Frankenthal (Pfalz)

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Frankenthal ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Frankenthal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Frankenthal (Pfalz)
Frankenthal (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Frankenthal (Pfalz) hervorgehoben
49.5333333333338.3596Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Höhe: 96 m ü. NHN
Fläche: 43,76 km²
Einwohner: 47.035 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1075 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67227
Vorwahl: 06233
Kfz-Kennzeichen: FT
Gemeindeschlüssel: 07 3 11 000
Stadtgliederung: Kernstadt, Eppstein, Flomersheim, Mörsch, Studernheim
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2–7
67227 Frankenthal (Pfalz)
Webpräsenz: www.frankenthal.de
Oberbürgermeister: Theo Wieder (CDU)
Lage der Stadt Frankenthal in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Die kreisfreie Stadt Frankenthal (Pfalz) im Nordosten der rheinland-pfälzischen Region Pfalz liegt zwischen den Städten Worms und Ludwigshafen. Sie zählt zu den traditionsreichsten Städten im Rhein-Neckar-Raum und entwickelte sich im Bannkreis der alten Kulturzentren Worms, Heidelberg und Speyer.

Frankenthal als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar und bildet mit einer großen Anzahl von benachbarten Kommunen den vorher als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Pfälzerwald im Westen und Odenwald im Osten. Durch Frankenthal fließt die Isenach, die sechs Kilometer weiter in den Rhein mündet, ihr früherer linker Zufluss Fuchsbach ist im Stadtgebiet verrohrt. Auf der Gemarkung der Stadt liegt der tiefste Punkt der Pfalz (87,3 m ü. NN). Dieser befindet sich nur wenige hundert Meter vom Rhein entfernt auf einem Acker des Klosgartenhofes, eines landwirtschaftlichen Betriebes im nordöstlichen Vorort Mörsch an der Grenze zum Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide. Den höchsten Punkt der Stadt bildet mit 117,25 m ü. NN der Monte Scherbelino, ein kleiner Hügel am städtischen Strandbad, der aus einer Mülldeponie hervorgegangen ist.

Klima[Bearbeiten]

Niederschläge

Der Jahresniederschlag beträgt 528 Millimeter. Dies ist ein sehr niedriger Wert, der im unteren Zehntel der in Deutschland erfassten Werte liegt; nur an 6 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden noch geringere Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni, nämlich 2,4-mal mehr als im Februar. Die Niederschläge variieren stark, lediglich 28 Prozent der Messstationen verzeichnen noch höhere jahreszeitliche Schwankungen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Frankenthal besteht aus der Kernstadt und vier Ortsbezirken, die früher eigenständige Dörfer waren.

Einheit Eingemeindung Größe in ha Einwohner[2]
Kernstadt 1.427,7 36.774
Eppstein 1969 719,2 2.579
Flomersheim 1919 481,5 2.775
Mörsch 1919 1.327,1 3.028
Studernheim 1919 422,9 1.390

Geschichte[Bearbeiten]

Zeittafel[Bearbeiten]

Zeitraum Ereignis
772 Erste urkundliche Erwähnung als Franconodal
1119 Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts mit Skriptorium
1562 Niederlassung von 58 calvinistischen Flüchtlingsfamilien in Frankenthal; Abschluss einer „Capitulation“ hierüber mit Kurfürst Friedrich III.
1571 Frankenthaler Religionsgespräch
1577 Verleihung der Stadtrechte
1718 Beginn der Stadtbefestigung unter Kurfürst Karl III. Philipp
1755 Gründung der Porzellanmanufaktur
1770–1773 Bau des Wormser und Speyerer Tores (beide bis heute erhalten)
1772–1781 Bau eines Hafens mit Kanalverbindung zum Rhein (1955 zugeschüttet)
1919 Eingemeindung von Flomersheim, Mörsch und Studernheim[3]
1. März 1920 Gewinnung der Kreisfreiheit
1943 Bei einem Bombenangriff Zerstörung der Innenstadt zu etwa 90 %
7. Juni 1969 Eingemeindung von Eppstein

Chronik[Bearbeiten]

Steinzeit
Erkenbert-Ruine im Stadtzentrum
Erkenbert-Museum

Bei Grabungen auf dem Strandbadgelände im Jahr 1961 wurden Mammutknochen und menschliche Schädelfragmente entdeckt. Diese etwa 25.000 Jahre alten Knochen aus der Steinzeit werden dem Homo heidelbergensis zugeordnet.

