Franz-Peter Tebartz-van Elst

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Franz-Peter Tebartz-van Elst (2012)

Franz-Peter Tebartz-van Elst (* 20. November 1959 in Twisteden, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher und habilitierter Pastoraltheologe. Von 1990 bis 1996 war er Domvikar, von 2003 bis 2007 war er Weihbischof in Münster (Westfalen). Von 2008 bis 2014 war er Bischof von Limburg.

Im Herbst 2013 wurde er wegen erheblich gestiegener Baukosten für das Diözesane Zentrum Sankt Nikolaus im Bistum und bundesweit kritisiert. Am 23. Oktober 2013 entband der Heilige Stuhl den Bischof von seinen Pflichten. Die Deutsche Bischofskonferenz stellte bis März 2014 eine Mitverantwortung des Bischofs für die Baukostensteigerung und Verfahrensfehler fest. Am 26. März 2014 nahm Papst Franziskus sein Angebot vom 20. Oktober 2013 zum Amtsverzicht an.[1]

Familie[Bearbeiten]

Tebartz-van Elst wurde als zweites von fünf Kindern einer Landwirtsfamilie in Twisteden, heute Ortsteil des niederrheinischen Wallfahrtsortes Kevelaer, geboren.[2] Sein Bruder Ludger Tebartz van Elst ist leitender Oberarzt an der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg.[3]

Ausbildung und kirchlicher Werdegang[Bearbeiten]

Tebartz-van Elst besuchte die Realschule am Westwall in Geldern, machte sein Abitur am St.-Pius-Gymnasium Coesfeld und studierte anschließend Philosophie und katholische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Am 26. Mai 1985 empfing er im Dom zu Münster die Priesterweihe durch den Münsteraner Diözesanbischof Reinhard Lettmann.[4] Anschließend war er Kaplan in St. Johannes Baptist in Altenberge. Von 1988 bis 1990 wurde er freigestellt für weitere theologische Studien an der University of Notre Dame in Indiana und in Frankreich. Von 1990 bis 1996 war er Domvikar und Domkaplan am St.-Paulus-Dom (Münster).[5]

2003 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Titularbischof von Girus Tarasii und zum Weihbischof in Münster. Am 18. Januar 2004 empfing er durch Diözesanbischof Reinhard Lettmann die Bischofsweihe. Mitkonsekratoren waren Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg, und Alfons Demming, Altweihbischof in Münster. Sie waren seine Vorgänger als Regionalbischöfe für die Region Borken/Steinfurt gewesen.

2005 ernannte ihn der Kardinal-Großmeister Carlo Furno zum Großoffizier im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Am 1. Oktober 2005 wurde er durch Anton Schlembach, den Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Seit 2007 war er Ehrendomkapitular im Bistum Münster.[6] 2008 wurde er Mitglied der Pastoralkommission der DBK und der Kommission Weltkirche der DBK. Er ist zudem Ehrenmitglied im K.St.V. Arminia Bonn (2010) und in der K.D.St.V. Greiffenstein (Breslau) zu Frankfurt am Main (2013).

Beiträge zur Pastoraltheologie[Bearbeiten]

1993 wurde Tebartz-van Elst an der Universität Münster mit einer Arbeit zum Erwachsenenkatechumenat zum Doctor Theologiae promoviert.[7] 1996 erhielt er einen Lehrauftrag der Universität Münster. 1998 wurde er dort mit der Schrift Gemeinde in mobiler Gesellschaft habilitiert. Von 2003 bis 2004 hatte er an der Universität Passau die Professur für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft inne.[8]

Seine Publikationen wurden in der Pastoraltheologie rezipiert,[9] etwa seine Kritik am Aufschwung der Gemeindetheologie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil,[10] seine Untersuchung der Wirkungen der gewachsenen Mobilität für die Gemeindebildung[11] und sein Eintreten für das Erwachsenenkatechumenat als „Modell für die Neuevangelisierung“ einer säkularisierten Gesellschaft.[12] Seine Habilitationsschrift wurde als eine von wenigen Ausnahmen beachtet, die die Institution des Katechumenats in missionarischer Tradition wissenschaftlich behandelt habe.[13]

Bischof von Limburg[Bearbeiten]

Amtsantritt[Bearbeiten]

Tebartz-van Elst wurde durch das Limburger Domkapitel gewählt und am 28. November 2007 von Papst Benedikt XVI. zum neuen Bischof zu Limburg ernannt. Sein Vorgänger war Franz Kamphaus.[14] Am 10. Januar 2008 wurde Tebartz-van Elst in der hessischen Staatskanzlei auf die Verfassungen und Regierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz vereidigt.[15] Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Köln Joachim Kardinal Meisner inthronisierte ihn am 20. Januar 2008 im Limburger Dom.

Wappen und Wahlspruch[Bearbeiten]

Wappen des Weihbischofs in Münster (2004–2008)
Wappen des Bischofs von Limburg (2008–2014)

Im Wappen des Weihbischofs symbolisieren die silberweißen Linien die drei Flüsse Rhein, Maas und Niers und das Wasser der Taufe, die drei goldenen Ähren die Eucharistie und das untere goldene Dreieck den stilisierten Schutzmantel des Gnadenbilds der Madonna von Kevelaer und Marias als „Mutter der Kirche“. Linien und Ähren sind auch Zeichen der bäuerlichen und niederrheinischen Herkunft des Bischofs. Der rote Balken auf goldenem Grund im oberen Dreieck ist das Wappen des Fürstbistums Münster. Hinter dem Wappenschild steht das Bischofskreuz, darüber der grüne Bischofshut (Galero) mit sechs grünen Quasten (fiocchi), darunter sein Wahlspruch: In Christo baptizati, Christum induistis („Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt“, Gal 3,27 EU).

Der vierfach geteilte Schild des Limburger Bischofswappens zeigt im ersten Feld das Bistumswappen von Limburg: ein rotes Kreuz auf silberweißem Grund und ein goldenes Schwert auf rotem Grund, das einen blaugoldenen Drachen (St. Georg) tötet. Das zweite Feld enthält die Symbole der Schutzmantelmadonna von Kevelaer, das dritte die goldenen Ähren und silberweißen Flüsse, das vierte einen roten Balken auf goldenem Grund, der das Wappen des Fürstbistums Münster darstellt.

Haltung zu Ehe und Familie[Bearbeiten]

Im August 2008 segnete der Wetzlarer Priester Peter Kollas zusammen mit einem evangelischen Pfarrer ein gleichgeschlechtliches Paar im Wetzlarer Dom. Tebartz-van Elst berief Kollas daraufhin vom Amt des Bezirksdekans ab, weil er gegen die römisch-katholische Lehre verstoßen habe, nach der ausgeübte Homosexualität „in sich nicht in Ordnung“ sei.[16] Das Vertrauensverhältnis zu Kollas sei zerrüttet. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die katholische Kirche stelle homosexuelle Lebensgemeinschaften der Ehe gleich. Nach der Erklärung des Heiligen Stuhls vom Mai 2010[17] gebe es kein Fundament für eine Analogie zwischen homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem „Plan Gottes über Ehe und Familie“, so dass alle Katholiken der Gleichstellung beider Lebensformen widerstehen und „angemessene Formen der Seelsorge“ für homosexuelle Paare suchen müssten. Kollas bleibe Priester, aber seine Abberufung als Bezirksdekan solle wegen vieler Beschwerden von Katholiken „weiteren Schaden“ vom Bistum abwenden.[18] Kollas widersprach dieser Begründung: Es gehe nicht um das Sakrament der Ehe, sondern darum, ob ein Priester zwei Menschen ein gewünschtes „Wort der Liebe und Barmherzigkeit Gottes für ihr gemeinsames Leben“ verweigern dürfe.[19]

Tebartz-van Elst bekräftigte am 19. August 2010 ein Verbot der deutschen katholischen Bischöfe von 2006, mit dem Schwangerenberatungsverein Donum Vitae zusammenzuarbeiten.[20] Dessen Beratungsscheine hätten dazu beigetragen, dass „die Tötung ungeborenen Lebens rechtliche Deckung erfährt“. Das widerspreche dem „bedingungslosen Ja zum Leben“ der katholischen Lehre.[21] Sein Vorgänger Bischof Franz Kamphaus hatte den von Papst Johannes Paul II. 1999 angeordneten Ausstieg aus der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung abgelehnt, aber den Vollzug der Anordnung in Limburg 2002 hingenommen.[22]

