Franz Gruß

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Franz Gruß (* 29. Januar 1931 in Ringwalde bei Malapane, Oberschlesien; † 30. Oktober 2006 in Großwelka (Bautzen)) war ein deutscher Bildhauer.

Mit zwölf Jahren entdeckte er das Malen und Zeichen sowie das Modellieren für sich. Dieses Talent begünstigte seinen weiteren beruflichen Werdegang. Nach dem Krieg ließ sich seine Familie in Großwelka bei Bautzen nieder und er begann eine Ausbildung zum Dekorationsmaler. Später absolvierte er Lehrgänge an der Abendschule und vollendete dann seine Ausbildung als Bildhauer.

1978 modellierte er in seinem Privatgarten die ersten Saurier-Figuren aus dem Mesozoikum. So entstand der erste Sauriergarten, in dem auch originalgetreue Nachbildungen und Modelle von Menschenaffen zu sehen sind. Seine Arbeiten wurden schnell in der Region bekannt. Im Nachbarort Kleinwelka wuchs der Wunsch, ebenfalls einen Saurierpark bzw. Urzoo anzulegen, der dann 1981 verwirklicht wurde. Der Urzoo wurde schnell in der DDR populär.

Neben der Anlage in Kleinwelka baute Franz Gruß seinen privaten Sauriergarten weiter aus. Franz Gruß arbeitete bis 1991 in beiden Arealen, führte die Arbeiten ab 1991 bis zu seinem Tod jedoch nur noch in der privaten Anlage, dem Sauriergarten fort, da er sich mit der Gemeinde zerstritten hatte. Seit 1994 führt die Arbeiten im Saurierpark der Bildhauer Thomas Stern weiter. Saurierpark und -garten sind inzwischen miteinander verbunden und mit einer Eintrittskarte zu besichtigen.

Gruß eröffnete 1996 mit dem Urzeitpark ein weiteres privates Areal in Sebnitz. Dort sind mehr als 400 Plastiken von Saurieren und anderen Urzeittieren zu besichtigen.

Für seine außergewöhnliche Leistungen erhielt Franz Gruß 1984 die Leibniz-Medaille und 1996 das Bundesverdienstkreuz. Im Jahre 1999 erfolgte eine Eintragung in das Guinessbuch der Rekorde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franz Gruß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien