Frans Banning Cocq

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Frans Banning Cocq als Kapitän in Rembrandt van Rijns Gemälde „Die Nachtwache

Frans Banning Cocq (* 1605 in Amsterdam; † 6. Januar 1655), Ritter von Sankt Michael, Heer von Purmerland und Ilpendam (Iure uxoris) war ein Amsterdamer Regent des Goldenen Zeitalters. Berühmt wurde er durch seine Darstellung als Kapitän der Nachtwache von Rembrandt van Rijn.

Leben[Bearbeiten]

Er war der Sohn von Jan Banning Cocq, einem aus Bremen emigrierten Apotheker, und einer Amsterdamer Patrizierstochter. Frans Banning Cocq hatte in Frankreich die Rechte studiert, und wurde schon im Alter von 22 Jahren von Ludwig XIII. zum Ritter geschlagen. Nach seiner Rückkehr nach Amsterdam wurde er Militärkapitän der Stadt und 1634 als Vroedschap Mitglied der Stadtregierung. 1630 heiratete er Maria Overlander, die Erbtochter des Ritters und Stadtregenten Volkert Overlander. Von dessen Witwe erbte er 1637 die Hohe Herrlichkeit Purmerland und Ilpendam.

Zwischen den Jahren 1650 und 1655 war Frans Banning Cocq ein mächtiger Bürgermeister seiner Heimatstadt gewesen. Politisch stand er auf der Seite seines Schwagers Cornelis de Graeff und dessen Parteigänger Johan Huydecoper van Maarsseveen. Im ersten Jahr seiner Bürgermeisterschaft schloss er mit anderen Regenten einen Marinekontrakt mit dem spanischen König Philipp IV. 1653 überbrachte er der Amsterdamer Vroedschap durch englische Vermittlung das Friedensangebot von England.

Frans Banning Cocq wurde in der Amsterdamer Oude Kerk bestattet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frans Banning Cocq – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Geertruid Hooft (Witwe von Volkert Overlander) Herr von Purmerland und Ilpendam
1637–1655
Maria Overlander (Witwe von Frans Banning Cocq)