Franz Hayler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Franz Hayler
Franz Hayler und Walter Funk 1944

Franz Hayler (* 29. August 1900 in Schwarzenfeld; † 11. September 1972 in Aschau im Chiemgau) war ein selbständiger Kaufmann, der in der Zeit des Nationalsozialismus als Mitglied von NSDAP und SS bis zum Staatssekretär und zum stellvertretenden Wirtschaftsminister im Reichsministerium für Wirtschaft aufstieg.

Leben[Bearbeiten]

Hayler studierte in München und wurde 1921 Mitglied des Corps Bavaria München.[1] Er kämpfte im Freikorps Oberland gegen die Münchner Räterepublik, im Ruhrgebiet und in Oberschlesien und war 1923 am gescheiterten Hitlerputsch beteiligt. Am 1. Dezember 1931 trat er als Mitglied Nr. 754.133 in die NSDAP ein, Mitte 1933 auch in die SS (Mitgliedsnummer 64.697), wo er 1939 zum SS-Standartenführer beim Hauptamt des Sicherheitsdienstes (SD) und später zum SS-Brigadeführer aufstieg.

Der seit 1927 selbstständige Kaufmann übernahm daneben zahlreiche Ämter in Wirtschaftsverbänden, so war er ab Juni 1933 Leiter des Reichsverbandes Deutscher Kaufleute des Kolonialwaren-, Feinkost- und Lebensmittel-Einzelhandels e.V. (abgekürzt Rekofei), von 1934 bis 1943 war er Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, und ab 1938 Leiter der Reichsgruppe Handel.

Bei der Reichstagswahl 1936 kandidierte er als SS-Obersturmführer aus München mit der Nummer 1025 des Reichswahlvorschlages, erhielt aber kein Mandat.

Vom 11. September 1942 bis Kriegsende war er Mitglied des Reichstags. 1943 nahm er eine Tätigkeit im Reichswirtschaftsministerium auf, wo er im November 1943 zum Staatssekretär und zum Vertreter des Reichswirtschaftsministers Walther Funk ernannt wurde. Hayler gehörte dem Freundeskreis Reichsführer SS an und trug den Titel Wehrwirtschaftsführer.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, Eintrag zu Hayler, S. 234.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 13, 1467