Frankenstein (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Frankenstein
Frankenstein (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frankenstein hervorgehoben
49.447.9780555555556242Koordinaten: 49° 26′ N, 7° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Enkenbach-Alsenborn
Höhe: 242 m ü. NHN
Fläche: 13,82 km²
Einwohner: 968 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67468
Vorwahl: 06329
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 010
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 18
67677 Enkenbach-Alsenborn
Webpräsenz: www.frankenstein.de
Ortsbürgermeister: Eckhard Vogel
Lage der Ortsgemeinde Frankenstein im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Frankenstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Frankenstein liegt in der Pfalz inmitten des Naturparkes Pfälzerwald im Städtedreieck von Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße und Bad Dürkheim. Die Gemeinde bildet auch den östlichen Abschluss des Landkreises Kaiserslautern. Ihre Gemarkung ragt wie ein Keil in den benachbarten Landkreis Bad Dürkheim hinein. Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn Bad Dürkheim, Weidenthal (beide Landkreis Bad Dürkheim), Waldleiningen, Hochspeyer und Fischbach (bei Kaiserslautern) (alle Landkreis Kaiserslautern).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Ortsgemeinde Frankenstein gehören der Ortsteil Diemerstein und die Wohnplätze Alte Straße, Bordmühle am Leinbach, Bordmühle an der Kehr, Galgental, Klaftertalerhof und Rußhütte.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Frankenstein besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 5 11 16 Sitze
2004 5 1 10 16 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist seit 6. Juli 2009 Eckhard Vogel, FWG, der am 7. Juni 2009 mit 381 Ja-Stimmen (77,13 %) und 113 Nein-Stimmen (22,87 %) gewählt wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1618 1648 1787 1800 1823 1855 1900 1905 1946 1950 1956 1961 1969 1980 1990 1996 2004
Einwohner 75* 45* 355 414 607 710 818 858 968 1147 1302 1332 1469 1213 1078 977 1083


*Diese Zahlen sind Schätzungen, da nur die Zahl der Familien überliefert ist (15 bzw. 9).

Bauwerke[Bearbeiten]

Blick von Osten auf die Burg Frankenstein
  • Burg Frankenstein
Die Burg Frankenstein gab dem Ort den Namen. Sie wurde erstmals 1146 als Schutzburg des Klosters Limburg erwähnt.
  • Burg Diemerstein
Die Burg Diemerstein liegt in einem Seitental im Ortsteil Diemerstein. Sie wurde erstmals im Jahre 1216 zusammen mit einem Rudegar von Dimarstein erwähnt.
  • Villa Denis
Die Villa Denis wurde in den Jahren 1847 bis 1849 von Paul Camille von Denis erbaut. Im Jahre 1861 wurde dort der Pfälzer Turnerbund gegründet.
  • Posthalterei Ritter
Die Posthalterei Ritter liegt am Eingang des Diemersteiner Tales. Sie wurde im Jahre 1763 von Siegmund Friedrich Ritter errichtet. Zuerst war sie Kaiserliche Reichsposthalterei, später Königlich bayerische Poststation. Im Jahre 1980 wurde das Gebäude zum Kulturdenkmal erklärt. Das Gebäude wurde auf Grund von Einsturzgefahr und nicht vorhandener Mittel im Jahr 2012 abgerissen.
Frankenstein besitzt ein im Verhältnis zur Gemeindegröße sehr großes und repräsentatives, aus rotem Sandstein gemauertes Bahnhofsgebäude. Paul Camille von Denis ließ es während des Baus der Pfälzischen Ludwigsbahn in dieser Größe errichten, da er im benachbarten Ortsteil Diemerstein einen Wohnsitz hatte.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Frankenstein

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale in Frankenstein (Pfalz)

Sport[Bearbeiten]

Das Sportgelände Köpfchen verfügt über einen Rasen- und einen Hartplatz für Fußball sowie verschiedene Leichtathletikanlagen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • An Laetare wird das Sommertagsfest mit Winterverbrennung und Ostermarkt gefeiert.
  • Im Juli wird ein Triftfest am Biedenbacher Woog im Leinbachtal veranstaltet. Es wird von den Gemeinden Frankenstein, Waldleiningen, Hochspeyer sowie der Forstverwaltung ausgerichtet.
  • Am 3. Wochenende im Juli findet die Kerwe statt. Die Dauer der Kerwe ist von Freitag bis Dienstag. Am Sonntag findet ein Kerweumzug unter Beteiligung der örtlichen Vereine und Gruppierungen statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Frankenstein verfügt über einen Kindergarten und eine Grundschule (1.–4. Klasse). Der Kindergarten wird unter der Trägerschaft der evangelischen Kirche geführt. In der Grundschule werden auf Grund geringer Schülerzahlen zwei Klassenstufen zusammen in einem Saal unterrichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Karl Albrecht von Ritter (1836–1917), Forstbeamter, Regierungsdirektor und Gründungsvorsitzender des Pfälzerwald-Vereines, arbeitete zeitweise als Forstgehilfe vor Ort
  • Arno Platzbecker (1894–1956), Maler, seine Werke wurde 2011 in der Villa Denis ausgestellt

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Lieser: Frankenstein und Diemerstein. Bilder aus alter Zeit. Arbogast, Otterbach 1996, ISBN 3-87022-225-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankenstein (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 94 (PDF; 2,3 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen