Franz Irsigler

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Franz Irsigler (* 18. September 1941 in Großuretschlag, Kreis Krumau) ist ein deutscher Historiker und emeritierter[1] Professor für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Trier.

Irsigler besuchte das humanistische Gymnasium in Burghausen und Pfarrkirchen und studierte von 1963 bis 1968 Geschichte und Soziologie in München und Saarbrücken. 1968 wurde er in Saarbrücken mit dem Thema Untersuchungen zur Geschichte des frühfränkischen Adels promoviert und war anschließend von 1968 bis 1974 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichtliche Landeskunde der Rheinlande an der Universität Bonn. 1974 habilitierte er sich mit einer Arbeit über Die wirtschaftliche Stellung der Stadt Köln im 14. und 15. Jahrhundert. Strukturanalyse einer spätmittelalterlichen Exportgewerbe- und Fernhandelsstadt und erhielt die Venia legendi für Mittlere und Neuere Geschichte. Im selben Jahr wurde er Wissenschaftlicher Rat und Professor an der Universität Bielefeld, wo er von 1975 bis 1976 auch Dekan der Fakultät für Geschichtswissenschaft war. 1977 erhielt er einen Ruf an die Universität Trier und war dort seit dem 1. April 1977 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichtliche Landeskunde. In Trier leitete er zahlreiche Forschungsprojekte, u. a. zur Hexenforschung, zur Geldgeschichte und zur Grabmalskunst sowie von 1981 bis 2008 den Geschichtlichen Atlas der Rheinlande. Ab 1987 war er Teilprojektleiter und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 235 Zwischen Rhein und Maas. 2008 erfolgte seine Emeritierung.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Untersuchungen zur Geschichte des frühfränkischen Adels (= Rheinisches Archiv. Bd. 70). Röhrscheid, Bonn 1969 (Zugleich: Saarbrücken, Universität des Saarlandes, phil. Dissertation vom 19. Juli 1968), (2., um einen Nachtrag erweiterte Auflage. ebenda 1981, ISBN 3-7928-0420-4).
  • Die wirtschaftliche Stellung der Stadt Köln im 14. und 15. Jahrhundert. Strukturanalyse einer spätmittelalterlichen Exportgewerbe- und Fernhandelsstadt (= Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beiheft 65). Steiner, Wiesbaden 1979, ISBN 3-515-02743-2 (Zugleich: Bonn, Universität, Habilitations-Schrift, 1974).
  • mit Dietrich Ebeling: Getreideumsatz, Getreide- und Brotpreise in Köln 1368–1797 (= Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln. Bd. 65–66). 2 Bände. Böhlau, Köln u. a. 1976–1977;
    • Band 1: Getreideumsatz und Getreidepreise. Wochen-, Monats- und Jahrestabelle. ISBN 3-412-04876-5 (formal falsche ISBN);
    • Band 2: Brotgewichte und Brotpreise : Wochen-, Monats- und Jahrestabelle, Graphiken. ISBN 3-412-04277-3.
  • mit Arnold Lassotta: Bettler und Gaukler, Dirnen und Henker. Randgruppen und Außenseiter in Köln 1300–1600 (= Aus der Kölner Stadtgeschichte). Greven, Köln 1984, ISBN 3-7743-0210-3 (Taschenbuchausgabe. (= dtv 11061 Geschichte). Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1989, ISBN 3-423-11061-9; japanische Übersetzung 1992, koreanische Übersetzung 2006).

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietrich Ebeling, Volker Henn, Rudolf Holbach, Winfried Reichert, Wolfgang Schmid (Hrsg.): Landesgeschichte als multidisziplinäre Wissenschaft. Festgabe für Franz Irsigler zum 60. Geburtstag. Porta-Alba-Verlag, Trier 2001, ISBN 3-933701-03-1.
  • Volker Henn, Rudolf Holbach, Michel Pauly, Wolfgang Schmid (Hrsg.): Miscellanea Franz Irsigler. Festgabe zum 65. Geburtstag. Porta-Alba-Verlag, Trier 2006, ISBN 3-933701-23-6.
  • Rudolf Holbach, Michel Pauly (Hrsg.): Städtische Wirtschaft im Mittelalter. Festschrift für Franz Irsigler zum 70. Geburtstag. Böhlau, Köln u. a. 2011, ISBN 978-3-412-20779-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. http://www.uni-trier.de/index.php?id=14533&L=0