Franz Conrad von Hötzendorf

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Franz (zuletzt Graf) Conrad von Hötzendorf (* 11. November 1852 in Penzing bei Wien; † 25. August 1925 in Mergentheim, Württemberg), war bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs, 1914, Chef des Generalstabes für die gesamte bewaffnete Macht Österreich-Ungarns, seit 1916 Feldmarschall. Conrad, der zuvor mehrmals vergeblich Präventivkriege der Monarchie gegen Italien und Serbien vorgeschlagen hatte, spielte eine wichtige Rolle in der Julikrise, die zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führte.

Franz Conrad von Hötzendorf

Name[Bearbeiten]

Der Feldmarschall, mit vollem Namen Franz Xaver Josef (seit 1910 Freiherr, 1918/19 bis zur Adelsaufhebung Graf) Conrad von Hötzendorf, wurde schon zu Lebzeiten als „Conrad von Hötzendorf“ oder meist nur als „Conrad“ erwähnt, was den Eindruck erweckte, dies sei sein Vorname. Daher erschien 1914 folgende Pressenotiz: Wir werden von geschätzter Seite ersucht, darauf aufmerksam zu machen, daß der Familienname des Chefs unseres Generalstabes „Conrad“ ist, daß sich G. d. I. Freiherr v. Conrad immer nur „Conrad“ unterfertigt und sich nie mit seinem Adelsprädikat nennt.[1] Im Wiener Adressbuch 1921 / 1922 war er als Franz Conrad verzeichnet.[2]

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten]

Conrad stammte aus einer österreichischen Offiziers- und Beamtenfamilie. Sein Urgroßvater wurde 1815 in den erblichen Adelsstand erhoben. Der Name von Hötzendorf geht auf großmütterliche Vorfahren aus Bayern zurück. Sein Vater Franz Xaver Conrad von Hötzendorf (1793–1878) nahm schon an der Völkerschlacht bei Leipzig teil und bekämpfte die Wiener Revolutionäre in der Revolution von 1848. Dabei wurde er schwer verletzt, was eine Verbitterung gegen 1848er-Revolutionäre und ihre Ideen nach sich zog, die auch seinen Sohn Franz später beeinflusste. Dieser wurde erst 1852 von einer um 32 Jahre jüngeren Frau, einer Tochter des Malers Josef Kügler, geboren, als sein Vater schon im Rang eines Obersten der Husaren pensioniert worden war. Franz entwickelte als Schüler reges Interesse für Naturwissenschaften. Naturgesetze waren ihm wichtiger als religiöse Überzeugungen.[3] Später entwickelte sich Conrad zu einem vehementen Verfechter des Sozialdarwinismus.[4]

Conrad besuchte ab Herbst 1863 die Hainburger Kadettenschule, ab Herbst 1867 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt, wo er Ende August 1871 als Leutnant zum Feldjäger-Bataillon 11 ausgemustert wurde. Im Herbst 1874 bestand Conrad die Aufnahmsprüfung für die Kriegsschule und beendete seine Generalstabsausbildung im Herbst 1876. Am 1. Mai 1877 wurde er Oberleutnant und diente als Stabsoffizier bei der 6. Kavalleriebrigade in Kaschau.

Am 16. August 1878 wurde er dem Generalstab der 4. Infanterie-Truppendivision zugeteilt und nahm im Verband des 3. Korps am Okkupationsfeldzug in Bosnien und Herzegowina und im September 1879 beim Einmarsch in Sandschak Novi Pazar teil.[5] Am 1. Mai 1879 wurde er zum Hauptmann im Generalstabskorps befördert. 1882 war Conrad an der Bekämpfung einer Insurrektion in Süddalmatien beteiligt.[6]

Am 10. April 1886 heiratete er in Lemberg seine Verlobte Vilma (1860–1905), Tochter des Geniedirektors August von Le Beau, wobei er nur mit Mühe die für Offiziere vorgeschriebene Heiratskaution aufbringen konnte. Vilma schenkte ihm vier Söhne, 1887 Konrad, 1888 Erwin, 1891 Herbert Conrad und 1896 Egon - alle ergriffen später den Offiziersberuf.

Am 29. Oktober 1883 wurde er Stabschef der 11. Infanterie-Truppendivision in Lemberg und begründete seinen Ruf als großer Innovator, indem er beispielsweise Manöver im Gelände statt Übungen nur am Paradeplatz durchsetzte. 1887 kehrte er mit Familie nach Wien zurück, vorerst ins Büro für operative und besondere Generalstabsarbeiten.[7] Am 1. November 1887 wurde er zum Major ernannt und übernahm bis zum September des folgenden Jahres ein Büro für operative Generalstabsarbeiten in Wien. Vom 10. September 1888 bis zum Herbst 1892 war Conrad als Major Taktiklehrer an der k.u.k. Kriegsschule in Wien und wurde dabei am 1. Mai 1890 zum Oberstleutnant befördert. Conrad war ein beliebter Lehrer und viele seiner damaligen Schüler waren ein Vierteljahrhundert später im Weltkrieg hohe, ihm oft ergebene Offiziere. Im Oktober 1892 ließ er sich als Bataillonskommandant des 93. Infanterieregiments nach Olmütz versetzen[8] und wurde am 1. Mai 1893 zum Oberst befördert. Vom 16. Oktober 1895 bis zum 8. April 1899 war Conrad Kommandant des Infanterieregiments „Kaiser“ Nr. 1 in Krakau.

