Frankie Valli

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Frankie Valli (2013)

Frankie Valli (* 3. Mai 1937 in Newark, New Jersey; eigentlich Francis Stephen Castelluccio) ist ein US-amerikanischer Popsänger, der vor allem als Bandleader der Four Seasons bekannt wurde. Sehr markant ist sein in vielen Songs ungewöhnlich hoher Falsettgesang. Über sein Geburtsdatum gibt es Unstimmigkeiten. Die meisten Quellen geben den 3. Mai 1937 an, während andere behaupten, dieses Geburtsdatum sei vom Plattenlabel der Four Seasons gefälscht und Valli in Wirklichkeit bereits 1934 geboren worden.

Biografie[Bearbeiten]

Vallis Gesangskarriere begann 1952. Schon im nächsten Jahr veröffentlichte er unter dem Namen Frankie Valley seine Solo-Debütsingle My Mother's Eye, die kaum kommerziellen Erfolg erntete. Noch im gleichen Jahr war er Mitgründer des Variety Trio. 1956 wurde Frankie Valli Leadsänger der Four Lovers mit einem Plattenvertrag bei RCA Victor. Dieses Quartett benannte sich 1962 in The Four Seasons um. Valli ist Leadsänger auf allen Aufnahmen der Band und wurde im Jahre 1990 mit der Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Neben seiner Arbeit mit den Four Seasons begann Valli Mitte der 1960er Jahre auch Solo-Produktionen zu veröffentlichen. So erschien Ende 1965 mit (You're Gonna) Hurt Yourself die erste unter seinem eigenen Namen veröffentlichte Single. Sie erreichte immerhin Platz 39 in den Pop-Charts. Nach The Proud One, das 1966 veröffentlicht wurde und nur in die untere Hälfte der Top 100 kam, stellte sich 1967 dann der richtige Erfolg ein. Can't Take My Eyes off You schaffte eine Billboard-#2 und wurde mit Gold ausgezeichnet.

Nur einen Monat später kam Vallis Solo-Debütalbum Frankie Valli: Solo auf den Markt, gefolgt von Timeless 1968. 1970 erschien dann Half & Half, das zu einer Hälfte Aufnahmen der Four Seasons bot, zur anderen Hälfte Solo-Produktionen Vallis. In den nächsten drei Jahren konzentrierte sich Valli dann wieder komplett auf die Band, sodass erst 1974 wieder Solo-Veröffentlichungen erfolgten.

Seine erfolgreichste Single in Deutschland war Grease, der Titel erreichte 1978 Platz 24.[1]

Als Schauspieler war er in der wiederkehrenden Rolle Rusty Millio in der Mafia-Serie Die Sopranos zu sehen. An der 2014 veröffentlichten Musicalverfilmung Jersey Boys war er als Ausführender Produzent beteiligt. Zudem wird er selbst in dem Film von John Lloyd Young verkörpert.

Diskographie ("Solo")[Bearbeiten]

Singles (Auswahl)[Bearbeiten]

In dieser Tabelle befinden sich die Songs, die sich in den Charts der drei Länder etablieren konnten.

Jahr Single DE UK US
1966 (You're Gonna) Hurt Yourself - - 39
1966 The Proude one - - 68
1967 Can't Take My Eyes Off You - - 2
1967 I Make A Fool Of Myself - - 18
1967 To Give (The Reason I Live) - - 29
1969 The Girl I'll Never Know (Angels Never Fly This Low) - - 52
1970 You're Ready Now - 11 -
1974 My Eyes Adored You - 5 1
1975 Swearin' to God - 31 6
1975 Our Day Will Come - - 11
1976 Fallen Angel - 11 36
1976 We're All Alone - - 78
1978 Grease 24 3 1
1978 Fancy Dancer' - - 77
1980 Where Did We Go Wrong - - 90
1991 Grease - Dream Mix - 47 -

Außerdem veröffentlicht[Bearbeiten]

  • 1953: My Mother's Eyes
  • 1958: I Go Ape
  • 1965: The Sun Ain't Gonna Shine (Anymore)
  • 1966: You're Ready Now
  • 1970: You've Got Your Troubles
  • 1970: Circles In The Sand
  • 1972: Love Isn't Here (Like It Used to Be)
  • 1973: The Scalawag Song (And I Will Love You)
  • 1977: Boomerang
  • 1977: Easily
  • 1977: Second Thoughts
  • 1977: I Need You
  • 1977: Rainstorm
  • 1978: Save Me, Save Me
  • 1997: Can't Take My Eyes Off You (feat. Mary Griffin)

Alben[Bearbeiten]

  • Frankie Valli: Solo (1967 auf Philips)
  • Timeless (1968 auf Philips)
  • Half & Half (1970 auf Ace; teils mit den Four Seasons)
  • Closeup (1975 auf Private Stock)
  • Inside You (1975 auf Motown)
  • Our Day Will Come (1975 auf Private Stock)
  • Frankie Valli... Is the Word (1978 auf Warner Brothers)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956-1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 212

Weblinks[Bearbeiten]