Frankfurt-Sossenheim

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Wappen von Sossenheim
Wappen von Frankfurt am Main
Sossenheim
41. Stadtteil von Frankfurt am Main
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Über dieses Bild
Koordinaten 50° 7′ 8″ N, 8° 33′ 57″ O50.1188888888898.5658333333333Koordinaten: 50° 7′ 8″ N, 8° 33′ 57″ O
Fläche 5,969 km²
Einwohner 15.620 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 2617 Einwohner/km²
Postleitzahl 65936
Vorwahl 069
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 6 – West
Stadtbezirke
  • 631 – Sossenheim-West
  • 632 – Sossenheim-Ost
Verkehrsanbindung
Autobahn A5 A66 A648
Regionalbahn 13
Bus 50 55 56 58 n1
Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Statistik Aktuell 2014/5. Abgerufen am 8. März 2014.

Sossenheim ist seit dem 1. April 1928 ein Stadtteil von Frankfurt am Main.

Lage[Bearbeiten]

Der Stadtteil liegt im Nordosten des Ortsbezirks Frankfurt-West und bildet einen Teil der Nordwest-Grenze der Stadt Frankfurt am Main. Die anliegenden Stadtteile und Gemeinden sind im Westen Unterliederbach und Höchst, im Norden Eschborn, Schwalbach am Taunus und Sulzbach (Taunus), im Osten Rödelheim und im Süden Griesheim und Nied. Daneben zählt ein Großteil Sossenheims - das Sossenheimer Unterfeld zum Naturschutzgebiet Frankfurter Grüngürtel.

Die östlich gelegene Frankfurter Innenstadt (Hauptwache) ist etwa 6,2 km entfernt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sossenheim hatte Ende Dezember 2010 000000000015767.000000000015.767 Einwohner.

Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Kulturdenkmäler in Frankfurt-Sossenheim

Ein Wahrzeichen Sossenheims ist der Faulbrunnen. Der Brunnen, der bereits im 19. Jahrhundert bekannt war, wurde 1926 als „Sossenheimer Sprudel“ gefasst. Durch Schwefelwasserstoffe im Wasser riecht das Wasser nach Fäulnis und ist daher als Trinkwasser ungeeignet, wird aber vereinzelt als Heilwasser getrunken.[1] Im benachbarten Bad Soden am Taunus besteht eine Vielzahl weiterer solcher Heilquellen.

Dem Faulbrunnen gegenüber befindet sich das ehemalige Rathaus, ein klassizistischer Sandsteinbau,[2] welches heute als Polizeistation genutzt wird. Wenige Meter Richtung Höchst befindet sich das traditionsreiche Restaurant/Apfelweinwirtschaft Zum Löwen[3], mehrfacher Sieger des Gastronomiepreises Hessen. Das dekorative Fachwerkhaus wurde im Jahr 1838 errichtet.

Religion[Bearbeiten]

Katholische Kirche[Bearbeiten]

[4]Bereits seit der urkundlichen Ersterwähnung Sossenheims im Jahre 1218 gab es eine Kapelle, die dem Heiligen Nikolaus geweiht worden war. Der 1582 erfolgte Kapellenneubau wurde 1706 dem Erzengel Michael geweiht. Weitere Neubauten erfolgten 1829 und zuletzt 1967 im Rahmen des Bevölkerungszuwachses der Katholischen Pfarrgemeinde St. Michael, Sossenheimer Kirchberg 2.

Seit jeher ist der Kirchberg der Mittelpunkt des Ortes, auf dem auch heute noch der 1582 erbaute Kirchturm hervorragt.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

evangelische Kirche

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zogen zunehmend auch evangelische Einwohner nach Sossenheim, vorwiegend Arbeiter der nahen Farbwerke Hoechst. 1897 wurde der Grundstein für die evangelische Kirche gelegt. Der Architekt des heute denkmalgeschützten Hauses war Ludwig Hofmann. 1904 wurde die evangelische Gemeinde Sossenheims selbstständig. 1998 bildete sich die heutige Regenbogengemeinde in Sossenheim aus der Tiberias- und der Dunantgemeinde. Bis 2012 bestanden daher zwei Gemeindehäuser: Das Haus Tiberias neben der Kirche und das 2012 abgerissene Haus Dunant in der Dunantsiedlung. Letzteres Gelände wird derweil mit einem neuen Kinderhaus bebaut.[5]

Nothelferkapelle[Bearbeiten]

Nothelferkapelle am Kapellenberg

Die Nothelferkapelle am Ortsausgang Richtung Höchst wurde 1755 erstmals unter Pfarrer Johann Peter Becker errichtet. 1883 erfolgt durch Pfarrer Jakob Mitnacht unter der Mithilfe vieler Bürger des Stadtteils der Wiederaufbau in neugotischem Stil. Sie dient als Flurkapelle bei Prozessionen und zur Anrufung der 14 Nothelfer.

Friedhof[Bearbeiten]

Auf dem Sossenheimer Friedhof ist der durch zahlreiche Porträts und Gemälde zur Frankfurter Schirn bekannte Maler Wilhelm Runze (1887–1972) begraben.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus) ist der Stadtteil über Rödelheim (55), Höchst (50, 55, 58), dem Uni-Standort Bockenheim bzw. der Frankfurter Messe (50) und Eschborn (56, 58) zu erreichen, nachts per Nachtbuslinie N1, per Bahn ab Höchst oder Bad Soden/Sulzbach. Bis zum Frankfurter Hauptbahnhof dauert es ca. 30 Minuten. Daneben besteht eine direkte Busverbindung zum internationalen Frankfurter Flughafen.