Am 9. April 1899 wurde Conrad zum Kommandanten der 55. Infanteriebrigade in Triest ernannt und am 1. Mai des gleichen Jahres zum Generalmajor befördert. Dort schlug er einen Aufstand italienischer Hafenarbeiter mit Waffengewalt nieder und gewann dabei die Überzeugung, dass die italienischen Ansprüche auf das Trentino und Triest eine Austragung der Gegensätze unausweichlich machten.[9]

Conrad als Feldmarschalleutnant 1906

Am 8. September 1903 übernahm Conrad die Führung der 8. Infanterie-Truppendivision in Innsbruck und wurde am 1. November zum Feldmarschalleutnant befördert.

Chef des Generalstabes[Bearbeiten]

In der Armee als operativer Denker und auch wegen seiner modernen, kriegsnahen Ausbildungsmethoden bekannt, wurde er am 18. November 1906 auf Vorschlag von Erzherzog Franz Ferdinand zum Chef des Generalstabs der „Bewaffneten Macht“ ernannt, er wurde dadurch Nachfolger des aus Altersgründen verabschiedeten Feldzeugmeister Friedrich Freiherr von Beck-Rzikowsky.

Der an die Macht drängende Thronfolger wollte eigene Vertrauensleute an Schlüsselpositionen platzieren.[10] Er war damit der operativ Verantwortliche für den allfälligen Kriegseinsatz der k.u.k. Armee, der k.k. Landwehr und des k.u. Honved und ausschließlich dem Kaiser und König als Oberbefehlshaber (und dem von ihm aus Altersgründen bestellten Vertreter, bis 1914 Franz Ferdinand, danach der Armeeoberkommandant) unterstellt.

1910 wurde Conrad in den Freiherrenstand erhoben, doch führte seine Auseinandersetzung mit Außenminister Graf Aehrenthal, der die von Conrad propagierten Präventivkriege ablehnte, am 3. Dezember 1911 zu seiner Entlassung durch den Kaiser. Noch bei einer Audienz am 15. November 1911 hatte der Kaiser Conrad Vorhaltungen gemacht: „Diese fortwährenden Angriffe, besonders die Vorwürfe wegen Italien und des Balkan, die sich immer wiederholen, die richten sich gegen mich, die Politik mache ich, das ist meine Politik! Meine Politik ist eine Politik des Friedens. Dieser Meiner Politik müssen sich alle anbequemen.“[11] Ein Skandal wegen seiner Affäre mit der verheirateten Gina Reininghaus, seiner späteren zweiten Ehefrau, spielte dabei ebenfalls eine Rolle.[12] Am 12. Dezember 1912 (inzwischen war Aehrenthal verstorben) erreichte der Thronfolger während der Balkankriege seine erneute Betrauung. Im Mai 1913 versuchte Conrad vergeblich, die Affäre um den Geheimnisverrat von Oberst d. G. Alfred Redl zu verheimlichen.[13] Obwohl sich der Thronfolger für seine Wiederbestellung eingesetzt hatte, verschlechterte sich ihr Verhältnis zusehends und führte im Sommer 1913 fast zur neuerlichen Absetzung Conrads.[14]

Vorkriegspolitik[Bearbeiten]

Conrad mit Thronfolger Franz Ferdinand beim Manöver am Duklapass

Conrads Lebensauffassung wurde der „Aktivismus“, worunter er angriffsfreudige Entschlusskraft, zielbewussten Tatendrang und unbeugsamen Willen verstand.[15] Schon im April 1907 schlug Conrad vor, Italien in einem Präventivkrieg „niederzuwerfen“, ein Vorschlag, den er immer wieder vorbringen sollte.[16]

Lange vor dem Krieg sprach Conrad von der Umgestaltung der Monarchie zu einem modernen Imperium und wollte sich an der Aufteilung des europäischen Teils des Osmanischen Reiches noch aktiver, durch dessen Zerschlagung und Einverleibung, beteiligen, um die Monarchie gegen russische und italienische Konkurrenz sowie slawischen Nationalismus zu stärken.[17]

Conrad, der am 15. November 1908 zum General der Infanterie ernannt wurde, wünschte wie Franz Ferdinand, eine Beseitigung der ungarischen Machtstellung in der Doppelmonarchie. Der Thronfolger distanzierte sich von Conrad zunehmend wegen dessen aggressiven Annexionismus. Conrad sah als einziges Heilmittel für die schwierige innenpolitische Lage weniger eine zwischen den Nationalitäten der Monarchie ausgleichende, sondern eine auf den Balkan ausgreifende Politik an.[18] Er wollte durch Eingliederung Serbiens in ein südslawisches habsburgisches Königreich den Dualismus durch einen Trialismus ersetzten. Das drückte er schon Ende 1907, noch etwas verklausuliert, in einer Denkschrift aus:

„In der Schaffung dieses südslawischen Komplexes im Rahmen der Monarchie wäre ein sehr vorteilhafter Kräfte-Ausgleich der Nationalitäten gelegen, welcher es ermöglichen würde, im Inneren Ordnung zu schaffen, das Gleichgewicht herzustellen.“[19]