Jungsteinzeit

Bei weiteren Ausgrabungen im Stadtgebiet wurden Werkzeuge, zum Beispiel ein Glockenbecher, gefunden, die auf den Zeitraum zwischen 4000 bis 1800 v. Chr. datiert wurden, der zur Jungsteinzeit gehört.

Bronzezeit

Bei Kanalisationsarbeiten in der Nähe der Friedrich-Ebert-Schule wurde ein bronzezeitliches Gräberfeld entdeckt, das aus der Zeit zwischen 1800 und 1200 v. Chr. stammt. Die Gräber waren mit reichhaltigen Beigaben, darunter eine Prunkaxt, versehen. Die Gegenstände wurden dem keltischen Volk der Mediomatriker zugeordnet.

Eisenzeit

Zahlreiche Funde von Terra-Sigillata-Gefäßen in der Nähe des Rheins deuten auf eine kurzzeitige römische Besiedlung während der Eisenzeit hin.

Mittelalter

Erstmals erwähnt wurde die Gemeinde, die ursprünglich Franconodal hieß und eine fränkische Gründung aus dem späten 5. Jahrhundert ist, in einer mittelalterlichen Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch vom 20. September 772. In einer weiteren Schenkungsurkunde an das Kloster Weißenburg aus dem Jahre 812 wurde diesem eine Kirche im Dorf mit Höfen, Weiden und Wiesen übertragen. 886 kam es infolge andauernder Regenfälle zu großflächigen Überschwemmungen durch den Rhein mit dauerhafter Verlagerung seines Flussbetts nach Osten.

Die Gründung eines Augustiner-Chorherrenstifts durch den Wormser Adligen Erkenbert im Jahre 1119 und eines Frauenstifts durch seine Gattin Richlindis sechs Jahre später führte zu einer grundlegenden Veränderung des dörflichen Lebens. Vor allem das Chorherrenstift entwickelte sich sehr schnell zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum, das in die gesamte Region ausstrahlte. Frankenthal erlebte seine erste Blütezeit. Von besonderer Bedeutung war das Skriptorium des Klosters, in dem zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Handschriften entstanden, so die Frankenthaler Bibel.

Stadtrechte

Während das Frauenstift bereits im 15. Jahrhundert geschlossen wurde, bestand das Chorherrenstift bis ins 16. Jahrhundert. 1562 wurde es allerdings durch Kurfürst Friedrich III. aufgelöst und einer Gruppe flämischer Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, die ihre Heimat wegen ihres reformierten Glaubens hatten verlassen müssen. Unter den Mitgliedern der Gemeinde befanden sich zahlreiche Kaufleute, Gold- und Silberschmiede, Gobelinwirker, Textilfabrikanten und Maler. Zu dieser Zeit entstand die Frankenthaler Malergruppe, zu der Gillis van Coninxloo, Anton Mirou, Pieter Schoubroeck, Henrick Gijsmans und Hendrick van der Borcht (der Ältere) gehörten. Die Gemeinde der Flüchtlinge prosperierte schnell und trug maßgeblich dazu bei, dass Frankenthal bereits im Jahre 1577 zur Stadt erhoben wurde. Schon 1571 fand am Ort das vom Kurfürsten initiierte Frankenthaler Religionsgespräch zwischen Täufern und Reformierten statt.

Kriege und Zerstörung

Doch dieser Aufschwung hielt nicht allzu lange an. Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts zur stärksten linksrheinischen Festung der Kurpfalz ausgebaut, geriet Frankenthal schnell in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges und vor allem des Pfälzischen Erbfolgekrieges[4] Im September 1689 wurde die Stadt von französischen Truppen in Brand gesteckt und fast völlig zerstört.

Aufstieg
Die beiden Kirchen im Zentrum

Dem Niedergang folgte bald ein neuer wirtschaftlicher Aufstieg. Im 18. Jahrhundert wurde Frankenthal dritte Hauptstadt der Kurpfalz, im Zentrum wurde die Dreifaltigkeitskirche errichtet. Die Stadt avancierte zum Experimentierfeld staatlich-merkantilistischer Wirtschaftsförderung, wobei über 20 Manufakturen entstanden. Sie stellten vor allem Galanteriewaren her. Unter ihnen befand sich auch eine Glockengießerei, auf welche die heutigen metallverarbeitenden Betriebe der Stadt zurückgehen. Besondere Bedeutung erlangte die 1755 errichtete Porzellanmanufaktur, die zwar nur 45 Jahre Bestand hatte, deren Produkte aber noch heute als wertvolle Antiquitäten gehandelt werden. Den Kanalhafen verband ein 1781 vollendeter Kanal mit dem nahen Oberrhein. Auf einem der Kanalschiffe wurde noch 1875 die in Frankenthal gegossene und 26 Tonnen schwere Kaiserglocke des Kölner Doms zum Rhein transportiert.

