Franky Gee

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Franky Gee (links im Bild)

Franky Gee (* 19. Februar 1962 in Havanna, Kuba; † 22. Oktober 2005 in Palma de Mallorca, Spanien; eigentlich Francisco Alejandro Gutierrez) war ein US-amerikanischer Sänger und Rapper, der als Kopf des Musikprojekts Captain Jack einige Erfolge verbuchen konnte.

Leben[Bearbeiten]

Franky Gee wurde auf Kuba geboren, aber seine Eltern emigrierten schon bald in die USA, so dass er in Miami aufwuchs. Mit dem Berufswunsch Pilot studierte er zunächst Flugzeugbau, aber unter anderem aus finanziellen Gründen beendete das Studium jedoch nicht. Danach ging er in die Armee, allerdings auch hier mit relativ wenig Erfolg. Mitte der 1980er Jahre diente er einige Zeit in Deutschland. Nach seiner Entlassung aus der Armee blieb er in Deutschland. Er wurde zunächst Versicherungsagent und arbeitete an der Frankfurter Börse. Trotz finanziellen Erfolges befriedigte ihn die Arbeit nicht, und er wandte sich der Musik zu. Mit Freunden gründete er das Dance-Music-Projekt „Westside“ und veröffentlichte die Single „Oh Well“, die nicht erfolgreich wurde.

1995 trat er dem Projekt Captain Jack bei, dem noch die Produzenten Udo Niebergall und Richard Witte sowie die Sänger Liza da Costa angehörten. Das Image des Projekts ist eine Anspielung auf den bei der Armee vorherrschenden Drill. Charakteristisch für Captain Jack war die Kombination von Dance-Rhythmen mit Rap, den sie selbst Drill Instructor Style nannten. Gee trug bei öffentlichen Auftritten der Band eine blau-rote Fantasieuniform.

Ihre erste Single „Captain Jack“ wurde 1995 veröffentlicht; wenig später erschien auch das erste Album The Mission. 1996 war das erfolgreichste Jahr für Franky Gee und Captain Jack. Ihre Single Soldier, Soldier war ein beachtlicher Erfolg, ebenso ihre Deutschlandtournee.

Anfang 1997 ebbte der Erfolg des Drill Instructor Styles allerdings bereits wieder ab, die Single Together And Forever war nur ein mäßiger Erfolg.

1999 konnten Captain Jack auch einen Erfolg als Produzenten verbuchen. Sie produzierten zusammen mit den Gipsy Kings in Austin, Texas den Sommerhit Get up!, eine Coverversion des Stückes A Banda von Chico Buarque, das in Deutschland vor allem in der Version Zwei Apfelsinen im Haar der französischen Sängerin France Gall bekannt ist.

Am 7. Juli 2002 erlitt Franky Gee einen schweren Schlaganfall und kam ins Krankenhaus. Er lag drei Tage im Koma. Seine linke Körperhälfte war in Folge dessen gelähmt. Nach einem wochenlangen Krankenhausaufenthalt wurde er vollständig genesen wieder entlassen. In dieser Zeit wurden sämtliche Promotion-Termine abgesagt.

2003 hatte Captain Jack mit dem Stück Viva la Vida ein Comeback, und 2005 feierten Captain Jack ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum. Seine letzte Single erschien kurz vor seinem Tod unter dem Titel Capitano.

Am 17. Oktober 2005 brach Franky Gee gegen 23.30 Uhr bei einem Essen in Palma de Mallorca zusammen und lag ab dem 19. Oktober erneut im Koma. Er starb am 22. Oktober 2005 im Alter von 43 Jahren in einer Klinik in Palma de Mallorca an den Folgen einer Hirnblutung.[1] Franky Gee hinterließ fünf Kinder.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sterbemeldung bei Spiegel online