Im Frühjahr 1909 wurden Conrads abenteuerliche Pläne zur Einverleibung Serbiens mit vorheriger Niederwerfung des Dreibund-Partners Italien vor allem vom k.u.k. Außen- und vom k.u.k. Kriegsminister abermals abgelehnt. Im Oktober 1912, kurz nach Ausbruch des Ersten Balkankrieges und noch in der Zeit als er nur Armeeinspektor war, entwickelte Conrad den Plan, der neue Balkanbund sollte unter österreichischer Führung das Osmanische Reich in Europa liquidieren und sich danach der Monarchie unterordnen, wie Bayern dem Deutschen Reich[20] In den Jahren 1913 und 1914 forderte Conrad nicht weniger als fünfundzwanzigmal vergeblich den Krieg gegen Serbien,[21] bevor dieser dann tatsächlich zu Stande kam.

Als Generalstabschef entwickelte Conrad detaillierte Operationspläne gegen die potentiellen Gegner Russland, Serbien und Italien, die sich zu Kriegsbeginn 1914 allesamt als Makulatur herausstellten.[22] Er gehörte mit den wichtigsten Exponenten der Gesamtmonarchie, dem k.u.k. Außenminister Leopold Berchtold, dem österreichischen Ministerpräsidenten Karl Stürgkh, dem gemeinsamen Finanzminister Leon Biliński und dem k.u.k. Kriegsminister Alexander von Krobatin zur so genannten Kriegspartei, den Befürwortern einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Serbien.[23] Der Historiker Wolfram Dornik hat ihn deshalb auch als Falken des Kaisers bezeichnet.[24]

Erster Weltkrieg: Vom Sommer 1914 bis zum Tod Kaiser Franz Josephs[Bearbeiten]

1914

Conrad war im Sommer 1914 einer der Hauptunterstützer eines sofortigen Krieges gegen das Königreich Serbien als Reaktion auf die Ermordung des Thronfolgers in Sarajewo. Er wollte auf die Nachricht vom Attentat sofort mit dem Angriff beginnen, aber Berchtold und Kaiser Franz Joseph hielten eine Untersuchung und diplomatische Vorbereitung für notwendig. Zu einem „Überraschungsschlag“ gegen Serbien, wie ihn Deutschland nach dem „Blankoscheck“ vom 5./6. Juli erwartete, fehlten der Monarchie die politischen und militärischen Voraussetzungen. Conrad wollte damit nur den Kriegszustand erreichen, der von den Politikern gegen seinen Willen oft verhindert worden war, und jegliche Friedensmöglichkeit ausschließen.[25]

Nach dem Ultimatum an Serbien drängte Conrad Kaiser und Außenminister: Die Rückkehr zum Friedenszustand sei bei der Stimmung in der Armee nicht möglich.[26]

Nach der Entscheidung des Kaisers und Königs für die Kriegserklärung brachte er den Schwerpunkt der österreichisch-ungarischen Armee gegen Serbien in Stellung, musste jedoch nach dem Eintritt Russlands in den Krieg große Teile der Truppen nach Galizien verlegen, wo der russische Angriff erwartet wurde. Die daraus resultierende Verspätung und die Unterschätzung insbesondere des russischen Gegners führte beinahe zum frühzeitigen Ausscheiden Österreich-Ungarns aus dem Krieg. Conrad gelang es allerdings, mit massiver deutscher Unterstützung die von Russland besetzten Teile Galiziens und der Bukovina zurückzuerobern, Serbien und Montenegro sowie Rumänien zu erobern und eine stabile Front gegen Italien zu organisieren.

Lagebesprechung

Nach der Rückeroberung Lembergs wurde Conrad am 23. Juni 1915 zum Generaloberst befördert.

Die Zusammenarbeit mit der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) war schon bald getrübt. Für Conrad sah der Leiter der zweiten OHL Erich von Falkenhayn im Verbündeten nur den schwächeren Bruder, dem er die Anerkennung versagte, um alle Erfolge auf seine Rechnung zu buchen, und der danach strebte, für die erhoffte Zukunft Deutschlands Hegemonie über Österreich anzubahnen.[27] Conrad rechnete sich selbst auf die Seite von Tirpitz, auf die andere Seite Falkenhayn und Bethmann Hollweg.[28] Conrad redete immer der Offensive das Wort, Falkenhayn huldigte der Ermattungsstrategie. Die persönliche Kommunikation zwischen den beiden Befehlshabern riss im Frühjahr 1916 schließlich völlig ab.[29]

Conrad war ein entschiedener Verfechter weitreichender Kriegsziele der Monarchie. Seit November 1915 bestürmte Conrad Außenminister Burián mündlich, aber auch in endlosen Denkschriften, die auf dem Balkan eroberten Gebiete zu annektieren. Schon vor Abschluss des entscheidenden Feldzuges gegen Serbien und Montenegro Anfang November 1915 meinte er, „dass nur die völlige Einverleibung Serbiens und Montenegros in die Monarchie (mindestens als untrennbarer Bundesstaat) der Gefahr vorzubeugen vermag, welche mit einem selbständigen Serbien und Montenegro, seien diese auch noch so klein, verbunden wäre. Sie blieben (unabhängig) nach wie vor die Agitationsherde für unsere Gegner, vornehmlich Rußland und Italien, und würden bei jedem Krieg der Monarchie deren militärische Lage empfindlichst erschweren.“[30] Doch insbesondere Ungarn wehrte sich gegen eine annexionistische Politik, da ein Ungleichgewicht innerhalb der Monarchie, und verschlechterte Friedensbedingungen nach dem Krieg befürchtet wurden.[31]

