Franz Kafka

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Franz Kafka (um 1906)

Franz Kafka (* 3. Juli 1883 in Prag, Österreich-Ungarn; † 3. Juni 1924 in Klosterneuburg-Kierling, Österreich; selten auch tschechisch František Kafka) war ein deutschsprachiger Schriftsteller. Sein Hauptwerk bilden neben drei Romanfragmenten (Der Process, Das Schloss und Der Verschollene) zahlreiche Erzählungen.

Kafkas Werke wurden zum größeren Teil erst nach seinem Tod und gegen seine letztwillige Verfügung von Max Brod veröffentlicht, einem engen Freund und Vertrauten, den Kafka als Nachlassverwalter bestimmt hatte. Kafkas Werke zählen zum unbestrittenen Kanon der Weltliteratur.

Leben

Herkunft

Kafkas Schwestern: v. l. Valli, Elli, Ottla
Franz Kafka, etwa fünf Jahre alt

Franz Kafkas Eltern Hermann Kafka (1852–1931) und Julie Kafka, geborene Löwy (1856–1934) entstammten bürgerlichen jüdischen Kaufmannsfamilien.[1] Der Vater kam aus dem Dorf Wosek in Südböhmen, wo er in einfachen Verhältnissen aufwuchs. Er musste als Kind die Waren seines Vaters, des Schächters Jakob Kafka (1814–1889), in umliegende Dörfer ausliefern. Später arbeitete er als reisender Vertreter, dann als selbstständiger Grossist mit Galanteriewaren in Prag. Julie Kafka gehörte einer wohlhabenden Familie aus Podiebrad an, verfügte über eine umfassendere Bildung als ihr Mann und hatte Mitspracherecht in dessen Geschäft, in dem sie täglich bis zu zwölf Stunden arbeitete. Neben den Brüdern Georg und Heinrich, die bereits als Kleinkinder verstarben, hatte Franz Kafka drei Schwestern, die später deportiert wurden, vermutlich in Konzentrationslager oder Ghettos, wo sich ihre Spuren verlieren: Gabriele, genannt Elli (1889–1941?), Valerie, genannt Valli (1890–1942?), und Ottilie „Ottla“ Kafka (1892–1943?). Da die Eltern tagsüber abwesend waren, wurden alle Geschwister im Wesentlichen von wechselndem, ausschließlich weiblichem Dienstpersonal aufgezogen. Kafka gehörte zur Minderheit der Bevölkerung Prags, deren Muttersprache Deutsch war. Außerdem beherrschte er wie seine Eltern Tschechisch.

Während sich Kafka in Briefen, Tagebüchern und Prosatexten umfangreich mit seinem Verhältnis zum Vater auseinandersetzte, stand die Beziehung zu seiner Mutter eher im Hintergrund. Allerdings gibt es gerade aus der mütterlichen Linie eine große Anzahl von Verwandten, die sich in Kafkas Figuren wiederfinden,[2] zu nennen sind hier Junggesellen, Sonderlinge, Talmudkundige und explizit der Landarzt Onkel Siegfried Löwy, der Vorbild für die Erzählung Ein Landarzt war.

Kindheit, Jugend und Ausbildung

Von 1889 bis 1893 besuchte Kafka die Deutsche Knabenschule am Fleischmarkt in Prag. Anschließend ging er, entsprechend dem väterlichen Wunsch, auf das ebenfalls deutschsprachige humanistische Staatsgymnasium in der Prager Altstadt, Palais Goltz-Kinsky, das sich im selben Gebäude wie das Galanteriegeschäft der Eltern befand.[3] Zu seinen Freunden in der Oberschulzeit gehörten Rudolf Illowý, Hugo Bergmann, Ewald Felix Příbram, in dessen Vaters Versicherung er später arbeiten sollte, Paul Kisch sowie Oskar Pollak, mit dem er bis in die Universitätszeit befreundet blieb.

Kafka als Schüler (vor 1900)

Schon als Schüler beschäftigte sich Kafka mit Literatur. Seine frühen Versuche sind jedoch verschollen, vermutlich hat er sie vernichtet, ebenso wie die frühen Tagebücher.

1899 wandte sich der sechzehnjährige Kafka dem Sozialismus zu. Obwohl sein Freund und politischer Mentor, Rudolf Illowy, wegen sozialistischer Umtriebe von der Schule flog, blieb Kafka seiner Überzeugung treu und trug die rote Nelke am Knopfloch.[4] Nach Ablegung der Reifeprüfung (Matura) im Jahre 1901 mit „befriedigend“ verließ der 18-Jährige zum ersten Mal in seinem Leben Böhmen und reiste mit seinem Onkel Siegfried Löwy nach Norderney und Helgoland.

Das Universitätsstudium, von 1901 bis 1906 an der Karl-Ferdinands-Universität zu Prag, begann Kafka zunächst mit Chemie; nach kurzer Zeit wechselte er in die juristische Richtung; sodann probierte er es mit einem Semester Germanistik und Kunstgeschichte. Im Sommersemester 1902 hörte Kafka Anton Martys Vorlesung über Grundfragen der deskriptiven Psychologie.[5] Dann erwog er sogar die Fortsetzung des Studiums in München, um schließlich doch beim Studium der Rechte zu bleiben. Programmgemäß schloss er dieses nach fünf Jahren mit der Promotion bei Alfred Weber ab, worauf ein obligatorisches einjähriges unbezahltes Rechtspraktikum am Landes- und Strafgericht folgte.[6]

Berufsleben

Nach einer knapp einjährigen Anstellung bei der privaten Versicherungsgesellschaft „Assicurazioni Generali“ (Oktober 1907 bis Juli 1908) arbeitete Kafka von 1908 bis 1922 in der halbstaatlichen „Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt für das Königreich Böhmen“ (AUVA) in Prag. Seinen Dienst bezeichnete er oft als „Brotberuf“.

Kafkas Tätigkeit bedingte genaue Kenntnisse der industriellen Produktion und Technik. Der 25-Jährige machte Vorschläge zu Unfallverhütungsvorschriften. Außerhalb seines Dienstes solidarisierte er sich politisch mit der Arbeiterschaft; auf Demonstrationen, denen er als Passant beiwohnte, trug er weiterhin eine rote Nelke im Knopfloch. Anfangs arbeitete er in der Unfallabteilung, später wurde er in die versicherungstechnische Abteilung versetzt.

Seit 1910 gehörte Kafka als Konzipist – vergleichbar einem heutigen Referendar – zur Betriebsabteilung, nachdem er sich durch den Besuch von Vorlesungen über „Mechanische Technologie“ an der Technischen Hochschule in Prag auf diese Position vorbereitet hatte. Kafka stellte Bescheide aus und brachte diese auf den Weg, wenn es alle fünf Jahre galt, versicherte Betriebe in Gefahrenklassen einzuteilen. Von 1908 bis 1916 wurde er immer wieder zu kurzen Dienstreisen nach Nordböhmen geschickt; häufig war er in der Bezirkshauptmannschaft Reichenberg, dem heutigen Liberec. Dort besichtigte er Unternehmen, referierte vor Unternehmern und nahm Gerichtstermine wahr. Als „Versicherungsschriftsteller“ verfasste er Beiträge für die jährlich erscheinenden Rechenschaftsberichte.

In Anerkennung seiner Leistungen wurde Kafka vier Mal befördert, 1910 zum Konzipisten, 1913 zum Vizesekretär, 1920 zum Sekretär, 1922 zum Obersekretär. Zu seinem Arbeitsleben vermerkt Kafka in einem Brief: „Über die Arbeit klage ich nicht so, wie über die Faulheit der sumpfigen Zeit“. Der „Druck“ der Bürostunden, das Starren auf die Uhr, der „alle Wirkung“ zugeschrieben wird, und die letzte Arbeitsminute als „Sprungbrett der Lustigkeit“ – so sah Kafka den Dienst. An Milena Jesenská schrieb er: „Mein Dienst ist lächerlich und kläglich leicht […] ich weiß nicht wofür ich das Geld bekomme“.

Als bedrückend empfand Kafka auch sein (von der Familie erwartetes) Engagement in den elterlichen Geschäften, zu denen 1911 die Asbestfabrik des Schwagers hinzugekommen war, die nie recht florieren wollte und die Kafka zu ignorieren suchte, obwohl er sich zu ihrem stillen Teilhaber hatte machen lassen.

Es ist verbürgt, dass Kafka der Arbeiterklasse Mitgefühl entgegenbrachte. Sein ruhiger und persönlicher Umgang mit den Arbeitern hob sich vom herablassenden Chefgebaren seines Vaters demonstrativ ab. Der Weltkrieg brachte neue Erfahrungen, als Tausende von ostjüdischen Flüchtlingen nach Prag gelangten. Im Rahmen der „Kriegerfürsorge“ kümmerte sich Kafka um die Rehabilitation und berufliche Umschulung von Schwerverwundeten.[7] Dazu war er von seiner Versicherungsanstalt verpflichtet worden; zuvor hatte ihn diese allerdings als „unersetzliche Fachkraft“ reklamiert und damit (gegen Kafkas Intervention) vor der Front geschützt, nachdem er 1915 erstmals als militärisch „voll verwendungsfähig“ eingestuft worden war. Die Kehrseite dieser Wertschätzung erlebte Kafka zwei Jahre später, als er an Lungentuberkulose erkrankte und um Pensionierung bat: Die Anstalt sperrte sich und gab ihn erst nach fünf Jahren am 1. Juli 1922 endgültig frei.

Vaterbeziehung

Scan der ersten Seite der Handschrift von Kafkas Brief an den Vater

Das konfliktreiche Verhältnis zu seinem Vater gehört zu den zentralen und prägenden Motiven in Kafkas Werk.

Selbst feinfühlig, zurückhaltend, ja scheu und nachdenklich, beschreibt Franz Kafka seinen Vater, der sich aus armen Verhältnissen hoch gearbeitet und es kraft eigener Anstrengung zu etwas gebracht hatte, als durch und durch lebenstüchtige und zupackende, aber eben auch grobe, polternde, selbstgerechte und despotische Kaufmannsnatur. Die aus gebildeten Verhältnissen stammende Mutter hätte einen Gegenpol zu ihrem grobschlächtigen Mann bilden können, aber sie tolerierte – den Gesetzen des Patriarchats treu – dessen Werte und Urteile.

Im Brief an den Vater wirft Kafka diesem vor, eine tyrannische Macht beansprucht zu haben: „Du kannst ein Kind nur so behandeln, wie Du eben selbst geschaffen bist, mit Kraft, Lärm und Jähzorn und in diesem Fall schien Dir das auch noch überdies deshalb sehr gut geeignet, weil Du einen kräftigen mutigen Jungen in mir aufziehen wolltest.“

In Kafkas Erzählungen wird der Patriarch nicht nur als mächtig, sondern auch als ungerecht dargestellt; so in der Novelle Die Verwandlung, in der der zu einem Ungeziefer verwandelte Gregor von seinem Vater mit Äpfeln beworfen und dabei tödlich verletzt wird. Die Figur des Vaters – mächtig und furchterregend – ist es auch, die in der Kurzgeschichte Das Urteil den Sohn Georg Bendemann zum „Tode des Ertrinkens“ verurteilt – ein Urteil, das Georg in vorauseilendem Gehorsam an sich selbst vollzieht, indem er von einer Brücke springt.

Freundschaften

Franz Kafkas Zeichnungen in „transition“, Nr. 27 (1938)

Kafka hatte in Prag einen konstanten Kreis etwa gleichaltriger Freunde, der sich während der ersten Universitätsjahre bildete (Prager Kreis). Neben Max Brod waren dies der spätere Philosoph Felix Weltsch und die angehenden Schriftsteller Oskar Baum und Franz Werfel.

Brod war der erste, der Kafkas Genie frühzeitig erkannte und förderte und seinem Freund die erste Buchpublikation beim jungen Leipziger Rowohlt Verlag vermittelte.[8] Als Kafkas Nachlassverwalter verhinderte Brod gegen dessen Willen die Verbrennung seiner Romanfragmente.

Unter den Freunden Kafkas findet sich auch Jizchak Löwy, ein Schauspieler aus einer chassidischen Warschauer Familie, der Kafka durch seine Kompromisslosigkeit beeindruckte, mit der er seine künstlerischen Interessen gegen die Erwartungen seiner orthodox-religiösen Eltern durchsetzte. Löwy erscheint als Erzähler in Kafkas Fragment Vom jüdischen Theater.

Die engste familiäre Beziehung hatte Kafka zu seiner jüngsten Schwester Ottla. Sie war es, die dem Bruder beistand, als er schwer erkrankte und dringend Hilfe und Erholung brauchte.

Beziehungen

Kafka (1923)

Kafka hatte ein zwiespältiges Verhältnis zu Frauen. Einerseits fühlte er sich von ihnen angezogen, andererseits floh er vor ihnen. Auf jeden seiner Eroberungsschritte folgte eine Abwehrreaktion. Kafkas Briefe und Tagebucheintragungen vermitteln den Eindruck, sein Liebesleben habe sich im Wesentlichen als postalisches Konstrukt vollzogen. Seine Produktion an Liebesbriefen steigerte sich auf bis zu drei täglich an Felice Bauer. Dass er bis zuletzt unverheiratet blieb, trug ihm die Bezeichnung „Junggeselle der Weltliteratur“ ein.[9]

Als Ursachen für Kafkas Bindungsangst vermutet man in der Literatur neben seiner mönchischen Arbeitsweise (er stand unter dem Zwang, allein und bindungslos zu sein, um schreiben zu können) auch Impotenz (Louis Begley) und Homosexualität (Saul Friedländer).

Kafkas erste Liebe war die 1888 in Wien geborene, fünf Jahre jüngere Abiturientin Hedwig Therese Weiler. Kafka lernte Hedwig im Sommer 1907 in Triesch bei Iglau (Mähren) kennen, wo die beiden ihre Ferien bei Verwandten verbrachten. Obschon die Urlaubsbekanntschaft einen Briefwechsel nach sich zog, blieben weitere Begegnungen aus.[10]

Felice Bauer, die aus kleinbürgerlichen jüdischen Verhältnissen stammte, und Kafka trafen sich erstmals am 28. August 1912 in der Wohnung seines Freundes Brod.[11] Die Briefe an Felice umkreisen vor allem eine Frage: Heiraten oder sich in selbstgewählter Askese dem Schreiben widmen? Nach insgesamt rund dreihundert Schreiben und sechs kurzen Begegnungen kam es im Juni 1914 zur offiziellen Verlobung in Berlin – doch schon sechs Wochen darauf zur Entlobung. Es folgte ein zweites Eheversprechen während eines gemeinsamen Aufenthalts in Marienbad im Juli 1916, bei dem beide eine engere und beglückende intime Beziehung eingingen.[12] Auch dieses Verlöbnis wurde – nach Ausbruch von Kafkas Tuberkulose (Sommer 1917) – wieder gelöst.

Nach dem endgültigen Bruch mit Felice verlobte sich Kafka 1919 erneut, diesmal mit Julie Wohryzek, der Tochter eines Prager Schusters. Er hatte sie während eines Kur-Aufenthalts in der Pension Stüdl im 30 Kilometer von Prag entfernten Dorf Schelesen (Želízy) kennengelernt.[13] In einem Brief an Max Brod beschrieb er sie als „eine gewöhnliche und eine erstaunliche Erscheinung. […] Besitzerin einer unerschöpflichen und unaufhaltbaren Menge der frechsten Jargonausdrücke, im ganzen sehr unwissend, mehr lustig als traurig“.[14] Auch dieses Eheversprechen blieb unerfüllt. Im Laufe des ersten, gemeinsam verbrachten Nachkriegssommers wurde ein Hochzeitstermin festgelegt, jedoch wegen der Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche in Prag verschoben. Im folgenden Jahr trennten sich beide. Ein Grund mag die Bekanntschaft zu Milena Jesenská gewesen sein, der ersten Übersetzerin seiner Texte ins Tschechische.

Die aus Prag stammende Journalistin war eine lebhafte, selbstbewusste, moderne, emanzipierte Frau von 24 Jahren. Sie lebte in Wien und befand sich in einer auseinandergehenden Ehe mit dem Prager Schriftsteller Ernst Pollak. Nach ersten Briefkontakten kam es zu einem Besuch Kafkas in Wien. Voller Begeisterung berichtete der Zurückgekehrte seinem Freund Brod von der viertägigen Begegnung, aus der sich eine Beziehung mit einigen Begegnungen und vor allem einem umfangreichen Briefwechsel entwickelte. Doch wie schon bei Felice wiederholte sich auch bei Milena das alte Muster: Auf Annäherung und eingebildete Zusammengehörigkeit[15] folgten Zweifel und Rückzug. Kafka beendete schließlich die Beziehung im November 1920, woraufhin auch der Briefwechsel abrupt abbrach. Der freundschaftliche Kontakt zwischen beiden riss allerdings bis zu Kafkas Tod nicht ab.

Im Inflationsjahr 1923 schließlich lernte Kafka im Ostseeheilbad Graal-Müritz Dora Diamant kennen. Im September 1923 zogen sie nach Berlin und schmiedeten Heiratspläne, die zunächst am Widerstand von Diamants Vater und schließlich an Kafkas Gesundheitszustand scheiterten. Nachdem er im April 1924 sich schwerkrank in ein kleines privates Sanatorium im Dorf Kierling bei Klosterneuburg zurückgezogen hatte, wurde er dort von der mittellosen Dora, die auf materielle Unterstützung aus dem Familien- und Bekanntenkreis Kafkas angewiesen war, bis zu seinem Tod am 3. Juni 1924 gepflegt.[16]

„Das Urteil“

Hauptartikel: Das Urteil (Kafka)

In der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 gelang es Kafka, die Erzählung Das Urteil in nur acht Stunden in einem Zuge zu Papier zu bringen. Im späteren Urteil der Literaturwissenschaft hat Kafka hier mit einem Schlag thematisch und stilistisch zu sich selbst gefunden. Kafka war elektrisiert durch den noch nie so intensiv erlebten Akt des Schreibens („Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele“). Auch die unverminderte Wirkung der Geschichte nach wiederholtem (eigenem) Vorlesen – nicht nur auf die Zuhörer, sondern auch auf ihn selbst – bestärkte in ihm das Bewusstsein, Schriftsteller zu sein.

Das Urteil leitete Kafkas erste längere Kreativphase ein; die zweite folgte rund zwei Jahre später. In der Zwischenzeit litt Kafka volle eineinhalb Jahre, wie später auch, unter einer Periode der literarischen Dürre. Allein schon deshalb blieb für ihn eine Existenz als „bürgerlicher Schriftsteller“, der mit seinem Schaffen sich und dazu noch eine eigene Familie ernähren kann, zeitlebens in unerreichbarer Ferne. Seine beruflichen Verpflichtungen können als Schreibhindernisse nicht allein der Grund gewesen sein, hatte Kafka seine kreativen Hochphasen oft gerade in Zeiten äußerer Krisen bzw. Verschlechterungen der allgemeinen Lebensverhältnisse (etwa im zweiten Halbjahr von 1914 durch den Kriegsausbruch). Überdies wusste Kafka mit seiner Strategie des „Manöver-Lebens“ – was hieß: vormittags Bürostunden, nachmittags Schlafen, nachts Schreiben – seinen Freiraum auch zu verteidigen.

Einer anderen gängigen These zufolge war Kafkas Leben und Schreiben nach der Entstehung des Urteils dadurch gekennzeichnet, dass er dem gewöhnlichen Leben entsagte, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Für diese stilisierte Opferung des Lebens liefert er selbst in den Tagebüchern und Briefen reichlich Material.

Anders als beim Urteil war allerdings das künftige Schreiben für ihn häufig quälend und stockend; dies gibt folgende Tagebuchaufzeichnung wieder:

„Kein Wort fast, das ich schreibe, passt zum anderen, ich höre, wie sich die Konsonanten blechern aneinanderreihen und die Vokale singen dazu wie Ausstellungsneger. Meine Zweifel stehen um jedes Wort im Kreis herum, ich sehe sie früher als das Wort, aber was denn! Ich sehe das Wort überhaupt nicht, das erfinde ich.“[17]

Judentum und Palästina-Frage

Durch seinen Bekanntenkreis und vornehmlich durch Max Brods Engagement für den Zionismus fand Kafka sich ständig konfrontiert mit der Frage nach seinem Verhältnis zum Judentum und mit den Kontroversen über die Assimilation der westlichen Juden. Seine Sympathie für die ostjüdische Kultur ist mehrfach dokumentiert. Aber als Schriftsteller belegte er alles „explizit Jüdische […] mit einem Tabu: der Begriff kommt in seinem literarischen Werk nicht vor“.[18] Gleichwohl war er zeitweise entschlossen, nach Palästina auszuwandern und lernte intensiv Hebräisch. Sein sich verschlechternder Gesundheitszustand hinderte ihn an der 1923 ernsthaft geplanten Übersiedlung nach Palästina. Sein Biograph Rainer Stach resümiert: „Palästina blieb ein Traum, den sein Körper schließlich zunichte machte.“[19]

Krankheit und Tod

Grab von Franz Kafka auf dem Neuen jüdischen Friedhof in Prag-Strašnice

Im August 1917 erlitt Franz Kafka einen nächtlichen Blutsturz, es wurde eine Lungentuberkulose festgestellt, eine Erkrankung, die zur damaligen Zeit nicht heilbar war. Die Symptome besserten sich zunächst wieder, doch im Herbst 1918 erkrankte er an der Spanischen Grippe, die eine mehrwöchige Lungenentzündung nach sich zog. Danach verschlechterte sich Kafkas Gesundheitszustand von Jahr zu Jahr, trotz zahlreicher langer Kuraufenthalte, u. a. in Schelesen (Böhmen), Tatranské Matliare (heute Slowakei), Riva del Garda (Trentino im Sanatorium Dr. von Hartungen), Graal-Müritz (1923).[20] Während seines Aufenthaltes in Berlin 1923/24 griff die Tuberkulose auch auf den Kehlkopf über, Kafka verlor allmählich sein Sprechvermögen und konnte nur noch unter Schmerzen Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen. Während eines Aufenthalts im Sanatorium Wienerwald im April 1924 wurde von Dr. Hugo Kraus, einem Familienfreund und Leiter der Lungenheilanstalt, definitiv Kehlkopftuberkulose diagnostiziert. Infolge der fortschreitenden Auszehrung konnten die Symptome nur noch gelindert werden; ein operativer Eingriff war wegen des schlechten Allgemeinzustands nicht mehr möglich. Franz Kafka reiste ab und starb am 3. Juni 1924 im Sanatorium Kierling bei Klosterneuburg im Alter von 40 Jahren. Als offizielle Todesursache wurde Herzversagen festgestellt. Begraben wurde er auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Prag-Strašnice.[21] Der schlanke kubistische Grabstein von Dr. Franz Kafka und seinen Eltern mit Inschriften in deutscher und hebräischer Sprache befindet sich rechts vom Eingang, etwa 200 Meter vom Pförtnerhaus entfernt. An der dem Grab gegenüber liegenden Friedhofswand erinnert eine Gedenktafel in tschechischer Sprache an Dr. Max Brod.[22]

Zur Frage der Nationalität

Kafka verbrachte den Hauptteil seines Lebens in Prag, das bis 1918 zum Vielvölkerstaat der k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarn gehörte und nach dem Ersten Weltkrieg Hauptstadt der neu gegründeten Tschechoslowakei wurde. Der Schriftsteller selbst bezeichnete sich in einem Brief als deutschen Muttersprachler („Deutsch ist meine Muttersprache, aber das Tschechische geht mir zu Herzen“).[23] Die deutschsprachige Bevölkerung in Prag, die etwa sieben Prozent ausmachte, lebte in einer „inselhaften Abgeschlossenheit“[24] mit ihrer auch als „Pragerdeutsch[25] bezeichneten Sprache. Diese Isoliertheit meinte Kafka auch, wenn er in dem bereits zitierten Brief schrieb: „Ich habe niemals unter deutschem Volk gelebt.“[26] Zudem gehörte er der jüdischen Minderheit an. Schon in der Schule gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen tschechisch- und deutschsprachigen Pragern.[27] Das politische Deutsche Reich blieb für Kafka – etwa während des Ersten Weltkriegs – weit entfernt und fand keinen Niederschlag in seinem Werk. Auch Belege für die Selbstsicht einer österreichischen Nationalität lassen sich nicht finden.

Einflüsse

Aus der Literatur, Philosophie, Psychologie und Religion

Kafka sah in Grillparzer, Kleist, Flaubert und Dostojewski seine literarischen „Blutsbrüder“.[28]

Nabokov zufolge übte Flaubert den größten stilistischen Einfluss auf Kafka aus; wie dieser habe Kafka wohlgefällige Prosa verabscheut; stattdessen habe er die Sprache als Werkzeug benutzt: „Gern entnahm er seine Begriffe dem Wortschatz der Juristen und Naturwissenschaftler und verlieh ihnen eine gewisse ironische Genauigkeit, ein Verfahren, mit dem auch Flaubert eine einzigartige dichterische Wirkung erzielt hatte.“[29]

Als Maturant (Abiturient) beschäftigte sich Kafka intensiv mit Nietzsche.[30] Besonders Also sprach Zarathustra scheint ihn gefesselt zu haben.[31]

Zu Kierkegaard schreibt Kafka in seinem Tagebuch: „Er bestätigt mich wie ein Freund.“[32]

Sigmund Freuds Theorien zum ödipalen Konflikt und zur Paranoia dürften Kafka zwar zeitbedingt zu Ohren gekommen sein, er scheint sich aber für diese Themen nicht interessiert zu haben.[33]

Kafka hat sich durch umfangreiches Schriftenstudium intensiv mit der jüdischen Religion auseinandergesetzt.[34] Besonders interessierten ihn religiöse Sagen, Geschichten und Handlungsanleitungen, die ursprünglich mündlich überliefert wurden.[35]

Aus dem Kino, dem jiddischen Theater und aus Vergnügungseinrichtungen

In einem Brief vom Dezember 1908 äußert Kafka: „… wie könnten wir uns sonst am Leben erhalten für den Kinematographen“.[36] Er schreibt 1919 an seine zweite Verlobte Julie Wohryzek, er sei „verliebt in das Kino“. Kafka war aber offensichtlich weniger beeindruckt von Filmhandlungen (entsprechende Äußerungen fehlen in seinen Schriften); vielmehr geben seine Texte selbst eine filmtechnische Sichtweise wieder. Sein Erzählen entwickelt seinen besonderen Charakter durch die Verarbeitung filmischer Bewegungsmuster und Sujets.[37] Es lebt aus den grotesken Bildfolgen und Übertreibungen des frühen Kinos, die literarisch verdichtet hier sprachlich auftreten. Der Film ist in Kafkas Geschichten allgegenwärtig: im Rhythmus des großstädtischen Verkehrs, in Verfolgungsjagden und Doppelgänger-Szenen und in Gebärden der Angst. Diese Elemente sind besonders im Romanfragment Der Verschollene zu finden.

Auch in den deftigen Vorführungen des jiddischen Theaters aus Lemberg, die Kafka oft besuchte und mit dessen Mitgliedern er befreundet war, waren viele der genannten Elemente enthalten; Kafka hatte hier einen starken Eindruck von Authentizität.[38] Von Kafkas Interesse an jiddischer Sprache und Kultur in Osteuropa zeugen zwei kleine Werke aus dem Nachlass, nämlich Vom jüdischen Theater und Einleitungsvortrag über Jargon.

Bis ca. 1912 hat Kafka auch rege am Nachtleben mit Kleinkunstdarbietungen teilgenommen. Hierzu gehörten Besuche in Cabarets, Bordellen, Varietés u. ä.[39] Eine Reihe seiner späten Erzählungen sind in diesem Milieu angesiedelt; siehe Erstes Leid, Ein Bericht für eine Akademie, Ein Hungerkünstler, Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse.

Werke und Einordnung

Die Romanfragmente

Wie in einem Albtraum bewegen sich Kafkas Protagonisten durch ein Labyrinth undurchsichtiger Verhältnisse und sind anonymen Mächten ausgeliefert. Die Gerichtsgebäude in Der Process bestehen aus einem weit verzweigten Gewirr unübersichtlicher Räume, und auch in Der Verschollene (von Brod unter dem Titel Amerika veröffentlicht) sind die seltsam unverbundenen Schauplätze – u. a. ein Schiff, ein Hotel, das „Naturtheater von Oklahoma“, sowie die Wohnung des Onkels von Karl Roßmann, des Helden – gigantisch und unüberschaubar.

Insbesondere bleiben auch die Beziehungen der handelnden Personen ungeklärt. Im Schloss erzeugt Kafka Zweifel an der Stellung des Protagonisten K. als „Landvermesser“ und dem Inhalt dieses Begriffes selbst und schafft so Interpretationsspielraum. Nur bruchstückhaft erfährt K. und mit ihm der Leser im Laufe des Romans mehr über die Beamten des Schlosses und ihre Beziehungen zu den Dorfbewohnern. Die allgegenwärtige, aber gleichzeitig unzugängliche, faszinierende und bedrückende Macht des Schlosses über das Dorf und seine Menschen wird dabei immer deutlicher. Trotz all seiner Bemühungen, in dieser Welt heimisch zu werden und seine Situation zu klären, erhält K. keinen Zugang zu den maßgeblichen Stellen in der Schlossverwaltung, wie auch der Angeklagte Josef K. im Process niemals auch nur die Anklageschrift zu Gesicht bekommt.

Nur im Romanfragment Der Verschollene – auch Das Schloss und Der Process blieben unvollendet –, bleibt die vage Hoffnung, dass Roßmann im fast grenzenlosen, paradiesischen „Naturtheater von Oklahoma“ dauerhaft Geborgenheit finden kann.

Die Erzählungen

In vielen Erzählungen Kafkas, z. B. Der Bau, Forschungen eines Hundes, Kleine Fabel ist das Scheitern und das vergebliche Streben der Figuren das beherrschende Thema, das oft tragisch-ernst, manchmal aber auch mit einer gewissen Komik dargestellt wird.

Ein fast durchgängiges Thema ist das verborgene Gesetz, gegen das der jeweilige Protagonist unwillentlich verstößt oder das er nicht erreicht (Vor dem Gesetz, In der Strafkolonie, Der Schlag ans Hoftor, Zur Frage der Gesetze). Das Motiv des dem Protagonisten verborgenen Codes, der die Abläufe beherrscht, findet sich in den Romanfragmenten Process und Schloss und in zahlreichen Erzählungen.

In seinem unvergleichlichen Stil, vor allem in seinen Erzählungen, beschreibt Kafka äußerst deutlich und nüchtern die unglaublichsten Sachverhalte. Die kühle minutiöse Beschreibung der scheinbar legalen Grausamkeit In der Strafkolonie oder die Verwandlung eines Menschen in ein Tier und umgekehrt, wie in Die Verwandlung oder Ein Bericht für eine Akademie sind kennzeichnend. Mit seinem Stil formt Kafka hier nicht einfach ein Lebensgefühl nach, sondern schafft eine eigene Welt mit eigenen Gesetzen, deren Unvergleichlichkeit nicht zuletzt der Begriff des „Kafkaesken“ zu umschreiben versucht.

Rezeption

Kafka-Denkmal von Jaroslav Róna zwischen Heilig-Geist-Kirche und Spanischer Synagoge in Prag

Zu seinen Lebzeiten war Kafka der breiten Öffentlichkeit unbekannt.

Kafka haderte mit sich selbst. Seine Zweifel gingen so weit, dass er seinen Nachlassverwalter Brod anwies, die noch nicht veröffentlichten Texte (darunter die heute berühmten Romanfragmente) zu vernichten. In der zweiten an Brod gerichteten Verfügung vom 29. November 1922 erklärte Kafka:

„Von allem, was ich geschrieben habe, gelten nur die Bücher: Urteil, Heizer, Verwandlung, Strafkolonie, Landarzt und die Erzählung: Hungerkünstler. (Die paar Exemplare der ‚Betrachtung‘ mögen bleiben, ich will niemandem die Mühe des Einstampfens machen, aber neu gedruckt darf nichts daraus werden.) Wenn ich sage, daß jene 5 Bücher und die Erzählung gelten, so meine ich damit nicht, daß ich den Wunsch habe, sie mögen neu gedruckt und künftigen Zeiten überliefert werden, im Gegenteil, sollten sie ganz verloren gehn, entspricht dieses meinem eigentlichen Wunsch. Nur hindere ich, da sie schon einmal da sind, niemanden daran, sie zu erhalten, wenn er dazu Lust hat.“

Heute besteht in literarischen Kreisen weitgehend Einigkeit, dass Brod eine segensreiche Entscheidung traf, als er den letzten Willen seines Freundes überging und dessen Werk publizierte.

Einen nicht näher bestimmbaren Teil seiner Texte hat Kafka allerdings eigenhändig vernichtet, so dass Brod zu spät kam.

Literaturkennern wie Robert Musil, Hermann Hesse, Walter Benjamin oder Kurt Tucholsky war Kafka bereits in den zwanziger Jahren ein Begriff. Weltruhm erlangte sein Werk erst nach 1945, zunächst in den USA und Frankreich, in den 50er-Jahren dann auch im deutschsprachigen Raum. Heute ist Kafka der meistgelesene Autor deutscher Sprache.[40] Die Kafka-Rezeption reicht bis ins triviale Alltagsleben hinein: So gab es seinerzeit einen Werbeslogan „Ich trinke Jägermeister, weil ich Kafkas Schloss nicht geknackt habe“.

Im Mai 1963 hielt der tschechoslowakische Schriftstellerverband eine internationale Kafka-Konferenz im Schloss Liblice bei Prag ab, die sich mit dem damals im Ostblock noch weitgehend abgelehnten Schriftsteller sowie mit dem thematischen Schwerpunkt Entfremdung beschäftigte. Die Kafka-Konferenz gilt als ein Ausgangspunkt des Prager Frühlings von 1967/68. Die Bedeutung der Konferenz wurde im Jahr 2008 in einer weiteren Tagung aufgearbeitet.

Erinnerungsplakette an Kafkas Geburtshaus (von Karel Hladik)

Interpretation

Die Deutungslust der Interpreten nach 1945 liegt vielleicht daran, dass seine Texte offen und hermetisch zugleich sind: Einerseits sind sie durch Sprache, Handlung, Bildhaftigkeit und relativ geringen Umfang leicht zugänglich; andererseits ist jedoch ihre Tiefe kaum auszuloten. Albert Camus meinte: „Es ist das Schicksal und vielleicht auch die Größe dieses Werks, daß es alle Möglichkeiten darbietet und keine bestätigt.“ Theodor W. Adorno meint zu Kafkas Werk: „Jeder Satz spricht: deute mich, und keiner will es dulden.“.[41]

Abgesehen von der textimmanenten Kritik weisen unterschiedliche Interpretationen von Kafkas Werk u. a. in folgende Richtungen: psychologisch (wie bei entsprechenden Deutungen von Hamlet, Faust oder Stiller), philosophisch (vor allem zur Schule des Existenzialismus), biographisch (z. B. durch Elias Canetti in „Der andere Prozess“), religiös (ein dominierender Aspekt der frühen Kafka-Rezeption, der heute eher als fragwürdig angesehen wird, u. a. von Milan Kundera) und soziologisch (d. h. den gesellschaftskritischen Gehalt untersuchend). Eine wichtige Frage der Interpretation der Werke Kafkas ist die nach dem Einfluss der jüdischen Religion und Kultur auf das Werk, die schon von Gershom Scholem dahingehend beantwortet wurde, dass Kafka eher der jüdischen als der deutschen Literaturgeschichte zuzuordnen sei. Dieser Deutungshinweis wurde auf breiter Front von Karl E. Grözinger in seiner Publikation „Kafka und die Kabbala. Das Jüdische im Werk und Denken von Franz Kafka.“ Berlin-Wien 2003, aufgenommen. Seine Forschungen haben eine tiefe Verankerung ganzer Romane wie Der Process oder Das Schloss in der jüdisch religiösen Kultur gezeigt, ohne die das Werk kaum adäquat verstanden werden kann. Wenn auch von manchen modernen Autoren bestritten, haben sich Grözingers Auffassungen doch weithin durchgesetzt.

Es mag auffallen, dass Kafka viele Figuren seiner Texte in Bezug zum Christentum bringt:[42] Im Process betrachtet Josef K. vor seinem Tod sehr genau ein Bild von der Grablegung Christi, und im Urteil wird Georg Bendemann auf dem Weg zu seiner Selbstopferung mit „Jesus!“ angesprochen. Im Schloss verbringt der Landvermesser K. ähnlich wie Jesus die erste Nacht seines (Roman-)Lebens in einem Gasthaus auf einem Strohsack, und im selben Roman trägt Barnabas, der von allen männlichen Romanfiguren dem Landvermesser am nächsten steht, den Namen eines Juden, dem das Christentum wichtiger wurde als das Judentum (Apostelgeschichte 13,2).

Besonders charakteristisch für Kafka sind die auffallend häufigen Wiederholungen von Motiven, vor allem in den Romanen und vielen der wichtigsten Erzählungen, zum Teil über alle Schaffensperioden hinweg. Diese Wiederholungsmotive bilden eine Art Netz über das gesamte Werk und können für eine verbindliche Deutung desselben fruchtbar gemacht werden.[43] Zwei der wichtigsten Wiederholungsmotive sind das Motiv „Bett“ (unerwartbar häufiger Aufenthalts- und Begegnungsort von Figuren, an dem bzw. in dem für viele Protagonisten der Texte das Unheil beginnt und sich fortsetzt) und das Motiv „Türe“ in Form der Auseinandersetzung um ihr Passieren (bekanntestes, aber eben bei weitem nicht das einzige Beispiel ist das Tor zum Gesetz im Text Vor dem Gesetz, der sogenannten „Türhütergeschichte“).

Ungeachtet der jeweiligen Interpretationen wird zur Bezeichnung einer auf rätselhafte Weise bedrohlichen[44] Atmosphäre der Begriff des Kafkaesken verwendet, der laut Kundera „als der einzige gemeinsame Nenner von (sowohl literarischen als auch wirklichen) Situationen zu sehen ist, die durch kein anderes Wort zu charakterisieren sind und für die weder Politikwissenschaft noch Soziologie noch Psychologie einen Schlüssel liefern.“

Wirkungsgeschichte

Briefmarke, Deutsche Post AG (2008)

Kafka als verbotener Autor

Während der Zeit von 1933 bis 1945 war Kafka in der einschlägigen Liste verbotener Autoren während der Zeit des Nationalsozialismus als Erzeuger von „schädlichem und unerwünschtem Schriftgut“ aufgeführt. Seine Werke fielen wie viele andere den Bücherverbrennungen zum Opfer.[45]

Die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KSČ) rehabilitierte Kafka nach dem Zweiten Weltkrieg nicht, sondern stufte ihn als dekadent ein. In dem Roman Der Process fand man unerwünschte Anklänge an die Denunziationen und Schauprozesse in den Staaten des Ostblocks.[46] Im Allgemeinen identifizierte sich die Tschechoslowakei zur Zeit des Kommunismus kaum mit Kafka, wohl auch, weil er fast ausschließlich in deutscher Sprache schrieb. Beim Kafka-Kongress von 1963 zum 80. Geburtstag des Schriftstellers im Schloss Liblice wurde er von vielen Rednern gewürdigt. Aber bereits 1968 nach der Niederschlagung des Prager Frühlings wurden seine Werke wieder verboten.

Heutiges Tschechien

Mit der Öffnung Tschechiens zum Westen und dem Zustrom ausländischer Besucher wuchs Kafkas lokale Bedeutung. Die Prager Franz-Kafka-Gesellschaft widmet sich den Werken Kafkas und versucht, das jüdische Erbe Prags wiederzubeleben. Im Kafka-Jahr 2008 (125. Geburtstag) wurde Kafka von der Stadt Prag zur Förderung des Tourismus herausgestellt.[47] Es gibt viele Stätten zur Kafka-Begegnung, Buchläden und Souvenirartikel jeglicher Art. Seit 2005 zeigt das Kafka-Museum[48] auf der Prager Kleinseite (Cihelná 2b) die Ausstellung Die Stadt K. Franz Kafka und Prag.

Internationale Wirkung

Bereits 1915 wurde Kafka indirekt mit dem „Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Literatur“ ausgezeichnet: Der offizielle Preisträger Carl Sternheim gab das Preisgeld an den noch weitestgehend unbekannten Kafka weiter.

Verbürgt ist der große Einfluss Kafkas auf Gabriel García Márquez. Insbesondere von Kafkas Erzählung Die Verwandlung hat García Márquez nach eigener Bekundung den Mut für die Ausgestaltung seines „magischen Realismus“ genommen: Gregor Samsas Erwachen als Käfer, so García Márquez selbst, habe seinem „Leben einen neuen Weg gewiesen, schon mit der ersten Zeile, die heute eine der berühmtesten der Weltliteratur ist“. Kundera erinnert sich in seinem Werk Verratene Vermächtnisse (S. 55) an eine noch präzisere Auskunft von García Márquez zu dem Einfluss Kafkas auf ihn: „Kafka hat mir beigebracht, dass man anders schreiben kann.“ Kundera erläutert: „Anders: das hieß, indem man die Grenzen des Wahrscheinlichen überschreitet. Nicht (in der Art der Romantiker), um der wirklichen Welt zu entfliehen, sondern um sie besser zu verstehen.“

Unter den zeitgenössischen Schriftstellern bezieht sich zudem Leslie Kaplan in ihren Romanen und in Aussagen zu ihrer Arbeitsweise ständig auf Kafka, um die Entfremdung des Menschen, die mörderische Bürokratie, aber auch den Freiheits-Spielraum, den vor allem das Denken und Schreiben eröffnet, darzustellen.

Auch abseits künstlerischer Kriterien findet Kafka große Bewunderung. So ist für Canetti Kafka deswegen ein großer Dichter, weil er „unser Jahrhundert am reinsten ausgedrückt hat“.

Streit um die Handschriften

Kafka hatte seinen Freund Max Brod vor seinem Tod gebeten, den Großteil seiner Handschriften zu vernichten. Brod widersetzte sich diesem Willen jedoch und sorgte dafür, dass viele von Kafkas Schriften posthum veröffentlicht wurden. 1939, kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen in Prag, gelang es Brod, die Handschriften nach Palästina zu retten. 1945 schenkte er sie seiner Sekretärin Ilse Ester Hoffe, wie er auch schriftlich festhielt: „Liebe Ester, Bereits im Jahre 1945 habe ich Dir alle Manuskripte und Briefe Kafkas, die mir gehören, geschenkt.“

Hoffe verkaufte einige dieser Handschriften, darunter Briefe und Postkarten, das Manuskript zu Beschreibung eines Kampfes (heute in Besitz des Verlegers Joachim Unseld) und das Manuskript zum Roman Der Process, das 1988 im Londoner Auktionshaus Sotheby’s für 3,5 Millionen Mark an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach versteigert wurde. Die übrigen Handschriften schenkte Hoffe noch zu Lebzeiten ihren beiden Töchtern Eva und Ruth Hoffe.

Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahre 2009 vereinbarten Eva und Ruth Hoffe, die Handschriften an das Literaturarchiv in Marbach zu verkaufen, was zu einem Streit zwischen den beiden Schwestern und dem Literaturarchiv einerseits und dem Staat Israel, der den rechtmäßigen Platz von Kafkas Handschriften in der Nationalbibliothek Israels sieht, andererseits führte. Israel begründet seinen Anspruch auf die Handschriften mit einem Paragraphen aus Max Brods Testament („daß aber die im ersten Absatz angeführten Manuskripte, Briefe und sonstige Papiere und Urkunden der Bibliothek der Hebräischen Universität Jerusalem oder der Staatlichen Bibliothek Tel Aviv oder einem anderen öffentlichen Archiv im Inland oder im Ausland zur Aufbewahrung übergeben werden sollen“), obwohl Ester Hoffe die Handschriften als Schenkung von Max Brod erhalten hatte und sie auch ihren Töchtern schenkte und nicht vererbte. Seit 1956 befinden sich sämtliche noch in Hoffes Besitz befindliche Handschriften in Banktresoren in Tel Aviv und Zürich.[49] Am 14. Oktober 2012 entschied ein israelisches Familiengericht, dass die Manuskripte nicht Eigentum der Schwestern Hoffe sind. Kafkas Nachlass soll an die israelische Nationalbibliothek gehen. Eva Hoffe kündigte an, in Berufung zu gehen.

Werke

Bei kursiv gedruckten Titeln handelt es sich um Bücher, die gesammelte Prosatexte enthalten. Die in einer Sammlung enthaltenen Werke sind im Artikel zum Sammelband aufgeführt.

Zu Lebzeiten veröffentlicht

Alle 46 Publikationen (zum Teil Mehrfachveröffentlichungen einzelner Werke) zu Lebzeiten Franz Kafkas sind aufgeführt auf den Seiten 300 ff. in Joachim Unseld: Franz Kafka. Ein Schriftstellerleben. Die Geschichte seiner Veröffentlichungen. ISBN 3-446-13554-5.

Posthum veröffentlicht

Erstausgabe Das Schloss, 1926

Romanfragmente

  • 1925 – Der Process. Niederschrift 1914/15; abweichend von Kafkas Schreibweise für das Romanfragment werden Der Prozess, Der Prozeß oder Der Proceß verwendet.
  • 1926 – Das Schloss. Niederschrift 1922; Romanfragment.
  • 1927 – Der Verschollene. Erste Entwürfe 1912 unter dem Titel „Der Verschollene“; von Brod unter dem Titel Amerika veröffentlicht, heute ist der ursprüngliche Titelname wieder allgemein eher gebräuchlich; Romanfragment.

Werkausgaben

  • Max Brod (Hrsg.): Gesammelte Werke. Frankfurt am Main, New York: S. Fischer 1950–1974; auch bekannt als „Brod-Ausgabe“ (heute textkritisch überholt)
  • Jürgen Born, Gerhard Neumann, Malcolm Pasley und Jost Schillemeit (Hrsg.): Kritische Ausgabe. Schriften, Tagebücher, Briefe. Frankfurt am Main: S. Fischer 1982 ff.; auch bezeichnet als „Kritische Kafka-Ausgabe“ (KKA)
  • Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Gesammelte Werke in 12 Bänden in der Fassung der Handschrift. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1983 ff. (Textidentisch mit den Textbänden der Kritischen Ausgabe)
  • Roland Reuß und Peter Staengle (Hrsg.): Historisch-kritische Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte. Frankfurt am Main und Basel: Stroemfeld Verlag 1995 ff.; auch bezeichnet als „Franz Kafka-Ausgabe“ (FKA).

Bisher sind erschienen:

  • Der Process. Faksimile-Edition, 16 Hefte + 1 Beiheft, mit CD-ROM, 1997
  • Beschreibung eines Kampfes. Faksimile-Edition, 2 Bände, 1 Beiheft, mit CD-ROM, 1999
  • Oxforder Quarthefte 1 & 2. Faksimile-Edition, 2 Bände, 1 Beiheft, mit CD-ROM, 2001
  • Oxforder Quartheft 17: Die Verwandlung. Faksimile-Edition, 1 Band, 1 Beiheft, mit CD-ROM, 2003
  • Oxforder Oktavhefte 1 & 2. Faksimile-Edition, 2 Bände, 1 Beiheft, mit CD-ROM, 2004
  • Oxforder Oktavhefte 3 & 4. Faksimile-Edition, 2 Bände, 1 Beiheft, mit CD-ROM, 2007
  • Oxforder Oktavhefte 5 & 6. Faksimile-Edition, 2 Bände, 1 Beiheft, mit CD-ROM, 2009

Hörbücher

Hörbuchsammlungen

Briefe

Kafka schrieb intensiv und über eine lange Zeit seines Lebens teils sehr persönliche Briefe. Sie belegen seine hohe Sensibilität und vermitteln seine Sicht der bedrohlichen Aspekte seiner Innenwelt und seine Ängste angesichts der Außenwelt. Manche Autoren halten Kafkas Briefe nicht für eine Ergänzung seines literarischen Werks, sondern sehen sie als Teil davon. Besonders seine Briefe an Felice und Briefe an Milena gehören zu den großen Briefdokumenten des 20. Jahrhunderts. Die Briefe an Ottla sind ein bewegendes Zeugnis von Kafkas Nähe zu seiner (vermutlich 1943 von den Nationalsozialisten ermordeten) Lieblingsschwester. Im Brief an den Vater wird das prekäre Verhältnis des hochbegabten Sohnes zu seinem Vater deutlich, den er als lebenstüchtigen Despot beschreibt, der die Lebensführung des Sohnes äußerst kritisch beurteilt. Die Briefe an Max Brod sind Dokumente einer Freundschaft, ohne die von Kafkas Werk allenfalls Bruchstücke erhalten geblieben wären. Die jeweiligen Antwortschreiben sind bis auf Ausnahmen nicht erhalten, was besonders im Hinblick auf die fehlenden Briefe der Journalistin und Schriftstellerin Milena Jesenská äußerst bedauerlich ist, die für Kafka das bewunderte Beispiel eines freien Menschen ohne Angst war.

