Frankfurt (Oder)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Frankfurt (Oder) hervorgehoben
52.34166666666714.55083333333328Koordinaten: 52° 21′ N, 14° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 147,61 km²
Einwohner: 58.537 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 397 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 15230–15236
Vorwahlen: 0335, 033605 (Booßen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FF
Gemeindeschlüssel: 12 0 53 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder)
Webpräsenz: www.frankfurt-oder.de
Oberbürgermeister: Martin Wilke (parteilos)
Lage der Stadt Frankfurt (Oder) in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild
Kleiststadt Frankfurt (Oder)
Luftaufnahme von Frankfurt (Oder) und Słubice von Süden

Frankfurt (Oder) ist eine am Westufer der Oder gelegene kreisfreie Universitätsstadt im östlichen Brandenburg. Seit 1999 führt die Stadt die Zusatzbezeichnung „Kleiststadt“[2] nach dem 1777 dort geborenen Heinrich von Kleist.

Der östlich der Oder gelegene Teil der Stadt mit dem Namen Dammvorstadt wurde durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Słubice.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Frankfurt (Oder) liegt im Osten Deutschlands, im Süden der Landschaft Land Lebus, an der Grenze zu Polen. Die Stadt liegt in der brandenburgischen Auen-, Wald- und Seenlandschaft. Die Stadtmitte liegt auf etwa 27 m ü. NN. Höchste Erhebung sind die Hirschberge mit 135 m ü. NN.

Pegelmarke an der Oderpromenade

Die Oder bildet die östliche Stadtgrenze und zugleich die deutsche Staatsgrenze zu Polen. Auf dem anderen Ufer des Flusses befindet sich Słubice, die Dammvorstadt Frankfurts. Der niedrigste jemals gemessene Pegelstand der Oder waren 86 cm am 8. August 1950.[3] Seit Beginn der Aufzeichnungen am 7. Oktober 1910 wurde der höchste Pegelstand beim Oderhochwasser 1997 mit 657 cm gemessen. Bis dahin waren 635 cm vom 7. November 1930 der Höchststand.

Der 250 Hektar große und 56,63 m[4] tiefe Helenesee liegt inmitten von märkischen Kiefernwäldern und ist ein beliebtes Freizeitgebiet. Wegen der interessanten Bodenbeschaffenheit ist dieser See bei den Tauchern sehr beliebt. Der Helenesee entstand aus einem früheren Braunkohletagebau, dem sogenannten Helene-Schacht. Ihm angrenzend befand sich der Katja-Schacht. Beide Schächte wurden in den 1960er Jahren geflutet und sind heute durch einen Kanal verbunden.

Geologie[Bearbeiten]

Frankfurt liegt im Grundmoränengebiet des Warschau-Berliner-Urstromtals.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Die Stadt hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 14 Kilometern und eine Ost-West-Ausdehnung von 10,5 Kilometern. Der Umfang des Stadtgebietes beträgt 66,8 Kilometer.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

1: Stadtmitte, 2: Gubener Vorstadt, 3: Obere Stadt, 4: Altberesinchen, 5: Neuberesinchen, 6: Güldendorf, 7: Lossow, 8: Lebuser Vorstadt, 9: Hansaviertel, 10: Klingetal, 11: Kliestow, 12: Booßen, 13: Nuhnenvorstadt, 14: Rosengarten und Pagram, 15: Lichtenberg, 16: Süd, 17: Markendorf, 18: Markendorf-Siedlung, 19: Hohenwalde
I: Stadtmitte, II: Beresinchen, III: Nord, IV: West, V: Süd

Das Gebiet der Stadt Frankfurt (Oder) wird in fünf Teile gegliedert; Zentrum mit den Stadtteilen Stadtmitte, Gubener Vorstadt und Obere Stadt; Beresinchen mit den Stadtteilen Altberesinchen und Neuberesinchen und den Ortsteilen Güldendorf und Lossow; Nord mit den Stadtteilen Lebuser Vorstadt, Hansaviertel und Klingetal und den Ortsteilen Kliestow und Booßen; West mit dem Stadtteil Nuhnenvorstadt und den Ortsteilen Rosengarten/Pagram und Lichtenberg und Süd mit dem Stadtteil Süd und den Ortsteilen Markendorf, Markendorf-Siedlung und Hohenwalde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Frankfurt (Oder) grenzt (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend) an Treplin, Lebus (beide im Landkreis Märkisch-Oderland), Słubice (Polen), Brieskow-Finkenheerd, Groß Lindow, Müllrose, Briesen (Mark) und Jacobsdorf (alle im Landkreis Oder-Spree).

Klima[Bearbeiten]

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt im langjährigen Mittel 8,6 °C bei einer Sonnenscheindauer von 1.695 Stunden.

Die durchschnittliche Temperatur beträgt im Januar −1,2 °C. Im Juli beträgt die Temperatur im langjährigen Mittel 18,3 °C.[5] Im August beträgt die Temperatur im langjährigen Mittel 17,2 °C und die Niederschlagsmenge 63 mm. Die Sonnenscheindauer beträgt 210–230 Stunden.[5] Im September liegt die mittlere durchschnittliche Temperatur bei 13,8 °C bei einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 43 mm.[6] Im Oktober beträgt die mittlere durchschnittliche Temperatur 9,1 °C bei einer mittleren Niederschlagsmenge von 40 mm. Durchschnittlich scheint die Sonne 110–120 Stunden. Im Oktober 2005 schien sie allerdings 180 Stunden.[6] Frankfurt (Oder) war gemäß der Wetterbilanz des Deutschen Wetterdienstes im Jahr 2009 mit einer Niederschlagsmenge von 100 Milliliter innerhalb 24 Stunden (gemessen am 4. Juli 2009) der Ort in Deutschland mit den heftigsten Niederschlägen.[7]

Der November bringt eine Durchschnittstemperatur von 4,3 °C. In zehn bis zwölf Nächten kommt es zu Frost. Mitte November ist erster Schneefall möglich, die Niederschlagsmenge liegt für den Monat im Durchschnitt bei 40 mm. Die Sonnenscheindauer beträgt 50–55 Stunden, an sechs bis acht Novembertagen muss mit Nebel gerechnet werden.[6]

Gewässer[Bearbeiten]

Frankfurt (Oder) liegt an dem Fluss Oder. Die Alte Oder und der Winterhafen entstammen dem ehemaligen Verlauf der Oder und bilden Seitenarme der Oder. Die Stadt Frankfurt (Oder) hat eine Wasserfläche von 577 ha und es gibt 98 Seen und Teiche sowie 178 Fließgewässer und Gräben.[8] Zu den Fließgewässern auf dem Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) gehören die Klinge, der Bahngraben, das Nuhnenfließ, das Ragoser Talfließ, der Lebuser Vorstadtgraben, der Kampelbuschgraben, der Lillihofgraben, der Mühlgraben, der Brennergraben, der Weiße Graben, der Lichtenberger Graben, der Markendorfer Abzugsgraben, das Hospitalmühlenfließ, das Güldendorfer Mühlenfließ und die Bardaune. An den Steilhängen entlang der Oder entspringen zahllose Quellen, unter anderen der Kellenspring. Stehende Gewässer in Frankfurt (Oder) sind der Helenesee, der Katjasee, das Lok-Bad, der Noacksteich, der Puschkinteich, der Schwänchenteich, der Theaterteich, der Westkreuzteich, der Wildenbruchteich, der Linauteich, der Ziegeleiteich, der Kleine Kliestower See, der Große Kliestower See, der Sandfurtteich, der Küstersee, die Krumme Hölle, die Blanke Hölle, die Schafhölle und der Große Dorfsee.

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Stadt Frankfurt (Oder) und seiner Ortsteile wurden am 21. Juli 1999 per Verordnung 84 Bäume und Baumgruppen der Arten Silber-Ahorn, Rotbuche, Europäische Eibe, Stieleiche (auch als Säuleneiche), Sumpf-Eiche, Wintergrüne Eiche (Quercus × turneri, Kreuzung aus Stieleiche und Steineiche), Schwarz-Erle, Ginkgo, Schwarzer Holunder, Edelkastanie, Gewöhnliche Rosskastanie, Sommerlinde, Weiße Maulbeere, Schwarz-Pappel, Silber-Pappel, Ahornblättrige Platane, Japanischer Schnurbaum, Flatterulme, Chinesische Weide (in Kulturform Korkenzieher-Weide), Silber-Weide (in Zuchtform Trauerweide), Eingriffeliger Weißdorn (in Form Rotdorn) und Europäischer Zürgelbaum, einer Hickory- und einer Kirschbaumart zu Naturdenkmalen erklärt.

Geschichte[Bearbeiten]

13. Jahrhundert[Bearbeiten]

Nach 1200 stiegen der Wasserspiegel der Ostsee und der Wasserstand der Oder. Der von Wasserläufen und Sümpfen durchzogene, 6 km breite Lebuser Bruch wurde schwerer passierbar. Bei der späteren Stadt Frankfurt verengte sich das Odertal auf 2 km. Dieser Übergang war leichter zu passieren und verkürzte den Weg zur Spree und damit über Havel und Elbe nach Magdeburg. Hier entwickelte sich eine Kaufmannssiedlung.

Herzog Heinrich I. von Schlesien förderte die Marktsiedlung. Er entstammte der Linie der Schlesischen Piasten und war mit Hedwig von Andechs verheiratet. Die Marktsiedlung lag an der Kreuzung der Fernhandelsstraßen Paris-Aachen-Berlin-Warschau-Moskau und Prag-Meißen-Krakau. Herzog Heinrich I. verlieh ihr 1225 das Markt- und Niederlagsrecht.

Um 1226 wurde die erste Kirche errichtet, sie ist dem Hl. Nikolaus gewidmet. Auf diese Kirche geht die heutige Friedenskirche zurück. 1249/1250 wurden der Erzbischof von Magdeburg Wilbrand von Käfernburg und die askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. der Fromme, Urenkel Albrechts des Bären, Besitzer des Landes Lebus. Der Zuzug reicher Fernhändler aus Nordwestdeutschland und Flandern verstärkte sich.

Verleihung des Stadtrechtes 1253[Bearbeiten]

Der Schultheiß Gottfried von Herzberg verhandelte mit Markgraf Johann I. auf der Burg Spandau über die Verleihung des Stadtrechts. Markgraf Johann I. stellte am Samstag, dem 14. Juli 1253 die Urkunde zur Stadtgründung aus.[9] Es sollte das Berliner Stadtrecht gelten, das vom Magdeburger Stadtrecht abgeleitet war. Am Montag darauf wurde eine ergänzende Urkunde ausgefertigt. Diese Urkunde sicherte der zukünftigen Stadt „Vrankenvorde“ das alleinige Niederlagsrecht in ihrem Umkreis und mehr Land rechts der Oder zu.

Eine Furt ist eine flache Stelle im Fluss, an der man den Fluss überqueren kann. Eine flache Stelle in der Oder gibt es bei Frankfurt jedoch nicht. Daher handelt es sich beim Stadtnamen Vrankenforde (an anderer Stelle auch: Frankenforde, Francfurd, Franckfurde) um eine Namensübertragung von Frankfurt am Main. Vermutlich sind es Fernkaufleute aus dieser Stadt gewesen, die Frankfurt als Marktsiedlung gegründet haben.

Aus dem Jahre 1294 stammt das älteste überlieferte Stadtsiegel. Von diesem Stadtsiegel leitet sich das bis heute gültige Stadtwappen ab. Das Original-Siegel ist seit 1945 verschollen.

Machtspiele 1326–1354[Bearbeiten]

Der Bischof von Lebus, Stephan II., verhandelte im Namen des Papstes mit König Władysław I. Ellenlang. Władysław verbündete sich mit den Litauern und fiel mit ihnen in die Mark Brandenburg ein. Das polnisch-litauische Heer belagerte auch Frankfurt, hatte jedoch keinen Erfolg. 1328 zog noch immer das polnisch-litauische Heer durch die Mark. Die Frankfurter wagten Ausfälle aus der Stadt und überfielen die sorglosen Feinde in der Nähe von Tzschetzschnow (heute Güldendorf).

Sie brachten dem polnisch-litauischen Heer eine empfindliche Niederlage bei. 200 Dörfer waren schon zerstört, als Kaiser Ludwig endlich erschien und Polen und Litauer vertrieb. Der Hass der Frankfurter wandte sich 1334 gegen den Lebuser Bischof Stephan II. Er hatte Polen und Litauer ins Land geholt. Außerdem hatte er schon früher mit Frankfurt Streit, weil er von ihm ungerechter Weise den Zehnten verlangte. Unter Führung des Hauptmann Erich von Wulkow überfielen die Frankfurter die Bischofsresidenz in Göritz und brannten die Domkirche und das bischöfliche Schloss nieder.

Die Marienkirche mit dem Brunnenplatz heute

Nach dieser Niederlage verhielt sich der Bischof freundlich gegen Frankfurt. Er wollte sogar die Frankfurter Marienkirche zur Domkirche (Kathedrale) erheben. Dem widersetzte sich jedoch Kaiser Ludwig. Trotzdem kam es zwischen der Stadt und dem Bischof zu einem Vertrag, in dem Frankfurt wieder das Abhalten von Gottesdiensten gestattet wurde. Gleichzeitig wurde der Bann aufgehoben. 1338 entstanden neue Zerwürfnisse zwischen Bischof Stephan II. und Frankfurt.

Stephan beklagte sich bei Papst Benedikt XII., und Frankfurt wurde wieder mit dem Bann belegt. Die Bannbulle datierte vom 24. Dezember aus Avignon.

1342 hob der Wittelsbacher Kaiser Ludwig aus persönlichen Motiven die Ehe der Markgräfin Margarete von Tirol auf. Er gab sie daraufhin seinem Sohn Markgraf Ludwig den Brandenburger zur Frau, wodurch Tirol bayerischer Besitz wurde.

Durch diese Vorgänge fühlte sich der spätere Kaiser Karl IV. herausgefordert. Er war der Bruder des geschiedenen Mannes von Margarethe. Papst Johannes XXII. fühlte sich durch die Ehetrennung in seinen Rechten verletzt. Er nahm gegen Kaiser Ludwig Partei und belegte ihn und seinen Sohn mit dem Bann. Die Untertanen waren damit vom Eid der Treue gegen ihren Markgrafen losgesprochen. Auch Frankfurt war von dem Bannstrahl betroffen, hielt aber zu Markgraf Ludwig.

1348 tauchte in der Mark ein Mann auf, der sich fälschlicherweise als der verstorbene Askanier Woldemar ausgab. Der spätere Kaiser Karl IV. bediente sich dieses Mannes, um die den Wittelsbachern zugefallene Mark zu beherrschen.

Frankfurt hielt in dieser ausweglos erscheinenden Situation zu dem Wittelsbacher Markgraf Ludwig dem Älteren, weil es um seine Vorrechte fürchtete. Kaiser Karl IV. ließ Anfang Oktober die Stadt belagern, konnte sie aber nicht einnehmen. Frankfurt ließ sich seinen Beistand von Markgraf Ludwig gut entlohnen und erhielt das Recht, Mühlen zu errichten, ihm wurde das ihm bislang nur verpfändete Geleit überlassen und der Stadt wird die Urbede, eine landesherrliche Steuer, erlassen. 1354 wurde der päpstliche Bann durch Vermittlung des neuen Lebuser Bischofs Heinrich von Banz aufgehoben, worauf Handel und Reichtum anwuchsen.

Hanse, Hussiten, Universität[Bearbeiten]

Frankfurt wurde 1430 in den Akten der Lübecker Tagfahrt als Teilnehmer genannt. Nur Mitglieder der Hanse durften an den Tagfahrten teilnehmen – folglich war Frankfurt spätestens seit diesem Jahr Mitglied der Hanse.

Hussiten brannten am 6. April 1432 die Gubener Vorstadt ab. Auch das Kartäuserkloster wurde an diesem Tag in Schutt und Asche gelegt. Ein Angriff auf die Stadt selbst am 13. April 1432 misslang.

Auf das Jahr 1454 ist der Fisch über dem südlichen Schmuckgiebel des Rathauses datiert, der wohl das Recht der „Höhung“ in den Heringsfässern symbolisiert. Frankfurt verlor 1496 im Rahmen der Stärkung der Zentralgewalt in Gestalt des Kurfürsten, der seine Residenz in Berlin eingerichtet hatte, die Freiheit der Ratswahl und das Oberste Gericht und musste die Urbede wieder zahlen.

Ende des 15. Jahrhunderts wurden die 36 ha Stadtfläche von einer 2,5 km langen Stadtmauer mit drei Toren und 50 Wachhäusern und -türmen eingeschlossen.

1506 wurde das Gebäude der Universität vollendet, die Stadt hatte 1.100 Schock Groschen in das prachtvolle Hauptgebäude verbaut. Dank des kurfürstlichen Rates Eitelwolf vom Stein und Dietrich von Bülow, Bischof von Lebus und dann erster Kanzler der Alma Mater Viadrina, begann Ende Januar mit der humanistischen Vorlesung des ersten „berufenen“ Lehrers Axungia der Lehrbetrieb an der Universität. Am 26. April fand in Anwesenheit des Kurfürsten Joachim I. und dessen Bruder Albrecht die feierliche Eröffnung statt. 950 Akademiker, unter ihnen der junge Ulrich von Hutten, fanden sich im ersten Jahr ein, mehr als an jeder anderen deutschen Universität bis dahin. Erster Rektor wurde der Leipziger Theologe Konrad Wimpina. Ebenfalls im Jahr der Eröffnung der Universität wurde den Einwohnern verboten, weiter ihr Vieh in der Stadt frei umher laufen zu lassen. Der Grund war aber nicht die Sorge um Hygiene, sondern die Befürchtung, dass die Studenten Unfug mit den Tieren treiben könnten.

Stadtansicht von Sebastian Münster, 1548

Martin Luther schlug 1517 in Wittenberg seine Thesen an, die sich auch gegen Albrecht, inzwischen Erzbischof von Magdeburg und Mainz, richteten. Die brandenburgische Universität reagierte mit einer Disputation am 20. Januar 1518 vor 300 Mönchen. Die dafür von dem Dominikanermönch und späteren Ablassprediger Johannes Tetzel eingereichten Antwort-Thesen hatte jedoch Konrad Wimpina geschrieben. Sie wurden von der Versammlung gebilligt, und Luther galt damit als widerlegt. Im Folgenden wandten sich viele Studenten von Frankfurt ab und zogen nach Wittenberg.

Im gleichen Jahr schied auf Wunsch des Kurfürsten Joachim I. Frankfurt förmlich aus der Hanse aus. 1535 wurde in Frankfurt die erste bürgerliche Musiziergemeinschaft Deutschlands convivium musicum durch Jodocus Willich gegründet. In ihr beschäftigten sich zwölf Personen mit weltlicher Musik und diskutierten dabei musikalische Fragen.

1548 erschien die älteste Stadtansicht von Frankfurt (Oder) in Sebastian MünstersCosmographia“.

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten]

Der Dreißigjährige Krieg erreichte 1626 die Stadt, als das von Wallenstein bei Dessau geschlagene Heer Peter Ernst II. von Mansfeld durch die Stadt in Richtung Osten flüchtete. Kurfürst Georg Wilhelm forderte die märkischen Stände auf, ein stehendes Heer aufzustellen. Mit der Aufstellung von 3.000 Mann Fußvolk wurde Oberst Hillebrand von Kracht beauftragt.

Am 1. Mai wurden hierfür „an den Vogelstangen nahe dem Carthaus“ (dem heutigen Anger) neun Kompanien zu Fuß gemustert. Dieses Ereignis galt als Gründung der 4. Grenadiere und wird als Gründung des preußischen Heeres überhaupt angesehen. In Frankfurt verblieben zwei Kompanien zu Fuß, eine Kompanie zu Pferd wurde noch hierher verlegt.

1627 verbündete sich der Kurfürst mit dem Kaiser, Frankfurt bekam eine kaiserliche Besatzung. Die erst im Vorjahr hier aufgestellten 4. Grenadiere verließen die Stadt. Zeitweise weilte Wallenstein in der Stadt. 1631 kam der kaiserliche General Tilly nach Frankfurt, wich jedoch mit der Hauptmacht des kaiserlichen Heeres vor den Schweden nach Westen aus.

Der Befehlshaber der zurückbleibenden 5.000 Mann ließ die Vorstädte abbrennen, damit sich die aus Lebus anrückenden Truppen dort nicht festsetzen konnten. Der Rauch bewirkte jedoch das Gegenteil: in seinem Schutz traf Gustav II. Adolf von Schweden Vorbereitungen für die Eroberung der Stadt. Am 3. April erfolgte der Angriff, die Kaiserlichen flüchteten über die Oderbrücke, viele stürzten in den Fluss und ertranken. Nach der Erstürmung der Stadt folgte eine Schreckensnacht, in der die siegreichen Truppen die Stadt plünderten. Bald darauf brach die Pest aus, der fast 4.000 Frankfurter zum Opfer fielen.

Nach der Schlacht von Steinau an der Oder zog die protestantische Besatzung nach Zerstörung der Oderbrücke nach Küstrin, worauf Wallenstein am 11. Oktober 1633 die Stadt besetzte. Doch zwang der Kurfürst, verstärkt durch schwedische Truppen, den befehlenden Oberst von Manteuffel nach hartnäckiger Verteidigung am 23. Mai 1634 zur Übergabe der Stadt. Nach einer Ruhepause von 1637 bis zum 2. Februar 1640 besetzten den Ort wieder die Schweden unter Joachim Radicke, dessen Vertreibung der Kurfürst vergeblich versuchte. Erst nachdem der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den am 14. Juli 1641 mit den Schweden geschlossenen Waffenstillstand 1643 erneuert hatte, verließen diese am 10. Juli 1644 Frankfurt an der Oder.

Frieden und Krieg[Bearbeiten]

Nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges 1648 gewann die Universität wieder an Bedeutung, 250 Studenten waren in jenem Jahr immatrikuliert. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges verringerte sich die Einwohnerschaft von etwa 12.000 auf 2.366. Wirtschaftlich konnte sich die Stadt von den erpressten Kriegskontributionen nicht mehr erholen. Mattheus Gottfried Purmann führte 1668 in Frankfurt die erste erfolgreiche Bluttransfusion auf deutschem Boden vom Lamm auf einen Menschen durch. Ein Herr Welslein wurde durch Blutaustausch vom Aussatz (Lepra) geheilt – 200 Jahre bevor der Wiener Pathologe Dr. Karl Landsteiner geboren wurde, der das AB0-Blutgruppensystem entdeckte.

Das erste Postamt der Stadt öffnete am 1. April 1661 im Bischofshaus auf Grund der Einrichtung einer Poststrecke von Berlin nach Breslau durch Kurfürst Friedrich Wilhelm. Zuvor waren Stadtboten seit mindestens 1516 für die Aufgaben der Post zuständig. Bereits zehn Jahre später musste das Postamt verlegt werden, da die Ritterakademie den Platz beanspruchte. Neues Postgebäude wurde das Haus in der Oderstraße 29, wo es für die nächsten 150 Jahre bleiben sollte.

Bereits rund 23 Jahre vor der Einführung der allgemeinen Schulpflicht wurde am 1. Juli 1694 in Frankfurt die erste Schule Brandenburgs eingeweiht. Sie erhielt den Namen Friedrichsgymnasium – zurückzuführen auf Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg und späteren Friedrich I., König von Preußen („der schiefe Fritz“).

1719 wurde Professor Arnold Wesenfeld mit Einführung des „Rathäuslichen Reglements“ erster Bürgermeister der Stadt. Er nahm diese Funktion wie auch die des Rektors der Universität Viadrina bis kurz vor seinem Tode im Jahre 1727 wahr.[10]

Das preußische Regiment Nr. 24 „von Schwendy“ erhielt 1720 in Frankfurt sein Standquartier. In diesem Regiment diente auch Hans Joachim von Zieten als Fähnrich, der von seinem Regimentskommandeur wegen geringer soldatischer Eigenschaften viermal bei der Beförderung übergangen wurde, es später jedoch bis zum General brachte. Erster Regimentskommandeur war Generalmajor Kurt Christoph Graf von Schwerin.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai 1723 kam es in der Lebuser Vorstadt zu einem Großbrand, bei dem 84 Häuser zerstört und acht Menschen getötet wurden. Als Brandstifter wurden fünf Menschen auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.[11]

Am 20. Mai 1757 traf der über Dresden kommende Leichenzug des am 6. Mai bei Prag gefallenen Generalfeldmarschalls Kurt Christoph Graf von Schwerin auf der Weiterreise nach Schwerinsburg (Pommern) ein. Von Schwerin wohnte von 1723 an lange Jahre als Regimentskommandeur und Inhaber des Infanterieregiments „von Schwendy“ in Frankfurt. Auf dem Anger wurde am 22. Mai die Feier des Sieges in der Prager Schlacht gleichzeitig zur Trauerfeier für von Schwerin. Am 23. Mai verließ der Leichenzug Frankfurt.

Ende Juli 1759 besetzte eine russische Vorhut unter General de Villebois die Dammvorstadt. Die kleine Garnison unter Major von Arnim zog nach kurzer Beschießung ab. General de Villebois forderte der Stadt 600.000 Thaler Kontributionen ab. Die später eintreffenden Österreicher stellten die gleiche Forderung. Dank des Verhandlungsgeschicks des Oberbürgermeisters Ungnad wurde die Gesamtforderung auf 100.000 Thaler reduziert.

Am 12. August erlebt Friedrich II. seine schwerste Niederlage in der Schlacht bei Kunersdorf: die preußische Armee unterlag den vereinigten Russen und Österreichern. Ihn selbst rettete eine Tabakdose, die eine elf Millimeter große Kugel abhielt. 19.000 Mann fanden den Tod; unter ihnen Ewald Christian von Kleist. Kunersdorf liegt auf der östlichen Oderseite unweit von Frankfurt.

Am 28. April 1785 brach während des Frühjahrshochwassers der Damm, die gesamte Dammvorstadt wurde überschwemmt. Einziges Todesopfer war Garnisonskommandant Leopold von Braunschweig, dessen Kahn auf dem Weg zu den Rettungsarbeiten umschlug.

1791 wurde Georg Michael Rehfeldt, ein ehemaliger preußischer Offizier, Postmeister. Sechs Jahre später trug er den Titel Post-Director und war mit 1.200 Talern im Jahr der bestverdienende Beamte der Stadt. Der Bürgermeister erhielt 200 Taler weniger.

1794 wurde vorgeschlagen, die Messe zu Frankfurt an der Oder nach Posen zu verlegen.[12]

Napoleonische Kriege und Auszug der Universität[Bearbeiten]

Ab Oktober 1806 war die Stadt Garnisons- und Etappenort der Napoleonischen Armee.

Anfang Februar 1811 erreichte die Frankfurter die endgültige Nachricht von der Verlegung der Universität nach Breslau. Grund war die im Vorjahr von Wilhelm von Humboldt in Berlin eröffnete Universität. Am 10. August fand das Abschiedsfest der Studenten statt.

Nach ihrer Niederlage strömten im Januar 1813 die Reste der Napoleonischen Armee durch Frankfurt und brannten Ende Februar aus Angst vor den nachrückenden Russen die Oderbrücke ab. Anfang März verließ die letzte französische Besatzung die Stadt. Nach einer Verordnung vom 17. März bildete sich eine Landwehr aus Freiwilligen. Am 31. Juli 1814 kehrte die 3. Kurmärkische Landwehr, ein Infanterieregiment, in die Stadt zurück.

Entwicklung zum regionalen Verwaltungszentrum[Bearbeiten]

Ansicht um 1840
Die neue Oderbrücke zu Frankfurt an der Oder (1896)[13]

Als Ersatz für die Verlegung der Universität nach Breslau wurde Frankfurt zum 1. Januar 1816 Sitz der Regierung der Neumark und des Oberlandesgerichtes.

Der 1816 gebildete Stadtkreis umfasste neben der Stadt Frankfurt auch die Vororte Carthaus, Cliestow (Kliestow), Boosen (Booßen), Buschmühle, Lossow, Rosengarten, Schiffersruh, Güldendorf (damals Tschetschnow) und Ziegelei. In Frankfurt befand sich auch das Landratsamt für den Kreis Lebus.

1828 wurde der Stadtkreis Frankfurt reduziert auf die Stadt mit den Vororten Nuhnen, Karthause und Rotes Vorwerk. Die Vororte westlich der Oder gehörten nun zum Kreis Lebus, die östlich der Oder zum Kreis Sternberg (Brandenburg). Am 22. Oktober 1842 fand die Einweihung der Bahnlinie Berlin – Frankfurt (Oder) der Berlin-Frankfurter Eisenbahngesellschaft (später NME) statt. 1850 wurde die Oberpostdirektion im Kommandantenhaus in der Oderstraße 27 eingerichtet.

1870 wurde die Bahnstrecke nach Posen mit der 444 Meter langen Eisenbahnbrücke über die Oder eröffnet. 1877 kam es zur Neubegründung des Stadtkreises Frankfurt, der jetzt allein die Stadtgemeinde umfasste. 1886 wurde vom Telegrafisten der Stadt das Telefon als neue Erfindung auf seine Eignung geprüft, aber erst 1891 war das Telefonnetz der Stadt betriebsbereit, allerdings waren Polizei und Feuerwehr nicht angeschlossen, da sie kein Interesse gezeigt hatten. 1895 wurde die erste steinerne Oderbrücke eingeweiht. 1899 begann der Neubau der Hauptpost am Wilhelmsplatz, der 1902 abgeschlossen werden konnte.

Die Zeit von 1900 bis 1939[Bearbeiten]

Das Postgebäude aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das erste Flugzeug landete in Frankfurt am 19. August 1911 auf dem seit Anfang des Jahrhunderts ungenutzten Exerzierplatz Kunersdorf.[14] Am 25. Juni 1913 gründete sich ein Frankfurter Luftflottenverein. Am 1. Juli 1913 genehmigten die Stadtverordneten dann 20.000 Reichsmark für den Bau eines Flugstützpunktes, weitere 6.000 kamen aus Spenden hinzu.[15] Der Bau begann noch am 25. September des gleichen Jahres; am 28. Juni 1914 wurde der Stützpunkt eingeweiht.

Aus den an Polen gefallenen Gebieten Deutschlands sind zwischen 1919 und 1926 8.254 Flüchtlinge nach Frankfurt gekommen.

Der Verlust der Ostgebiete durch die Bildung Polens bedeutete für die Wirtschaft Frankfurts wegen des Wegfalls von Absatzmärkten eine enorme Einbuße. Beispielsweise hatten die Kartoffelmehlfabriken Absatzverluste von 57,5 %, der Getreide- und Viehhandel von über 60 %. Auch die Bezugsmärkte brachen weg; vor dem Krieg waren beispielsweise 60–70 % der Kartoffeln für die Industrie aus den nun polnischen Gebieten bezogen worden.[16] Ebenso wurde der Verkehr beeinflusst. Im Vergleich von 1913 zu 1928 waren 40 % weniger Personentransporte und über ein Drittel weniger Gütertransporte auf der Bahnstrecke Frankfurt–Posen zu verzeichnen.

Der Fliegerhorst bestand am Ende des Ersten Weltkrieges aus einer Flugzeugwerft, zehn Flugzeughallen, einem Fahrzeugschuppen und einem Kriegsdepot, zusammen ein Wert von 4,8 Millionen Reichsmark. Hinzu kamen 180 Militärflugzeuge, 100 Fahrzeuge und weiteres Material mit einem Gesamtwert von 5,5 Millionen Reichsmark. Am 3. Februar 1920 besuchte eine Entente-Kommission den Flugplatz und verfügte über diesen den Abbau der Gebäude und die Auslieferung der Flug- und Fahrzeuge. Ein Jahr später begann der Abriss.[15] Danach dauerte es bis zum 22. Juli 1929, bis wieder ein Flugzeug dort landete.

Vom 16. bis 24. Juni 1924 fand in Frankfurt die Ogela (Ostmarkschau für Gewerbe und Landwirtschaft) statt, die von fast 100.000 Menschen besucht wurde. Die Stadt erhoffte sich dadurch Impulse für die Ansiedlung von Industrie und gründete daher eine GmbH für das Projekt. Diese bereitete 250.000 m² Fläche in der Dammvorstadt vor, auf welcher die vier Hauptbereich Gewerbeschau, Landmaschinenschau, Kleintierschau und Tierschau stattfinden sollten. Die Veranstalter waren mit der Veranstaltung trotz eines Verlustes von 100.000 Reichsmark zufrieden. Industriebetriebe wurden dadurch aber nicht angelockt.[17]

1920 hatte die Stadt Frankfurt (Oder) 1.500 Fernsprechanschlüsse, die alle über oberirdische Leitungen mit dem Hauptpostgebäude verbunden waren. Im Frühjahr 1924 wurde mit dem Bau der Direktion Ost der Deutschen Reichsbahn in der damaligen Logenstraße 12 (Ecke Logenstraße/Große Scharrnstraße) begonnen. Am 18. Juli 1925 fand die offizielle Einweihung des Gebäudes statt, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach nicht wieder aufgebaut wurde.

Am 10. April 1927 wurde ein Wählamt eingerichtet, die Zahl der Telefonanschlüsse stieg auf 3.000, und es wurde begonnen, die Leitungen unterirdisch zu verlegen. Am 1. April 1930 wurde eine Baugewerkschule eingeweiht. 1936 wurde von der Reichswehr der Fliegerhorst wieder belebt und umfangreiche Arbeiten wie die Anlage von Depots, Hallen und betonierten Straßen und die Instandsetzung des Anschlussgleises und weiteres begonnen. Stationiert war hier ein Flieger-Ausbildungs-Regiment. Der Platz wurde zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nicht von Kampfverbänden genutzt und wurde während des Russlandfeldzuges als Landeplatz für Verwundetentransporte genutzt.[18]

In der Zeit des Nationalsozialismus sperrten die Machthaber ihre politischen Gegner ins Historische Gerichtsgefängnis in der Collegienstraße, das von 1933 bis 1945 Gestapo-Gefängnis war. Nach der Befreiung wurde es vom NKWD und vom MfS als Untersuchungshaftanstalt genutzt, seit den 1990er Jahren ist dort eine Musik- und Kunstschule. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Inneneinrichtung der 1822 von der damals großen Jüdischen Gemeinde erbauten Synagoge von den Nazis zerstört. Endgültig abgerissen wurde sie vermutlich erst nach 1945. Eine Gedenktafel und in die Fahrbahn eingelassene Messingstreifen erinnern an sie.[19]

1937 wurde die Autobahn nach Berlin eingeweiht. 1939 verfügte die Stadt über etwa 7.500 Telefonanschlüsse.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Arbeitslager-Gedenkstätte Schwetig

Während des Zweiten Weltkrieges mussten in der Stadt und ihrer Umgebung 1.123 Frauen und Männer aus der Sowjetunion und Polen Zwangsarbeit verrichten. Sie waren in einem Krankenlager in der Nähe des Friedhofs untergebracht, ein anderes Lager bestand in Schwetig auf der anderen Oderseite gegenüber Güldendorf. Dort sollen nach unterschiedlichen Angaben mehrere hundert bis zu 5.000 Zwangsarbeiter interniert worden sein. Das Lager diente der Gestapo auch als Hinrichtungsstätte, wo Misshandlungen und Massenhinrichtungen vorgenommen wurden. Eine Gedenktafel auf polnischer Seite erinnert in polnischer Sprache an die Gefolterten und Ermordeten des Straflagers Schwetig (Świecko). Vom Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt bis 1945 weitgehend verschont, da es kaum wichtige Industrie- oder Militäranlagen gab.

Am 15. Februar 1944 erfolgte ein geplanter Angriff der britischen Luftwaffe. Um 20:35 Uhr wurde von der Luftschutzwarnzentrale der Stadt Voralarm gegeben. 24 Avro Lancaster Bomber flogen die Stadt an, allerdings warfen nur fünf ihre Bomben über der Stadt ab. Ziel war eine vermutete Daimler-Benz-Fabrik und der heute stillgelegte Rangierbahnhof. Dafür führten die Flugzeuge 24 Luftminen, mit je 1.815 kg, 84 Sprengbomben, mit je 114 kg und 9,4 Tonnen Brandbomben mit sich. Allerdings wurde ein großer Teil der Bomben auf andere Orte im Raum Frankfurt beziehungsweise Kreis Guben abgeworfen. Beim Angriff starben 58 Menschen im Alter zwischen zwei Monaten und 79 Jahren. Auch wurden 13 Scheinanlagen mit 75 Sprengbomben und zahlreichen Brandbomben angegriffen. Bahnanlagen wurde keine beschädigt, auch in Rüstungsbetrieben gab es nur unwesentliche Beschädigungen.[20]

In der Wochenendausgabe vom 6./7. Januar 1945 der Frankfurter Oder-Zeitung wurden die Einwohner zu einem „Volksopfer“ in Form von Kleidungsstücken aufgerufen. Ein vom Gauleiter Emil Stürtz am nachfolgenden Montag präzisierter Aufruf verlangte, dass jeder Haushalt 5 kg „Spinnstoffe“ abzugeben hätte. Die Luftangriffe auf Berlin lösten auch in Frankfurt öfter Luftalarm aus, ohne dass die Stadt angegriffen wurde. Mit dem Beginn der Weichsel-Oder-Operation der sowjetischen Streitkräfte setzte eine große Flüchtlingswelle der Deutschen ein, welche auch nach Frankfurt (Oder) zog. Einer der ersten Flüchtlinge, Gauleiter Arthur Greiser, der erst am Mittag des Tages die Evakuierung der Deutschen aus Posen befohlen hatte, kam am Abend des 20. Januar in der Stadt an. Seine Ankunft feierte er mit einem größeren Essen, welches von mitgebrachten Vorräten ausgestattet wurde. Die Zahl der insgesamt durchziehenden Flüchtlinge belief sich auf 264.000 bis 300.000 Menschen. Die Stadt wurde am 26. Januar 1945 zur Festung erklärt. Bereits im „Erkundungsbefehl für die Nibelungen-Stellung“ des Oberkommandos des Heeres (OKH) vom 28. November 1944 wurde geplant, die Stadt für die Rundumverteidigung vorzubereiten und als Deckung für Berlin zu nutzen. Die Dammvorstadt (heute Słubice) sollte dabei als Brückenkopf dienen. Der dementsprechende Ausbau begann Mitte Januar. Am 4. Februar musste die Dammvorstadt geräumt werden, einen Tag später wurden weitere Teile der Stadt geräumt.

Ab dem 22. Februar waren Fahrten nach Frankfurt verboten. Am selben Tag erschien die erste Ausgabe des Nachrichtenblattes Oderfestung Frankfurt der Propagandakompanie Eichkater.

Es kam in der evakuierten Stadt zu Plünderungen. Nach einem Bericht von Oberst Biehler vom 9. März wurden vier Wehrmachtssoldaten und acht Zivilisten deshalb standrechtlich zum Tode verurteilt und das Urteil vollstreckt. Weiterhin wurden zwei Tschechen und ein Pole bei Plünderungen ertappt und sofort erschossen.