Als Conrad im Februar 1916 beim Kaiser auch die Annexion Montenegros und Nordalbaniens durchsetzen wollte, antwortete dieser: Was, das auch noch? Das ist zuviel! Conrad entgegnete: Ja, aber es ist notwendig. (Ein) Selbständiges Albanien ist unmöglich.[32]

Der ungarische Ministerpräsident István Tisza erschien Conrad als großer Gegenspieler, als Schreckensbild, obwohl die beiden eine gute Gesprächsbasis aufrechterhielten; den k.u.k. Außenminister Burián sah er in dessen Schlepptau als das Horn Tiszas. Der politisch überwältigenden Durchschlagskraft Ungarns und Tiszas stünde herüben (gemeint ist Österreich) ein Trottel, nämlich Stürgkh, gegenüber. Daher versuchte Conrad, Anfang 1916 den Sturz von Ministerpräsident Stürgkh herbeizuführen, und trat für den damaligen k.k. Innenminister Konrad zu Hohenlohe-Schillingsfürst als Nachfolger und Gegengewicht zu Tiszas Ungarn ein.[33] Conrad hatte mit diesen Intrigen allerdings keinen Erfolg. Mangels großer militärischer Erfolge hatten Conrad und die Leute vom k.u.k. Armeeoberkommando nicht das politische Gewicht, das es ihnen, wie im Fall der dritten OHL in Deutschland, ermöglicht hätte, die zivilen Instanzen zu dominieren.

Erster Weltkrieg: Enthebung durch den neuen Kaiser[Bearbeiten]

Armeeoberkommandant war an Stelle des zu dieser Zeit 86-jährigen Kaisers bis 2. Dezember 1916 Erzherzog Friedrich. Dieser ließ Conrad, dem ihm unterstellten Chef des Generalstabes, weitestgehend freie Hand. Nach dem Tod Franz Joseph I. übernahm am 2. Dezember 1916 der junge Kaiser Karl I. persönlich den Oberbefehl. Erzherzog Friedrich fungierte bis zu seiner Enthebung am 11. Februar 1917 als sein Stellvertreter. Conrad war am 23. November 1916 noch zum k.u.k. Feldmarschall ernannt worden, doch sein Einfluss nahm stark ab. Er wurde von Karl I. gegen seinen Willen am 1. März 1917 als Chef des Generalstabes durch Arthur Arz von Straußenburg ersetzt, übernahm aber auf Druck des Kaisers später das Kommando an der Südwestfront gegen Italien in Tirol, um die Italiener glauben zu machen, an dieser Front werde der nächste Hauptangriff der k.u.k. Streitkräfte erfolgen.[34]

Nach der gescheiterten Junioffensive (von Asiago bis zur unteren Piave) und der gescheiterten Offensive am Monte Grappa wurde Conrad am 14. Juli 1918 von Karl I. auch seiner Position als Befehlshaber der Heeresgruppe in Tirol enthoben. Um diese Entscheidung nicht zu harsch wirken zu lassen, erhob ihn der Kaiser gleichzeitig in den Grafenstand und ernannte ihn ehrenhalber zum Obersten aller kaiserlichen Garden in Wien.[35] Das Auseinanderbrechen der Monarchie wenige Monate später hielt Conrad für die Folge des mangelnden Gehörs, das seine Warnungen und Vorhersagen gefunden hätten.

Krankheit und Tod[Bearbeiten]

Die Jahre nach dem Krieg verbrachte Conrad in Wien und Innsbruck. Er arbeitete an Veröffentlichungen über sein Leben und versuchte sein Wirken zu rechtfertigen. Nach einem schweren Gallenleiden auf Kur in Bad Mergentheim, beklagte er in seinen Memoiren, die Familie Habsburg, insbesondere Erzherzog Friedrich, dem er über zwei Jahre lang erfolgreich gedient habe, habe sich nicht einmal zu Genesungswünschen an ihn aufraffen können.[36] Conrad starb am 25. August 1925 in Bad Mergentheim an einem Rückfall.[37] Er wurde auf dem Hietzinger Friedhof in Wien begraben.[38] Den pompösen Begräbnisfeierlichkeiten am 2. September wohnten mehr als 100.000 Trauergäste bei.[39] Das Ehrengrab wurde 2012 im Zuge der Diskussion um das Ehrengrab von Engelbert Dollfuß von der Gemeinde Wien wie dieses in ein „Historisches Grab“ umgewandelt.[40]

Einschätzung in der Forschung[Bearbeiten]

Propagandapostkarte mit Conrads Porträt

In der Republik Österreich gehörte die Pflege des Prestiges der k.u.k. Armee zur Selbstdarstellung des ehemaligen Offizierskorps und bis in die 1960er-Jahre zum patriotischen Bekenntnis zu Österreich: „Identifikationsfigur und Heros dieser Geschichtsbetrachtung war Feldmarschall Franz Conrad von Hötzendorf. Um seinen Ruhm und den Ruf der Armeeführung zu schützen, waren seine früheren Mitarbeiter bereit, jede Kritik an Conrads Feldherrngenie rigoros zurückzuweisen.“[41]