Ausgaben der Briefe

  • Bestandteil von: Kritische Ausgabe. Schriften, Tagebücher, Briefe. Verlag S. Fischer, 1982 ff.
    • Briefe, Band 1 (1900–1912). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-10-038157-2.
    • Briefe, Band 2 (1913 bis März 1914). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. S. Fischer Verlag, 2001, ISBN 978-3-10-038158-3.
    • Briefe, Band 3 (1914–1917). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-10-038161-3.
    • Briefe, Band 4 (1918–1920). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main angekündigt für Juli 2013, ISBN 978-3-10-038162-0.
  • Andere Ausgaben:
    • Malcolm Pasley (Hrsg.): Franz Kafka, Max Brod – Eine Freundschaft. Briefwechsel. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-10-008306-7.
    • Josef Čermák, Martin Svatoš (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an die Eltern aus den Jahren 1922–1924. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-596-11323-7.
    • Jürgen Born, Erich Heller (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an Felice und andere Korrespondenz aus der Verlobungszeit. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main, ISBN 3-596-21697-4.
    • Jürgen Born, Michael Müller (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an Milena. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-25307-1.
    • Hartmut Binder, Klaus Wagenbach (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an Ottla und die Familie. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-10-038115-7.

Tagebücher

Kafkas Tagebücher sind für den Zeitraum von 1909 bis 1923 (kurz vor seinem Tod im Jahre 1924) großenteils erhalten geblieben. Sie enthalten nicht nur persönliche Notizen, autobiographische Reflexionen, Elemente einer Selbstverständigung des Schriftstellers über sein Schreiben, sondern auch Aphorismen (siehe z. B. Die Zürauer Aphorismen), Entwürfe für Erzählungen und zahlreiche literarische Fragmente.

Ausgaben der Tagebücher

  • Bestandteil von: Gesammelte Werke in Einzelbänden in der Fassung der Handschrift. Verlag S. Fischer, 1983.
    • Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Tagebücher Band 1: 1909–1912 in der Fassung der Handschrift. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994.
    • Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Tagebücher Band 2: 1912–1914 in der Fassung der Handschrift. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994.
    • Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Tagebücher Band 3: 1914–1923 in der Fassung der Handschrift. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994.
    • Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Reisetagebücher in der Fassung der Handschrift. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994
  • Bestandteil von: Historisch-kritische Ausgabe. Stroemfeld Verlag, 1995.
    • Roland Reuß, Peter Staengle und andere (Hrsg.): Oxforder Oktavhefte 1 & 2. Stroemfeld, Frankfurt am Main und Basel 2004. (Entstehungszeitraum der Oktavhefte: Ende 1916 bis Anfang 1917)
    • Roland Reuß, Peter Staengle und andere (Hrsg.): Oxforder Quarthefte 1 & 2. Stroemfeld, Frankfurt am Main und Basel 2001. (Zeitraum der Ouarthefte: 1910–1912)

Amtliche Schriften

Als Angestellter der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen verfasste Franz Kafka Aufsätze, Gutachten, Rundschreiben und anderes. Siehe oben den Abschnitt „Berufsleben“.

Ausgaben der amtlichen Schriften

  • Franz Kafka: Amtliche Schriften. Mit einem Essay von Klaus Hermsdorf. Hrsg. von Klaus Hermsdorf unter Mitwirkung von Winfried Poßner und Jaromir Louzil. Akademie Verlag, Berlin 1984.
  • Klaus Hermsdorf: Hochlöblicher Verwaltungsausschuß. Amtliche Schriften. Luchterhand, 1991, ISBN 3-630-61971-1.
  • Klaus Hermsdorf, Benno Wagner (Hrsg.): Franz Kafka. Amtliche Schriften. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-10-038183-1. (Bestandteil der Kritischen Kafka-Ausgabe)

Zeichnungen

Ausgaben der Zeichnungen

  • Niels Bokhove, Marijke van Dorst (Hrsg.): Einmal ein großer Zeichner. Franz Kafka als bildender Künstler. Vitalis, Prag 2006, ISBN 3-89919-094-7. – Auch englische Ausgabe: Niels Bokhove, Marijke van Dorst (Hrsg.): A Great Artist One Day. Franz Kafka as a Pictorial Artist. Vitalis, Prague 2007, ISBN 978-80-7253-236-0.

Gedichte

Ausgaben der Gedichte

  • Marijke van Dorst (Hrsg.): „Ik ken de inhoud niet …“ Gedichten / „Ich kenne den Inhalt nicht …“ Lyrik. Zweisprachige Ausgabe. Niederl. Übersetzung: Stefaan van den Bremt. Erläuterungen: Niels Bokhove. Exponent, Bedum 2000.

Vertonungen

Der Komponist Juan María Solare hat Texte von Kafka vertont:

  • Nachts für Bariton, Klarinette, Trompete und Gitarre (2000)
  • Kleine Fabel für Sprechtrio (2005).

Der ungarische Komponist György Kurtág vertonte 1985/86 Kafka-Fragmente (op. 24). Es handelt sich hierbei um einen vierzigteiligen Liederzyklus für Sopran und Violine. Informationen finden sich u. a. bei:

Der Komponist Friedemann Schmidt-Mechau verwendete 2002 einige Textfragmente aus Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg und aus dem dritten Oktavheft in seiner Komposition Dreierlei – Musik für Barock-Klarinette.[50]

Kafka in der Kunst

  • K – Kunst zu Kafka. Ausstellung zum 50. Todestag. Bücherstube am Theater, Bonn 1974.
  • Wolfgang Rothe: Kafka in der Kunst. Belser Verlag, Stuttgart und Zürich 1979, ISBN 3-7630-1675-9.
  • Hans Fronius. Kunst zu Kafka. Mit einem Text von Hans Fronius. Einführung Wolfgang Hilger. Bildtexte Helmut Strutzmann. Edition Hilger und Lucifer Verlag im Kunsthaus Lübeck, Wien und Lübeck 1983, ISBN 3-900318-13-1.
  • Peter Assmann, Johann Lachinger (Hrsg.): Hans Fronius zu Franz Kafka. Bildwerke von 1926–1988. Beiträge von Jürgen Born, Andreas Geyer, Wolfgang Hilger, Otto Mauer. Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, Weitra 1997, ISBN 3-85252-143-2.

Sekundärliteratur

  • Maria Luise Caputo-Mayr, Julius Michael Herz: Franz Kafka, Internationale Bibliographie der Primär- und Sekundärliteratur. 2., erweiterte und überarbeitete Auflage. Saur, München 2000, ISBN 3-907820-97-5 (deutsch und englisch, Band 1, Band 2/Teil 1, Band 2/Teil 2).

Biographien

Handbücher

  • Hartmut Binder (Hrsg.): Kafka-Handbuch in zwei Bänden. Band 1: Der Mensch und seine Zeit; Band 2: Das Werk und seine Wirkung. Kröner, Stuttgart 1979, ISBN 3-520-81801-9.
  • Manfred Engel, Bernd Auerochs (Hrsg.): Kafka-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02167-0.
  • Bettina von Jagow, Oliver Jahraus (Hrsg.): Kafka-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-20852-6.

Interpretationen

  • Ulf Abraham: Der verhörte Held. Verhöre, Urteile und die Rede von Recht und Schuld im Werk Kafkas. Wilhelm Fink, München 1985, ISBN 3-7705-2308-3.
  • Max Brod: Kafkas Glaube und Lehre. Desch, München 1948. Mit 4 Zeichnungen Kafkas und 2 s/w Bildern von ihm (1901: 3/4-Aufnahme; Gartenszene, sitzend mit jg. Frau, Weimar 1912); häufige Neuaufl.
  • Claude David (Hrsg.): Franz Kafka. Themen und Probleme. V&R, Göttingen 1980, ISBN 3-525-33433-8.
  • Wilhelm Emrich: Franz Kafka. Athenäum, Bonn 1958.
    • ders.: Franz Kafkas Bruch mit der Tradition und sein neues Gesetz & Die Bilderwelt Franz Kafkas In W. E., Protest und Verheißung. Athenäum, Frankfurt 1960.
  • Waldemar Fromm: Artistisches Schreiben. Franz Kafkas Poetik zwischen „Proceß“ und „Schloss“. Wilhelm Fink, München 1998.
  • Karl Erich Grözinger: Kafka und die Kabbala. Das Jüdische im Werk und Denken von Franz Kafka, erw. Neuaufl. Philo Fine Arts, Hamburg 2002, ISBN 3-86572-303-9 (zuerst Eichborn, Frankfurt 1997). 5., aktualisierte und erweiterte Auflage, Campus, Frankfurt a. M. 2014, ISBN 978-3-593-50089-8.
  • Erich Heller: The World of Franz Kafka. In E. H., The Disinherited Mind: Essays in Modern German Literature and Thought. Bowes & Bowes, Cambridge 1952.
    • ders.: Enterbter Geist. Essays über modernes Dichten und Denken. Suhrkamp, Frankfurt 1986.
  • Paul Heller: Franz Kafka. Wissenschaft und Wissenschaftskritik. Stauffenburg, Tübingen 1989, ISBN 3-923721-40-4.
  • Bettina von Jagow, Oliver Jahraus: Kafka-Handbuch Leben-Werk-Wirkung. V&R, 2008, ISBN 978-3-525-20852-6.
  • Herbert Kraft: Kafka. Wirklichkeit und Perspektive, Bebenhausen 1972, 2. Auflage 1983.
    • ders.: Mondheimat. Kafka. Neske, Pfullingen 1983, ISBN 3-7885-0244-4. (Interpretation zahlreicher Kafka-Texte aus der Sicht historisch-kritischer Literaturwissenschaft).
  • Klaus-Detlef Müller: Franz Kafka – Romane. Erich Schmidt, Berlin 2007.
  • Marko Pajevic: Kafka lesen. Acht Textanalysen. Bernstein, Bonn 2009, ISBN 978-3-939431-37-4.
  • Gerhard Rieck: Kafka konkret – das Trauma ein Leben. Wiederholungsmotive im Werk als Grundlage einer psychologischen Deutung. Königshausen & Neumann, Würzburg 1999, ISBN 978-3-8260-1623-3.
  • Wiebrecht Ries: Kafka zur Einführung. Junius, Hamburg 1993, ISBN 3-88506-886-9.
  • Wendelin Schmidt-Dengler (Hrsg.): Was bleibt von Franz Kafka? Eine Positionsbestimmung. Braumüller, Wien 1985, ISBN 3-7003-0537-0.
  • Wendelin Schmidt-Dengler, Norbert Winkler: Die Vielfalt in Kafkas Leben und Werk. Vitalis, Praha 2005, ISBN 3-89919-066-1.
  • Sprache im technischen Zeitalter, Themenheft: Kafkas Schatten, Schatten Kafkas, Ausg. 88, 1983. Mit Beiträgen von Herbert Achternbusch, Harald Hartung, Helmut Heißenbüttel, Günter Herburger, Walter Höllerer, Günter Kunert, Oskar Pastior, Herbert Rosendorfer, Tadeusz Rósewicz, Edoardo Sanguineti, Marin Sorescu und Andrew Weeks.
  • Ralf Sudau: Franz Kafka: Kurze Prosa, Erzählungen. 2007, ISBN 978-3-12-922637-7.
  • Felix Weltsch: Religiöser Humor bei F. K., in Max Brod, Franz Kafkas Glauben und Lehre, Desch, München 1948 (nur in dieser Ausg.- später als separate Neuaufl.) S. 155–184.
  • Gernot Wimmer: Franz Kafkas Erzählungen: Rationalismus und Determinismus. Zur Parodie des christlich-religiösen Mythos. Peter Lang, Frankfurt 2008.

Anderes

  • Theodor W. Adorno: Aufzeichnungen zu Kafka. In: GS Bd. 10.1. S. 254 ff.
  • Peter-André Alt: Kafka und der Film. Beck Verlag, 2009, ISBN 978-3-406-58748-1.
  • Walter Benjamin: Franz Kafka. Zur zehnten Wiederkehr seines Todestages. In: GS Bd. 2.2. S. 209 ff.
  • Benjamin über Kafka. Texte, Briefzeugnisse, Aufzeichnungen. Hrsg. von Hermann Schweppenhäuser. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1981 (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft. 341) ISBN 3-518-07941-7
  • Maurice Blanchot: Von Kafka zu Kafka. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 1995, ISBN 978-3-596-26887-0
  • Albert Camus: Die Hoffnung und das Absurde im Werk von Franz Kafka. Rauch Verlag, Düsseldorf 1956.
  • Elias Canetti: Der andere Prozeß. Kafkas Briefe an Felice. Hanser, München 1968.
  • Nadine A. Chmura (Hrsg.): Kafka. Schriftenreihe der Deutschen Kafka-Gesellschaft. Band 1 ff., Bernstein-Verlag, Bonn 2007 ff., ISSN 1864-9920.
  • Gilles Deleuze, Félix Guattari: Kafka, Für eine kleine Literatur. Suhrkamp, Frankfurt 1976.
  • Ludwig Dietz: Franz Kafka. Die Veröffentlichungen zu seinen Lebzeiten [1908–1924]. Eine textkritische und kommentierte Bibliographie. Lothar Stiehm Verlag, Heidelberg 1982.
  • Manfred Engel, Dieter Lamping (Hrsg.): Franz Kafka und die Weltliteratur. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-20844-8.
  • Manfred Engel, Ritchie Robertson (Hrsg.): Kafka und die kleine Prosa der Moderne / Kafka and Short Modernist Prose. Königshausen & Neumann, Würzburg 2010 (Oxford Kafka Studies I). ISBN 978-3-8260-4029-0
  • Manfred Engel, Ritchie Robertson (Hrsg): Kafka, Prag und der Erste Weltkrieg / Kafka, Prague and the First World War. Königshausen & Neumann, Würzburg 2012 (Oxford Kafka Studies 2). ISBN 978-3-8260-4849-4
  • Manfred Engel, Ritchie Robertson (Hrsg): Kafka und die Religion in der Moderne / Kafka, Religion, and Modernity. Königshausen & Neumann, Würzburg 2014 (Oxford Kafka Studies 3). ISBN 978-3-8260-5451-8
  • Janko Ferk: Recht ist ein „Prozeß“. Über Kafkas Rechtsphilosophie. Manz, Wien 1999.
  • Janko Ferk: Wie wird man Franz Kafka? Drei Essays. Mit einem Vorwort von Wendelin Schmidt-Dengler. LIT, Wien/Berlin 2008.
  • Kerstin Gernig: Die Kafka-Rezeption in Frankreich: Ein diachroner Vergleich der französischen Übersetzungen im Kontext der hermeneutischen Übersetzungswissenschaft. Königshausen & Neumann Verlag, Würzburg 1999, ISBN 3-8260-1694-7.
  • Erich Heller und Jürgen Born (Hrsg.): Briefe an Felice und andere Korrespondenz aus der Verlobungszeit. Mit einer Einleitung von Erich Heller. S. Fischer Verlag, 1967
  • Klaus Hermsdorf: Kafka in der DDR. Hrsg. von Gerhard Schneider und Frank Hörnigk. Theater der Zeit, Berlin 2007, ISBN 978-3-934344-93-8.
  • Heinrich Eduard Jacob: Kafka oder die Wahrhaftigkeit. In: Der Feuerreiter. Zeitschrift für Dichtung, Kritik und Graphik. II. Jg. Heft 2, August/September 1924, hrsg. von Heinrich Eduard Jacob; S. 61–66.
  • Heinrich Eduard Jacob: Truth for Truth’s Sake. In: The Kafka Problem. Hrsg. Angel Flores, New York 1956.
  • Kafka-Verlag Prag 1996: Kafka und Prag ISBN 80-85844-13-3.
  • Leslie Kaplan: Kafka, Kafka (frz.), dt. udT. Kafka. In: Die Werkzeuge. Kap. 2: Mit Schriftstellern. Vorwerk 8, Berlin 2006, ISBN 3-930916-77-0.
  • Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Als Kafka mir entgegenkam… Erinnerungen an Franz Kafka. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2005, ISBN 3-8031-2528-6.
  • Werner Kraft: Franz Kafka. Durchdringung und Geheimnis. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1968. (Bibliothek Suhrkamp. Band 211.).
  • Michael Kumpfmüller: Die Herrlichkeit des Lebens. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04326-6.
  • Milan Kundera: Irgendwo, dahinter. In: Die Kunst des Romans. Hanser, München 1987.
  • Claudia Liebrand: F. K. (Forschungsgeschichte) Darmstadt: WBG 2006 (Reihe: Studium)
  • David Zane Mairowitz, Robert Crumb: Kafka kurz und knapp. Verlag Zweitausendeins, ISBN 3-86150-117-1. (aus der Kurz-und-knapp-Reihe über berühmte Persönlichkeiten; Kafkas Leben und Werk als illustrierter Essay, z. T. in Graphic-Novel-Sequenzen), 1. Aufl. 1995, 6. Aufl. 2001.
  • Sascha Michel (Herausgeber) Unterwegs mit Franz Kafka. S. Fischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-596-90270-5.
  • Alice Miller: Du sollst nicht merken/ Dichtung (Das Leiden des Franz Kafka). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983.
  • Harald Münster: Das Buch als Axt. Franz Kafka differenztheoretisch lesen. Peter Lang, Frankfurt a.M. 2011, ISBN 978-3-631-61133-3.
  • Marek Nekula: Franz Kafkas Sprachen. … in einem Stockwerk des innern babylonischen Turmes …. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2003.
  • Anthony Northey: Kafkas Mischpoche. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1988, ISBN 978-3803151063.
  • Milan Richter: Kassiber aus Kafkas Höllenparadies. 2006, Theaterstück, deutsche Übersetzung von G. Tesche.
  • Milan Richter: Kafkas zweites Leben. 2007, Theaterstück, deutsche Übersetzung von G. Tesche.
  • Klaus R. Scherpe, Elisabeth Wagner (Hrsg.): Kontinent Kafka. Mosse-Lectures an der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit 8 Grafiken von Ergin Inan. Vorwerk 8, Berlin 2006, ISBN 3-930916-79-7.
  • Reiner Stach: Ist das Kafka? (99 Fundstücke). Fischer Verlag GmbH, Frankfurt/Main 2012 ISBN 978-3-596-19106-2.
  • Johannes Urzidil: Da geht Kafka. Artemis, Zürich/Stuttgart 1965; erweiterte Ausgabe: München, dtv 1966. (= dtv. 390.)
  • Klaus Wagenbach (Hrsg.): Kafkas Prag. Ein Reiselesebuch. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1993, ISBN 3-8031-1141-2.
  • Hans Dieter Zimmermann: Kafka für Fortgeschrittene C.H. Beck 2004, ISBN 3-406-51083-3.
  • Hanns Zischler: Kafka geht ins Kino. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996, ISBN 3-498-07659-0.