Von 2011 bis 26. März 2014 war Tebartz-van Elst Vorsitzender der Kommission Ehe und Familie der DBK.[23] Er verteidigte das katholische Verständnis der Ehe als „Bund zwischen Mann und Frau in gegenseitiger Verantwortung, der für die Weitergabe des Lebens offen ist“. Deshalb sei der im Grundgesetz verankerte besondere Schutz von Ehe und Familie gerechtfertigt. Diese Bevorteilung bedeute keine ungerechtfertigte Benachteiligung anderer Lebensentwürfe.[24]

Haltung zum Islam[Bearbeiten]

Tebartz-van Elst beteiligte sich an der bundesweiten Debatte um eine Aussage des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff vom 3. Oktober 2010, „der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Wulff habe die bleibende Bedeutung des „christlichen Menschenbildes“ für Rechtsstaatlichkeit, Ehe und Familie, soziales Engagement und Lebensschutz zu wenig beachtet. Der Begriff „christliche Leitkultur“ beschreibe eine gesellschaftliche Realität in Deutschland. Der Islam dagegen habe sein Verhältnis zu den universalen Menschenrechten und zum Rechtsstaat nicht geklärt. Zwangsehen und Gewalt gegen Andersgläubige würden dort noch immer mit Aussagen des Korans gerechtfertigt. Ohne Klärung dieser Fragen komme eine Gleichstellung des Islam mit Judentum und Christentum nicht in Frage. Nur aus seinen christlichen Wurzeln könne Europa einen sinnvollen Dialog mit dem Islam führen, der laut Benedikt XVI. dringend notwendig sei.[25]

Patrick Bahners (FAZ) hielt Tebartz-van Elst daraufhin vor, die katholische Kirche habe die universalen Menschenrechte selbst erst vor 45 Jahren durch die „Verabschiedung der Pastoralkonstitution ‚Gaudium et Spes‘ am letzten Sitzungstag des Zweiten Vatikanischen Konzils“ bejaht.[26] Der emeritierte protestantische Kirchenhistoriker Gerhard Besier bezeichnete Tebartz-van Elsts Behauptung, deutsche Rechtsstaatlichkeit verdanke sich dem „christlichen Menschenbild“, als Geschichtsklitterung. Die römisch-katholische Kirche habe öfter Dekrete gegen Glaubens-, Rede-, Lehr- und Pressefreiheit wie den bis 1967 gültigen Antimodernisteneid vertreten und sich nur wegen äußerer Nötigung der Demokratie angenähert. Islamkritik von dieser Seite sei daher eine „ins Kulturkämpferische überschießende Wertegemeinschaftsrhetorik“, mit der Kirchenvertreter irrationale Ängste vor dem „bösen Anderen“ schürten und ihren demografisch immer weniger plausiblen Sonderstatus und Anspruch, die Gesellschaft zu vertreten, aufrechtzuerhalten suchten. Damit betrieben sie auch die Ablenkung von realen sozialen Gegensätzen zwischen Arm und Reich und verlagerten eine innere kirchliche Krise auf angebliche externe Ursachen.[27]

Strukturreform im Bistum Limburg[Bearbeiten]

Tebartz-van Elst beim Kreuzfest in Geisenheim (2008)

Tebartz-van Elst setzte 2009 eine 1999 begonnene Strukturreform im Bistum fort, bei der mehrere Ortsgemeinden zu pastoralen Räumen zusammengelegt wurden. Dabei arbeiten hauptamtliche Priester mit Pastoralreferenten und ehrenamtlichen Mitarbeitern bei der zentralen Leitung und Verwaltung mehrerer Pfarreien zusammen, um Priestermangel auszugleichen und gestiegene Unterhalts- und Verwaltungskosten einzelner Pfarreien aufzufangen.[28] Zunächst visitierte der Bischof wie vorgeschrieben alle Pfarreien seines Bistums. In einem länger dauernden Prozess wurden in verschiedenen Gremien neue Strukturen vorgeschlagen und letztlich vom Bischof entschieden. Bei Amtsübernahme bestanden 84 pastorale Räume, diese sollten bis 2019 ungefähr in 45 „Pfarreien neuen Typs“ umgewandelt werden durch Zusammenlegungen und Umstrukturierung. Die ersten zwei neuen Pfarreien wurden zum 1. Januar 2012 gegründet, bis 1. Januar 2014 gegen Ende der Amtszeit entstanden so 14 neue Pfarreien.[29] Dabei blieben die meisten bisherigen Ortskirchen als „Filialen“ einer zentralen Pfarrkirche für lokale Gottesdienste, Taufen und Sakramente erhalten, aber ihre Verwaltung wurde in einem Pfarrbüro zentralisiert.[30]

Am 25. März 2012 schrieben etwa 30 Priester um den Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und den Sprecher des Priesterrats Reinhold Kalteier (der spätere „Hofheimer Kreis“) einen Brief an Tebartz-van Elst zum Thema „Dialog im Bistum Limburg“.[31] Sie hätten „zunehmend Furcht vor Bischof und Bistumsleitung“ unter kirchlichen Mitarbeitern bemerkt. Orthodoxie erhalte offenbar Vorrang vor dem seelsorgerlichen Bemühen um moderne, der Kirche oft ferne, aber für den christlichen Glauben offene Menschen. Der Bischof behindere das vom Vatikan betonte Priestertum aller Gläubigen und ehrenamtliche Engagement durch undurchsichtige Entscheidungsprozesse. Die Strukturreform habe viele Seelsorger des Bistums in eine Krise gestürzt. Pfarrer würden zunehmend Verwaltungsbeamte und hätten kaum noch Zeit für direkte Seelsorge; zugleich würden weniger Pastoral- und Gemeindereferenten als Bezugspersonen oder Pfarrbeauftragte eingesetzt und fühlten ihre Kompetenzen nicht geachtet. Dies habe „wachsende Resignation, Ermüdungserscheinungen, zunehmende Krankheitsfälle sowie Rückzugstendenzen“ erzeugt. Bei rein eucharistischen Liturgien und Sakramentalien bestehe Gefahr, dass der Priester nur noch als Liturg, kaum noch als Person erlebt werde und so Menschen mit persönlicher Spiritualität nicht mehr erreiche. Die Limburger Mitarbeiter der Caritas hätten den Eindruck, man begegne ihnen mit Skepsis und Argwohn statt Anerkennung. Hier seien ein klares Signal des Bischofs, sein hörendes Interesse und seine Wertschätzung notwendig. Die Unterzeichner baten um einen Gesprächstermin.[32] Der Bischofssprecher widersprach diesen Vorwürfen und bezeichnete die im Brief erhobenen Forderungen als längst umgesetzt.[33]

Im September 2012 eröffnete er das Bischof-Blum-Kolleg am Priesterseminar Limburg zur Ausbildung von Laien und Hauptamtlichen in nichtsakramentaler Gemeindearbeit, um den Priestermangel vor Ort auszugleichen. Es ist nach Peter Joseph Blum benannt.[34]

Personalentscheidungen und Führungsstil[Bearbeiten]

Bald nach seinem Amtsantritt tauschte Tebartz-van Elst die Leiter der Pressestelle und des Diözesangerichts gegen von Kardinal Meisner vermittelte Personen aus und ließ Ehrentitel für enge Mitarbeiter wieder einführen. Dies bewirkte Proteste unter den 245 katholischen Limburger Priestern. Im Juni 2009 kursierte ein Brief unter dem Titel „Aufschrei von Seelsorgern im Bistum“. Dieser Brief kritisierte „Hochglanzkitsch“, „selbstverliebte Rituale“, „leere Worthülsen“, „klerikalen Dünkel“ und warnte vor einer Gemeinschaft der „Nachbeter und Kopfnicker“ als Folge des Bischofskurses. Für Priester wie Hubertus Janssen und Albert Drexelmann verfolgte Tebartz-van Elst den „autoritäre[n] Stil einer auf Rom fixierten Klerikerkirche“, die sich vom Zweiten Vatikanischen Konzil entferne und wieder in die Zeit des Kulturkampfes und Antimodernismus um 1860 zurückgehe.[35] Der Brief wurde von elf Priestern und der Initiative Wir sind Kirche unterstützt und kritisierte auch die Strukturreform. Laut Bistum wollte der Bischof nicht darauf antworten, da es sich um keinen direkten, sondern um einen offenen Brief handele.[36]

Am 29. Juni 2012 entließ das Bistum Patrick Dehm, den langjährigen Leiter des Frankfurter „Hauses der Begegnung“, weil er dem Bischof angeblich vorgeworfen hatte, das Haus verkaufen zu wollen, und angeblich gedroht hatte, dies öffentlich zu machen. Als eigentlicher Kündigungsgrund wurde Dehms Arbeit auch mit jungen, kirchenfernen und konfessionslosen Menschen vermutet.[37] Am 14. August kündigte das Bistum ihm wegen angeblicher Zweckentfremdung eines für interne Angebote vorgesehenen Geldbetrags nochmals fristlos. Beide Male wurde er nicht zu den Vorwürfen angehört.

Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main wies den ersten Kündigungsgrund als haltlos zurück. Dehm lehnte ein Angebot des Bistums, bei halben Bezügen als Berater oder Religionslehrer weiterzuarbeiten, und ein Abfindungsangebot ab.[38] Im Prozess wurde ein möglicher Interessenkonflikt bekannt: Die einzige Zeugin für Dehms angebliche „feindselige“ Aussagen, die Immobilienmaklerin Martina Lucas-Klein, war mit Theodor Michael Lucas verheiratet, der zusammen mit Generalvikar Franz Josef Kaspar die Finanzen des Bischöflichen Stuhls Limburg beaufsichtigte.[39] Die Initiative Kirche von Unten kritisierte die Vergleichsangebote an Dehm als Versuch, profilierte und bundesweit geachtete Mitarbeiter mit „arbeitsrechtlichen Tricksereien“ aus politischen Motiven loszuwerden und „eine Trendwende in Richtung eines römischen Traditionalismus zu forcieren, unter Missachtung gewachsener pastoraler Traditionen und Strukturen.“[40] Das Arbeitsgericht hob Dehms fristlose Kündigung als rechtswidrig auf und sprach ihm eine hohe Abfindung zu. Er blieb bis zum Fristablauf (31. März 2013) beurlaubt. Seine Stelle blieb unbesetzt, obwohl das Bistum die große Bedeutung des Hauses der Begegnung für junge Erwachsene betonte. Zwei briefliche Bitten von über 600 Katholiken an Tebartz-van Elst, Dehm wieder einzustellen und den Kontakt mit ihm zu suchen, blieben unbeantwortet.[41]

Im Juli 2013 wurde ein Rat von Johannes zu Eltz an den Bischof bekannt: Er solle sieben Jahre lang die „armseligste Großpfarrei im Bistum ohne bischöfliche Privilegien als einer von uns, als Pfarrer“, leiten. Danach werde er als Bischof alle je von ihm gewünschte Zustimmung und allen Gehorsam erhalten.[42] Eltz erklärte im Heute-Journal, der Bischof könne der Vertrauenskrise im Bistum nur mit der Bereitschaft, Rechenschaft abzulegen, und „einer ganz starken Bemühung, Vertrauen zurückzugewinnen“, begegnen. Er hob den freiwilligen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als „vorbildliches Handeln in einer Krise“ hervor.[43] Der Hofheimer Kreis schlug Tebartz-van Elst eine Kommission vor, die Vertrauen in der Diözese wiederherstellen solle.[44] Dieser wies die Aussagen des Stadtdekans und „falsche Tatsachenbehauptungen in der FAZ“ bei einer Plenarkonferenz aller Bezirksdekane Limburgs zurück und forderte, diese „Richtigstellung“ in den Gemeinden bekannt zu machen. Eltz fasste diese Aussagen als scharfe Rüge und Rücktrittsforderung auf und bat, sie den Gemeinden schriftlich zuzuleiten. Das lehnte Kaspar ab.[45] Tebartz-van Elst erklärte, er habe keinen Rücktritt verlangt, sondern nur allgemein gefragt, ob jemand, der die Loyalität zum Bischof öffentlich verletze, sein ihm anvertrautes Amt weiter ausüben könne. Daraufhin solidarisierten sich Frankfurter Synodale mit Eltz.[44] Priester kritisierten den Bischof mit Beifall der Zuhörer in Predigten. Der Limburger Priesterrat forderte „dringend eine umfassende Informations- und Transparenzoffensive“, die Übernahme der Verantwortung für Fehler und genaue Aufklärung über Flug-, Bau- und Anschaffungskosten seiner Vorhaben von ihm.[46]

Am 25. August 2013 verlas der Vorsitzende der „Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken“ Christoph Hefter nach einem Hochamt im Frankfurter Dom einen offenen Brief an Tebartz-van Elst. Der Hofheimer Kreis habe zu Recht gewarnt, dass die Zukunft des Bistums „in hohem Maß gefährdet“ sei. Die Leitung müsse „umgehend einen anderen Weg einschlagen“, wenn sie die katholische Kirche „glaubhaft und glaubwürdig vertreten“ wolle.[47] Bis zur Übergabe am 6. September 2013 unterzeichneten 4400 Limburger Katholiken den Brief.[48] Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Limburg schloss sich den Forderungen darin mit einem eigenen offenen Brief an.[49]

Am 27. August 2013 diskutierte das Domkapitel über die Lage im Bistum. Laut Barbara Wieland, Präsidiumsmitglied der Limburger Diözesanversammlung, hätten auch andere etwa durch die Weitergabe vertraulicher Informationen zur Vertrauenskrise im Bistum beigetragen. Tebartz-van Elst werde „vieles unterstellt, was nicht stimmt“. Das Forum Deutscher Katholiken rief dazu auf, ihn gegen eine „verschärfte Kampagne“, die sich eigentlich gegen seine „kirchentreue theologische Einstellung“ richte, zu unterstützen.[50]

Am 28. August 2013 sprach Tebartz-van Elst im Vatikan mit Kardinal Marc Ouellet, dem Präfekten der Kongregation für die Bischöfe. Von diesem erhielt er laut Bistum „größte Unterstützung und Solidarität in der aktuellen Situation“.[51] Am 30. August bat er den Heiligen Stuhl um eine Apostolische Visitation. Am 31. August räumte er in einem Hirtenbrief Fehler ein und warb um Vertrauen bei seinen Kritikern und den Gläubigen.[52] Am 3. September lehnte die Bischofskongregation die beantragte apostolische Visitation ab, kündigte aber an: Wegen der unübersehbaren Belastungen der Einheit zwischen Bischof und Volk und drohenden Beschädigung der Integrität des Bischofs werde Papst Franziskus den Kardinal Giovanni Lajolo nach Limburg senden.[53]

Flugkosten und Strafverfahren[Bearbeiten]

Im Januar 2012 reisten Tebartz-van Elst und Generalvikar Kaspar zu einem Besuch sozialer Projekte nach Bangalore (Indien). Im April erkundigte sich die Wochenzeitschrift Der Spiegel beim Bistum, ob die Flüge dorthin erster Klasse erfolgten, wie teuer sie waren und wer sie bezahlte. Darauf antwortete das Bistum am 5. April, die Reise sei wie üblich in der Business Class gebucht worden. Nur diesmal hätten beide Reisende ihre Flugtickets mit privat gesammelten Bonusmeilen hochgestuft.

Am 11. August 2012 antwortete der Bischof auf die Rückfrage des Spiegel-Journalisten Peter Wensierski „Aber erster Klasse sind Sie geflogen?“: „Business Class sind wir geflogen.“ Am 15. August verlangten die Anwälte des Bistums von Wensierski und dem Spiegel eine Unterlassungserklärung für die Aussage, der Bischof sei „erste Klasse mit dem Flugzeug nach Indien geflogen“. Dass dies unwahr sei, wisse Wensierski schon aus dem Bistumsschreiben vom 5. April. Auf dessen weitere Nachfrage bestätigte das Bistum jedoch am 16. August, dass die in der Business Class gebuchten Flüge durch private Zuzahlung Kaspars auf die erste Klasse hochgestuft worden seien.

Am 22. August 2012 berichtete Wensierski über sein Gespräch mit dem Bischof vom 11. August, dessen Hin- und Rückflug erster Klasse und die Schlafmöglichkeit in der Business Class.[54] Am 1. September erklärte Tebartz-van Elst, er habe nur dieses Mal ein Upgrade des Flugtickets angenommen, um während des Fluges schlafen und dann ausgeschlafen seine Termine wahrnehmen zu können. Er brauche keinen Luxus. Er werde „es so nicht mehr machen“.[55] Das Bistum beantragte eine einstweilige Verfügung gegen den Spiegel, für die Tebartz-van Elst am 7. September 2012 eine Versicherung an Eides statt abgab: Im Dialog am 11. August seien weder Wensierskis Rückfrage noch seine Antwort wie zitiert erfolgt. Nachdem der Spiegel eine Filmaufnahme des Dialogs veröffentlicht hatte, zog das Bistum den Unterlassungsantrag zurück.[56]

Am 25. September 2013 beantragte die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst wegen falscher Versicherung an Eides statt in zwei Fällen.[57] Dieser räumte seine Falschaussage gegenüber dem Gericht ein[58] und musste eine Geldauflage von 20.000 Euro zahlen. Daraufhin wurde das Verfahren im Dezember 2013 endgültig eingestellt.[59]

Diözesanes Zentrum Sankt Nikolaus[Bearbeiten]

