Frankfurt-Marathon

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Frankfurt Marathon 2004 bei Kilometer 1
2007 bei 10 km

Der Frankfurt-Marathon (offizieller Name bis 2010: Commerzbank Frankfurt Marathon, seit 2011: BMW Frankfurt Marathon) ist ein Marathon, der seit 1981 jährlich in Frankfurt am Main stattfindet. Er ist der älteste City-Marathon Deutschlands und hinsichtlich der Finisherzahl der zweitgrößte Marathon Deutschlands. Veranstalter ist die Agentur motion events.

Geschichte[Bearbeiten]

Fünf Jahre nach dem ersten New-York-City-Marathon war die Zeit in Deutschland reif für Marathonläufe in den Innenstädten. In Frankfurt machte der OSC Hoechst 1960 e. V. am 17. Mai 1981 den Anfang, mit der Hoechst AG als titelgebendem Sponsor. Im selben Jahr folgten der Berlin-Marathon und der Rhein-Ruhr-Marathon.

Obwohl die Zahl der Finisher von 2588 im ersten Jahr auf 7297 im Jahr 1985 stieg, zog sich Hoechst zurück. 1986 fiel der Marathon daher aus. 1987 rief die Stadt Frankfurt als Veranstalter mit der Leichtathletik-Abteilung von Eintracht Frankfurt als sportlichem Ausrichter den Lauf wieder ins Leben. Der Veranstaltungstermin wurde auf den Oktober verlegt, neuer Start- und Zielort wurde das Messegelände.

Streckenführung[Bearbeiten]

Der Start ist auf der Friedrich-Ebert-Anlage am Messeturm. Am Platz der Republik biegt die Strecke links in die Mainzer Landstraße ein. Nach einer Umrundung der Taunusanlage geht es zurück zum Startbereich und zur Bockenheimer Warte und dann über die Bockenheimer Landstraße zur Alten Oper. Über den Reuterweg und die Bremer Straße läuft man nach Norden bis zum Campus Westend der Universität Frankfurt und kehrt über die Eschersheimer Landstraße und die Bockenheimer Anlage zum Opernplatz zurück. Über die Junghofstraße gelangt man zum Roßmarkt, passiert dann die Börse und gelangt zum Eschenheimer Tor. Vorbei am Eschenheimer Turm geht es auf dem Frankfurter Anlagenring zum Friedberger Tor, wo man nach Süden abbiegt und über die Alte Brücke nach Sachsenhausen auf der linken Seite des Mains gelangt. Parallel zum Main geht es nun westwärts in die Stadtteile Niederrad und Schwanheim. Nach dem einzigen nennenswerten Anstieg der Strecke auf die Schwanheimer Brücke geht es zurück auf das rechte Mainufer und zum westlichsten Punkt der Strecke in Höchst am Bolongaropalast. Über Nied geht es nun nach Osten über die Mainzer Landstraße zurück in die Innenstadt. Bei 34 km erreicht man die Galluswarte, und zwei Kilometer weiter ist man wieder an der Alten Oper angelangt. Auf einer Runde über Taunusstraße und Kaiserstraße wird die Taunusanlage erneut passiert, und ein zweites Mal geht es über den Roßmarkt zur Eschenheimer Anlage. Von dieser führen die letzten drei Kilometer an der Alten Oper entlang direkt über den Platz der Republik in die Festhalle, wo für die Läufer ein roter Teppich ausgelegt ist.

Inoffizielles Wahrzeichen der Strecke ist der Hammering Man im Start- und Zielbereich, der Marathonläufer an jenen „Mann mit dem Hammer“ erinnert, der Läufer mit einem Hungerast heimsucht.

Statistik[Bearbeiten]

Melanie Kraus beim Lauf zum Sieg 2007
2007: Zweiter (Rotich, links) und Erster (Kigen, rechts) 8 Minuten vor dem Ziel

Streckenrekorde[Bearbeiten]

Finisher 2013[Bearbeiten]

  • 11.009 Marathonläufer im Ziel (8871 Männer und 2138 Frauen)

Siegerliste[Bearbeiten]

Quellen: ARRS,[1] LaufReport.de,[2] Runner’s World[3]

