Franklin-Cover-Up-Skandal

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Der Franklin-Cover-Up-Skandal oder Franklin-Cover-Up-Hoax begann am 29. Juni 1989, als die Titelseite der Washington Times mit der Schlagzeile „Homosexual Prostitution Inquiry ensnares VIPs with Reagan, Bush” erschien, und er endete, als ein Geschworenengericht zum Schluss kam, dass die Anschuldigungen unhaltbar seien. Der Artikel der Washington Times Journalisten Paul M. Rodriguez und George Archibald legte die angeblichen Verbindungen zwischen Beamten in Schlüsselpositionen der Administrationen von Ronald Reagan und George H. W. Bush und einem verdeckten, mit minderjährigen männlichen Jugendlichen operierenden Prostitutionsring in Washington D.C. offen. Weiterhin berichtete der Artikel davon, dass zwei dieser Prostituierten sogar das Weiße Haus in der Nacht besuchten. Die Anschuldigungen beinhalteten u.a. „Entführung und Missbrauch von Minderjährigen zum Zwecke sexueller Perversion”.[1] Zu den genannten involvierten Schlüsselpersonen zählten Craig J. Spence, ein Washingtoner Lobbyist, und Lawrence „Larry” King, damaliger Manager der Franklin Community Federal Credit Union in Nebraska. Laut der New York Times vom 15. Dezember 1989 brachte Senator Ernie Chambers von Nebraska Berichte vor, nach denen „Jungen und Mädchen, manche aus Waisenhäusern, über das ganze Land transportiert wurden, um sexuelle Dienste zu leisten, für die sie entlohnt wurden.” [2] Eckdaten des Prozesses:

  • Am 10. Januar 1989 hat das Bundesparlament von Nebraska ein Sonderkomitee zur Untersuchung der Anschuldigungen einberufen, angeführt von der Senatorin Loran Schmit als Vorsitzende.
  • Am 30. Januar 1990 hat der Bundesstaatsanwalt von Nebraska, Robert Spire, nach einem großen Geschworenengericht zur Untersuchung der Vorfälle verlangt.
  • Am 6. Februar 1990 wurde dem ehemaligen Bezirks-Richter Samuel Van Pelt ein Sonderstaatsanwalt für das Douglas-County-Geschworenengericht zugeteilt, das am 12. März 1990 zusammenkam.
  • Am 23. Juli 1990 hob das Geschworenengericht nach Anhörung mehrstündiger Zeugenaussagen die Anklage wegen sexuellen Kindesmissbrauchs auf und bezeichnete die Anschuldigungen als „sorgfältig zusammengestellten Schwindel” (engl.: Hoax).

Paul A. Bonacci[Bearbeiten]

Paul A. Bonacci gewann ein Versäumnisurteil über $800.000 an Kompensations- und $200.000 an Entschädigungszahlungen in einer Zivilklage gegen Lawrence King. Gegenstand der eingereichten Klage waren Entführung, Gehirnwäsche, satanisch-ritueller und sexueller Missbrauch, sowie verschiedene persönliche Verletzungen (sowohl physischer als auch psychischer Natur).

In weiteren Medien[Bearbeiten]

  • Buch: The Franklin Cover-Up: Child Abuse, Satanism, and Murder in Nebraska ist ein 1992 erschienenes Buch vom ehemaligen republikanischen Senator von Nebraska, John DeCamp. DeCamp recherchiert bis heute weiter zu dem Thema und hat eine erweiterte Neuauflage seines Buches veröffentlicht.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Scan of The Washington Times, June 29, 1989
  2. Franklin coverup scandal newspaper scans, TheLawParty.org

Literatur[Bearbeiten]

  • Associated Press. „Omaha Tales of Sexual Abuse Ruled False”, The New York Times, The New York Times Company, 27. September 1990, Abschnitt A; S. 15, Paragraph 5.
  • Robert Dorr. „Bonacci Gets $ 1 Million in King Lawsuit”, Omaha World Herald, The Omaha World-Herald Company, 24. Februar 1999, S. 17.
  • Robert Dorr. „Judge Clears 3 More in Bonacci Suit Claims of Sexual Abuse Called Unsubstantiated and Bizarre”, Omaha World Herald, The Omaha World-Herald Company, 13. Juni 1997, S. 26.
  • Robert Dorr. „Lawrence King Drops Appeal Of Judgement”, Omaha World Herald, The Omaha World-Herald Company, 13. Januar 2000, S. 15.

Weblinks[Bearbeiten]