Am Morgen des 16. April begann mit dem Trommelfeuer der Roten Armee auf Frankfurt die Großoffensive gegen Berlin. Zwei Tage später wurde die Dammvorstadt gegen 21:00 Uhr geräumt. Am 19. April um 5:29 Uhr morgens wurde die Oderbrücke von der Wehrmacht gesprengt. Russische Fliegerangriffe fanden vom 20. bis 23. April statt. Am Nachmittag des 21. April wurde der Festungsstatus aufgehoben und einen Tag später begann der Rückzug der Festungstruppen. Am 22. und 23. April flog das 3. Bomberfliegerkorps auf Frankfurt und Beeskow 343 Einsätze und warf dabei insgesamt 260 t Bomben ab. Dadurch kam es vor allem im Zentrum Frankfurts zu zahlreichen Bränden. Die ersten sowjetischen Soldaten der 370. Schützendivision der 69. Armee und der 89. Schützendivision der 33. Armee der 1. Weißrussischen Front erreichten am Morgen des 23. Aprils Frankfurt. Oberst Alexejew wurde Stadtkommandant. Durch Bomben und Brandstiftungen, welche in den folgenden Tagen einsetzten, wurde die Innenstadt zu 93 % zerstört. Am Abend des 24. April brannte der Turm der Marienkirche, stürzte aber erst Monate später ein.

Entwicklung seit Ende des Zweiten Weltkrieges[Bearbeiten]

Das zerstörte Rathaus, 1951

Schon im Mai 1945 wurde durch eine provisorische Brücke die Verbindung zur Dammvorstadt wiederhergestellt. Entsprechend dem Potsdamer Abkommen wurde Frankfurt (Oder) Grenzstadt. Die Dammvorstadt wurde abgetrennt, innerhalb von zwei Tagen vollständig geräumt und zur heutigen polnischen Nachbarstadt Frankfurts, Słubice.

Von Oktober 1945 bis zu ihrem Tod im August 1947 befand sich Hermine Reuß ältere Linie, die zweite Gemahlin von Wilhelm II., dem 1941 im Exil verstorbenen letzten Deutschen Kaiser, in sowjetischer Internierung in Frankfurt (Blumenthalstr.4).

Zwischen 1950 und 1952 war die Stadt nicht kreisfrei, sondern gehörte zum Kreis Frankfurt (Oder).

1952 fand in Frankfurt die Unterzeichnung der Urkunde über die Markierung der Staatsgrenze zu Polen statt. Frankfurt (Oder) wurde Bezirksstadt, das heißt Verwaltungszentrum eines der fünfzehn Bezirke der DDR, die nach ihren Bezirksstädten benannt wurden.

1957 wurde die Autobahnbrücke über die Oder fertiggestellt.

Das Stadtzentrum wurde in den 1950/60er Jahren unter weitgehender Aufgabe des alten Stadtgrundrisses neu aufgebaut. Nur wenige historische Gebäude, wie zum Beispiel das Rathaus, wurden wiederhergestellt. Das Lichtspieltheater der Jugend in der Wilhelm-Pieck-Straße 328 wurde am 1. Mai 1955 eingeweiht.[21] Ein großflächiges Neubaugebiet in Plattenbauweise entstand in den 1970er Jahren im Stadtteil Neuberesinchen.

In der Stadt gab es 1980 465 konspirative Wohnungen des Ministerium für Staatssicherheit.

Mit der Neukonstituierung der Länder auf dem Gebiet der DDR im Jahre 1990 kam die Stadt wieder zum Land Brandenburg. Am 15. Juli 1991 wurde die offizielle (Neu-)Gründung der Europa-Universität Viadrina per Rechtsakt vollzogen. 1994 verließ der letzte Soldat der russischen Armee die Stadt.[22]

Deutscher Grenzstein an der Oder

2001 wurde mit einem großangelegten Abriss von Häusern, hauptsächlich Plattenbauten aus der DDR, begonnen. Bis einschließlich 2005 verlor die Stadt so 3.500 Wohnungen.[23]

Jüdisches Leben in der Stadt[Bearbeiten]

Gedenkstein für die Synagoge

Ab spätestens 1294 lebten Juden in der Stadt. Der Judenfriedhof wurde erstmals 1399 erwähnt. Bei einem Pogrom 1491/1492 wurden alle Juden getötet, aber es zogen bald darauf wieder Juden in die Stadt. 1561 wurde eine neue Synagoge errichtet und 1697–1699 wurde erstmals in Deutschland der Talmud gedruckt.

Im Jahr 1864 lebten 808 Juden in Frankfurt (Oder). Dies entsprach einem Anteil an der Bevölkerung von 2,20 % bei insgesamt 36.727 Einwohnern. 1933 ging die Zahl auf 568 zurück, die bis 1934 in zwei Gemeinden geteilt waren. Dies entsprach einem Bevölkerungsanteil von 0,75 % bei insgesamt 75.733 Einwohnern. Die große reformierte Gemeinde saß in der sogenannten Orgel-Synagoge. Ihre Rabbiner waren um die Jahrhundertwende Bergmann, vor 1924 Salomonski, danach Grün, 1928–1936 Ignaz Maybaum und zuletzt bis 1939 Curtis Cassel. Eine weitere Gemeinde befand sich in der Spornmachergasse. Die Juden waren zu einem großen Teil nach dem Ersten Weltkrieg aus Posen und Westpreußen zugewandert, da sie sich als Deutsche fühlten und nicht in Polen leben wollten.

Die Stellung der Juden in der Stadt wurde erst mit der Machtübernahme der NSDAP schwierig. Zuvor war beispielsweise der Zahnarzt der Militärgarnison, Gumpert, ein Jude. Allerdings gab es auch nach 1933 freundschaftliche Verhältnisse zu Juden. So wurde der Synagogendiener Glass noch einen Tag vor den Novemberpogromen von einem SA-Führer zu dessen 50. Geburtstag eingeladen. In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge angezündet und brannte aus. Jüdische Geschäfte wurden geplündert und zerstört, jüdische Familienväter verhaftet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Das Synagogengebäude wurde später als Lagerraum genutzt und in den 1950er Jahren zur Errichtung von Wohnraum abgerissen.

1944 lebten noch 62 Juden in Frankfurt (Oder).[24]

Seit 1998 gibt es in Frankfurt (Oder) auch wieder eine jüdische Gemeinde, die mehr als 240 Mitglieder zählt und ein Gemeindezentrum im Stadtgebiet Halbe Stadt, jedoch keine Synagoge besitzt. Seit dem 16. März 2008 besitzt die Jüdische Gemeinde als erste in Brandenburg nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eine eigene Tora-Rolle, die sie vom chassidischen Bildungszentrum Chabad Lubawitsch als Geschenk erhalten hat. Der neue jüdische Friedhof wurde am 27. Juni 2011 im Frankfurter Stadtteil Südring eingeweiht.[25]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bevölkerungsentwicklung von Frankfurt (Oder)

Entwicklung der Anzahl der Einwohner der Stadt Frankfurt (Oder) von 1506 bis 2012

Die Bevölkerungszahl von Frankfurt (Oder) stieg im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So verlor die Stadt durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges 82 % ihrer Bewohner. Die Einwohnerzahl sank von 13.000 im Jahre 1625 auf nur noch 2.366 im Jahre 1653. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1816 15.600 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 62.000.

Die Halbierung der Einwohnerzahl von 83.000 im Jahre 1939 auf 42.000 im Dezember 1945 ist auf die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und die Abtrennung des Stadtteils Dammvorstadt – der heutigen polnischen Stadt Słubice – zurückzuführen. 1980 gab es in der Stadt 1.471 Geburten, davon 766 Jungen, und 80.414 Einwohner, wovon 42.241 Frauen waren. Die Bevölkerung wuchs dabei im Vergleich zu 1979 um 1.461 Menschen.[26] Im Jahre 1988 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Frankfurt (Oder) mit 88.000 ihren historischen Höchststand. Zur DDR-Zeit profitierte Frankfurt davon, dass die Versorgungslage und Wohnraumsituation in den Bezirksstädten deutlich besser war als in den anderen Regionen. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken.

Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Frankfurt (Oder) nach Fortschreibung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg 64.429 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern), am 31. Dezember 2005 nach gleicher Quelle nur noch 63.748 Einwohner (30.877 männlich, 32.871 weiblich). Dagegen waren es an diesem Tag nach Angaben der Stadtverwaltung 63.210 Menschen. Davon waren 30.389 männlich und 32.731 weiblich. Mit Hauptwohnsitz waren 2.488 ausländische Bürger in der Stadt gemeldet. Seit der Wende in der DDR im Jahre 1989 hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und des Geburtenrückgangs fast 30 Prozent ihrer Bewohner (28.000 Personen) verloren.[27]

Nach Schätzungen wird Frankfurt in den nächsten Jahren bis 2025 weitere etwa 28 bis 30 Prozent seiner Bevölkerung verlieren, sodass sich dann die Einwohnerzahl auf unter 44.000 belaufen dürfte, was mehr als eine Halbierung seit 1988 bedeuten würde.[28] Eine im Auftrag der Stadt erstellte Bevölkerungsprognose kommt hingegen zu einem moderateren Bevölkerungsrückgang. Danach soll sich die Einwohnerzahl im Jahr 2020 bei unter 54.000, 2025 bei etwas über 51.000 und 2030 bei etwa 48.500 bewegen.[29]

Im Januar 2006 wurden in Frankfurt 46 Menschen als obdachlos gezählt, im Januar 2007 waren es 49.[30]

Politik[Bearbeiten]

Oberbürgermeister ab 1808[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

14
11
9
5
3
1
1
2
14 11 
Von 46 Sitzen entfallen auf:

Die Stadtverordnetenversammlung hat 46 Mitglieder. Nach den Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 25. Mai 2014 setzt sie sich wie folgt zusammen:[31]

  • DIE LINKE: 14 Sitze (3 Sitze weniger als 2008)
  • SPD: 9 Sitze (−1)
  • CDU: 11 Sitze (+3)
  • BürgerBündnis Freier Wähler e. V. (Bürgerbündnis): 1 Sitz (−1)
  • FDP: 1 Sitz (−2)
  • Bündnis 90/Die Grünen & Bürgerinitiative Stadtentwicklung (BI Stadtentwicklung): 3 Sitze (+1)
  • Bürgerinitiative Stadtumbau (BI Stadtumbau): 1 Sitz (±0)
  • AfD: 5 Sitze (neu)
  • Piraten: 1 Sitz (neu)

Die Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/50Plus (BVB/50Plus) und die Frauen für Frankfurt (FfF) traten nicht mehr an, die PARTEI verfehlte den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. September 1992 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg aufgerichtet stehend ein goldbewehrter roter Hahn im Kleeblattbogen eines von zwei sechseckigen Türmen beseiteten offenen, roten Torbaus; darüber schwebt ein silberner Schild mit rotem Adler; auf den goldbeknauften Dächern der Seitentürme steht je ein abgewendeter, widersehender goldener Vogel; der breitgedachte Mittelturm ist an den Ecken mit je einem goldenen Kreuz versehen.“[32]

Bereits das Siegel von 1294, das älteste erhaltene, zeigt das Wappen der Stadt in seiner heutigen Form. Es zeigt einen roten Hahn mit rotem Kamm, goldenen Füßen und Schnabel. Dabei handelt es sich um ein redendes Wappen: gallus ist das lateinische Wort für Hahn, aber die galli sind im mittelalterlichen Latein die Franken ("Gallier").

Über dem Tor schwebt seit 1990 wieder, wie schon in der ältesten Wappenabbildung, ein Wappenschild mit dem Märkischen Adler.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt Frankfurt (Oder) zeigt drei Streifen in den Farben Rot-Grün-Silber (Weiß) mit dem den Mittelstreifen überdeckenden Stadtwappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Oderbrücke und Frankfurt (Oder) von Słubice aus gesehen
Passkontrollen an der Stadtbrücke (seit 2007 eingestellt)

Frankfurt (Oder) unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:[33]

PolenPolen Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe), Polen, seit 1975
PolenPolen Słubice, Polen, seit 1975
FrankreichFrankreich Nîmes, Frankreich, seit 1976
FinnlandFinnland Vantaa, Finnland, seit 1987
DeutschlandDeutschland Heilbronn, Baden-Württemberg, seit 1988
WeissrusslandWeißrussland Wizebsk, Weißrussland, seit 1991
IsraelIsrael Kadima-Zoran, Israel, seit 1997
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Yuma, Arizona, USA, seit 1997
BulgarienBulgarien Wraza, Bulgarien, seit 2009

Daneben gibt es eine Partnerschaft mit dem östlich angrenzenden Powiat Słubicki (Polen).