Französische und bayerische Zeit
Département du Mont-Tonnerre mit Franckenthal im Osten

Die Nachwirren der Französischen Revolution bereiteten dieser dritten Blütezeit ein Ende. Von 1798 bis 1814 stand Frankenthal unter französischer Verwaltung und war Kantonshauptstadt im Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg). Infolge des Wiener Kongress (1815) kam Frankenthal zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Frankenthal blieb lange Zeit ein „unbedeutendes Landstädtchen“, wie ein zeitgenössischer Beobachter notierte. 1820–1823 errichtete der Weinbrenner-Schüler und Regierungsbaubeamte Johann Philipp Mattlener die Zwölf-Apostel-Kirche, in welche er den historischen Turm der Erkenbert-Ruine integrierte.[5]

Industrialisierung und wirtschaftlicher Aufschwung

Mit der Industriellen Revolution stellte sich neuer Aufschwung ein. Durch die Gründung der Firmen KKK, Albert, KSB und Bettinger & Balcke in den Jahren 1859 bis 1899 wurde die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum der metallverarbeitenden Industrie. Die in Frankenthal hergestellten Pumpen, Turbinenkessel und Druckmaschinen genossen weltweiten Ruf. Auch die Einwohnerzahl stieg rasch an: 1850 waren es 4767, 50 Jahre später 16.899, um das Jahr 2000 etwa 50.000.

Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts neu errichtete und längst zu eng gewordene Stadtmauer wurde um die Wende zum 20. Jahrhundert bis auf geringe Reste beseitigt, die Innenstadt dicht bebaut. 1919 wurden die drei nahe der Stadt liegenden Dörfer Flomersheim, Mörsch und Studernheim eingemeindet. Neubaugebiete und neue Industrien entstanden.

Entwicklung ab dem Zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs bestand in Frankenthal das Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager XII B (kurz Stalag XII B) im Wehrkreis XII (Wiesbaden) der deutschen Wehrmacht. 1940 wurde mehrere Monate lang als Außenlager des SS-Sonderlagers Hinzert (KZ) in Mörsch ein Zwangsarbeitslager betrieben, dessen Häftlinge beim Autobahnbau eingesetzt wurden.

Am 23. September 1943 wurde Frankenthal durch Bomben stark zerstört und verlor einen Großteil seiner älteren Bebauung. Die Stadt wurde in der Nachkriegszeit wie viele andere in zweckmäßiger, allerdings schmuckloser Architektur wieder aufgebaut. Ob die Schilderung des Dichters August von Platen aus dem Jahre 1815, Frankenthal sei ein „gar so schöngebautes Städtchen, eines der schönsten in der ganzen Pfalz“, heute noch zutrifft, ist deshalb zumindest umstritten. Auf jeden Fall konnte die Stadt in den 1950er und 1960er Jahren wieder sehr schnell an ihre wirtschaftlichen und urbanen Traditionen anknüpfen.

Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wurde Eppstein am 7. Juni 1967 eingemeindet.[6] Der größere Ostteil des Landkreises Frankenthal ging im heutigen Rhein-Pfalz-Kreis mit Sitz in Ludwigshafen auf, der kleinere Westteil wurde dem neuen Landkreis Bad Dürkheim zugeschlagen.

Im Jahr 2000 rief Oberbürgermeister Theo Wieder die Frankenthaler Bürgerprojekte ins Leben. Ziel ist, Projekte zu realisieren, für welche die öffentlichen Mittel fehlen, aber deren ehrenamtliche Umsetzung wünschenswert ist, um die Attraktivität der Stadt steigern. 2002 fand das 425-jährige Stadtjubiläum statt. Seit dem Festjahr säumen insgesamt 149 Skulpturen von Löwen (er ist das Wappentier Frankenthals) das Stadtbild, die von Privatpersonen und Firmen gekauft und unterschiedlich bemalt worden sind.

Religionen[Bearbeiten]

2013 waren 30,7 Prozent der Einwohner evangelisch und 30,5 Prozent katholisch. 8,5 Prozent bezeichneten sich als einer sonstigen Religion zugehörig und 29,6 Prozent machten keine bekenntnisbezogenen Angaben.[7]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2009
Gewichtetes Ergebnis
Wahlbeteiligung: 45,4 % (2004: 51,2 %)
 %
50
40
30
20
10
0
48,7 %
26,6 %
10,7 %
7,9 %
6,2 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,1 %p
+1,0 %p
+2,2 %p
+1,8 %p
+1,9 %p
-4,7 %p
Südflügel des Rathauses

Der Stadtrat von Frankenthal besteht aus 44 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzendem.

Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:[8]

SPD CDU FDP GRÜNE REP FWG Gesamt
2009 12 21 3 3 5 44 Sitze
2004 11 23 2 2 2 4 44 Sitze

Aufgrund der Besonderheiten des rheinland-pfälzischen Wahlsystems bei den Kommunalwahlen (personalisierte Verhältniswahl) sind die in der Graphik dargestellten prozentualen Stimmanteile als „gewichtete Ergebnisse“ ausgewiesen, welche das Wahlverhalten nur rechnerisch wiedergeben können.[9]

Liste der Oberbürgermeister[Bearbeiten]

  • 1921–1933: Hermann Strasser
  • 1942–1945: Hieronymus Merkle (NSDAP)
  • 1945: Hermann Strasser
  • 1946–1947: Karl Zimmermann (SPD)
  • 1947–1948: Karl Breyer (SPD)
  • 1949: Adam Kroll (CDU)
  • 1949–1959: Emil Kraus

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, der in der erhobenen rechten Tatze einen goldenen Reichsapfel und mit der linken einen roten Schild trägt. Im Schild ist ein dreieckiger, mit der Spitze nach oben gekehrter goldener Eckstein zu sehen.

Begründung: Der Wappenschild mit dem Eckstein soll der jungen Stadt Frankenthal 1570 von Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz verliehen worden sein. Die Deutung ist umstritten und schwankt zwischen Dreiherrenstein und stilisierter Pflugschar, letzteres unter Berufung auf das älteste Grundbuch Frankenthals von 1597. Wahrscheinlicher ist eine theologische Deutung: Gemäß dem Leitwort der reformierten Glaubensflüchtlinge „Christus is de enige Sthen, darup syne Gemeente rust“ oder gemäß der Devise „Gott ist unser Eckstein“. Ferner wird es nachträglich als Hinweis auf die drei Frankenthaler Kirchengemeinden – die niederländische, die wallonische und die deutsch-reformierte – gedeutet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Tafel mit den Wappen der Partnerstädte

Offizielle Städtepartnerschaften:

Partnerschaftliche Beziehungen:

Städtefreundschaften:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Strandbad
  • VfR Frankenthal, DJK SC Schwarz-Weiß 1997, Vatanspor, CSV Frankenthal, ASV Mörsch: Fußball
  • VT Frankenthal: Fußball, Kegeln, Turnen, Boxen
  • TSV Eppstein: Fußball, Turnen, Badminton, Gymnastik, Handball, Akrobatik
  • DJK Sportfreunde 1924 Eppstein-Flomersheim: Fußball, Kegeln, Gymnastik, Bauchtanzgruppe, Aerobic, Body-Corner
  • TuS 1891 Flomersheim: Fußball, Turnen, Gymnastik, Aerobic
  • TG Frankenthal: Hockey
  • HSC Frankenthal: Handball
  • 1. VC Frankenthal: Volleyball
  • Tennisclub Grün-Weiß Frankenthal, Tennisclub Flomersheim: Tennis
  • 1. TTC Frankenthal, TTF Frankenthal, TTV Frankenthal: Tischtennis
  • 1. Taekwondo- und Kickbox-Club, 1. Shotokan Karate Club, WTAS Wing Tsun-Schule: Kampfsport
  • Schützengesellschaft Frankenthal: Sportschießen
  • Schachklub Frankenthal
  • Frankenthaler Schwimmverein von 1897
  • Kanu- und Segel-Club Frankenthal 1922
  • AMC Frankenthal: Motocross
  • 1. Shotokan Karate Club Frankenthal
  • 1. Boxclub Frankenthal
  • Christlicher Sport Verein: Fußball

Feste[Bearbeiten]

Oberbürgermeister Theo Wieder mit traditionellem Strohhut bei der Festeröffnung 2009

