Frankoline

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Frankoline
Kapfrankolin, Francolinus (Pternistis) capensis

Kapfrankolin, Francolinus (Pternistis) capensis

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Frankoline
Wissenschaftlicher Name
Francolinus
Stephens, 1819

Die Frankoline (Francolinus) sind eine Gattung der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae), die sich in die vier Untergattungen Francolinus, Peliperdix, Scleroptila und Pternistis gliedert. Mit 41 Arten stellen die Frankoline die artenreichste Gattung der Fasanenartigen. 36 Arten leben in Afrika, fünf Arten kommen in Asien vor.[1] Über viele der Frankolin-Arten fehlen bislang immer noch grundlegende Informationen. Sowohl in Afrika, als auch in Asien werden Frankoline wegen ihres schmackhaften Fleisches intensiv bejagt.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Frankoline sehen dem Rebhuhn ähnlich, allerdings sind sie schlanker als diese und Schnabel und Kopf sind länger. Die Körperlänge beträgt zwischen 31 cm und 42 cm, ihr Gewicht variiert von knapp 250 g (Coquifrankolin) bis zu über 1.500 g (Erckelfrankolin). Männchen und Weibchen sind bei den meisten Arten gleich gefärbt, wobei die Männchen meist Sporen an den kräftigen Beinen tragen. Ihre Flügel sind kurz und an den Enden abgerundet, der Schwanz hat 14 Steuerfedern.

Verbreitung[Bearbeiten]

Frankoline leben in den tropischen Regionen Afrikas und Asiens. Ihre nördliche Verbreitungsgrenze liegt etwa am Kaukasus. Die zahlreichen Frankolin-Arten passen sich sehr flexibel an menschliche Siedlungen und Kulturlandschaften an, so dass die Lebensräume je nach Region sehr unterschiedlich sind: Dichte Wälder oder offenes Grasland, Feldgehölze oder Buschlandschaften, sogar steinige Karstflächen bieten den Frankolinen Nahrung und Schutz. Von 41 lebenden Arten sind 36 ausschließlich in Afrika verbreitet. Von den 36 Frankolin-Arten, die in Afrika vorkommen, leben 12 im südlichen Afrika, davon sieben in Namibia, unter anderem der Hartlaubfrankolin, der Rotschnabelfrankolin und der Rebhuhnfrankolin. Der Kapfrankolin, der verstreut in den Kapprovinzen von Südafrika lebt, tritt vereinzelt auch im Süden Namibias auf. Ein fossiler Frankolin, Francolinus capeki, der in Ungarn gefunden wurde, konnte auf das späte Pliozän (vor ca. 1,8 Millionen Jahren) datiert werden.

Lebensweise[Bearbeiten]

Sie leben hauptsächlich am Boden und ernähren sich von Insekten, Pflanzen und Samen. Auch bei Gefahr, die die Männchen meist von Hügeln aus mit lauter und greller Stimme ankündigen, bringen sich die Frankoline meist laufend in Sicherheit. Nur zum Schlafen ziehen sich einige Arten in Bäume mit dichtem Blattwerk zurück. Viele Frankoline sind ausgeprägte Reviervögel und führen erbitterte Kämpfe zu dessen Verteidigung, besonders in der Balzzeit. Sie leben in Einehe. Es brütet nur das Weibchen bis zu 23 Tage lang, während das Männchen in der Nähe wacht. Das Nest besteht meist aus einer von hohem Gras oder herabhängenden Zweigen verdeckten flachen Mulde, die mit Gras und Zweigen ausgelegt wird. Das Gelege umfasst je nach Art sechs bis 12 Eier. Die Jungvögel sind sogenannte Nestflüchter. Sie verlassen das Nest schon wenige Tage nach dem Schlüpfen unter Anleitung ihrer Eltern, mit denen sie sechs bis zwölf Monate lang im Familienverband leben.

Arten[Bearbeiten]

Perlfrankolin, Francolinus (Francolinus) pintadeanus, aus Hume & Marshall, 1880
Sumpffrankolin, Francolinus (Francolinus) gularis, aus Hume & Marshall, 1880
Tropfenfrankolin, Francolinus (Francolinus) pictus, aus Hume & Marshall, 1880
Gelbkehlfrankolin, Francolinus (Pternistis) leucoscepus
Swainsonfrankolin, Francolinus (Pternistis) swainsonii

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Steve Madge, Phil McGowan und Guy M. Kirwan: Pheasants, Partridges and Grouse – A Guide to the Pheasants, Partridges, Quails, Grouse, Guineafowl, Buttonquails and Sandgrouse of the world’’, Christopher Helm, London 2002, ISBN 0-7136-3966-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kategorie:Frankoline – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Madge et al., S. 192