Frankfurter Berg

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Wappen von Frankfurt am Main
Frankfurter Berg
47. Stadtteil von Frankfurt am Main
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Über dieses Bild
Koordinaten 50° 10′ 2″ N, 8° 40′ 43″ O50.1673602845978.6786413192749Koordinaten: 50° 10′ 2″ N, 8° 40′ 43″ O
Fläche 2,185 km²
Einwohner 7873 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 3603 Einwohner/km²
Postleitzahl 60433
Vorwahl 069
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 10 – Nord-Ost
Stadtbezirke
  • 492 – Frankfurter Berg
Verkehrsanbindung
S-Bahn S6
Bus 27 63 66 n4
Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Statistik Aktuell 2014/5. Abgerufen am 8. März 2014.
Wohnhochhäuser am Frankfurter Berg, Juli 2014
Julius-Brecht-Straße 3 – das zweithöchste Wohngebäude Frankfurts
S-Bahnhof Frankfurter Berg, früher: Bonames
Dreifaltigkeitskirche

Frankfurter Berg ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main.

Lage[Bearbeiten]

Frankfurter Berg von Nord

Der Frankfurter Berg liegt im Norden des Stadtgebiets zwischen den Stadtteilen Bonames (Norden), Preungesheim und Eckenheim (Süden), Eschersheim (Westen) und Berkersheim (Osten) auf der namensgebenden Uferanhöhe über der Nidda. Im Norden bildet die Nidda die Grenze zu Bonames, im Westen verläuft die Grenzlinie zum Stadtteil Eschersheim an der A661.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1996 war das größte Gebiet des Frankfurter Bergs ein Teil von Bonames, einige Straßenzüge im Süden gehörten zum Stadtteil Eschersheim, nördliche Teile lagen in der Gemarkung von Berkersheim. Im Rahmen einer ersten Verwaltungsreform wurde die gesamte Siedlung dem Bonameser Sozialrathaus Am Bügel zugeordnet. Weil der Frankfurter Berg von Bonames durch die breite Niddaaue getrennt, aber mit den anderen Nachbarstadtteilen zusammenhängend bebaut ist, wurde die Siedlung am 1. Juli 1996 zu Frankfurts jüngstem offiziellen Stadtteil erhoben.

Ursprünglich war die Siedlung Frankfurter Berg westlich der Homburger Landstraße eine Arbeiterkolonie nach dem Reichsheimstättengesetz, gebaut um 1937. Es entstanden dort traditionelle kleinere Hausformen und Siedlungsstrukturen mit Zusammenhalt der Nachbarschaften. 1948 wurde die Bizonale Siedlung errichtet, da die Stadt Frankfurt als aussichtsreicher Kandidat für die damals neu zu bestimmende Bundeshauptstadt galt. Die Reihenhäuser der Bizonalen Siedlung wurden teilweise aus Holz, später vollständig aus Stein gebaut. Ab 1953 wurden weitere Reihenhäuser und mehrstöckige Mietshäuser gebaut. Ab 1966 wurden zahlreiche Hochhäuser in der Julius-Brecht-Straße sowie der Heinrich-Plett-Straße errichtet. Ab den 1970er Jahren galt daher dieser relativ kleine Teil des Frankfurter Bergs als sozialer Brennpunkt. Inzwischen wurde durch ein städtisches Quartiersmanagement erfolgreich gegengesteuert.

Ab 1992 wurden die zwei ehemaligen amerikanischen Kasernen (Edwards- und Drake-Kaserne, vormals Kaiser-Wilhelm-Kaserne) aufgelöst. In diesem Zusammenhang wurden die zugehörigen amerikanischen Housing-Areas (Edwards Housing) in Richtung Berkersheim ebenfalls frei. Ein Drittel des Bestandes wurde Bundesangestellten zur Verfügung gestellt, ein Drittel dem freien Wohnungsmarkt, und das restliche Drittel wurde dem sozialen Wohnungsmarkt zugeordnet. Die ehemaligen Offizierswohnungen und -häuser wurden frei verkauft.

Ab 2001 wurden auf dem Gebiet der Edwards-Kaserne Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Doppelhaushälften und Mietwohnungen erbaut. Das Gebiet der ehemaligen Drake-Kaserne wird nun von der Bundespolizei genutzt. Im ehemaligen Hauptgebäude der Edwards-Kaserne sind Bundesbehörden untergebracht. Der Prozess der zivilen Nachnutzung ist noch nicht abgeschlossen, hat aber insgesamt zu einer Mischung der Wohnbevölkerung und Arbeitsstätten im Stadtteil geführt.

Auch die Niddaaue nördlich der Bahnlinie ist seit 2004/2007 bebaut: ein privater Investor hat hier mit der Siedlung Taunusside Eigentumswohnungen und Eigenheime mit freiem Taunusblick errichtet.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Stadtteil Frankfurter Berg wird durch drei Omnibuslinien an die umliegenden Stadtteile angebunden:

  • Linie 63: Eschersheim–Preungesheim
  • Linie 66: Eschersheim–Berkersheim
  • Linie 27: Preungesheim–Nieder-Eschbach

Die S-Bahn-Linie S6 (Bahnhof Frankfurter Berg) verbindet den Stadtteil mit der Innenstadt und der Wetterau. Die Stadtbahnlinie U5 soll in den nächsten Jahren von Preungesheim entlang der Homburger Landstraße zum S-Bahnhof verlängert werden und so den Stadtteil noch besser erschließen.

Bildung[Bearbeiten]

Im Stadtteil Frankfurter Berg gibt es eine Grundschule – die 1955 gegründete Albert-Schweitzer-Schule. Sie ist nach dem evangelischen Theologen und Musikforscher Albert Schweitzer benannt und hat die Schwerpunkte Kunst, Musik, Sport sowie – bereits seit den 70er Jahren – neue Medien. Weiterhin gibt es eine Integrierte Gesamtschule mit Grundstufe[1] im Wacholderweg. Außerdem bietet sie eine eigene Schulbibliothek.

Kultur und Religion[Bearbeiten]

Auf dem Frankfurter Berg gibt eine evangelische sowie eine katholische Gemeinde. Die katholische Dreifaltigkeitskirche wurde 1952 gebaut. Durch den Bevölkerungszuwachs im Stadtteil im Rahmen der Öffnung der Edwards-Housing und Neubauten auf dem Kasernengelände wurde 2004 die alte Dreifaltigkeitskirche abgerissen und ein Neubau errichtet, der am 11. Dezember 2005 eingeweiht werden konnte.

Die zur 1947 gegründeten evangelischen Gemeinde gehörende Bethanienkirche wurde 1949 eingeweiht. Sie wurde 1957 um einen Turm und ein Jahr später um eine Sakristei erweitert. 1968 folgte die Eröffnung eines eigenen Kindergartens und 1978 eines Jugendzentrums, die sich beide in der Trägerschaft der evangelischen Kirche befinden.

Seitdem der Frankfurter Berg nicht mehr zum Stadtteil Bonames gehört, gibt es ein Sommerfest und einen Weihnachtsmarkt in der Albert-Schweitzer-Schule sowie Veranstaltungen in den Gemeinden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankfurter Berg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Frankfurt HP