Franz Josef Stoiber

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Franz Josef Stoiber (* 1959) ist ein deutscher Organist und gegenwärtig Domorganist an St. Peter in Regensburg.

Biografie[Bearbeiten]

Während seiner Schulzeit erhielt Franz Josef Stoiber Orgelunterricht bei dem Passauer Domorganisten Walther R. Schuster und bei seinem nachmaligen Regensburger Vorgänger Eberhard Kraus. Seine kirchenmusikalischen und musiktheoretischen Studien setzte er nach dem Abitur (1979) fort an der Hochschule für Musik Würzburg (Orgel bei Günther Kaunzinger und Gerhard Weinberger, Tonsatz bei Zsolt Gardonyi) und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Künstlerisches Hauptfach Orgel bei Jon Laukvik) sowie beim Wiener Domorganisten Peter Planyavsky (Orgelimprovisation).

Nach dreijähriger Tätigkeit als hauptamtlicher Musikalischer Assistent am Dom in Würzburg und als Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Würzburger Musikhochschule folgte Stoiber 1989 einem Ruf als Dozent für Orgel und Musiktheorie an die Fachakademie für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung, der heutigen Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg.

1993 wurde er beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Im Jahr 1996 erfolgte Stoibers Berufung zum Domorganist in Regensburg und seit 1997 ist er auch als Orgellehrer bei den Regensburger Domspatzen tätig. Im Jahr 2003 erhielt er eine ordentliche Professur für Orgel (Schwerpunkt Liturgisches Orgelspiel und Improvisation) an der Regensburger Kirchenmusikhochschule, die er von 2003 bis 2011 als Rektor leitete.

Konzerte, CD-Produktionen, Gastdozenturen (u.a. in Deutschland, Portugal, Japan, Kroatien und Russland), seine kompositorische Tätigkeit, Aufsätze und Buchveröffentlichungen machten ihn überregional bekannt. Neben einem breit angelegten Orgel-Literatur-Repertoire legt Stoiber einen besonderen Schwerpunkt auf die Orgelimprovisation.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Orgelimprovisationen Vol. 2: Weihnachten. Franz Josef Stoiber an der Göckel-Orgel in St. Peter zu Düsseldorf. Organpromotion, Sulz am Neckar, 2005.
  • Bach im Regensburger Dom. Franz Josef Stoiber (Orgel) und die Regensburger Domspatzen (Ltg. Roland Büchner). Motette, Düsseldorf, 2000.
  • Olivier Messiaen – Berühmte Meditationen für Orgel. Franz Josef Stoiber an der Orgel des Domes zu Regensburg. Motette, Düsseldorf, 2003.
  • Orgelmusik aus dem Regensburger Dom. Franz Josef Stoiber an der Mathis-Orgel. IFO-Records, Mainz, 1999.
  • Die Regensburger Domorgel. Bach – Renner – Dupré – Messiaen. Franz Josef Stoiber an der neuen Rieger-Orgel des Domes zu Regensburg. Motette, Düsseldorf, 2010.
  • Orgelmusik von Liszt und Renner. Franz Josef Stoiber an der Regensburger Domorgel. Motette, Düsseldorf, 2011.
  • Glocken und Orgelimprovisationen im Hohen Dom zu Regensburg. Franz Josef Stoiber (Orgel), Eine Choralschola, Regensburger Domspatzen. Motette CD 12561. 2003
  • "Alles meinem Gott zu Ehren." Franz Josef Stoiber an der Kögler-Orgel der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt an der Donau. Ambiente 2013
  • "Glocken- und Orgelklänge aus dem Regensburger Dom." Franz Josef Stoiber (Orgelimprovisation), eine Schola ehemaliger Regensburger Domspatzen (Ltg. Karl-Heinz Liebl). Motette, Düsseldorf, 2013

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Gehörbildung, Tonsatz, Improvisation – ein Übungsbuch. ConBrio Verlagsgesellschaft, Regensburg 1995.
  • Harmonische Idiomatik. In: Hans D. Hoffert und Klemens Schnorr (Hrsg.): Dux et Comes – Franz Lehrndorfer zum 70. Geburtstag. Universitätsverlag Regensburg, 1998.
  • Tonsatz. In: Thomas Albus und Franz Josef Stoiber (Hrsg.): Basiswissen Kirchenmusik, Bd. 3 Musiktheorie – Liturgisches Orgelspiel. Carus-Verlag Stuttgart, 2009.

Literatur[Bearbeiten]

  • Magnus Gaul: Domorganist Franz Josef Stoiber. In: mälzels magazin Nr. 2, 1999 (online).

Weblinks[Bearbeiten]