Frankenstein (Oederan)

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50.90083333333313.210833333333376Koordinaten: 50° 54′ 3″ N, 13° 12′ 39″ O

Frankenstein
Stadt Oederan
Höhe: 376 m
Eingemeindung: 1. Januar 2012
Postleitzahl: 09569
Vorwahl: 037321
Frankenstein (Sachsen)
Frankenstein

Lage von Frankenstein in Sachsen

Frankenstein (Mai 2008)
Bahnviadukt Frankenstein
Blick auf Frankenstein im Herbst

Frankenstein ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Oederan im Landkreis Mittelsachsen.

Geschichte[Bearbeiten]

Frankenstein wurde 1185 das erste Mal urkundlich erwähnt. Bereits 1206 besaß der Ort eine Kirche. Vor 1378 gehörte Frankenstein wie der Nachbarort Wingendorf zum Amt Freiberg. Über Jahrhunderte waren beide Orte im Besitz der Familie von Schönberg. Um 1551 gehörten Wingendorf und Frankenstein nachweislich zum schönbergischen Rittergut Oberschöna, die Verwaltung der Orte oblag jedoch seit 1378 nicht mehr dem Amt Freiberg, sondern dem Amt Augustusburg. Ab 1696 ist das Rittergut Wingendorf mit den Orten Wingendorf, Frankenstein und dem „Städtchen“ Hainichen belegt, welches seitdem wieder zum Amt Freiberg gehörte. 1855 wurde die Gerichtsbarkeit der Orte Wingendorf und Frankenstein dem Königlichen Gericht Oederan übertragen.

Seit 1875 gehörte Frankenstein zur Amtshauptmannschaft Flöha, deren Nachfolger 1952 der Kreis Flöha wurde. Im Jahr 1974 wurden die Orte Hartha und Wingendorf nach Frankenstein eingemeindet. Seit 1994 gehörte Frankenstein zum Landkreis Freiberg. Am 1. Januar 1994 schlossen sich Frankenstein und Memmendorf zur neuen Gemeinde Frankenstein zusammen, die wiederum zum 1. Januar 2012 ins benachbarte Oederan eingemeindet wurde. Seit 2008 gehört Frankenstein zum Landkreis Mittelsachsen.

Einwohnerentwicklung ab 1982

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 1.255
  • 1983 − 1.226
  • 1984 − 1.221
  • 1985 − 1.215
  • 1986 − 1.202
  • 1987 − 1.212
  • 1988 − 1.181

1989 bis 1995

  • 1989 − 1.152
  • 1990 − 1.140
  • 1991 − 1.111
  • 1992 − 1.107
  • 1993 − 1.115
  • 1994 − 1.120
  • 1995 − 1.135

1996 bis 2002

  • 1996 − 1.169
  • 1997 − 1.205
  • 1998 − 1.217
  • 1999 − 1.219
  • 2000 − 1.211
  • 2001 − 1.216
  • 2002 − 1.210

2003 bis 2010

  • 2003 − 1.218
  • 2004 − 1.219
  • 2005 − 1.205
  • 2006 − 1.208
  • 2007 − 1.198
  • 2008 − 1.164
  • 2010 − 1.119
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Ortsgebiet verläuft die Strecke der Bahnstrecke Dresden–Werdau (Teil der Sachsen-Franken-Magistrale). Der Haltepunkt Frankenstein (Sachs) liegt jedoch in der Gemarkung Wegefarth.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Orts[Bearbeiten]

  • Karl Gottlob Heymann (1825–1905), konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen)
  • Theodor Heymann (1853–1936), Unternehmer und konservativer Politiker, MdL (Königreich Sachsen)

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Kuhn: Deutscher Städteatlas. Band: III; 3 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Stadtmappe Frankenstein, Dortmund-Altenbeken 1984, ISBN 3-89115-003-2
  • Richard Steche: Frankenstein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 6. Heft: Amtshauptmannschaft Flöha. C. C. Meinhold, Dresden 1886, S. 68.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankenstein (Sachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Frankenstein im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • [1] - Geschichte der Dorfkirche Frankenstein