František Lobkowicz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von František Václav Lobkowicz)
Wechseln zu: Navigation, Suche

František Václav Lobkowicz OPraem (* 5. Januar 1948 in Pilsen) ist Bischof von Ostrau-Troppau.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte er zunächst an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Ab 1967 studierte er katholische Theologie am Priesterseminar von Leitmeritz und an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. 1968 trat er in den Prämonstratenserorden ein. 1972 wurde er in Prag zum Priester geweiht, anschließend war er bis 1984 Kaplan in den schlesischen Städten Český Těšín, Frydek und Jablunkov tätig. Von 1984 bis 1990 war Lobkowicz Pfarrer in Ostrava.

Am 17. März 1990 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Catabum Castra und Weihbischof von Prag. Die Bischofsweihe empfing er durch den Erzbischof von Prag, Kardinal František Tomášek in Gemeinschaft mit den Prager Weihbischöfen Jan Lebeda und Antonín Liška am 7. April 1990 im Veitsdom, der Prager Kathedrale.

In der Tschechischen Bischofskonferenz, ist er Mitglied der Abteilung für die katholische Erziehung, verantwortlich für die örtlichen Schulen. Er ist der Präsident der Abteilung Wirtschaft und Recht, seit 2005 ist er Vize-Präsident der Bischofskonferenz. Er ist Spiritual der tschechischen Pfadfinder.

1996 wurde er erster Bischof der neu gegründeten Diözese Ostrau-Troppau.

František Lobkowicz stammt aus der bekannten tschechischen Adelsfamilie der Lobkowicz.

Bischofswappen[Bearbeiten]

Das Lobkowitz-Stammwappen zeigt einen Rot über Silber geteilten Schild. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken steht ein roter Federköcher, aus dem eine silberne Straußenfeder ragt.

Das gemehrte Wappen von 1479 ist gevierteilt. Felder 1 und 4 zeigen das Stammwappen, 2 und 3 einen schräglinks liegenden goldbewehrten schwarzen Adler, dessen Brust mit einer goldenen Leiste belegt ist.

Dem Bischofswappen wird das Familienwappen zugrunde gelegt, unter einem roten Balken auf weiß/silbernem Grund der schräglinks liegende schwarze Adler, über dem Wappenschild der grüne Galero mit jeweils 6 fiochi (Quasten), darunter das Band mit dem Wahlspruch.

Als Diözesanbischof wird das Wappen ergänzt mit dem Bistumswappen von Ostrau-Troppau (Feld 1 und 4) wieder viergeteilt. Auch das persönliche Wappen wird aufgeteilt im Feld 2 rot und weiß/silber geteilt und in Feld 3, schwarzer Adler auf weiß/silbernem Grund.

Sein Wahlspruch Pro vita mundi („Für das Leben der Welt“) entstammt dem Johannesevangelium (Joh 6,51 EU).

Weblinks[Bearbeiten]