Der Bahnhof Sossenheim liegt am südwestlichen Rand des Stadtteils an der Sodener Bahn und wird von der Regionalbahnlinie 13 bedient. Bis 1997 verkehrte dort die S-Bahnlinie S3. Das Gewerbegebiet Wilhelm-Fay-Straße ist im Norden neben der Buslinie 56 über die S-Bahn-Station Eschborn-Süd (S3, S4) an das Schnellbahnnetz angeschlossen, oder aber im Süden über der Buslinie 55.

Sossenheim soll durch mehrere Haltepunkte der zukünftigen Bahnverbindung "Regionaltangente West" erschlossen werden. Außer dem bereits bestehenden Sossenheimer Bahnhof ist jeweils eine Station an der Dunantsiedlung sowie in der Nähe des historischen Ortskerns angedacht; geplant ist letztere Station am Ende der Michaelstraße. Eine Bürgerinitiative aus dem Stadtteil kämpft gegen den Verlauf der Strecke auf Sossenheimer Gebiet; der geplante Haltepunkt sei sowieso viel zu weit vom Ortskern entfernt und die Streckenführung geht durch ein Landschaftsschutzgebiet. Der Haltepunkt und die Trassenführung solle deswegen auf Eschborner Gebiet – Felder und Äcker – nördlich der Autobahn verschoben werden, den die Fahrgäste dann über einen Fußgängertunnel unter der oder eine Fußgängerbrücke über die dort zehnstreifige Autobahn erreichen sollten.

Straße[Bearbeiten]

Sossenheim grenzt verkehrstechnisch günstig an die Bundesautobahn 66 im Norden und die Bundesautobahn 5 im Osten. Durch das östliche Sossenheim hindurch, jedoch größtenteils abseits des bewohnten Gebietes, läuft die Bundesautobahn 648.

Sport[Bearbeiten]

Sportgemeinschaft Sossenheim 1878[Bearbeiten]

Die Sportgemeinschaft Sossenheim 1878 e.V. ist ein lokaler Sportverein. Er bietet verschiedene Sportarten, auch in eigenen Räumlichkeiten, mit eigenem Fußballplatz an.

RV Sossenheim 1895[Bearbeiten]

Aus dem Radsportverein RV Sossenheim 1895 e.V. gehen zahlreiche Profis hervor, wie z.B. Christian Werner, Fabian Wegmann, Matthias Kessler oder Kai Hundertmarck[6].

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Gebrüder-Moos-Gedächtnisrennen[Bearbeiten]

Der Radsportverein RV Sossenheim veranstaltet bereits seit vor 1962 alljährliches an Fronleichnam ein Radrennen mit wechselnden Namen, zuletzt das Gebrüder-Moos-Gedächtnisrennen.[7]

Mühlgassenfest[Bearbeiten]

Regelmäßig im Sommer findet in der Sossenheimer Mühlgasse ein Straßenfest für jung und alt statt, welches in 2004 sein 25-jähriges Bestehen feierte.[8]

Kerb[Bearbeiten]

Traditionell wird alljährlich die Kerb gefeiert, mit Kerbefrühschoppen und Vergnügungspark auf dem Sossenheimer Kerbeplatz.

Weihnachtsmarkt[Bearbeiten]

Seit vielen Jahren wird am ersten Advent auf dem Sossenheimer Kirchberg ein Weihnachtsmarkt veranstaltet.

Söhne und Töchter Sossenheims[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Der Karikaturist Chlodwig Poth, der seit 1990 in Sossenheim lebte, dokumentierte bis zu seinem Tod im Jahr 2004 das wilde Architekturgemisch des Stadtteils in der Bilderreihe Last Exit Sossenheim. Die Serie erschien allmonatlich in der Satirezeitschrift Titanic. Vor dem Hintergrund wiedererkennbarer Sossenheimer Schauplätze zeichnete er anonyme Zeitgenossen und schrieb ihnen zeittypische Gedanken und Dialoge zu. Wie er selbst erklärte, kamen ihm die Ideen dazu oft auch aus Gesprächsfetzen, die er in der Nachbarschaft einfing oder bei Busfahrten mithörte beziehungsweise mithören musste. Dem Andenken an Poth ist die Chlodwig-Poth-Anlage im Sossenheimer Unterfeld südlich des Ortsrandes gewidmet. Vor Ort sind zwei Bilderfolgen des Zeichners auf Bild-Stelen dauerhaft ausgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): Stadtgewässer – Flüsse, Bäche, Altarme entdecken, S. 83. Frankfurt 2004
  2. http://www.fr-online.de/rhein-main/spezials/das-angebaute-quartier/-/1472874/2785634/-/index.html
  3. http://www.zumloewen.org
  4. http://www.st-michael-ffm.de
  5. http://www.regenbogengemeinde.de/aktuelles.htm
  6. http://moos-radsport.de/rvhs.htm
  7. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/sport/sportgespraech-mit-hermann-moos-vor-dreissig-jahren-waren-die-fahrer-haerter-1162304.html
  8. http://www.isg-sossenheim.de/Presse/Pressemitteilung%20Strassenfest%202003.pdf
  9. RV Sossenheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankfurt-Sossenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien