrte er aus den Vereinigten Staaten zurück und arbeitete als Arzt am Royal Victoria Hospital in Belfast. Er wurde Hochschullehrer für Medizin an der Queen's University of Belfast, wo er bis 1982 tätig blieb. Gemeinsam mit seinem Kollegen John Geddes spezialisierte er sich auf dem Gebiet der Herz-Lungen-Wiederbelebung. 1965 gelang ihm die Herstellung des weltweit ersten tragbaren Defibrillators. Nunmehr konnten Wiederbelebungen von Herzinfarktpatienten vor Ort außerhalb des Krankenhauses mit Hilfe eines Defibrillators erfolgen. Da sein erster tragbarer Defibrillator noch 70 kg wog, entwickelte er drei Jahre später einen tragbaren Defibrillator, der nur noch 3 kg schwer war. Mit der Veröffentlichung seiner Erfindung verbreitete sich der tragbare Defibrillator in den folgenden Jahren weltweit.

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]