Das Strohhutfest an vier Tagen im Mai/Juni ist mit mehr als 300.000 Besuchern[10] das größte Straßenfest der Pfalz. Der Frühjahrsmarkt, das Strandbadfest und der Herbstmarkt sind bedeutende regionale Ereignisse, die Trendtage, die Kulturtage und der Weihnachtsmarkt besitzen lokalen Charakter. Immer größere Ausstrahlung gewinnt der winterliche Eiszauber, bei dem die Erkenbert-Ruine für mehrere Wochen in eine große Eislaufbahn verwandelt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Frankenthal haben bedeutende Unternehmen ihren Hauptsitz:

Außerdem bestehen Produktionsstätten zahlreicher Unternehmen:

Verkehr[Bearbeiten]

Fernstraßen[Bearbeiten]

Sowohl im Individual- als auch im öffentlichen Personennahverkehr verfügt die Stadt über gute Verkehrsanbindungen. Unmittelbar nördlich von Frankenthal liegt die Anschlussstelle Frankenthal-Nord der A 6 (SaarbrückenMannheim); von Süden her wird die Stadt über die B 9 (SpeyerWorms) erreicht.

ÖPNV[Bearbeiten]

Die Bahnsteiganlagen des Frankenthaler Bahnhofs
Bus im Frankenthaler Busbahnhof

Am Hauptbahnhof Frankenthal halten halbstündlich Regionalbahnen der Bahnstrecke Mainz–Ludwigshafen sowie zweistündlich der Regionalexpress Mainz–Karlsruhe. Des Weiteren besteht im werktäglichen Früh- bzw. Spätverkehr mittels eines Intercity-Paares direkte Reisemöglichkeit in Richtung Frankfurt am Main bzw. Karlsruhe. Die Strecke wird bis 2015 in das Netz der S-Bahn RheinNeckar integriert, hierzu wird ein weiterer Haltepunkt Frankenthal-Süd entstehen.

Der Frankenthaler Hauptbahnhof ist auch Endpunkt der Bahnstrecke Freinsheim–Frankenthal, auf der stündlich Regionalbahnen nach Grünstadt und weiter nach Ramsen/Eiswoog verkehren.

Mehrere Stadt- und Regionalbuslinien, die sich alle am Frankenthaler Busbahnhof treffen, bedienen Stadtgebiet und Umland.

Von 1891 bis 1939 gab es eine Lokalbahn von Frankenthal nach Großkarlbach; die Strecke wird heute durch die BRN-Buslinie 460 abgedeckt.

Sonstiges[Bearbeiten]

In dem von der Bundesanstalt für Straßenwesen erstellten Kinderunfallatlas des Jahres 2012 verunglücken in Frankenthal 2,68 von 1000 radfahrenden Kindern. Damit liegt Frankenthal (Pfalz) auf dem sechstschlechtesten Platz aller 412 untersuchten Städte und Gemeinden. Bereits seit 1984 landet Frankenthal in vergleichbaren Untersuchungen stets auf den hintersten Plätzen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten aus Frankenthal sind unter anderem der Maler Jacob Marrel, der Rechtshistoriker Konrad Maurer, der Arzt und Schriftsteller Paul Bertololy, der Mathematiker Oskar Perron sowie der Soziologe Stefan Hradil.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anna Maus: Die Geschichte der Stadt Frankenthal und ihrer Vororte, Frankenthal 1969
  • Volker Christmann u.a.: Frankenthal, Bilder aus der Vergangenheit, Frankenthal 1977

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankenthal (Pfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Frankenthal – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Einwohnerzahl mit Hauptwohnung am 31. Dezember 2006. Quelle: Stadtverwaltung Frankenthal: Frankenthal auf einen Blick. 7. Ausgabe, Frankenthal 2007
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 463
  4. Illustration von Frans Hogenberg von 1621: Abbildung der Statt und belegerung Frankenthall, wie dieselbe von dem berumbten Obersten Don Goncalo de Cordoua … belegert und beschossen worden (Digitalisat)
  5. Offizielle Webseite zur Zwölf-Apostel-Kirche Frankenthal, mit Nennung Mattleners als Architekt
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 176 (PDF; 2,6 MB)
  7. rlpdirekt.de, Stand: 5 März 2013
  8. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Stadtratswahlen der kreisfreien Städte
  9. Erläuterung des Landeswahlleiters zum „Gewichteten Ergebnis“
  10. Die Rheinpfalz, Ludwigshafen am Rhein, Gesamtausgabe: Besucherrekord beim Strohhutfest, 7. Juni 2010.
  11. Hinweis auf Website der ehem. KKK AG