Diözesanes Zentrum St. Nikolaus in Limburg

2004 hatte das Domkapitel den „Neubau des Bischofshauses auf dem Gelände der alten Vikarie gegenüber dem Limburger Dom“ angestoßen.[60] Die konkrete Bauplanung nach den Wünschen von Tebartz-van Elst begann im Dezember 2007. Während der Sedisvakanz bis Januar 2008 konnte das Domkapitel keine rechtmäßigen Beschlüsse treffen.[54] Nach dem Amtsantritt von Tebartz-van Elst umfasste das Bauprojekt die Restaurierung und den Ausbau der alten Vikarie, der Küsterwohnung und Stadtmauer, den Neubau einer Bischofswohnung, einer Bischofskapelle, eines Schwesternhauses, von Empfangs- und Sitzungsräumen, Außenanlagen und weiteren Gebäuden. Bis Januar 2008 hatte das Domkapitel die Kostenobergrenze nach Protesten[61] von sieben auf 1,65 Mio. Euro herabgesetzt.[62] Das Domkapitel begrenzte die Gesamtkosten dafür am 7. Februar 2008 auf zwei Mio. Euro.[63] 2,5 Mio. Euro stammen aus Kirchensteuern und wurden 2004 in den Haushalt der Diözese Limburg eingestellt. Den übrigen Teil trug der „Bischöfliche Stuhl“, eine 1827 gegründete Stiftung (Rechtsform: Körperschaft öffentlichen Rechts) für den Unterhalt der Limburger Bischöfe. Rechenschaft schuldet der Stuhl seit 2008 nicht mehr dem Domkapitel, sondern nur noch dem Bischof und dessen Generalvikar.[7]

2010 berief Tebartz-van Elst Jochen Riebel (CDU), Theodor Michael Lucas (Josefs-Gesellschaft) und Carl-Friedrich Leuschner (Wirtschaftsprüfer) in einen „Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls“, der Vermögenswerte, Erträge und Ausgaben zur Finanzierung des Bauprojekts intern kontrollieren, aber nicht veröffentlichen sollte. Der Rat traf sich erstmals im Frühjahr 2011.[64] Das Bistum verwies Kritiker auf ihn; der Bischof könne nicht frei über das Vermögen des Bischofsstuhls verfügen.[65]

Im August 2012 wurden jedoch 5,5 Mio. Euro Gesamtkosten veranschlagt, davon 200.000 Euro für die Wohnung des Bischofs, 300.000 Euro für seine Privatkapelle, 500.000 Euro für den Verwaltungs- und Gästebereich, zwei Mio. Euro für die Sanierung der historischen Mauern und Darstellung der archäologischen Funde sowie 2,5 Mio. Euro für die Sanierung der Alten Vikarie und des Küsterhauses. Die Bauherren rechneten im August 2012 mit einer Kostensteigerung auf über neun Mio. Euro, nannten aber wegen möglicher weiterer „Überraschungen“ keine endgültige Gesamtsumme. Das Bistum nannte das Bauprojekt nun „Diözesanes Zentrum Sankt Nikolaus“, da es nicht nur als Bischofsresidenz diene.[66]

Der Bau war von wachsender öffentlicher Kritik begleitet. Am 28. Juni 2013 erklärte der leitende Architekt Tilman Staudt die Kostensteigerung mit der notwendigen handwerklichen Sanierung der Altbauten und der Mauern, deren Umfang erst bei den Bauarbeiten erkannt worden sei. Die Maßnahmen entsprächen dem Denkmalschutz und seien in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) erfolgt.[67]

Bei der Eröffnung des Diözesanzentrums am 29. Juni 2013 gab das Bistum Gesamtkosten von 9,85 Mio. Euro bekannt, ohne diese Kostensteigerung zu erklären. Nachdem der Vermögensverwaltungsrat am selben Tag eine Korrektur der Angaben verlangte, erklärte das Bistum am 1. Juli, die zuerst genannten Kosten umfassten nur die Sanierung der Altbauten. Die Gesamtkosten könnten „wesentlich höher“ ausfallen. Im Juli verpflichtete sich Tebartz-van Elst schriftlich gegenüber dem Domkapitel, das Finanzgebaren seines Bistums beim Bau des Bischofshauses von einer eigens bestellten Kommission der DBK prüfen zu lassen.[65] Er erklärte in einem Hirtenbrief vom 31. August 2013, es werde „alles dafür getan“, die Kostenfrage „klipp und klar zu beantworten“. Er sehe „einige Entscheidungen heute mitunter in einem anderen Licht“.[68]

Der vom Vatikan entsandte Kardinal Lajolo besuchte das Bistum vom 9. bis 15. September 2013 und gab am 14. September mit Tebartz-van Elst, Domkapitel und Domdekan eine gemeinsame Erklärung heraus: Er werde den Papst umfassend von seinen vielfältigen Gesprächen im Bistum Limburg informieren. Der Bischof werde alle Baukosten umgehend feststellen lassen und der von ihm erbetenen DBK-Prüfungskommission zugänglich machen. Deren Abschlussbericht werde veröffentlicht. Der Bischof werde die kirchenrechtlich vorgesehenen Beratungsorgane regelmäßig und verlässlich zur Leitung des Bistums heranziehen. Das Domkapitel werde „diesen Weg des Bischofs aufmerksam und loyal begleiten“.[69] Lajolo rief bei einem Abschlussgottesdienst zu einem Neuanfang im Bistum Limburg auf. Tebartz-van Elst bat zuvor um Verzeihung und Nachsicht dort, „wo ich Sie enttäuscht und verletzt habe“.[70] Seine Selbstverpflichtung wurde als Bestätigung für entsprechende Versäumnisse gedeutet.[71] Am 23. September 2013 erklärte der damalige DBK-Vorsitzende Robert Zollitsch, die ganze Kirche in Deutschland leide unter den Berichten über die Kostenexplosion des Bischofsbaus in Limburg.[72]

Am 7. Oktober 2013 gab der Vermögensverwaltungsrat bekannt, man habe bei einer „verwaltungsinternen Kostenrechnung“ bisherige Gesamtkosten des Gebäudekomplexes von mindestens 31 Mio. Euro festgestellt. Hinzu kämen Baunebenkosten in Millionenhöhe, über die die Stadt Limburg ein Gutachten erstellen lasse.[73] Ratsmitglied Jochen Riebel erklärte am 8. Oktober 2013 in der FAZ, Tebartz-van Elst habe die Bekanntgabe dieser Gesamtkosten verbieten wollen und dem Rat trotz mehrerer Mahnungen weder Haushaltspläne für 2012 und 2013 noch entsprechende Einzelpläne vorgelegt und ihn so „hinter das Licht geführt“. Außer einer Anfinanzierung von 600.000 bis 800.000 Euro seien die einzelnen Bauvorhaben entgegen den Statuten des Bischöflichen Stuhls in keinem Haushaltsplan genehmigt worden. Tebartz-van Elst sei „entweder ein raffinierter Betrüger oder krank“. Wäre der Bischof ein „Ehrenmann“, müsse er zurücktreten.[74] Am 11. Oktober 2013 ergänzte er, der Vermögensverwaltungsrat habe fast 16 Mio. Euro als „Zwischenfinanzierung“ vorläufig gebilligt und folglich eine grobe Kenntnis von den Kostensteigerungen gehabt.[75] Die Limburger Stadtverwaltung rechnete wegen der durch die Bauarbeiten entstandenen Schäden an Nachbarbauten mit hohen Folgekosten. Daher wurde ein Anstieg der Gesamtkosten auf bis zu 40 Mio. Euro erwartet.[76]

Der Priesterrat, der „Hofheimer Kreis“, die Initiative „Wir sind Kirche“ und weitere Limburger Katholiken forderten Tebartz-van Elst zum Amtsverzicht auf. Das Bistum erklärte, der Bischof sei für die geistliche Leitung, aber nicht für die Verwaltung der Baufinanzierung zuständig.[77] Am 8. Oktober 2013 hielten das Präsidium der Limburger Diözesanversammlung und der Vorstand des Diözesansynodalrats dem Bischof gemeinsam einen „beängstigenden Umgang mit der Wahrheit“ und „bewusste Fälschung“ in Bezug auf seine Angaben zum Bischofsbau vor. Der Bischof stehe dem kirchlichen Verkündigungsauftrag „gewaltig im Weg“. Man bitte den Papst um eine hilfreiche Entscheidung.[78] Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller forderte am 9. Oktober vom Papst eine Amtsenthebung des Bischofs. Auch der Vermögensverwaltungsrat solle zurückzutreten, da er sich jahrelang Haushaltspläne habe vorenthalten lassen und somit seine Kontrollfunktion nicht erfüllt habe.[79]

Tebartz-van Elst rechtfertigte einen Teil der Baukosten am 10. Oktober 2013 in der Bildzeitung mit Denkmalschutzauflagen.[80] Das LfDH hatte dies am 8. Oktober bestritten.[81] Der beratende Architekt Stephan Dreier nannte diese Rechtfertigung eine „dreiste Lüge“. Nur die Fachwerkkonstruktion der Alten Vikarie sei nach Denkmalspflege saniert worden; das habe höchstens 400.000 Euro gekostet. Weit teurer seien der gegen seine Empfehlung erfolgte Ausbau des Dachgeschosses, das Tieferlegen des Erdgeschosses und Arbeiten unterhalb der Grundmauern gewesen.[82]

Laut Riebel verursachten bauliche Änderungs- und Zusatzwünsche des Bischofs die Kostensteigerung. Als Beispiele nannte er Schreinerarbeiten für die Bischofswohnung (350.000 Euro), eine freistehende Badewanne (15.000 Euro), Kunstwerke (450.000 Euro), Kapellenfenster (100.000 Euro), einen nachträglich eingebauten Seilzug für einen Adventskranz (50.000 Euro) und einen Tisch im Konferenzraum (25.000 Euro). Änderungen und Extras hätten sich schon bei der Bischofswohnung auf drei Mio. Euro summiert. Zudem sei eine zweite, ebenfalls 130 m² große Wohnung darunter in den Fels gefräst worden. Diese habe die Stadt zuerst als fensterlose Technik- und Kellerräume, später teilweise als Wohnraum, nun mit Fenstern, genehmigt. Das Bauergebnis habe so niemand beschlossen und genehmigt. 20 Mio. Euro hätten die Neubauten insgesamt gekostet, das entspreche 10.000 Euro pro Quadratmeter.[83] Nach am 12. Oktober 2013 veröffentlichten internen Dokumenten zu Bauplanungen und Kosten einzelner Baumaßnahmen ließ Tebartz-van Elst fertiggestellte Bauabschnitte wieder abreißen und baulich verändern. Dies habe „exorbitante“ Kostensteigerungen verursacht. Das gesamte Bauprojekt soll den Bischöflichen Stuhl fast ein Drittel seines Vermögens gekostet haben.[84]

Laut Medienberichten wurde dem neu gegründeten Vermögensverwaltungsrat im Sommer 2011 ein Gesamtkostenvolumen von 17 Mio. Euro vorgelegt. Die Summe sei in zehn Einzelprojekte von jeweils unter fünf Mio. Euro gestückelt worden, so dass keins davon dem Vatikan angezeigt werden musste. Ein Jahr später habe der Vermögensverwaltungsrat eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 15,7 Mio. Euro genehmigt. Der Kredit sei bei der Deutschen Bank aufgenommen worden; dies habe erstmals zu einem Konflikt zwischen Bischof und Vermögensverwaltungsrat geführt. Tebartz-van Elst habe entgegen der Empfehlung des Rates verlangt, dass die Kosten niemals öffentlich werden dürften. Die Buchführung sei an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Köln ausgelagert worden, so dass nur Dombaumeister und Architekt Rechnungen und Belege zu sehen bekommen hätten.[85] Die KPMG erhielt laut dem „Spiegel“ 2009 den Auftrag für die kaufmännische Abwicklung des Projekts und schickte damals eine grobe Kostenschätzung von 17 Mio. Euro an den Bischof und den Generalvikar Kaspar. Bis 2011 habe sie den Bischof über ihre genauere Kalkulation von 27 Mio. Euro informiert.[86] Am 2. Oktober 2013 sagte Staudt zu Jochen Riebel, er (Staudt) habe den Vermögensverwaltungsrat auf Anweisung des Bischofs stets über die Kosten belogen.[64] Der Architekt Michael Frielinghaus erklärte am 14. Oktober: Die 2010 vom Bischöflichen Stuhl genannte Bausumme von 5,5 Mio. Euro habe deutlich unter der allen am Projekt beteiligten Planern bekannten Summe gelegen. Der Bischof habe die tatsächlichen Kosten von Beginn an gekannt; ihre ungefähre Höhe habe nie außer Frage gestanden. „Es gab also keine Kostenexplosion. Der Bau verlief planmäßig, es gab kaum Überraschungen.“[87]

Nach dem vom Bischof am 1. April 2011 beschlossenen Statut des Bischöflichen Stuhls zu Limburg, das die FAZ am 14. Oktober 2011 veröffentlichte, hätte der Bischof dem Vermögensverwaltungsrat für jedes Geschäftsjahr einen Haushaltsplan vorlegen müssen. Dies unterblieb laut Riebel 2012 und 2013. Der Rat hätte eine Jahresbilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung anerkennen und die Geschäftsführung entlasten müssen. Dies unterblieb 2011 und 2012. Ferner musste der Rat dem Kauf und Verkauf von Immobilien durch den Bischöflichen Stuhl zustimmen. Ob das Diözesane Zentrum auch mit solchen Transaktionen finanziert und der Rat damit statusgemäß befasst war, war unklar. Deckers (FAZ) vermutete, Bischof und Generalvikar hätten einen erheblichen Teil der bisherigen Baukosten ohne vorherige Billigung des Rates, also rechtswidrig, beansprucht und demnach fälschlich behauptet, ohne Zustimmung des Rates kein Vermögen des Stuhls ausgeben zu können. Der Rat hätte laut Statut auf der Vorlage von Haushaltsplänen bestehen und die vorgeschriebene Entlastung verweigern müssen. Andernfalls hätte er sich an den Apostolischen Stuhl in Rom oder die Kleruskongregation als Aufsichtsbehörde wenden können. Jedes Ratsmitglied habe jederzeit von seinem Amt zurücktreten können. Die Staatsanwaltschaft Limburg prüft wegen mehrerer Anzeigen Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen Tebartz-van Elst.[88] 2011 verkaufte der Bischöfliche Stuhl Wohnungen für 6,8 Mio. Euro an das Bistum. Der Betrag lag nach Presseberichten weit unter ihrem Wert. Daher ermittle die Staatsanwaltschaft Limburg auch gegen Generalvikar Kaspar. Dieser galt als treibende Kraft des Bauprojekts.[89]

Nach von Kathnet am 17. Oktober 2013 auszugsweise veröffentlichten Sitzungsprotokollen hatte der Vermögensverwaltungsrat am 1. Juli 2011 Baukosten für 2011 von 17 Mio. Euro „festgestellt“. Am 28. August 2013 wurde ein „offener Dissens“ darüber protokolliert, welche Summe zur „Zwischenfinanzierung“ des Baus der Rat bei früheren Sitzungen genehmigt hatte. Man habe sich auf 29,5 Mio. Euro geeinigt und diese Summe plus zwei weitere Millionen nachträglich einstimmig beschlossen. Nach Angaben Kaspars sei Jean-Claude Périsset, damals Apostolischer Nuntius in Deutschland, vor Baubeginn über die zehn Einzelprojekte in Limburg informiert worden und habe der Aufteilung damals wie auch bei einem späteren Besuch vor Ort „ausdrücklich zugestimmt“. Das Protokoll wurde von Kaspar und Tebartz-van Elst unterzeichnet, nicht aber von den drei Ratsmitgliedern.[90]

Der Nuntius war nicht für die vatikanische Genehmigung des Bauprojekts zuständig. Diese hätte schriftlich erfolgen müssen. Das Bistum veröffentlichte sie auch auf Presseanfragen hin nicht. Das Bauprojekt war nach Aussagen Beteiligter buchhalterisch nie in Einzelvorhaben geteilt. Kirchenrechtler beurteilen die Stückelung in zehn Bauvorhaben als Umgehungstatbestand. Die rückwirkende Zustimmung des Vermögensverwaltungrates habe die Rechtsverstöße gegen das Statut des Bischöflichen Stuhls nicht aufgehoben. Wegen fehlender Haushaltspläne seien die meisten für den Bau eingesetzten Mittel nicht legal ausgegeben worden.[63]

Prüfung und Papstentscheidung[Bearbeiten]

Am 17. Oktober informierte Robert Zollitsch den Papst über die Situation im Bistum Limburg. Die von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eingesetzte Prüfungskommission begann ihre Arbeit am 18. Oktober unter der Leitung von Manfred Grothe.[89] Weitere Mitglieder waren Lorenz Wolf, Michael Himmelsbach (Finanzabteilungsleiter im Erzbistum Freiburg), Michael Duus (Baufachmann vom Projektsteuerungsbüro der WSP Group in Düsseldorf) und Josef Gronemann (Wirtschaftsprüfer aus Köln).[91]