Während ihn seine zeitgenössischen Bewunderer als größten österreichischen Feldherrn seit Prinz Eugen von Savoyen bezeichneten, wurde durch die Ereignisse schon bald die Problematik seiner Politik und seiner militärischen Planungen klar. Conrad ignorierte konsequent kritische Faktoren wie Terrain, Wetter, Jahreszeiten oder Wege für Versorgung und Truppenbewegungen.[42]

Die Kritik an seiner Führung im Weltkrieg bemängelt in taktischer Hinsicht, dass er die Bedeutung der modernen Schnellfeuerwaffen und der schweren Artillerie zu wenig berücksichtigt habe, wodurch bei seinem stets bevorzugten Angriffsverhalten katastrophale Verluste schon zu Kriegsbeginn eingetreten seien. Auch schwere strategische Versäumnisse seien ihm anzulasten, etwa die politisch motivierte Truppenkonzentration an der serbischen Grenze, während die russischen Armeen schon Richtung Galizien marschierten.[43]

„Der schon in den Denkschriften ausgebreitete Bellizismus mit sozialdarwinistischer Fundierung entsprach auch oder gerade nach der Niederlage Conrads Weltsicht, und so präsentierte er sich in seinem Erinnerungswerk als der verhinderte Retter des Habsburgerreiches. Da er die Schuld am Weltkrieg der Entente und die Verantwortung für Österreich-Ungarns prekäre Lage im Frühsommer 1914 der politischen Führung der Monarchie zuwies, konnte die hagiographische Militärgeschichtsschreibung Conrads Selbstdarstellung übernehmen.[44]

Fritz Fellner beurteilt Conrads Verhalten in der Julikrise äußerst kritisch:

„Wenn der erwünschte Krieg tatsächlich ohne ausländische Einmischung geführt werden sollte, so mußte er ohne Aufschub begonnen werden, doch Conrad von Hötzendorf, der seit Jahren den Präventivkrieg gegen Serbien gepredigt, ihn vom Zaun zu brechen sich bemüht hatte, begann, kaum daß der Entschluß gefaßt war, schon um Zeitaufschub zu betteln. Dilettantischer ist noch nie ein Krieg vom Zaun gebrochen worden, als der Krieg gegen Serbien im Juli 1914 ... Man wußte schon seit dem 7. Juli, daß man Krieg führen wollte, ... der Generalstabschef jedoch erklärt sich außerstande, den seit drei Wochen geplanten Krieg vor einer weiteren Frist von 14 Tagen tatsächlich beginnen zu können.[45]

Der Historiker Samuel R. Williamson beurteilt Conrad sogar als den wahrscheinlich intrigantesten aller militärischen Führer in Europa vor 1914.[46]

Conrad übernahm niemals seinen Teil an der Verantwortung für den Ausbruch des Krieges und die Niederlage seines Landes. Er verteidigte sich damit, immer „nur der militärische Fachmann“ gewesen zu sein, der keine politische Entscheidung getroffen habe.[47]

Nach der Annexion von Serbien, Montenegro und Polen wollte Conrad in national geschlossenen Territorien den Völkern die Verwirklichung ihrer nationalen Bestrebungen im Rahmen der Monarchie gestatten. Die hochfliegenden Pläne des Strategen Conrad standen jedoch nicht im Einklang mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Die tatsächliche militärische Kraft der Monarchie hätte für seine Balkanpläne nie ausgereicht. Conrads Imperialismus bewegte sich immer noch auf dem Felde, das Metternich 100 Jahre zuvor abgesteckt hatte, denn auch für Conrad war nur die „Räson“ des überkommenen Staates maßgebend, nicht aber der Wille seiner Nationen. Es ging Conrad, wie Metternich, nicht um gesellschaftliche, wirtschaftliche oder koloniale Probleme, sondern um die Stärkung des Staates durch Expansion.[48]

Conrad sah die Rettung der wirtschaftlich wenig entwickelten und national stark gemischten Habsburgermonarchie in der Konstruktion eines Interessenstaates. Dieser sollte seine politische Kraft und historische Rechtfertigung durch die Vertretung der wirtschaftlichen Belange der kleinen Balkanvölker erlangen, um ihnen dadurch ihre Existenz überhaupt erst zu sichern. Conrads Interessenstaat sollte aus den drei Königreichen Österreich-Böhmen, Ungarn und Südslawien bestehen, deren „gegeneinander Ausspielen“ den Zentralismus stärken sollte. Sein Imperialismus entwuchs also nicht der Lebenskraft seines Staates, sondern seiner Schwäche, sein „Imperialismus der Defensive“ nimmt sich wie eine Flucht nach vorn aus.[48] Dass Einverleibungen gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung einen Staat schwächen, statt ihn zu stärken, ganz besonders in Zeiten der Selbstbestimmung der Völker, begriff er wie so viele andere nicht. Sein Denken war austrozentrisch geprägt, sodass er den Widersinn seiner Expansionsbestrebungen gegenüber den extrem nationalistischen und um Selbständigkeit kämpfenden Balkanvölkern gar nicht erfasste.[48]

„Wenn Conrad die Notwendigkeit der Expansion unter anderem auch wirtschaftlich begründet hat, so zielte dieses Argument bei ihm höchstens auf eine vorbeugende Sicherung eines großen Absatzgebietes hin, doch kennzeichnet es nicht den eigentlichen Zweck der Expansion ... Die innenpolitische Voraussetzung für seine Expansionsforderungen war nicht die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft, sondern der drohende Zerfall des Staates in seine nationalen Bestandteile. ... Mit der Vorstellung, dass der österreichische Staat nur mehr durch Eroberung Serbiens erneuert werden könne, wurzelt also der Wille zur imperialistischen Expansion zutiefst in einem konservativen Moment. ... Die Sorge um die inneren Verhältnisse war wohl der tiefere Grund für Conrads aggressive Expansionspläne. Er selbst verwahrte sich gegen den Vorwurf, Imperialist zu sein, denn er verstand unter Imperialismus nur Expansion um ihrer selbst willen.[49]

Conrad war in seinem Handeln vom Sozialdarwinismus geprägt. Der Kampf ums Überleben ist alles, Individuen zählen nicht, Nationen kämpfen um ihre Existenz und existieren, um zu kämpfen. Seine darwinistische Grundeinstellung führte zu einem imperialistischen politischen Programm, das mit dem Glauben an die naturgesetzliche Unterwerfung der Schwachen und Kleinen eine ausgeprägt kriegerische Note enthielt.[50]

Rezeption[Bearbeiten]

Conrad als Generalstabschef 1915, Porträt von Hermann Torggler (Heeresgeschichtliches Museum).

Im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum befindet sich im Saal V („Franz-Joseph-Saal“) eine Vitrine, in welcher persönliche Gegenstände Conrads ausgestellt sind, so seine Feldbinde, Kartentasche, Brieftasche und Feldflasche sowie sein Säbelportepee, Stulphut für Generale, Helm zu seiner Uniform als Chef des königlich-preußischen 5. Garde-Regiments zu Fuß, sein Lorgnon und militärwissenschaftliche Arbeiten Conrads.[51] Über der Vitrine befindet sich ein Porträt, das Conrad als General der Infanterie zeigt und von der Hand des Malers Hermann Torggler (1878–1939) stammt.[52]

Das DDR-Comic Mosaik schickte 1978/79 als Gegenspieler der Abrafaxe den österreichischen Major Hötzendorfer ins Rennen, eine deutliche Anspielung auf Feldmarschall von Hötzendorf.[53]

Während nach dem Ersten Weltkrieg in anderen Nationen der Generalstab und seine Tätigkeit, auch in Erwartung eines weiteren Krieges, einer allgemeinen Geheimhaltung unterlag, war Conrads Werk Aus meiner Dienstzeit 1906–1918, dessen Quellenwert vorsichtig zu beurteilen ist, unter anderem eine der ersten zusammenhängenden Darstellungen der Arbeit eines Generalstabschefs. Neben einigen Rezensenten ist auch Boris Michailowitsch Schaposchnikow in seinem Werk Der Generalstab – Das Hirn der Armee umfangreich auf Conrad von Hötzendorfs Werk eingegangen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Zum Studium der Taktik. Verlag Kreisel u. Kröger.
    • Band 1: Einleitung und Infanterie. Wien 1898.
    • Band 2: Artillerie, Cavallerie, vom Gefecht. Wien 1899.
  • Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Rikola-Verlag, Wien u.a. 1921 bis 1925:
    • Band 1: Die Zeit der Annexionskrise 1906-1909.
    • Band 2: 1910-1912. Die Zeit des libyschen Krieges und des Balkankrieges bis Ende 1912.
    • Band 3: 1913 und das erste Halbjahr 1914. Der Ausgang des Balkankrieges und die Zeit bis zum Fürstenmord in Sarajevo.
    • Band 4: 24. Juni 1914 bis 30. September 1914. Die politischen und militärischen Vorgänge vom Fürstenmord in Sarajevo bis zum Abschluß der ersten und bis zum Beginn der zweiten Offensive gegen Serbien und Rußland.
    • Band 5: Oktober-November-Dezember 1914. Die Kriegsereignisse und die politischen Vorgänge in dieser Zeit.
  • Kurt Peball (Hrsg.): Private Aufzeichnungen. Erste Veröffentlichungen aus den Papieren des k.u.k. Generalstabs-Chefs. Verlag Amalthea, Wien 1977, ISBN 3-85002-073-8

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franz Conrad von Hötzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Generalstabschef Freiherr v. Conrad. In: Reichspost, 12. September 1914, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/rpt
  2. Lehmann's allgemeiner Wohnungs-Anzeiger für Wien, Ausgabe 1921 / 1922, Band 2, S. 176 (= S. 182 der digitalen Reproduktion)
  3. Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architect of the apocalypse. Verlag Humanity Press, Boston 2000, ISBN 0-391-04097-9, S. 2–6 und 15f.
  4. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 45-47.
  5. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 40-43.
  6. Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architect of the apocalypse. Verlag Humanity Press, Boston 2000, ISBN 0-391-04097-9, S. 20–24 und 29.
  7. Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architect of the apocalypse. Verlag Humanity Press, Boston 2000, ISBN 0-391-04097-9, S. 34ff.
  8. Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architect of the apocalypse. Verlag Humanity Press, Boston 2000, ISBN 0-391-04097-9, S. 37 und 40 und 47
  9. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 52-57.
  10. Günther Kronenbitter: Krieg im Frieden. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914. Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 59., und Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 58-66.
  11. Günther Kronenbitter: Krieg im Frieden. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914. Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 336.
  12. Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architekt der Apokalypse. Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Wien/Graz 2003, ISBN 3-7083-0116-1, S. 117ff.
  13. Günther Kronenbitter: „Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914. Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 236f.
  14. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 109-121.
  15. Rudolf Kiszling: Franz Graf Conrad von Hötzendorf. In: Walter Pollak (Hrsg.): Tausend Jahre Österreich. Eine Biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die beiden Republiken. Verlag Jugend u. Volk, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 39–46, hier S. 40.
  16. Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 2: 1910-1912. Die Zeit des libyschen Krieges und des Balkankrieges bis Ende 1912. Wien/Berlin/Leipzig/München 1922, S. 315; und Rudolf Kiszling: Franz Graf Conrad von Hötzendorf. In: Walter Pollak (Hrsg.): Tausend Jahre Österreich. Eine Biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die beiden Republiken. Verlag Jugend und Volk, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 39–46, hier S. 41
  17. Heinz Angermeier: Der österreichische Imperialismus des Feldmarschalls Conrad von Hötzendorf. In: Dieter Albrecht (Hrsg): Festschrift für Max Spindler zum 75. Geburtstag. München 1969, S. 777–792, hier: S. 784; und Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 1: Die Zeit der Annexionskrise 1906-1909. Wien/Berlin/Leipzig/München 1921, S. 537-540.
  18. Heinz Angermeier: Der österreichische Imperialismus des Feldmarschalls Conrad von Hötzendorf. In: Dieter Albrecht (Hrsg): Festschrift für Max Spindler zum 75. Geburtstag. München 1969, S. 777–792, hier: S. 787.
  19. Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 1: Die Zeit der Annexionskrise 1906-1909. Wien/Berlin/Leipzig/München 1921. S. 537.
  20. Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 2: 1910-1912: Die Zeit des libyschen Krieges und des Balkankrieges bis Ende 1912. Wien/Berlin/Leipzig/München 1922, S. 314f., und Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 90-100.
  21. John W. Mason: The Dissolution of the Austro-Hungarian Empire 1867-1918. Longman, London/New York 1985, ISBN 0-582-35393-9, S. 65.
  22. Rudolf Kiszling: Franz Graf Conrad von Hötzendorf. In: Walter Pollak (Hrsg.): Tausend Jahre Österreich. Eine Biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die beiden Republiken. Verlag Jugend und Volk, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 39–46, hier S. 42.
  23. William Jannen, Jr.: The Austro-Hungarian Decision For War in July 1914. In: Samuel R. Williamson, Jr., Peter Pastor (Hrsg.): Essays On World War I: Origins and Prisoners of War. New York 1983, ISBN 0-88033-015-5, S. 55-81, hier: S. 56-57 und 72.
  24. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8.
  25. Samuel R. Williamson, Jr.: Vienna and July 1914: The Origins of the Great War Once More. In: Samuel R. Williamson, Jr., Peter Pastor (Hrsg.): Essays On World War I: Origins and Prisoners of War. New York 1983, ISBN 0-88033-015-5, S. 9-36, hier: S. 27ff., und Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 122-134.
  26. Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 4: 24. Juni 1914 bis 30. September 1914. Die politischen und militärischen Vorgänge vom Fürstenmord in Sarajevo bis zum Abschluß der ersten und bis zum Beginn der zweiten Offensive gegen Serbien und Rußland. Wien/Berlin/Leipzig/München 1923/1925. S. 150f.
  27. Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 5: Oktober-November-Dezember 1914. Die Kriegsereignisse und die politischen Vorgänge in dieser Zeit. Wien/Berlin/Leipzig/München 1925. S. 78.
  28. Rudolf Jerábek, Militär und Politik in der ersten Jahreshälfte 1916. Mit einem Anhang über die Überlieferungsform in Gabelsberger Stenographie. Ungedruckte Hausarbeit, Wien 1983. S. 69.
  29. Rudolf Kiszling: Franz Graf Conrad von Hötzendorf. In: Walter Pollak (Hrsg.): Tausend Jahre Österreich. Eine Biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die beiden Republiken. Verlag Jugend u. Volk, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 39–46, hier S. 43.