Städtepatenschaften[Bearbeiten]

Seit der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien im Dezember 2004 verbindet Frankfurt eine enge Patenschaft mit der Küstenstadt Weligama in Sri Lanka. Damals waren Frankfurter DLRG-Mitglieder um den Vorsitzenden Sven Oberländer nach Sri Lanka gereist, um sich bei der Versorgung der Opfer des Tsunamis zu beteiligen. Zurück in Deutschland angekommen sorgten die Erlebnisberichte der Retter für eine Solidarisierung der Stadt mit dem Küstenort Weligama. Hilfe konnte in Form des Kaufes von lebenswichtigen Sachgegenständen wie Matratzen, Kochutensilien und anderem geleistet werden. Besonders wichtig war die Kontaktaufnahme zu den Verantwortlichen, Betroffenen in der Küstenstadt und den Helfern vor Ort, um sich Informationen für eine längerfristige Hilfe zu beschaffen. Bei der Flutkatastrophe wurde ein Tempel zerstört, dessen Wiederaufbau von der Stadt Frankfurt (Oder) finanziert wurde. Spendenmittel wurden nicht nur vom Konto der Stadt bereitgestellt, sondern auch von der Bevölkerung der Stadt Frankfurt. Die Frankfurter Wasser- und Abwasser GmbH erfuhr von den verheerenden Zuständen der Abwassersysteme und schickte im Mai 2005 Experten nach Sri Lanka; dieses Projekt wurde durch den Lions-Club mitfinanziert. Besonders wichtig ist es, das Leben der Menschen dort auch auf lange Sicht wieder lebenswert mitzugestalten. An die Stadt Frankfurt wurde das Projekt Bau eines Referenzdorfes herangetragen. Beteiligte und Projektträger sind der Solidaritätsdienst international e. V. (SODI), Target Agriculture pvt ltd Weligama, der Agrobodi Tempel Weligama, die Stadt Frankfurt, Słubice und das Stahlwerk Arcelor Eisenhüttenstadt. Dabei handelt sich es um ein Öko–Dorf mit landwirtschaftlicher Nutzungsmöglichkeit.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Frankfurter Rathaus

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Feuerwehr[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1865 wurde eine besoldete Feuerwehr gegründet und für 500 Taler Lohn und freies Wohnen ein Turmwächter eingestellt. Die „Vereinigung von Feuerwehr und Straßenreinigungswesen“ erhöhte am 1. April 1880 die Anzahl der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge. 1882 wurde ein mit 34 Feuermeldern ausgestattetes Telegraphie-System in Betrieb genommen. Bereits 1899 trat die Stadt dem Verband deutscher Berufsfeuerwehren bei und war damit eine der ersten Städte in Deutschland. Am 25. Februar 1909 wurde die Mannstärke um 14 auf 24 erhöht, und die Feuerwehr nannte sich nun Berufsfeuerwehr Frankfurt an der Oder. Das Gehalt betrug 80 Mark bzw. 110 für den Oberfeuerwehrmann. Eine 18 m lange Drehleiter, drei Wasserwagen und fünf Druckspritzen gehörten damals zur Ausstattung der Feuerwehr. 1823 wurde ein Teil des ehemaligen Exerzierhofes des Leib-Grenadier-Regiments Nr. 8 an die Feuerwehr übergeben. Die erste Motorspritze wurde 1917 von Adam Opel Rüsselsheim angeschafft. Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr wurde 1934 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet und die Feuerwehr in Feuerlöschpolizei umbenannt. Während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude der Feuerwehr zerstört, und sie zog in die Handels- und Gewerbeschule um. 1950 wurde die Feuerwehr der Volkspolizei unterstellt. 1962 begann der Aufbau einer Tauchergruppe. Im Frühjahr 1968 wurde die neue Feuerwache in der Heinrich-Hildebrand-Straße nach zweijähriger Bauzeit bezogen. Zur Ausstattung gehörten elf Einsatzfahrzeuge. Das erste Löschfahrzeug für Frankfurt mit der Typbezeichnung LF 16, welches auf einem W 50-Fahrgestell basierte, wurde der Stadt übergeben. Am 3. Dezember 1990 wurde die Leitung der Feuerwehr von der Polizei an die Stadt übergeben. Am 1. Juni des folgenden Jahres führte die Feuerwehr das Dreischichtsystem ein.[36] Seit 1990 ist Helmut Otto Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen. Seit dem 1. Juni 2006[37] ist die Regionalleitstelle Oderland im Betrieb, die ihren Sitz im Katastrophenschutzzentrum in Frankfurt (Oder) hat. Sie disponiert die Notfallrettung, den Brandschutz und die technische Hilfeleistung sowie Krankentransporte und den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder), dem Landkreis Oder-Spree und dem Landkreis Märkisch-Oderland. Im Jahr 2009 begann die Komplettsanierung des 1968 bezogenen Hauptgebäudes. 2012 war schließlich der gesamte Bereich der Wache fertiggestellt. Die Stadt Frankfurt (Oder) betreibt eine Berufsfeuerwehr und acht Freiwillige Feuerwehren.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Hauptgebäude der Europa-Universität Viadrina von der 24. Etage des Oderturms aus gesehen

Kinderbetreuung[Bearbeiten]

1993 gab es 72 Kindertagesstätten, 2011 waren es 38.[38] Im Jahr 2000 öffnete mit der Eurokita der erste deutsch-polnische Kindergarten Frankfurts.[39]

Sport[Bearbeiten]

Hermann Weingärtner bei den 1. Olympischen Spielen der Neuzeit

Frankfurt (Oder) ist ein Zentrum des Sports im Land Brandenburg. Neben dem Olympiastützpunkt, der Bundeswehrsportfördergruppe und der Sportschule treiben in den 13 Landesleistungsstützpunkten und den 83 im Stadtsportbund zusammengeschlossenen Sportvereinen über 10.000 Mitglieder Spitzen- und Breitensport. Eine herausragende Rolle im Vereinssport spielt die Frankfurter Sportunion 90, die ein Drittel aller Sporttreibenden der Stadt, insbesondere der Spitzensportler, vereint. Die Stadt verfügt über zwei Stadien mit insgesamt etwa 7.100 Sitz und 5.000 Stehplätzen (2004). Hinzu kommen 14 Großfeldplätze.

Hermann Weingärtner aus Frankfurt (Oder) gewann bei den 1. Olympischen Spielen in Athen 1896 drei Goldmedaillen im Turnen. Als Zentrum des Boxsports wurde die Oderstadt durch den Profiboxweltmeister und heutigen Ehrenbürger der Stadt Henry Maske wie auch durch den Profiboxer Axel Schulz weltbekannt. Erfolgreichster Vertreter des Traditionsreichen Ringerzentrums ist der heutige Bundestrainer Maik Bullmann, Olympiasieger 1992 und dreifacher Weltmeister. Die Frauen des Frankfurter Handball Club wurden 2004 Deutscher Meister. Der Frankfurter Sportschütze, Manfred Kurzer, Schützengilde Frankfurt a.d. Oder 1406, wurde 2004 in Athen Olympiasieger in der Disziplin Laufende Scheibe. Wichtigster Fußballverein ist der in der Brandenburgliga spielende 1. FC Frankfurt E.V.

Freizeit/Erholung[Bearbeiten]

Erholung finden die Frankfurter unter anderem im Wildpark Frankfurt (Oder), am Helenesee oder einem der anderen Seen im Stadtgebiet und der näheren Umgebung, in den Parks der Stadt, in den Stadtforsten oder im Eichwald.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Frankfurter Stadtgebiet gibt es eine große Zahl von Kunstwerken, die im Artikel Kunst im öffentlichen Raum in Frankfurt (Oder) genauer beschrieben sind.

Theater[Bearbeiten]

  • Das Kleist Forum Frankfurt wurde am 30. März 2001 gegründet. Das Haus mit seiner beeindruckenden Architektur bietet ein weitgefächertes Programm, das von der klassischen Oper und Operette über Schauspiel, von Jazzkonzerten, internationalen Festivals wie den deutsch-polnischen Musikfesttagen, Kinder- und Schülertheater bis hin zu Lesungen, Diskussionsforen und Varietéveranstaltungen reicht. Es ist der jährliche Mitveranstalter der Kleist Festtage. Außerdem ist das Kleist Forum Veranstaltungsort für Tagungen und Kongresse verschiedenster Arten.
  • Das deutsch-polnische Theaterfestival Unithea[40] ist ein von Studierenden der Universität Viadrina konzipiertes und organisiertes Theaterfestival, welches seit über 15 Jahren in den Städten Frankfurt (Oder) und Słubice stattfindet.
Die Oderhähne
  • Die Oderhähne, ein satirisches Theater und Kabarett, entwickelte sich aus der im Jahr 1976 gegründeten Feierabendbrigade Lach mit am Frankfurter Kleist-Theater. Seit 1991 sind Die Oderhähne ein gemeinnütziger Verein. Über 200-mal im Jahr treten sie im Fett- und Futternapf herum, die ihnen Politik und Gesellschaft nur allzu bereitwillig hinstellen. Im liebevoll und aufwendig sanierten Rathauskeller treiben die Hofnarren ihr Unwesen.
  • Das Theater des Lachens ist hervorgegangen aus dem 1975 gegründeten Staatlichen Puppentheater Frankfurt (Oder). 1992 wurde die von der Kommune zur Nutzung überlassenen Spielstätte des ehemaligen Puppentheaters von Spielern und Mitarbeitern übernommen. Sie gründeten das Kleine Theater, Puppen- und Schauspiel e. V. Mit Inszenierungen wie Dantons Tod wurde das Puppentheater mit der damaligen künstlerischen Leiterin Astrid Griesbach auch über die Grenzen der Stadt bekannt. Mit seinem Umzug 1996 in die Ziegelstraße 31 nennt sich das einzige professionelle Puppentheater Brandenburgs nun Theater des Lachens.
  • Theater Frankfurt - Das Theater im Schuppen e. V. gründete sich im Jahr 1990. Seit 1995 bewirtschaftete es ein eigenes Haus, welches aus einem Bühnenraum, einem Foyer und zahlreichen Trainings- und Probenräumen besteht und in den Gerstenberger Höfen, in der Ziegelstraße, seinen Sitz hatte. Seit Oktober 2006 werden in der "Theaterschule für Körper & Bildung Frankfurt (Oder)" staatlich anerkannte Schauspieler/innen ausgebildet. Im Jahr 2011 zogen das Theater und die Schauspielschule in ihr neues Domizil, in die Sophienstraße 1.
  • Die Konzerthalle C. Ph. E. Bach ist eine ehemalige Franziskanerkirche aus dem 13. Jahrhundert. Das ganze Jahr über finden vielfältige Veranstaltungen wie die Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder, Musikreihen und Abonnements in klassischen und unterhaltenden Genres, Orgelkonzerte, Besichtigungen, Führungen und Ausstellungen statt.

Museen[Bearbeiten]

Das Sportmuseum im Zentrum der Stadt wurde am 11. Juli 2003, aus Anlass der 750-Jahrfeier der Oderstadt an den Oberbürgermeister übergeben. Frankfurter Sportgeschichte wird zwischen vielen Bildern, Trophäen und Erinnerungsstücke dokumentiert. Der Verein Sportgeschichte Frankfurt (Oder) e. V. möchte jedoch nicht nur Erinnerungen wecken, sondern insbesondere auch junge Menschen zu eigener sportlicher Betätigung anregen.

Das Kleist-Museum

Das Kleist-Museum wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonsschule eingerichtet. Die Dauerausstellung umfasst vier Räume. Die etwa 250 Dokumente geben einen Überblick über Kleists Leben und Werk. Das Haus verfügt mit etwa 34.000 Bestandseinheiten, darunter etwa 10.000 Bände Spezialliteratur zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld, über die derzeit umfangreichste Kleist-Sammlung. Das Arbeitsprofil des Museums beruht auf einem abgestimmten Zusammenspiel von Sammlungs-. Ausstellungs-, Forschungs-, Publikations- und Veranstaltungstätigkeit. Zur Öffentlichkeitsarbeit gehören unter anderem Wechselausstellungen, Lesungen und Vorträge. Die jährlichen Kosten betragen 500.000 Euro. Das Museum erwirtschaftet dabei durch Eintrittserlöse und Spenden 50.000 €, der restliche Betrag wurde zu 50 % vom Bund, 35 vom Land Brandenburg und 15 % von der Stadt getragen.[41]

Das Museum Junge Kunst stellt in zwei Häusern, dem Rathaus mit Rathaushalle und dem gotischen Festsaal sowie im PackHof des Museums in der C.-Ph.-E.-Bach-Straße mit einer der wesentlichsten Sammlung Kunst aus dem Osten Deutschlands aus. Über 11.000 Werke der Malerei, Handzeichnungen und Aquarelle, Druckgrafik, Skulpturen sowie polnische Grafik sind im Besitz des Museums.

Das Museum Viadrina ist das kulturhistorische Museum für die Stadt Frankfurt. Seinen Sitz hat es im Junkerhaus, in einem wertvollen, überregionalen, barocken Baudenkmal. Es handelt sich hierbei um eines der wenigen Gebäude im Stadtzentrum, die am Ende des Zweiten Weltkrieges von der Vernichtung verschont blieben. Seine Architektur und Geschichte ist für Frankfurt und das Land Brandenburg von ganz besonderer Bedeutung. Das Gebäude mit seinen wertvollen originalen Stuckdecken vom Ende des 17. Jahrhunderts war die kurfürstliche bzw. königliche Residenz der Hohenzollern, also das Stadtschloss Frankfurts. Seit 2001 gehört das Museum zu den Städtischen Museen Junge Kunst und Viadrina. Nach mehr als 15-jähriger Bautätigkeit ist es seit dem 4. Oktober 2003 mit einer neuen Dauerausstellung vollständig geöffnet. Sie bietet die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Themen der Stadt- und Regionalgeschichte zu beschäftigen. Die Besucher können sich über Frankfurts bedeutende Rolle im Mittelalter, der Geschichte der Alma Mater Viadrina, militärgeschichtlichen Aspekten und vieles mehr informieren.

Kulturelle Projekte[Bearbeiten]

Blick über die Forststraße

Das verbuendungshaus fforst e.V. ist ein im Herzen Europas gelegenes, von Studenten initiiertes Grenzen überwindendes, gemeinnütziges und selbstverwaltetes Wohnprojekt, in dem Menschen mit verschiedensten Ansichten, vielfältigsten Eigenschaften und unterschiedlichster Herkunft sich zusammentun mit dem Ziel, einen Raum zur kreativen Gestaltung zu schaffen, sowohl für interkulturelles Zusammenleben als auch für die Umsetzung von Ideen durch Projekte und Veranstaltungen. Der 2006 gegründete Verein wird von der Europa-Universität Viadrina unterstützt und mietet zu einem symbolischen Preis seine Räumlichkeiten von der Wohnwirtschaft Frankfurt (Oder) (WoWi). Sowohl die Universität als auch die WoWi sind – neben anderen – in vielen Belangen Kooperationspartner. Im Erdgeschoss des Vereinshauses befindet sich ein öffentlicher Veranstaltungsort, an dem unter anderem Internationale Abende, Konzerte, Lesungen, Theaterstücke und Filmpremieren stattfinden. Darüber leben in 13 Mietparteien die Vereinsmitglieder in 2er- bis 4er-Wohngemeinschaften. Die Bewohner engagieren sich freiwillig bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltungen sowie für den Erhalt des Projekts.

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Geschichte von Bauten in Frankfurt (Oder), Liste der Baudenkmale in Frankfurt (Oder)

Kirchen[Bearbeiten]

Marienkirche vom Oderturm aus (2012)

Die St.-Marien-Kirche ist die ehemalige Hauptpfarrkirche Frankfurts. 1253 wurde mit dem ursprünglichen Bau in den Formen der norddeutschen Backsteingotik begonnen.[42] Durch Kriegseinwirkung war sie 1945 nur noch eine Ruine. Seit 1974 wurde sie für 99 Jahre von der Stadt gepachtet. Rekonstruktionen finden seit 1979 statt. Seit den 1990er Jahren wurde sie zum soziokulturellen Zentrum St. Marien umgebaut. Sie wird heute für Veranstaltungen genutzt. Im Jahr 2002 gab Russland 111 mittelalterliche Bleiglasfensterfelder zurück, bisher die einzig geglückte Rückgabe sowjetischer Beutekunst. Die aus der Eremitage in Sankt Petersburg zurückgekehrten Glasmalereien bilden den bedeutendsten und umfangreichsten zusammenhängenden Bestand mittelalterlicher Glasmalereien im Land Brandenburg. Die Glasmalereifelder waren bis zu ihrem kriegsbedingten Ausbau 1941 in den drei Chorfenstern der St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) eingebaut. In der eigens für die Restaurierung der 111 Glasfenster eingerichteten Werkstatt im Martyrchor der Marienkirche konnten im Januar 2003 die Arbeiten von einem dreiköpfigen Restauratorenteam begonnen werden. Nachdem bereits im Mai 2005 das mittlere Christusfenster eingeweiht wurde, konnten die zwei weiteren Bleiglasfenster am 29. Juni 2007 mit einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben werden.

Die Sankt-Gertraud-Kirche (Frankfurt (Oder)) an der Lindenstraße ist ein dreischiffiger Backsteinbau, der ursprünglich bereits 1368 als Kapelle der Gewandschneider errichtet worden war und außerhalb der Stadtmauer lag. Die Kirche wurde 1432 durch die Hussiten und am 2. April 1631 durch die Schweden zerstört, aber danach stets wieder aufgebaut. Später verfiel sie und wurde 1874 in ihrer heutigen neogotischen Form nach Plänen von Stadtbaurat Christ wieder aufgebaut und vier Jahre später am 20. Dezember eingeweiht. Das Altarbild und die Vorlagen für die Chorfenster des dreischiffigen Backsteinbaus stammen von Anton von Werner.

Mit dem Bau der Franziskaner-Klosterkirche, der späteren Garnisonskirche und heutigen Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“, wurde Ende des 13. Jahrhunderts begonnen, als der Franziskanerorden aus dem Bereich des Brücktors nach Norden umgezogen ist. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts wurden in der Klosterkirche etwa 100 Jahre lang auch die Gottesdienste für die Unterstadt abgehalten. 1967 schloss die Stadt einen Pachtvertrag mit der Kirchengemeinde und baute die Kirche schrittweise zur Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach um. Bis zum Stadtjubiläum 2003 wurde das bedeutende mittelalterliche Dachtragwerk saniert. Anfang 2003 wurde der bereits 1736 beseitigte Dachreiter wieder neu aufgesetzt. Die Eingangstüren zur Konzerthalle wurden 1975 eingebaut. Es sind zwei 2,90 m hohe Bronzetore, eins als „Heiteres Tor“ und das andere als „Ernstes Tor“ von Axel Schulz gestaltet. Jede der vier Türen hat vier Felder mit Motiven. Den Abschluss bildet bei beiden Toren oberhalb der Tür ein halbkreisförmiger Rundbogen, welcher als Baum gestaltet ist. Für die Gestaltung der Türen gab es vier Vorschläge; am 7. März 1969 entschied sich eine Kommission für die letztlich realisierte und schloss mit Schulz am 25. März 1971 einen entsprechenden Werkvertrag.

Die Konzerthalle in Frankfurt (Oder), ein ehemaliges Kirchengebäude

Die am Untermarkt gelegene Friedenskirche ist der im Ursprung älteste Steinbau der Stadt. Sie existierte bereits zur Stadtgründung 1253 als St.-Nikolai-Kirche, war aber schon mit der Weihung der Marienkirche zu Beginn des 14. Jahrhunderts nicht mehr die Hauptkirche der Stadt. Nachdem Mitte des 16. Jahrhunderts die Gottesdienste in die Franziskaner-Klosterkirche verlagert worden waren, wurde die Nikolaikirche zwischenzeitig als Kornhaus, Heuschuppen, Pulvermagazin und zur Unterbringung von Kranken und Gefangenen genutzt. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts fanden in dem Gebäude Gottesdienste der Reformierten Gemeinde statt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg weitestgehend unbeschädigte Kirche wurde zu Beginn der 1990er-Jahre soweit instand gesetzt, dass sie zunächst im Bestand gesichert ist. Derzeit wird die Friedenskirche mithilfe von Fördermitteln zum „Oekumenischen Europa-Zentrum“ umgebaut. Hierfür werden unter anderem auf der Empore beheizbare Räume für Veranstaltungen und Besprechungen eingebaut.

Weitere Kirchenbauten sind die evangelische Sankt-Georg-Kirche, erbaut von 1926 bis 1928 nach Entwurf von Curt Steinberg und die katholische Heilig-Kreuz-Kirche, welche von 1897 bis 1899 nach Entwürfen des Architekten Engelbert Seibertz errichtet wurde.

Profangebäude[Bearbeiten]

Der 1976 fertiggestellte Oderturm
Wohnhaus in der Ziegelstraße

Das Rathaus der Stadt ist als zweigeschossige Kaufhalle mit Ratsstube und Gerichtslaube nach 1253 entstanden. Zwischen 1607 und 1609 erfolgte der Umbau im Stil der Renaissance, und zwischen 1911 und 1913 wurde es nach Plänen des Architekten Fritz Beyer erweitert. Am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde es stark zerstört.[43] Im Oktober 1949 wurde eine Lotterie unter dem Namen Rettet das Rathaus gestartet, um die notwendigen Finanzmittel zu erhalten. Im März 1950 erfolgte dann der Beschluss zum Wiederaufbau, und am 22. Juni 1953 folgte das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt. 1977/78 wurde im Zuge einer Modernisierung der Eingang von der Ost- auf die Südseite verlegt.[44]

Große Oderstr. 42

Die ältesten Bürgerhäuser der Stadt befinden sich in der Großen Oderstraße 42 mit der Löwenapotheke und den angrenzenden Wohnhäusern Forststr. 1 und 2. Im Kern handelt es sich um mittelalterliche Massivbauten. Die Gebäude wurden mehrfach umgebaut und die Fassaden geändert. Heute dominiert eine klassizistische Gestaltung.

Die heutige Forststraße, früher die Wortsgasse, war im 16. Jahrhundert ein langgestrecktes Kaufmannshaus, welches Eigentum von Merten Knobloch, einem Kaufmann, Kämmerer und Ratsherr war. 1881 wurde im Keller des Hauses das Restaurant Klosterkeller eingerichtet.[45]
Die Große Oderstr. 42 bestand ursprünglich aus zwei Häusern, was aber erst bei den Renovierungsarbeiten 1972–1974 wiederentdeckt wurde. Etwa um 1650 gehörte das Haus Prof. Tido Heinrich, einem Professor für Philosophie an der Universität Viadrina. Dieser fügte die zwei Gebäude zu einem zusammen und erhöhte das Gebäude um ein Stockwerk. Das Dach des Gebäudes wurde bei einem Brand 1742 zerstört und danach durch das heutige ersetzt, welches bis heute erhalten ist. Das nördliche Haus besaß ursprünglich keinen Keller, daher war es vermutlich nicht das Haus eines Kaufmanns.[46]

Der noch heute erhaltene Gasometer wurde 1855 errichtet und etwa 100 Jahre genutzt. Der heutige Eigentümer, die Stadtwerke, nutzt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nicht mehr.[47] 2005 wurde der Teleskopgasbehälter entfernt und verschrottet. Bis zu diesem Zeitpunkt war es der älteste seiner Art in Deutschland. Der Fußboden des Gasometers liegt etwa sechs Meter tiefer als der umliegende Boden.[48]

Die Exerzierhalle in der Logenstraße 15 (von 1953 bis 1992 Wilhelm-Pieck-Str., davor Litzmannstraße) wurde 1879–1882 errichtet. Sie gehörte früher zum Kasernenkomplex des Frankfurter Leibgrenadierregiments König Friedrich Wilhelm III. 1940 wurde darin eine öffentliche Küche mit einem Speisesaal für 150 Personen und einer täglichen Kapazität von 1.200 Mahlzeiten eröffnet. Ursprünglich war sie deutlich länger, wurde aber nach 1945 auf etwa ein Drittel gekürzt. Auch nach dem Krieg wurde das Gebäude als Küche geöffnet, so gab es dort beispielsweise die Schulspeise für die Rosa-Luxemburg-Schule. Nach der Wende 1990 war dort zeitweilig ein Billigmarkt für verschiedene Haushaltswaren eingemietet. Heute ist das Gebäude verputzt und mehrfach überstrichen, zeigt also nicht mehr seine historische Fassade.[49]

Das Doppelpfarrhaus im Stil des Spätbarock beherbergt heute das Stadtarchiv. Das Gebäude wird auch Collegienhaus genannt, obwohl das eigentliche Collegienhaus das frühere Hauptgebäude der Universität war, das nach dem Krieg abgerissen wurde. Das ehemalige Pfarrhaus wurde 1739–1742 nach Plänen des Baudirektors Christoph Gottlieb Hedemann errichtet. 1967 wurde das Gebäude rekonstruiert.[50]

Denkmäler[Bearbeiten]

Hauptartikel: Denkmäler in Frankfurt (Oder)

Die Friedensglocke wurde von der CDU der DDR zum 6. Parteitag am 27. Januar 1953 zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Oder-Neiße-Friedensvertrages gestiftet.[47] Sie ist somit ein Symbol der Freundschaft für die deutsch-polnischen Beziehungen. Jährlich am 1. September zum Weltfriedenstag wird sie traditionsgemäß geläutet.

Reliefwand Geschichte der Alten Universität

Am Rand des Lennéparks befindet sich die Reliefwand Geschichte der Alten Universität. Die rund zehn Meter lange Wand aus Sandstein wurde in den 1980er Jahren von Walter Kreisel geschaffen. Die Stadt hatte den Künstler beauftragt, allerdings dauerte es vier Jahre vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung. Die Wand zeigt Porträts alter Professoren, und es befindet sich das nachempfundene Portal der alten Universität in der Mauer. Das Portal befindet sich an der Stelle des ehemaligen Großen Philosophischen Collegiums der Universität, welches 1962 abgerissen wurde.

Unweit des Bahnhofes befindet sich das Eisenbahnerdenkmal. Es erinnert an die gefallenen Eisenbahner des Ersten Weltkrieges und der folgenden Grenzlandkämpfe. Der Beschluss zur Spendensammlung für das Ehrenmal wurde vom Bezirksverband der Eisenbahner 1931 einstimmig angenommen. Der Entwurf stammt vom Reichsbahnrat und Architekten Wilhelm Beringer, die Ausführung lag beim Bildhauer Georg Fürstenberg. Die drei Stelen symbolisieren dabei die Direktionsbezirke Posen, Westpreußen und Danzig, der gemeinsame Sockel die Vereinigung in der Reichsbahndirektion Osten. Die Einweihung erfolgte am 3. Juli 1932.[51]

Ein Denkmal für die Opfer des Faschismus befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße.[52]

Stolpersteine vor der Kleinen Oderstraße 7

Die ersten sieben Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurden am 8. Mai 2006 in Frankfurt in Bürgersteige eingesetzt.[53] In den folgenden Jahren wurden weitere verlegt.[54]

Mahnmal für die gefallenen sowjetischen Soldaten

Das Mahnmal für die gefallenen sowjetischen Soldaten des Zweiten Weltkrieges befindet sich im Park Der Anger südlich der Kirche St. Gertraud. Die dort zu lesende russische Inschrift bedeutet: Ewiges Andenken den Soldaten der sowjetischen Armee, die ihr Leben für die Freiheit und die Unabhängigkeit der Sowjetunion geopfert haben.[55] Eine weitere Inschrift auf der Rückseite besagt: Unsere Tat ist gerecht – wir haben gesiegt.[56]

Beim Thomas-Müntzer-Hof steht ein Gedenkstein für Albrecht Zehme. Zehme war Prorektor der Oberschule und Stadtverordneter; er starb 1880.[57]

Das Karl-Marx-Monument befindet sich in der Karl-Marx-Straße am Rande des Lennéparks. Die Büste schuf Fritz Cremer. Das Denkmal mit dem eingemeißelten Spruch Die Theorie wurde zur materiellen Gewalt wurde zum 100. Geburtstag Marx' am 5. Mai 1968 eingeweiht.[58]

Für die Stasi-Opfer wurde in der Robert-Havemann-Straße im Frühjahr 1990 eine Gedenkplatte eingeweiht. Die ebenerdige Platte befindet sich damit vor der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit.[58]

Unweit der Försterei Eduardspring befindet sich ein Denkmal für Richard Burmeister. Dieser war in der Nacht vom 3. zum 4. März 1920 vermutlich von einem Wilderer angeschossen und schwer verletzt worden. Am 17. Mai 1920 erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Trotz einer versprochenen Belohnung von 3.000 Mark wurde der Täter nie gefasst. Am 17. Mai 1924 wurde der Gedenkstein mit der marmornen Gedenktafel eingeweiht. Zu lesen ist auf ihr Dem Andenken des pflichttreuen Stadtförsters Richard Burmeister ein Opfer feiger Hinterlist *30. Jullo 1865 † 17. Mai 1920.[59]

Die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte befindet sich am Rande des Kleist-Parks an der Fürstenwalder Straße. Die Gedenkstätte wurde am 15. April 1986 zum 100. Geburtstag Thälmanns eingeweiht. Die Thälmann-Büste wurde vom Bildhauer Walter Kreisel geschaffen. Hinter der Büste befindet sich ein Mausoleum der Familie Otto Stahl.[60]

Das Mahnmal für den Frieden befindet sich in der Nuhnenstraße.

Eine Gedenkplatte für Heino Goepel befindet sich am Marienbad II in der Dresdener Straße. Die Platte wurde 1993 bei der Sanierung des Bades angebracht, war aber möglicherweise bereits zuvor dort zu finden. Gedacht wird des Augenarztes, welcher von 1833 bis 1896 lebte und soziale Einrichtungen, darunter das erste Volksbad der Stadt Marienbad I, stiftete.[61]

Die Gedenk- und Dokumentationsstätte Opfer politischer Gewaltherrschaft befindet sich in der Collegienstraße, in einer ehemaligen Strafvollzugseinrichtung. Es werden Einblicke in den Alltag des Strafvollzuges und in die Geschichte der Verfolgung politischer Gegner in Frankfurt (Oder) und der näheren Umgebung zwischen 1933 und 1989 ermöglicht.[62]

Sonstiges[Bearbeiten]

Auf die Insel Ziegenwerder führt eine 1996 neu errichtete Brücke mit einer Spannweite von 68,20 m.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Start des Oderturmlaufes 2006
  • Seit 2002 findet jährlich der Oderturmlauf statt. Der Startplatz liegt am Brunnenplatz, und nach etwa 150 Metern beginnen die Teilnehmer die 511 Stufen des Oderturms zu erklimmen. Den Rekord hält Markus Rebert aus Frankfurt (Oder) mit 2:26 Minuten, welchen er 2009 aufstellte.[63] Sieger des ersten Laufes war am 22. September 2002 Holm Kunze.[64]
  • Seit 1966 gibt es die Frankfurter Festtage der Musik. Ins Leben gerufen wurden sie von der Musikgesellschaft „Carl Philipp Emanuel Bach“, die seit vielen Jahren das musikalische Erbe des zweiten Bach-Sohns pflegt.[65]
  • Jährlich Ende Mai/Anfang Juni findet das Theaterfestival der Europa Universität Viadrina Unithea mit jungen Ensembles an verschiedenen Orten statt.[65]
  • Seit 1992 gibt es jährlich im Oktober die Kleist-Festtage. Dabei werden zu Ehren von Heinrich von Kleist Theater, Lesungen, Spektakel, Musik und Pantomime aufgeführt.[65]
  • Seit 2004 findet das Europäische Festival für Lied – Weltmusik transVOCALE in Frankfurt (Oder) und Słubice statt.[65]
  • Jährlich im Juli findet das HanseStadtFest „Bunter Hering“ statt, dessen Titel an eine mittelalterliche Sage anknüpft.[66]

Grünflächen[Bearbeiten]

Kleistpark

Der Kleistpark (6,9 ha)[8] im Stadtteil „Obere Stadt“ wurde 1953 auf einem Teil des Geländes des alten Stadtfriedhofs von 1802 geschaffen. Er weist alte Baumbestände, Spielplätze und mehrere Gedenk- und Grabsteine auf.

Lennépark

Der Lennépark (8,3 ha) im Zentrum Frankfurts wurde zwischen 1834 und 1845 nach Plänen Peter Joseph Lennés an Stelle der alten Wallanlagen angelegt. Der Park im englischen Stil weist sehr alte Baumbestände, einen künstlichen Wasserfall, Fließe, Teiche und eine Fontäne, Plastiken und Spielplätze auf. Der zweitälteste Bürgerpark Deutschlands ist als Gartendenkmal ausgewiesen.

Der Lienaupark (2,4 ha) im Zentrum nordwestlich des Lennéparks geht auf den Frankfurter Weingroßhändler und Politiker Martin Michael Lienau zurück.

Das Ziegenwerder (14 ha) ist eine als Park gestaltete Flussinsel in der Oder.

Der Botanische Garten (4,8 ha) wurde in den 1970er Jahren als Ausgleich für die Bodenversiegelungen bei der Verkleinerung des Kleistparks angelegt.

Anger

Der Anger (4,3 ha) in der Gubener Vorstadt wurde 1923/1924 auf dem ehemaligen Exerzierplatz angelegt.

Im Park an der St.-Gertraud-Kirche (1,9 ha) im Zentrum stehen mehrere Denkmale, darunter das für Heinrich von Kleist. Der Park geht auf Teile des Friedhofs der Gertraudengemeinde zurück.

Auf dem Platz der Einheit (1 ha) im Zentrum steht heute das Kleistforum.

Das Arboretum (1,6 ha) in Neuberesinchen geht auf eine private Gartenanlage vor der Anlage des Stadtteils zurück.

Der Frankfurter Stadtwald mit einer Fläche von etwa 760 ha befindet sich im Westen der Stadt zwischen Booßen und Rosengarten.

Der Wildpark (16,3 ha) wurde 2000 in Rosengarten, am Eingang zum Stadtwald, angelegt.

Der Zehmeplatz (0,24 ha) hieß ursprünglich Kleiner Wilhelmsplatz.

Der Stiftsplatz (0,20 ha) verdankt seinen Namen dem Guhrschen Stift. In seiner Mitte steht der denkmalgeschützte zweischalige Alinenbrunnen aus Kalkstein.

Der Platz der Republik (0,56 ha) hieß ursprünglich Wilhelmsplatz und entstand an Stelle der eingeebneten Stadtbefestigungen.

Die Oderpromenade (3,9 ha) ist das mit Sträuchern, Bäumen, Kunstwerken und Kinderspielplätzen gestaltete befestigte Oderufer, beginnend im Süden am Kleisthaus und sich bis zum Winterhafen im Norden hinziehend.

Wirtschaft und Forschung[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Shopping im Vorhaus des Oderturms

Die Stadt Frankfurt ist ein Wissenschafts- und Forschungsstandort. Mit dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, das eine weltweit anerkannte Forschungseinrichtung im Technologiepark Ostbrandenburg ist, haben sich Unternehmen aus dem Bereich Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Umwelt- und Energietechnik angesiedelt. Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Unter den klassischen Wirtschaftszweigen sind unter anderem der Obstanbau (Äpfel) und der Orgelbau zu erwähnen.

Im August 2013 betrug die Arbeitslosenquote 14,3 %.[67] Im April 2007 gab es bei der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) 1.807 Personen in Arbeitsgelegenheiten. Das waren 669 weniger als im Jahr davor.[68] Die wirtschaftlich angespannte Situation wirkt sich auch auf die Jugend aus. Nach einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Bericht leben 30,2 % aller Kinder und Jugendlichen in der Stadt von Sozialhilfe. Das ist die zweithöchste Zahl in Brandenburg.[26][69]

Im September 2009 wurde davon ausgegangen, dass die Schulden der Stadt Ende 2009 voraussichtlich um 16–18 Millionen auf insgesamt etwa 70 Millionen Euro sinken werden. Aufgrund erfolgreicher Ansiedlungspolitik sind die Gewerbesteuereinnahmen signifikant gestiegen.[70]

Unternehmen[Bearbeiten]

Wichtige ansässige Unternehmen sind:

Sparkasse Oder-Spree in der Franz-Mehring-Straße

Medien[Bearbeiten]

In Frankfurt wird als tägliche Regionalzeitung die Märkische Oderzeitung mit einer verkauften Gesamtauflage von knapp 100.000 Exemplaren (IVW) herausgegeben. Als Anzeigenblätter erscheinen Märkischer Markt (Gesamtauflage laut BVDA rund 315.000), Märkischer Sonntag (Gesamtauflage laut BVDA rund 315.000), der BlickPunkt Frankfurt (Oder) (Auflage der Lokalausgabe laut BVDA 54.000) und Der Oderland-Spiegel (Gesamtauflage rund 90.000 laut Verlagsangaben). Der rbb betreibt im Stadtzentrum ein Regionalstudio, in dem Hörfunk- und Fernsehbeiträge produziert werden. Der private Regionalfernsehsender WMZ TV Frankfurt Regional erreicht über die örtlichen Kabelnetze (FAKS, Kabel Deutschland GmbH und PrimaCom) etwas mehr als 35.000 Haushalte in und um Frankfurt (Oder). Außerdem sendet der Lokalsender Radio Frankfurt/Oder auf UKW-Frequenz 99,3 MHz.

Forschungseinrichtungen[Bearbeiten]

Callcenter[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Autoverkehr[Bearbeiten]

In Frankfurt steuern 60 Verkehrsampeln den Verkehr, wovon 51 an das Verkehrsleitsystem angeschlossen sind. Die dichtbefahrenste Straße ist die Leipziger Straße. Sie hatte am 1. März 2006 13.649 Fahrzeuge stadteinwärts und 14.729 stadtauswärts zu bewältigen. Gefolgt wird sie von der Kieler Straße mit 13.882 stadtein- und 10.514 stadtauswärts (28. Februar 2006) fahrenden PKW und LKW.[72] Das Straßennetz umfasst etwa 300 Kilometer.[73]

Im Süden Frankfurts überquert die Bundesautobahn A 12 (Teil der Europastraße E 30) die Grenze nach Polen und geht dort in die Autostrada A 2 über. Ferner liegt die Stadt im Einzugsbereich der Bundesstraßen B 5, B 87, B 112 und B 112n.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nahverkehr in Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder): Straßenbahn-Hauptlinien

Der innerstädtische ÖPNV wird durch Straßenbahn und Omnibus wahrgenommen. Der Betreiber der Straßenbahn- und Buslinien ist die Stadtverkehrsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder) Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 3. Februar 2005 mit knapper Mehrheit den Ausbau des Straßenbahnnetzes über den Grenzfluss Oder hinweg nach Słubice. Bei einer Bürgerbefragung am 22. Januar 2006 stimmten etwa 83 % aller teilnehmenden Wähler gegen dieses Straßenbahn-Projekt nach Słubice. Daraufhin entschloss sich im Februar 2006 die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt (Oder), den Beschluss vom 3. Februar 2005 aufzuheben. Am 9. Dezember 2012 startete die Buslinie 983 zwischen Frankfurt und Słubice.[74] Im Februar 2013 war sie die am drittstärksten genutzte Linie der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft.[75]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof

Folgende Regionalbahnlinien des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg berühren den Frankfurter Bahnhof:

  • RE 1:   Magdeburg – Brandenburg – Potsdam – Berlin – Frankfurt – Eisenhüttenstadt – Cottbus
  • RB 11: Frankfurt – Eisenhüttenstadt – Cottbus (bedient mehr Bahnhöfe dieser Strecke als RE 1)
  • RB 36: Frankfurt – Müllrose – Beeskow – Wendisch Rietz – Königs Wusterhausen – Berlin-Lichtenberg
  • RB 60: Frankfurt – Seelow – Wriezen – Bad Freienwalde – Eberswalde – Berlin-Lichtenberg
  • RB 91: Frankfurt – Rzepin – Zielona Góra

Die beiden von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH betriebenen Linien RB 36 und RB 60 benötigen für die Fahrt zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin etwa zweieinhalb Stunden, während der RE 1 die direkte Strecke über Fürstenwalde in etwa einer Stunde absolviert. Zusätzlich zum großen Bahnhof besitzt Frankfurt auch noch drei Haltepunkte, zum einen an der Hauptstrecke nach Berlin den ca. 3 km von der Innenstadt im Stadtteil Rosengarten gelegenen Bahnhof Rosengarten, zum anderen an der Strecke über Beeskow nach Berlin den Bahnhof Neuberesinchen im gleichnamigen Stadtteil sowie den nicht durchgängig bedienten Bedarfshalt Helenesee. Die beiden vorgenannten Haltepunkte werden in beiden Richtungen stündlich von Regionalzügen bedient.