Am 21. Oktober empfing ihn der Papst zu einer Privataudienz.[92] Dabei soll er sich beim Papst für persönliche Fehler entschuldigt und „Kommunikationspannen“ wie die späte Bekanntgabe der Baukosten bedauert haben, so die italienische Zeitung La Repubblica.[93] Am 23. Oktober erklärte der Vatikan, Tebartz-van Elst könne seinen Bischofsdienst gegenwärtig nicht ausüben. Bis die Ergebnisse der Prüfungskommission der DBK vorlägen, gewähre der Heilige Stuhl ihm eine Zeit außerhalb der Diözese. Der von Tebartz-van Elst zum 1. Januar 2014 ernannte Generalvikar Wolfgang Rösch werde sein Amt ab sofort antreten.[94] Ab dem 30. Oktober 2013 hielt sich Tebartz-van Elst im Kloster Metten auf.[95]

Infolge des Limburger Falls thematisierten deutsche Medien seit Oktober 2013 die Vermögen der deutschen Bistümer. Einige Diözesen veröffentlichten ihre Vermögensverhältnisse oder kündigten diesen Schritt an.[96] Eine erhebliche Steigerung der Kirchenaustritte in Deutschland wird als „Tebartz-Effekt“ bezeichnet, weil viele ihren Austritt mit dem Skandal um den Bischof begründeten.[97] Im Dezember 2013 ließ Generalvikar Rösch alle Finanz- und Bauangelegenheiten des Bischöflichen Stuhls in die Bistumsverwaltung zurückführen.[98] Das Bistum Limburg will „das Vermögen, aber auch die Verpflichtungen vollständig transparent machen“.[99]

Am 3. März 2014 übergab Zollitsch den Bericht der Prüfungskommission an den Vatikan.[100] Am 26. März 2014 gab der Vatikan bekannt: Wegen der Situation in Limburg, die eine fruchtbare Ausübung des Bischofsamts durch Tebartz-van Elst verhindere, habe der Heilige Stuhl den von ihm am 20. Oktober 2013 angebotenen Amtsverzicht angenommen. Er werde zu gegebener Zeit mit einem neuen Amt betraut. Manfred Grothe wurde zum Apostolischen Administrator für das Bistum Limburg ernannt.[101]

Die DBK veröffentlichte am selben Tag den Abschlussbericht der Prüfungskommission[102] und fasste als Ergebnisse zusammen: In sechs Sitzungen habe die Kommission einige Verstöße gegen geltendes Vermögensrecht festgestellt. Tebartz-van Elst habe häufig versäumt, dem Vermögensverwaltungsrat „Rechtsgeschäfte zumindest zur Anhörung vorzulegen“. Auch der Rat sei seinen Pflichten nicht ausreichend nachgekommen. Die Gesamtkosten von rund 31,5 Mio. Euro gingen vorwiegend auf die Wünsche und Aufträge des Bischofs zurück. Er habe sich nicht um Details der Finanzierung gekümmert und sei Fragen danach bewusst ausgewichen. Zu jedem Zeitpunkt hätten er und zwei weitere Eingeweihte von den Kostensteigerungen Kenntnis gehabt. Auf seinen Wunsch seien bis 28. Juni 2013 falsche Zahlen dazu veröffentlicht worden; auch Kardinal Lajolo habe er nicht korrekt informiert. Spätestens am 13. September 2013 habe er von den Gesamtkosten gewusst.[103]

Tebartz-van Elst erklärte dazu: Er habe die Gesamtsumme erst einen Tag nach seinem Gespräch mit Kardinal Lajolo (20. September 2013) erfahren. Für die mangelnde Respektierung der Beispruchsrechte des Vermögensverwaltungsrats sei Generalvikar Kaspar verantwortlich gewesen. Er habe Kaspar wegen einer vorgefundenen ungeordneten Verwaltung und auf Rat von Franz Kamphaus eingestellt. Kaspar habe frühere Aufgaben des Finanzdezernats, darunter die Bauverwaltung, die Rolle des Bischöflichen Ökonoms und das Anlagegeschäft, in eigene Regie genommen, einen anderen Architektenentwurf und persönliche Bekannte als Kunstausstatter gewählt und ohne Kenntnis des Bischofs zusätzliches Mobiliar bestellt. Die Pflicht zur Diskretion habe auch vor 2008 bestanden. Mit damaligen Indiskretionen sei ein „Weg der Intransparenz“ eingeschlagen worden. Die Gesamtkosten seien keine Mehrkosten. Die ihm bekannten Details dazu habe er der Bischofskongregation mitgeteilt. Er sei kein Finanz- oder Baufachmann und daher nur begrenzt verantwortlich, habe aber von Anfang an auf Qualität und Nachhaltigkeit geachtet.[104] Dies wurde in deutschen Medien als Schuldzuweisung an andere verstanden.[105]

Am 28. März 2014 führte Papst Franziskus ein 15-minütiges Gespräch mit Tebartz-van Elst. Danach erklärte dieser: In seiner Amtsführung in Limburg sei der Eindruck entstanden, er habe vorrangig eigene Ziele und Interessen verfolgt und ohne Abstimmung durchgesetzt. Er habe inzwischen erkannt, dass er Fehler gemacht und damit Vertrauen zerstört habe, wenn auch nie absichtlich. Dafür bat er alle Betroffenen um Vergebung. Er sehe in der Papstentscheidung die Chance für einen Neubeginn für das Bistum Limburg und für sich. Er bat darum, seine Stellungnahme zum Prüfbericht nicht als Anfang einer neuen Auseinandersetzung zu nehmen. Konkrete Fehler benannte er nicht.[106] Kardinal Karl Lehmann bedauerte, dass Tebartz-van Elst weder vor noch nach der Papstentscheidung konkrete Fehler benannte, die er bereue. Ein „vernichtendes Medienecho“ sei daher nicht verwunderlich. „Besonders abstoßend“ in seiner Stellungnahme zum Prüfbericht sei die Belastung des früheren Generalvikars Franz Kaspar.[107]

Nach dem Amtsverzicht[Bearbeiten]

Die Staatsanwaltschaft Limburg erwog anhand des DBK-Prüfberichts im März 2014, ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen Tebartz-van Elst und andere Bistumsmitglieder einzuleiten.[108] Sie stellte die Ermittlungen im Juli 2014 jedoch ein, da nur Verstöße gegen kirchliches Recht vorlägen, für die allein die Kirche zuständig sei.[109]

Im Mai 2014 gaben der eingesetzte Bistumsleiter Manfred Grothe und sein Stellvertreter Manfred Rösch bekannt, dass Tebartz-van Elst ein Ruhestandsgehalt von 71% seines letzten Gehalts nach der Beamtentabelle B8 bezieht. Sie kritisierten, dass er weiterhin im Limburger Bischofssitz wohnte, und schlossen ein Verfahren vor dem Papstgericht Römische Rota wegen der entstandenen Schäden im Bistum Limburg nicht aus.[110] Im Juni 2014 mietete Tebartz-van Elst eine Wohnung in Regensburg; der Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, hatte ihm „mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft in seiner Diözese“ zugesichert.[111]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Als Autor
  •  Der Erwachsenenkatechumenat in den Vereinigten Staaten von Amerika: Eine Anregung für die Sakramentenpastoral in Deutschland (= Münsteraner theologische Abhandlungen. 28). Oros, Altenberge 1993, ISBN 3-89375-086-X (Dissertation, Universität Münster, 1993).
  •  Gemeinde in mobiler Gesellschaft: Kontexte – Kriterien – Konkretionen (= Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge. 38). Echter, Würzburg 1999, ISBN 3-429-02148-0 (Habilitationsschrift, Universität Münster, 1998/99).
  •  Gemeinden werden sich verändern: Mobilität als pastorale Herausforderung. Mit einem Beitrag von Dieter Emeis. Echter, Würzburg 2001, ISBN 3-429-02388-2.
  •  Handbuch der Erwachsenentaufe: Liturgie und Verkündigung im Katechumenat. Aschendorff, Münster 2002, ISBN 3-402-05384-5.
  •  Glaube braucht Gestalt: Ermutigung zu einer missionarischen Spiritualität. Butzon & Bercker, Kevelaer 2006, ISBN 3-7666-0808-8.
  •  mit Stefan Böntert: Gemeinden geistlich gründen. Dialogverlag, Münster 2007, ISBN 978-3-937961-51-4.
  •  Wer glaubt, sieht mehr! Perspektiven und Prioritäten. Butzon & Bercker, Kevelaer 2009, ISBN 978-3-7666-0960-1.
  •  Inhalte brauchen Zeugen (= Positionen und Perspektiven. 1). Verlag des Bischöflichen Ordinariats, Limburg 2009, ISBN 978-3-921221-68-6 (enthält auch: Mission braucht Mut zum Inhalt).
  •  Priester – prophetische Existenz und persönliches Zeugnis (= Positionen und Perspektiven. 2). Verlag des Bischöflichen Ordinariats, Limburg 2010, ISBN 978-3-921221-77-8.
  •  Werte wahren – Gesellschaft gestalten: Plädoyer für eine Politik mit christlichem Profil. Butzon & Bercker, Kevelaer 2012, ISBN 978-3-7666-1390-5.
Als Herausgeber
  •  Öffne uns den Brunnen der Taufe: Die Feiern der Eingliederung in die Kirche (= Feiern mit der Bibel. 1). Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1995, ISBN 3-460-08001-9.
  •  Entflamme in uns die Sehnsucht nach dem Licht: Tauferinnerung in der Verkündigung des Kirchenjahres (= Feiern mit der Bibel. 2). Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1996, ISBN 3-460-08002-7.
  •  Katechese im Umbruch: Positionen und Perspektiven. Für Dieter Emeis. Herder, Freiburg im Breisgau 1998, ISBN 3-451-26160-X.
  •  Gemeinsamkeit im Wollen – Geschlossenheit im Handeln (= Positionen und Perspektiven. Nr. 3). Verlag des Bischöflichen Ordinariats, Limburg 2011, ISBN 978-3-921221-83-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franz-Peter Tebartz-van Elst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung hinsichtlich der Diözese Limburg (Deutschland), Presseamt des Heiligen Stuhls, 26. März 2014
  2. Bistum Limburg, 16. Februar 2011: Franz-Peter Tebartz-van Elst
  3. Universitätsklinikum Freiburg: Prof. Ludger Tebartz-van Elst
  4. Domradio, 30. Mai 2010: Bistum feiert Silbernes Priesterjubiläum von Bischof Tebartz-van Elst: Dankbar in Limburg
  5. Franz-Peter Tebartz-van Elst im Munzinger-Archiv, abgerufen am 13. Oktober 2013 (Artikelanfang frei abrufbar)
  6. Bistum Münster, 25. Dezember 2007: Lettmann verabschiedet Tebartz-van Elst.
  7. a b Daniel Deckers (FAZ, 23. Juni 2013): Bistum Limburg: Dem Glauben Gestalt geben.
  8. Informationsdienst Wissenschaft, 15. Oktober 2004: Abschiedsvorlesung von Professor Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst; Passauer Neue Presse, 14. Oktober 2013: Skandal um Tebartz-van Elst: Ex-Uni-Kollege erschüttert
  9. Beispiel: Elke Langhammer: „Ist Gott drin?!“: Erfahrungen der Gottespräsenz im pastoralen Alltag von Gemeindeseelsorgerinnen. Lit Verlag, 2011, S. 70
  10. Rut von Giesen: Ökonomie der Kirche? Zum Verhältnis von theologischer und betriebswirtschaftlicher Rationalität in praktisch-theologischer Perspektive. Kohlhammer, Stuttgart 2009, S. 47, Fn 95.
  11. Johann Pock: Gemeinden zwischen Idealisierung und Planungszwang. Lit Verlag, 2006, ISBN 3-8258-8974-2, S. 42f.
  12. Peter Krämer: Recht auf Mission contra Religionsfreiheit? Das christliche Europa auf dem Prüfstand. LIT Verlag Münster, 2007, S. 154, Fn 78.
  13. Rudolf Englert: Religionspädagogische Grundfragen: Anstöße zur Urteilsbildung. W. Kohlhammer, Stuttgart 2008, S. 312, Fn 28.
  14. Radio Vatikan, 28. November 2007: Der neue Bischof von Limburg – die Vita.
  15. Bistum Münster (11. Januar 2008): Bischof Tebartz-van Elst vereidigt
  16. Thomas Jansen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. August 2008): Für eine diskrete Rüge vom Bischof war es wohl zu spät
  17. Süddeutsche Zeitung, 11. Mai 2010: Dokumentation: Die Vatikan-Erklärung zur Homosexuellen-Ehe
  18. Der Spiegel, 20. August 2008: Homosexuellen-Segnung: Limburger Bischof beruft Dekan ab
  19. Gießener Allgemeine, 29. August 2008: Kollas bleibt bei seiner Haltung
  20. Kirchensite, 27. Juli 2006: Erklärung zu Donum Vitae: Bischöfliche Klarstellung
  21. Echo, 20. August 2010: Scharfe Attacke gegen „Donum Vitae“ Schwangerenberatung: Bischof von Limburg macht Verein für Abtreibungen mitverantwortlich
  22. Erklärung von Bischof Franz Kamphaus zur Entscheidung von Papst Johannes Paul II. bezüglich der Schwangerschaftskonfliktberatung im Bistum Limburg
  23. Die Seite der DBK mit Stand vom 26. März 2014 führt Tebartz-van Elst nicht mehr als Vorsitzenden.
  24. Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bistum Limburg, 13. August 2012): Grundgesetzlicher Schutz von Ehe und Familie
  25. Focus, 11. Oktober 2010: Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: „Es gibt eine christliche Leitkultur, Herr Bundespräsident“
  26. Patrick Bahners: Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam. Beck, München 2011, ISBN 3-406-61646-1, S. 293, Online (ursprünglich erschienen in der FAZ, 19. Oktober 2010: Haben wir eine christliche Leitkultur?)
  27. Gerhard Besier: „Diktatur des Relativismus“? Zur Individualisierung von Weltanschauungen und religiösen Überzeugungen. In: Gerhard Besier (Hrsg.): 20 Jahre neue Bundesrepublik: Kontinuitäten und Diskontinuitäten. Lit Verlag, 2011, ISBN 3-643-11423-0, S. 239-252, hier: S. 240 f.
  28. Johann Pock: Gemeinden zwischen Idealisierung und Planungszwang. Lit Verlag, 2006, ISBN 3-8258-8974-2, S. 345.
  29. Wegweiser für die Pfarreien neuen Typs im Bistum Limburg, S. 2, Abgerufen am 1. Mai 2014. (PDF)
  30. Bistum Limburg: Neuer Pastoraler Raum zum 01. Januar 2012
  31. Stefan Toepfer: Bistum Limburg „Furcht und Resignation in der Diözese. In: FAZ. 17. September 2012, abgerufen am 2. April 2014.
  32. Dialog im Bistum Limburg. Ein Beitrag von Priestern der Diözese mit Themen- und Gestaltungsvorschlägen zum kirchlichen Miteinander (PDF; 47 kB)
  33. Hessische Rundschau, 18. September 2012: Priesteraufstand gegen Bischof (Version vom 5. Mai 2010 im Webarchiv Archive.today)
  34. Bistum Limburg, 12. September 2012: Das Bischof-Blum-Kolleg ist eröffnet
  35. Anna Catherin Loll, Peter Wensierski (Der Spiegel, 15. November 2010): Limburger Leidkultur
  36. Thomas Witzel (Frankfurter Rundschau, 24. November 2010): Ein Bistum in Aufruhr
  37. Frankfurter Rundschau, 12. September 2012: Streit im Haus der Begegnung