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
27. Okt. 2013 Vincent Kipruto (KEN) 2:06:15 Caroline Cheptanui Kilel -2- 2:22:34
28. Okt. 2012 Patrick Makau Musyoki (KEN) 2:06:08 Meselech Melkamu (ETH) 2:21:01
30. Okt. 2011 Wilson Kipsang Kiprotich -2- 2:03:42 Mamitu Daska (ETH) 2:21:59
31. Okt. 2010 Wilson Kipsang Kiprotich (KEN) 2:04:57 Caroline Cheptanui Kilel (KEN) 2:23:25
25. Okt. 2009 Gilbert Kipruto Kirwa (KEN) 2:06:14 Agnes Jepkemboi Kiprop (KEN) 2:26:57
26. Okt. 2008 Robert Kiprono Cheruiyot (KEN) 2:07:21 Sabrina Mockenhaupt (GER) 2:26:22
28. Okt. 2007 Wilfred Kibet Kigen -3- 2:07:58 Melanie Kraus (GER) 2:28:56
29. Okt. 2006 Wilfred Kibet Kigen -2- 2:09:06 Swetlana Ponomarenko (RUS) 2:30:05
30. Okt. 2005 Wilfred Kibet Kigen (KEN) 2:08:29 Alewtina Biktimirowa (RUS) 2:25:12
31. Okt. 2004 Boaz Kimaiyo -2- 2:09:10 Olesja Nurgalijewa (RUS) 2:29:48
26. Okt. 2003 Boaz Kimaiyo (KEN) 2:09:28 Luminita Zaituc -2- 2:29:41
27. Okt. 2002 Eliud Keiring (KEN) 2:12:32 María Abel (ESP) 2:26:58
28. Okt. 2001 Pavel Loskutov -2- 2:11:09 Luminita Zaituc (GER) 2:26:01
29. Okt. 2000 Henry Kosgei Cherono (KEN) 2:10:40 Ester Barmasai -2- 2:31:04
31. Okt. 1999 Pavel Loskutov (EST) 2:12:37 Ester Barmasai (KEN) 2:33:58
25. Okt. 1998 Abel Gisemba (KEN) 2:11:40 Angelina Kanana (KEN) 2:31:38
26. Okt. 1997 Michael Fietz (GER) 2:10:59 Katrin Dörre-Heinig -3- 2:26:48
27. Okt. 1996 Martin Bremer (GER) 2:13:38 Katrin Dörre-Heinig -2- 2:28:33
29. Okt. 1995 Oleg Otmachow (RUS) 2:12:35 Katrin Dörre-Heinig (GER) 2:31:31
23. Okt. 1994 Terje Næss (NOR) 2:13:19 Franziska Moser (SUI) 2:27:44
17. Okt. 1993 Stephan Freigang (GER) 2:11:53 Sissel Grottenberg (NOR) 2:36:50
25. Okt. 1992 Steffen Dittmann (GER) 2:12:59 Bente Moe (NOR) 2:32:36
20. Okt. 1991 Herbert Steffny -3- 2:13:45 Linda Milo (BEL) 2:35:11
28. Okt. 1990 Konrad Dobler (GER) 2:13:29 Kerstin Preßler (GER) 2:34:13
22. Okt. 1989 Herbert Steffny -2- 2:13:51 Iris Biba (GER) 2:33:14
30. Okt. 1988 Jos Sasse (NED) 2:13:15 Grete Kirkeberg (NOR) 2:35:44
25. Okt. 1987 Lindsay Robertson (GBR) 2:13:30 Annabel Holtkamp (GER) 2:45:21
19. Mai  1985 Herbert Steffny (GER) 2:12:12 Carla Beurskens (NED) 2:28:37
13. Mai  1984 Dereje Nedi (ETH) 2:11:18 Charlotte Teske -2- 2:31:16
15. Mai  1983 Ahmet Altun (TUR) 2:12:41 Charlotte Teske (GER) 2:28:32
23. Mai  1982 Delfim Moreira (POR) 2:12:54 Heidi Hutterer (GER) 2:36:38
17. Mai  1981 Kjell-Erik Ståhl (SWE) 2:13:20 Doris Schlosser (GER) 2:47:13

Teilnehmerstatistik[Bearbeiten]

Anzahl der Läufer, die das Ziel erreichten ("Finisher"):

Jahr/Teilnehmer Jahr/Teilnehmer Jahr/Teilnehmer Jahr/Teilnehmer
  • 1981 Teilnehmer: 2588
  • 1982 Teilnehmer: 4677
  • 1983 Teilnehmer: 5117
  • 1984 Teilnehmer: 5622
  • 1985 Teilnehmer: 7297
  • 1986 (ausgefallen)
  • 1987 Teilnehmer: 4308
  • 1988 Teilnehmer: 4492
  • 1989 Teilnehmer: 5033
  • 1990 Teilnehmer: 6401
  • 1991 Teilnehmer: 5539
  • 1992 Teilnehmer: 6479
  • 1993 Teilnehmer: 5833
  • 1994 Teilnehmer: 7162
  • 1995 Teilnehmer: 6580
  • 1996 Teilnehmer: 5919
  • 1997 Teilnehmer: 5553
  • 1998 Teilnehmer: 6598
  • 1999 Teilnehmer: 6891
  • 2000 Teilnehmer: 7548
  • 2001 Teilnehmer: 8799
  • 2002 Teilnehmer: 7239
  • 2003 Teilnehmer: 7098
  • 2004 Teilnehmer: 8295
  • 2005 Teilnehmer: 8858
  • 2006 Teilnehmer: 8907
  • 2007 Teilnehmer: 9164
  • 2008 Teilnehmer: 9470
  • 2009 Teilnehmer: 9500
  • 2010 Teilnehmer: 9558
  • 2011 Teilnehmer: 12.438*
  • 2012 Teilnehmer: 10.882
  • 2013 Teilnehmer: 11.009

* (Finisher-Rekord)

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. arrs.net: Frankfurt Marathon
  2. LaufReport.de: Marathon in Frankfurt. Ein Vierteljahrhundert deutsche Citymarathongeschichte. 2006
  3. Runner’s World: 25 Jahre City-Marathon Frankfurt. Geschichte des Stadtmarathons. 25. Oktober 2006