  30. Andrej Mitrovic: Die Kriegsziele der Mittelmächte und die Jugoslawienfrage 1914-1918. In: Adam Wandruszka, Richard G. Plaschka, Anna M. Drabek (Hrsg.): Die Donaumonarchie und die südslawische Frage von 1848 bis 1918. Texte des ersten österreichisch-jugoslawischen Historikertreffens Gösing 1976. Wien 1978, S. 137-172, hier: S. 149.
  31. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 154-161.
  32. Gerhard Ritter: Staatskunst und Kriegshandwerk. Das Problem des „Militarismus“ in Deutschland. Band 3: Die Tragödie der Staatskunst. Bethmann Hollweg als Kriegskanzler (1914–1917). Verlag Oldenbourg, München 1964, S. 52f.
  33. Rudolf Jerábek: Militär und Politik in der ersten Jahreshälfte 1916. Mit einem Anhang über die Überlieferungsform in Gabelsberger Stenographie. Ungedruckte Hausarbeit, Wien 1983, S. 74f. und 114.
  34. Manfried Rauchensteiner: Der Tod des Doppeladlers. Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg. Böhlau Verlag, Wien/Graz/Köln 1993, ISBN 3-222-12454-X, S. 431.
  35. Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 169-175.
  36. Kurt Peball (Hrsg.): Conrad von Hötzendorf: Private Aufzeichnungen. Erste Veröffentlichungen aus den Papieren des k.u.k. Generalstabs-Chefs, Amalthea, Wien, München 1977, ISBN 3-85002-073-8, S. 194
  37. Der Tod des Feldmarschalls Conrad. In: Neue Freie Presse, 27. August 1925, S. 7 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp,
    Feldmarschall Conrad †. In: Reichspost, 27. August 1925 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/rpt samt den Folgeseiten 2 und 3
  38. Rudolf Kiszling: Franz Graf Conrad von Hötzendorf. In: Walter Pollak (Hrsg.): Tausend Jahre Österreich. Eine Biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die beiden Republiken. Verlag Jugend u. Volk, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 39–46, hier S. 44ff.
  39. Feldmarschalls Conrad von Hötzendorfs letzte Fahrt.. In: Wiener Bilder, 6. September 1925, S. 1 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrb und S.4,
    Feldmarschall Conrads letzte Fahrt.. In: Reichspost, 3. September 1925, S. 7 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/rpt und S.8;
    Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architekt der Apokalypse. Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Wien/Graz 2003, ISBN 3-7083-0116-1, S. 244.
  40. Kein Ehrengrab mehr für Dollfuß und Loos Salzburger Nachrichten, 5. September 2012.
  41. Günther Kronenbitter: „Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914. Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 9; Beispiel für eine solche Apologetik neben Conrads eigenen Werken: Oskar Regele: Feldmarschall Conrad. Auftrag und Erfüllung 1906–1918. Wien 1955.
  42. Graydon A. Tunstall, Jr.: Austria-Hungary. In: Richard F. Hamilton, Holger H. Herwig: The Origins of World War I. Cambridge Univ. Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-81735-8, S. 112-149, hier: S. 121f., und Wolfram Dornik: Des Kaisers Falke. Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf, mit einer Nachbetrachtung von Hannes Leidinger und Verena Moritz. Studienverlag, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7065-5004-8, S. 201-221.
  43. Rudolf Kiszling: Franz Graf Conrad von Hötzendorf. In: Walter Pollak (Hrsg.): Tausend Jahre Österreich. Eine Biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die beiden Republiken. Verlag Jugend u. Volk, Wien 1974, ISBN 3-7141-6523-1, S. 39–46, hier S. 45.
  44. Günther Kronenbitter: „Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914. Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 10.
  45. Fritz Fellner: Die „Mission Hoyos. In: Fritz Fellner, Heidrun Maschl (Hrsg.): Vom Dreibund zum Völkerbund. Studien zur Geschichte der internationalen Beziehungen 1882–1919. Verlag für Geschichte u. Politik, Wien 1994, ISBN 3-7028-0333-5, S. 112–141, hier: S. 130f.
  46. Samuel R. Williamson, Jr.: Vienna and July 1914: The Origins of the Great War Once More. In: Samuel R. Williamson, Jr., Peter Pastor (Hrsg.): Essays On World War I: Origins and Prisoners of War. New York 1983, ISBN 0-88033-015-5, S. 9-36, hier: S. 13.
  47. Lawrence Sondhaus: Franz Conrad von Hötzendorf. Architekt der Apokalypse. Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Wien/Graz 2003, ISBN 3-7083-0116-1, S. 256.
  48. a b c Heinz Angermeier: Der österreichische Imperialismus des Feldmarschalls Conrad von Hötzendorf. In: Dieter Albrecht (Hrsg): Festschrift für Max Spindler zum 75. Geburtstag. München 1969, S. 777–792, hier: S. 778f.
  49. Heinz Angermeier: Der österreichische Imperialismus des Feldmarschalls Conrad von Hötzendorf. In: Dieter Albrecht (Hrsg): Festschrift für Max Spindler zum 75. Geburtstag. München 1969, S. 777–792, hier: S. 786f.
  50. Heinz Angermeier: Der österreichische Imperialismus des Feldmarschalls Conrad von Hötzendorf. In: Dieter Albrecht (Hrsg): Festschrift für Max Spindler zum 75. Geburtstag. München 1969, S. 777–792, hier: S. 778-779.
    Feldmarschall Conrad: Aus meiner Dienstzeit 1906-1918. Band 4: 24. Juni 1914 bis 30. September 1914. Die politischen und militärischen Vorgänge vom Fürstenmord in Sarajevo bis zum Abschluß der ersten und bis zum Beginn der zweiten Offensive gegen Serbien und Rußland. Wien/Berlin/Leipzig/München 1923/1925, S. 128f.
  51. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal VI – Die k.(u.)k. Armee von 1867-1914, Wien 1989, S. 31.
  52. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher (Hg.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Graz, Wien 2000 S. 32.
  53. MosaPedia-Artikel über Major Hötzendorfer
  54. Hans Rauscher: Manisch-depressiver Feldherr Rezension in Der Standard, 29. November 2013