Filmographie

Literaturverfilmungen

Dokumentationen

  • Ich stelle mich noch einmal vor: Ich heiße Franz Kafka. Dokumentation, Österreich, Deutschland, 2004, 60 Min., ein Film von Peter Zurek und Karl Pridun, Produktion: ORF, Erstausstrahlung: 16. Oktober 2004 bei 3sat, Inhaltsangabe von ZDFtheaterkanal
  • Du bist mein Menschengericht. Briefe von Felice an Franz Kafka. Dialogmontage, 2004, von Wolfgang H. Fleischer und Zoltan Pataky, Leser: Vera Borek und Eugen Star
  • Wer war Kafka? Dokumentarfilm, Frankreich, 2006, 97 Min., Regie: Richard Dindo, Erstausstrahlung, 26. Januar 2007, Produktion: arte, Inhaltsangabe von arte

Spielfilme

Kurzfilme

  • 1990 – A Licensed Liberty. 34 Min., Regie: Michael Kreihsl, [1]
  • 1993 – The Metamorphosis of Franz Kafka. 30 Min., Regie: Carlos Atanes[52]
  • 1993 – Franz Kafka’s It’s a Wonderful Life. 23 Min., Buch und Regie: Peter Capaldi, Produktion: BBC Scotland,
  • 2003 – Entschlüsse. Experimentalkurzfilm – 4 Min., Regie: Mirko Tzotschew[53]
  • 2004 – Heimkehr. Kurzfilm, 8 Min., Regie: Mirko Tzotschew[54]
  • 2004 – Menschenkörper. Regie: Tobias Frühmorgen, Vorlage: Ein Landarzt[55]
  • 2006 – Grosser Lärm. Experimentalkurzfilm, 10 Min., Regie: Mirko Tzotschew
  • 2006 – Pferdekopf. Experimentalkurzfilm, 4 Min., Regie: Mirko Tzotschew, Vorlage: „Wunsch, Indianer zu werden“
  • 2006 – Un voyage en Italie. 22 Min., Regie: Christophe Clavert, Produktion: Les Films du saut du tigre, Frankreich
  • 2007 – Kafka – inaka isha. (カフカ 田舎医者; Kafka – Ein Landarzt), Animationsfilm – 20 Min., Regie: Kōji Yamamura
  • 2008 – Fahrgast. Kurzfilm, 10 Min., Regie: Mirko Tzotschew
  • 2010 – Once Hijos, Kurzfilm, 15 Minuten, Regie Rafael Gómez, Adaption der Erzählung Elf Söhne (spanisch mit englischen Untertiteln)

Varia

  • In dem Kurzfilm Franz Kafka’s It’s a Wonderful Life, der 1995 in der Kategorie Best Shortfilm/Live Action den Oscar gewann, sitzt Franz Kafka, dargestellt von Richard E. Grant, gerade an dem ersten Satz seiner Erzählung Die Verwandlung und verzweifelt an der Tatsache, dass ihm nicht die passende Verwandlungsform für seine Hauptfigur Gregor Samsa einfällt.
  • Ein Asteroid des inneren Hauptgürtels wurde nach Franz Kafka benannt: (3412) Kafka
  • Jan Jindra: Wege des Franz K. – Schauplätze aus Leben und Werk F. K.s in Fotografien. Düsseldorf Herbst 2006, danach in Dresden
  • Die Band Samsas Traum bezieht ihren Namen ebenso wie die Band Gregor Samsa von dem Hauptcharakter der Erzählung Die Verwandlung.
  • Die Band Blumfeld ist nach der Hauptfigur aus der Erzählung Blumfeld, ein älterer Junggeselle benannt.

Weblinks

 Commons: Franz Kafka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Franz Kafka – Quellen und Volltexte

Biografische Informationen

Texte von Kafka

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Verschiedenes

Anmerkungen

  1. Franz Kafka, Lebensdaten, Werk, Regionaler Arbeitskreis Internet am Oberschulamt Karlsruhe
  2. Peter-André Alt: Franz Kafka: Der ewige Sohn. Eine Biographie. Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53441-4. S. 28.
  3. Peter-André Alt: Franz Kafka: Der ewige Sohn. Eine Biographie, C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53441-4, S. 74.
  4. Klaus Wagenbach: Kafka Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg 1964, S. 35f.
  5. Klaus Wagenbach: Franz Kafka. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2008, S. 50f.
  6. Bodo Pieroth: Das juristische Studium im literarischen Zeugnis – Franz Kafka, in: JURA – Juristische Ausbildung 1993, S. 415f (mit weiteren Angaben zu Studium und Prüfung)
  7. Reiner Stach: Kafka Die Jahre der Erkenntnis. S. Fischer Verlag 2008 ISBN 978-3-10-075119-5, S. 78 ff.
  8. Stach, Reiner: Kafka. Jahre der Entscheidungen, S. Fischer-Verlag, Kapitel: Literatur und Einsamkeit: Leipzig, Weimar.
  9. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Entscheidungen. TB-Ausgabe, 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2008, S. 32.
  10. Franz Kafka: Briefe 1902–1924, hg. von Max Brod, Fischer-Verlag 1975.
  11. Eine Schilderung dieser ersten Begegnung zwischen Franz und Felice gibt Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Entscheidungen. Fischer, Frankfurt am Main 2002, Kapitel: Ein Fräulein aus Berlin
  12. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. TB-Ausgabe, Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 112ff.
  13. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. TB-Ausgabe, Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 290ff.
  14. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. TB-Ausgabe, Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 294.
  15. Reiner Stach schreibt: „Bereits gegenüber Felice hatte er immer wieder darauf bestanden, dass allein das tiefe Gefühl der Zusammengehörigkeit eine Ehe tragen und auch rechtfertigen können“. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. TB-Ausgabe, Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 553.
  16. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. TB-Ausgabe, Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 601ff.
  17. Wendelin Schmidt-Dengler, Norbert Winkler: Die Vielfalt in Kafkas Leben und Werk. Vitalis 2005, ISBN 3-89919-066-1, S. 57.
  18. Rainer Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 524.
  19. Rainer Stach: Kafka. Die Jahre der Erkenntnis. Fischer, Frankfurt am Main 2011, S. 536.
  20. Ostseebad Graal-Müritz, wissen.de
  21. Daten der deutschen Literatur; Der ursprüngliche Verwaltungsbezirk Žižkov, in dem der Friedhof liegt, ist jetzt Teil des Verwaltungsbezirks Strašnice
  22. Harald Salfellner: Franz Kafka und Prag. Vitalis Verlag, Prag 2002, Kapitel Der Neue Jüdische Friedhof in Prag-Strašnice, S. 179–185.
  23. Kafka: Briefe an Milena. 12. Aufl. Frankfurt a. M. 2002, S. 17.
  24. Klaus Wagenbach: Franz Kafka. 36. Aufl. Reinbek 2002, S. 54.
  25. Wagenbach 2002, S. 63.
  26. Kafka: Briefe an Milena. Ebd. Abgesehen von seiner Situation wollte er in diesem Brief seine Verbundenheit mit der Tschechin Milena Jesenskà dokumentieren.
  27. Wagenbach 2002, S. 24.
  28. Richard T. Gray: A Franz Kafka Encyclopedia. Greenwood Publishing Group, Westport, Connecticut 2005, ISBN 978-0-313-30375-3, S. 47.
  29. Nabokov: Die Kunst des Lesens. Fischer TB, S. 320.
  30. Klaus Wagenbach: Kafka. rororo monographien, 1991, S. 40.
  31. Peter-André Alt: Franz Kafka: Der ewige Sohn. Eine Biographie. Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53441-4, S. 93.
  32. Reiner Stach: Kafka Die Jahre der Entscheidungen. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-596-16187-8, S. 471.
  33. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Entscheidungen. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-596-16187-8, S. 232.
  34. Peter-André Alt: Franz Kafka: Der ewige Sohn. Eine Biographie. Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53441-4. S. 582.
  35. Peter-André Alt: Franz Kafka: Der ewige Sohn. Eine Biographie. Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53441-4, S. 16.
  36. Peter-André Alt: Kafka und der Film. Beck Verlag 2009, ISBN 978-3-406-58748-1, S. 194.
  37. Peter-André Alt: Kafka und der Film. Beck Verlag 2009, ISBN 978-3-406-58748-1.
  38. Reiner Stach: Kafka. Die Jahre der Entscheidungen. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-596-16187-8, S. 49
  39. Peter-André Alt: Kafka und der Film. Beck Verlag 2009, ISBN 978-3-406-58748-1, S. 13.
  40. Manfred Engel, Bernd Auerochs (Hg.): Kafka-Handbuch. Metzler, Stuttgart, Weimar 2010, S. XII
  41. Theodor W. Adorno: Aufzeichnungen zu Kafka. In: Adorno: Prismen – Kulturkritik und Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1969, S. 304
  42. Gerhard Rieck: Kafka konkret – das Trauma ein Leben. Wiederholungsmotive im Werk als Grundlage einer psychologischen Deutung. Königshausen&Neumann, Würzburg 1999, ISBN 978-3-8260-1623-3, S. 93–95.
  43. Gerhard Rieck: Kafka konkret – das Trauma ein Leben. Wiederholungsmotive im Werk als Grundlage einer psychologischen Deutung. Königshausen&Neumann, Würzburg 1999, ISBN 978-3-8260-1623-3.
  44. laut Duden
  45. Bücherverbrennung, literaturkritik.de
  46. Mairowitz/Robert Crumb: Kafka. Kurz und knapp, Verlag Zweitausendeins, S. 162 ff.
  47. Mairowitz, Robert Crumb: Kafka. Kurz und knapp. Verlag Zweitausendeins, S. 165.
  48. Kafka-Museum
  49. Ofer Aderet: Israeli heir: More Kafka works stashed in Swiss vault. In: Haaretz. 22. November 2009. (Artikel über den Streit um Kafkas Erbe)
  50. Friedemann Schmidt-Mechau: Dreierlei – Musik für Barock-Klarinette (PDF; 212 kB)
  51. weitere Arbeiten des Kafka-Freundes über diesen: siehe dessen eigenen WP-Artikel
  52. „The Metamorphosis of Franz Kafka“ – Video online
  53. Biographie von Mirko Tzotschew
  54. Heimkehr von M. Tzotschew
  55. Menschenkörper von T. Frühmorgen