Neben dem ausgedehnten Regionalbahn-Netz fahren viele internationale Reisezüge über die Bahnstrecke Frankfurt (Oder)–Poznań nach Poznań und weiter in Richtung Warschau und Moskau, darunter die der EuroCity-Linie Berlin-Warszawa-Express. Damit ist Frankfurt (Oder) der wichtigste deutsche Eisenbahngrenzübergang nach Polen, über den etwa die Hälfte aller Grenzübertritte zwischen Deutschland und Polen erfolgt.

Umwelt[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadtverkehrsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder) (SVF) ist mit der Region Hannover und der BVG einer der drei Preisträger im bundesweit ausgelobten Pilotprojekt Anspruchsvolle Umweltstandards im ÖPNV-Wettbewerb des BMU. Das Konzept der SVF bestand in der kompletten Neubeschaffung der Busflotte mit Umstieg auf Erdgasantrieb. Im September 2002 wurden die ersten Dieselbusse aus dem Verkehr gezogen. Seit 2002 fahren elf MAN Solobusse und seit 2003 elf Gelenkbusse mit Erdgasantrieb durch Frankfurt. Dem Abgasstandard EEV (enhanced environmentally friendly vehicle) wird dabei Genüge getan.

Brauerei für Fledermäuse[Bearbeiten]

Die ehemalige Brauerei

Im Zentrum Frankfurts befindet sich ein Winterquartier für etwa 2.000 Fledermäuse. Unter mehr als 30 Arten ist vor allem das Große Mausohr hier anzutreffen. Das Quartier befindet sich in der 1950 stillgelegten Brauerei und hat eine Fläche von 0,92 Hektar. Hinzu kommt ein 40 Meter breiter Sperrstreifen, welcher nicht bebaut werden darf.[76] 1987 überwinterten etwa 150 Tiere in dem Gebäude.[77] 1994 wurde der Bestand mit 1.000 der fliegenden Säugetiere festgestellt. 1997 waren es 1.500, 2002 2.200 und 2007 1.837, davon 811 Große Mausohren.[78] Mit diesen Zahlen ist das Gebäude eines der größten Überwinterquartiere von Fledermäusen in Deutschland. Von der Müritz bis hin zu Tschechien wurden die in Frankfurt beringten Tiere schon entdeckt. Eigentümer des Geländes ist seit 2003 die Stiftung Euronatur. Im selben Jahr wurde das Gelände zum Naturschutzgebiet erklärt.[79] 2006 wurde im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begonnen, das Gelände freundlicher zu gestalten, unter anderem dort lagernder Müll entfernt.[76] Im Winter 2007/2008 überwinterten 2.023 Fledermäuse in der ehemaligen Brauerei, darunter auch Tiere der seltenen Teichfledermaus, der Großen und der Kleinen Bartfledermaus.[77]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten aus Frankfurt (Oder)

In Frankfurt (Oder) geboren wurden unter anderen der Dichter Heinrich von Kleist, der Philosoph Alexander Gottlieb Baumgarten, der Offizier Erich Hoepner, der Militärmusiker Gottfried Piefke und der Architekt Konrad Wachsmann. Hier wirkten der Komponist und Organist Carl Philipp Emanuel Bach, der Naturforscher Alexander von Humboldt und der Gelehrte und Staatsmann Wilhelm von Humboldt, der Humanist Ulrich von Hutten, die Boxer Henry Maske und Axel Schulz, der Pfarrer und Führer im Bauernkrieg Thomas Müntzer, der Diplomat und Gelehrte Martin Opitz, der Komponist, Musiktheoretiker und Musikverleger Michael Praetorius, der Offizier Hans Joachim von Zieten und der Publizist, Pädagoge, Politiker und Dichter Heinrich Zschokke. In Frankfurt starben der Dichter Ewald Christian von Kleist und der preußische General Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Monika Kilian, Ulrich Knefelkamp (Hrsg.): Frankfurt Oder Słubice. Sieben Spaziergänge durch die Stadtgeschichte. Scrîpvaz-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-931278-06-9.
  • Ulrich Knefelkamp, Siegfried Griesa (Hrsg.): Frankfurt an der Oder 1253–2003. VWF, Berlin 2003, ISBN 3-89700-367-8.
  • Sibylle Gramlich, Andreas Bernhard, Andreas Cante, Irmelin Küttner: Stadt Frankfurt (Oder). (Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, Bd. 3). Werner, Worms am Rhein 2002, ISBN 3-88462-190-4.
  • Wolfgang Stribrny, Fritz Zäpke: Frankfurt/Oder Porträt einer Brückenstadt. Westkreuz-Verlag, Berlin/ Bonn 1991, ISBN 3-922131-75-1.
  • Fritz Timme: Die Entstehung von Frankfurt an der Oder. In: Zeitschrift für Ostforschung. 3. Jahrgang 1954, S. 497–517.
  • Stadtplan Frankfurt an der Oder 1909. Reprint des großformatigen mehrfarbigen historischen Stadtplanes. Guben 2005, ISBN 3-935881-24-X.
  • F. W. G. Sachse: Geschichte der Stadt Frankfurth an der Oder nebst topographisch-statistischen Bemerkungen über dieselbe und Beschreibung ihrer vorzüglichsten Merkwürdigkeiten. Frankfurt a.O. 1830 Online, Google
  • Frankfurt (Oder)/Słubice. Einst und Jetzt. Culturcon/Märkische Oderzeitung, 2010, ISBN 978-3-941092-36-5.

DVD[Bearbeiten]

  • So entstand Frankfurt. 3D-animierter Film von Christoph Neubauer und dem Museum Viadrina zur Entstehungsgeschichte der Stadt. Chr. Neubauer Verlag 2010, ISBN 978-3-9811593-7-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikinews: Portal:Frankfurt (Oder) – in den Nachrichten
 Wikisource: Frankfurt an der Oder – Quellen und Volltexte
 Commons: Frankfurt (Oder) – Sammlung von Bildern

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Die Zusatzbezeichnung ist nicht Teil des amtlichen Stadtnamens, daher war bis vor kurzem ihre Verwendung z. B. auf Ortseingangsschildern nicht erlaubt, s. a. diesen Artikel zur entsprechenden Gesetzesänderung; trotzdem wurde bereits vorher der bald unterbundene Versuch unternommen, solche Schilder dennoch anzubringen.
  3. Joachim Schneider: Hochwassermarke am Königlichen Eichamt In: Mitteilungen Frankfurt (Oder), Heft 2 1996, Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V. (Hrsg.), S. 25.
  4. Letzte Messung 2001 im Auftrag des Landesumweltamtes Brandenburg.
  5. a b Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 2. August 2005, S. 18.
  6. a b c Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 2./3. Oktober 2006, S. 20.
  7. Mechthild Henneke: Wetterextreme in Deutschland 2009. In: Südkurier vom 28. April 2010.
  8. a b Kommunalstatistischer Jahres- und Demografiebericht 2013. Zahlen, Daten und Fakten der Stadt Frankfurt (Oder). Stadt Frankfurt (Oder), Der Oberbürgermeister, 23. Dezember 2013, abgerufen am 24. Juli 2014 (PDF, 8 MB).
  9. Christian Wilhelm Spieker: Geschichte der Stadt Frankfurt an der Oder. Erster Teil: Von der Gründung der Stadt bis zum Königtum der Hohenzollern. Frankfurt/Oder 1853, S. 3–5, online.
  10. Ralf-Rüdiger Targiel: Vom Student zum Professor in Märkische Oderzeitung, 18. Januar 2010, S. 16.
  11. Johann Christian Wellmann: Das Von der göttlichen Regierung An Denen Mord-Brennern, welche in der Nacht zwischen den 19.ten und 20.sten May 1723. die Lebusische Vorstadt zu Franckfurt an der Oder auf eine so boßhafte, als entsetzliche Arth an 5. Orten angesteckt, Bewiesene Denck-Mahl Der Schweren und zum Theil Plötzlichen Rache, Frankfurt Oder 1725.
  12. Berlinische Monatsschrift (F. Gedike und J. E. Biester, Hrsg.). Band 23, Juni-Heft, Dessau 1794, S. 541–563.
  13. Joachim Schneider: „Vom Exerzierplatz zum Flugplatz“ in „Mitteilungen Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.“ 1. Heft 1995, S. 17.
  14. a b Joachim Schneider: „Vom Exerzierplatz zum Flugplatz“ in „Mitteilungen Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.“ 1. Heft 1995, S. 18.
  15. Martin Schieck: „Ogela“ in „Mitteilungen Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.“, 2. Heft 1994, S. 18.
  16. Martin Schieck: „Ogela“ in „Mitteilungen Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.“, 2. Heft 1994, S. 20–23.
  17. Joachim Schneider: „Vom Exerzierplatz zum Flugplatz“ in „Mitteilungen Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.“ 1. Heft 1995, S. 20.
  18. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, Synagoge nach 1945 abgerissen, 12. Nov. 2009.
  19. Joachim Schneider: „Eine Kostprobe vom Inferno“ in „Mitteilungen Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.“ 1. Heft 1994, S. 8–15.
  20. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 29./30. April/1. Mai 2006, S. 15.
  21. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 12. Sept. 2005, S. 11.
  22. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 22. März 2006, S. 11.
  23. Friedrich Lotter: Entwurzelung und Selbstbehauptung. Schicksale der Frankfurter Juden unter der NS-Herrschaft in der neuen Heimat In: Mitteilungen Frankfurt (Oder), Heft 2 1996, Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V. (Hrsg.), S. 3 und www.stolpersteine-ffo.de.
  24. Märkische Oderzeitung vom 27. Juni 2011.
  25. a b Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 17. März 2006, S. 11.
  26. „Fakten, Daten, Wege“.
  27. http://www.tagesspiegel.de/medien/hermes/cme1,260347.html
  28. https://www.frankfurt-oder.de/stadt/Stadtentwicklung/Download%20Stadtentwicklung/Prognosen-Frankfurt-O-Sept%2009.pdf
  29. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 29. Mai 2007.
  30. Sitzverteilung nach der Kommunalwahl auf der Homepage der Stadt
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  32. Partnerstädte auf der Website der Stadt Frankfurt (Oder), abgerufen am 6. März 2012
  33. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 21. März 2006, S. 10.
  34. Märkische Oderzeitung, 24. März 2006, S. 9.
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  36. Innenminister würdigt in Frankfurt (Oder) Arbeit der Regionalleitstelle Oderland.
  37. Kindertagesbetreuungswegweiser, abgerufen am 27.Febr. 2012.
  38. Website der Eurokita, Dürfen wir uns vorstellen?, abgerufen am 16. Dez. 2009.
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  40. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 10. Mai 2006, S. 16.
  41. Christian Wilhelm Spieker: Beschreibung und Geschichte der Marien- oder Oberkirche zu Frankfurt an der Oder – Ein Beitrag zur Kirchen. und Reformationsgeschichte der Mark Brandenburg. Frankfurt/Oder 1835, online.
  42. Informationstafel am Rathaus.
  43. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 30. Aug. 2006, S. 16.
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  46. a b Denkmaltopografie der Stadt Frankfurt (Oder).
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  49. Informationstafel am Gebäude.
  50. Bernhard Klemm: Frankfurter Denkmalgeschichte – erzählt anhand von Schicksalen einzelner Denkmäler In: Mitteilungen Frankfurt (Oder) Heft 1 1997, Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V., S. 17–18.
  51. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 20. Sept. 2005, S. 15.
  52. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 8. Mai 2006, S. 11.
  53. Karte Stolpersteine. Abgerufen am 11. Dezember 2011..
  54. Вечная память воинам советскои армии отдавшим жизнь за свободу и независимость СССР Foto der Inschrift.
  55. Наше дело правое мы победили: Foto der Inschrift.
  56. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 20. Sept. 2005.
  57. a b Bernhard Klemm: Frankfurter Denkmalgeschichte – erzählt anhand von Schicksalen einzelner Denkmäler In: Mitteilungen Frankfurt (Oder) Heft 1 1997, Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e. V.
  58. Klemm/Höfer, Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 17. Mai 2005, S. 15.
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  60. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 16./17. Sept. 2006, S. 18.
  61. Museum Viadrina.
  62. MOZ Rekord geknackt.
  63. CityInfo Frankfurt Oder.
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  65. Webseite des HanseStadtFestes "Bunter Hering".
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  67. Bundesagentur für Arbeit „Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) – Arbeitsmarktreport Berichtsmonat April 2007 (PDF; 1,2 MB)“, gesehen 4. Oktober 2008.
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