  38. Frankfurter Neue Presse, 12. September 2012: Arbeitsgericht: Bistum gegen Führungskraft
  39. Peter Hanack (Frankfurter Rundschau, 12. September 2012): Gute Beziehungen
  40. Initiative Kirche von Unten, 15. Oktober 2012: IKvu zum Vergleich zwischen Patrick Dehm und Bistum Limburg: Ein politisches Verfahren mit Beispielcharakter
  41. IKVU, 20. September 2012: Brief von Priestern und Mitarbeiter/innen des Bistums Limburg an Bischof Tebartz-van Elst (PDF; 108 kB); Frankfurter Neue Presse, 21. September 2013: Bischof schweigt seit einem Jahr
  42. Volker Zastrow (FAZ, 4. August 2013): Cave canem.
  43. ZDF heute journal, 26. Juli 2013: Der Luxusbischof von Limburg
  44. a b Stefan Toepfer (FAZ, 22. August 2013): Vertrauenskrise im Bistum Limburg spitzt sich zu
  45. Mittelhessen.de, 21. August 2013: Bischof legt sich mit Dekan an
  46. Peter Wensierski (Der Spiegel, 26. August 2013): Rebellion gegen Bischof Tebartz-van Elst: „Wer zu spät geht, den bestraft das Leben“
  47. Sankt Bonifatius: 25.08.2013: Offener Brief der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken an Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst
  48. Bistum Limburg: bistumlimburg.de: Bischof nimmt offenen Brief der Stadtversammlung Frankfurt entgegen
  49. Rhein-Zeitung, 29. August 2013: Vertrauenskrise im Bistum: Auch die katholische Jugend begehrt auf
  50. Domradio, 29. August 2013: Tebartz-van Elst in Rom – Diskussionen im Bistum Limburg: Es tut sich was an der Lahn
  51. Kathnet, 28. August 2013: Tebartz-van Elst in Rom – Gespräche zur Lage im Bistum Limburg
  52. Bistum Limburg, 31. August 2013: Lassen Sie uns aufeinander zugehen! Bischof Tebartz-van Elst schreibt den Gläubigen im Bistum
  53. Bistum Limburg: Schreiben der Bischofskongregation vom 3. Sept. 2013 (Faksimile, pdf; 129 kB)
  54. a b Peter Wensierski (Der Spiegel, 22. August 2012): Das Upgrade-Wunder von Limburg
  55. Joachim Heidersdorf (Frankfurter Neue Presse, 1. September 2012): Bischof bedauert Erste-Klasse-Flug
  56. Der Spiegel (24. Januar 2013): Der Bischof und das 8. Gebot
  57. Generalstaatsanwaltschaft Hamburg, 10. Oktober 2013: Pressemitteilung: Staatsanwaltschaft Hamburg beantragt Erlass eines Strafbefehls gegen den Bischof von Limburg (PDF; 80 kB)
  58. WDR 1, 18. November 2013: Tebartz-van Elst räumt Vorwürfe ein
  59. FAZ, 2. Januar 2014: Hamburger Verfahren eingestellt. Limburger Ankläger prüfen weiter Vorwürfe gegen Tebartz-van Elst
  60. Daniel Deckers (FAZ, 26. August 2013): Der freigebige Bauherr von Limburg
  61. Wiesbadener Kurier, 29. Dezember 2007: Das Ende der Bescheidenheit; Frankfurter Neue Presse, 3. Januar 2008: Streicht das Bistum seine Mio.-Pläne?
  62. Der Spiegel, 14. Oktober 2013: Limburger Bischofsresidenz: Teures Pflaster
  63. a b Daniel Deckers, FAZ, 17. Oktober 2013: Verdacht der Untreue: In Limburg geht die Angst um
  64. a b FAZ, 13.Oktober 2013: Lügen, Gebäude
  65. a b FAZ, 8. Oktober 2013: Hilf deinem Knecht, o du mein Gott
  66. Joachim Heidersdorf (Frankfurter Neue Presse, 18. August 2012): Der Bischof zeigt sein Haus
  67. Bistum Limburg, 28. Juni 2013: „Ein Identifikationspunkt Limburgs“: Arbeiten am Diözesanen Zentrum St. Nikolaus weitgehend beendet
  68. Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bistum Limburg, 31. August 2013): Brief an alle Gläubigen (PDF; 84 kB)
  69. Bistum Limburg, 14. September 2013: Gemeinsame Erklärung zum Abschluss des Besuches von Kardinal Lajolo (PDF; 43 kB)
  70. Bistum Limburg, 15. September 2013: Ein neuer Weg in Liebe und Verständnis. Giovanni Kardinal Lajolo ruft beim Kreuzfest zur Versöhnung auf
  71. FAZ, 15. September 2013: Bischof in der Pflicht
  72. FAZ, 23. September 2013: Zollitsch rügt Limburger Bischof wegen Kostenexplosion
  73. Peter Wensierski (Der Spiegel, 8. Oktober 2013): Wut auf Bischof Tebartz-van Elst: „31 Millionen! Unfassbar, mir wird schlecht“
  74. FAZ, 8. Oktober 2013: „Der Bischof ist entweder ein raffinierter Betrüger oder krank“
  75. Staatsanwaltschaft prüft Untreueverdacht gegen Bischof
  76. Karsten Kammholz, Tim Röhn (Die Welt, 2. Oktober 2013): Limburger Bischofssitz wird nochmals deutlich teurer
  77. RP, 9. Oktober 2013: Rücktrittsforderungen gegen Bischof Tebartz
  78. FAZ, 10. Oktober 2013: Bischof verteidigt hohe Baukosten
  79. Frankfurter Rundschau, 9. Oktober 2013: Papst soll Bischof seines Amtes entheben
  80. BILD, 10. Oktober 2013: „Niemand sollte den Stab über mich brechen“
  81. Stefan Toepfer (FAZ/Rhein-Main Zeitung, 9. Oktober 2013, S. 33): Limburger Bischof zum Rücktritt aufgefordert – Druck auf Tebartz-van Elst wächst
  82. Johannes Laubach (Frankfurter Neue Presse, 11. Oktober 2013): Denkmalschutz als Ausrede
  83. Joachim Heidersdorf (Frankfurter Neue Presse, 11. Oktober 2013): Im Amt – ohne Würden; mit abweichenden Einzelausgaben: Die Welt, 13. Oktober 2013: Der zu teure Luxus im Limburger Bischofssitz
  84. FAZ, 12. Oktober 2013: Die Akte Tebartz-van Elst
  85. Der Spiegel, 13. Oktober 2013: Limburger Bischofsresidenz: Tebartz-van Elst soll Kosten gezielt verschleiert haben
  86. spiegel.de 12. Oktober 2013: Prunkbau von Limburg: Bischof kannte hohe Kosten seit Jahren
  87. Süddeutsche Zeitung, 14. Oktober 2013: Architekt belastet Bischof Tebartz-van Elst
  88. Daniel Deckers (FAZ, 14. Oktober 2013): Pflichten missachtet
  89. a b Süddeutsche Zeitung, 18. Oktober 2013: Limburger Clique
  90. Katholisch.de, 16. Oktober 2013: Doch kein Alleingang?
  91. DBK: Pressemeldung 24. Oktober 2013 - Nr. 181: Weihbischof Manfred Grothe leitet Prüfungskommission Limburg
  92. Jörg Bremer (FAZ, 21. Oktober 2013): Tebartz-van Elst dankt Papst für Privataudienz.
  93. Die Welt, 25. Oktober 2013: Tebartz-van Elst entschuldigt sich beim Papst
  94. Pressemitteilung des Heiligen Stuhls hinsichtlich der Diözese Limburg (Deutschland), 23. Oktober 2013
  95. Bistum Limburg, 31. Oktober 2013: Bischof verbringt geistliche Tage in Metten - Benediktinerabtei freut sich über den Besuch aus Limburg
  96. Die Zeit, 15. Oktober 2013: Bistümer legen Vermögen offen
  97. Süddeutsche Zeitung, 7. November 2013: Auswirkungen des Skandals um Tebartz-van Elst: Kirchenaustritte drastisch gestiegen
  98. DIE ZEIT 1/2014 S. 54: Interview mit Gordon Sobbeck, Finanzdezernent des Bistums Limburg seit April 2012
  99. Rhein-Zeitung, 26. Dezember 2013: Bistum Limburg will Finanzen offenlegen
  100. DBK, 3. März 2014: Bistum Limburg: Prüfbericht abgeschlossen und der Bischofskongregation im Vatikan übergeben
  101. Presseamt des Heiligen Stuhls, 26. März 2014: Pressemitteilung hinsichtlich der Diözese Limburg (Deutschland)
  102. DBK, 26. März 2014: Abschlussbericht über die externe kirchliche Prüfung der Baumaßnahme auf dem Domberg in Limburg
  103. DBK, 26. März 2014: Einführende Erläuterungen zum Abschlussbericht über die externe kirchliche Prüfung der Baumaßnahmen auf dem Domberg in Limburg
  104. Domradio, März 2014: Franz-Peter Tebartz-van Elst: Stellungnahme zum Bericht der Prüfungskommission der Deutschen Bischofskonferenz
  105. Der Spiegel, 27. März 2014: Rücktritt des Protzbischofs: Tebartz-van Elst schiebt Schuld auf Generalvikar
  106. Der Spiegel, 28. März 2014: Tebartz-van Elsts Stellungnahme im Wortlaut: „Ich bitte alle um Vergebung“
  107. Domradio, 1. April 2014: Kardinal Lehmann zu Tebartz-van Elst: „Es gibt nichts zu beschönigen“
  108. FAZ, 27. März 2014: Staatsanwaltschaft prüft Limburg-Bericht
  109. Untreue-Ermittlungen gegen Tebartz-van Elst eingestellt
  110. FAZ, 28. Mai 2014: Im Gespräch: Die Limburger Bistumsleiter Grothe und Rösch - „Es ist lange noch nicht alles im Konsens“
  111. Bistum Regensburg, 10. Juni 2014: Bischof Tebartz-van Elst verlässt Limburg – neuer Wohnsitz im Bistum Regensburg
Vorgänger Amt Nachfolger
Franz Kamphaus Bischof von Limburg
2008–2014
N.N.