Franz Josef Heinz

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Franz Josef Heinz (Zweiter von links) und Mitglieder seines Kabinetts, 1923
Leiche von Heinz, 1924, Polizeiaufnahme vom Tatort

Franz Josef Heinz, genannt Heinz-Orbis (* 25. Februar 1884 in Orbis; † 9. Januar 1924 in Speyer), war ein pfälzischer Separatist.

Herkunft[Bearbeiten]

Der aus der Nordpfalz stammende und nach seiner Heimatgemeinde benannte Heinz war Landwirt und Führer der Freien Bauernschaft sowie Gründer des Pfälzischen Corps. Er war Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP) und gehörte ab 1920 dem pfälzischen Kreistag an.

Autonome Pfalz[Bearbeiten]

Am 11. November 1923 rief Heinz in Speyer die „Regierung der Autonomen Pfalz im Verband der Rheinischen Republik“ aus. Ziel war die Schaffung eines an Frankreich angelehnten, vom Deutschen Reich unabhängigen Staates.

Mit Billigung der damals für die Pfalz zuständigen bayerischen Regierung wurde er am 9. Januar 1924 im Speisesaal des Speyerer Hotels Wittelsbacher Hof durch einen Trupp von Gegnern der Separatisten u.a. Franz Hellinger, unter dem Kommando Edgar Julius Jungs erschossen. Dabei wurden zwei seiner Mitarbeiter und ein weiterer Gast getötet.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Gräber, Matthias Spindler: Revolverrepublik am Rhein. Die Pfalz und ihre Separatisten. Band 1: November 1918 – November 1923. Pfälzische Verlags-Anstalt, Landau/Pfalz 1992. ISBN 3-87629-164-X
  • Gerhard Gräber, Matthias Spindler: Die Pfalzbefreier: Volkes Zorn und Staatsgewalt im bewaffneten Kampf gegen den pfälzischen Separatismus 1923/24. Pro Message, Ludwigshafen/Rhein 2005. ISBN 3-934845-24-X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Pfalz unter französischer Besatzung, Wilhelm Kreutz/Karl Scherer, S. 72