Franz Lehár

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Franz Lehár

Franz Lehár (* 30. April 1870 in Komorn, Österreich-Ungarn; † 24. Oktober 1948 in Bad Ischl, Österreich) war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft. Lehár gilt zusammen mit Oscar Straus, Emmerich Kálmán und Leo Fall als Begründer der sogenannten Silbernen Operettenära.

Leben[Bearbeiten]

Franz Lehár war der Sohn des Kapellmeisters im Infanterieregiment Nr. 50 der österreichisch-ungarischen Armee Franz Lehár (senior) (1838–1888) und der Christine Neubrandt (1849–1906). Sein Bruder Anton schlug wie der Vater eine Militärkarriere ein, die er als General und Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens beendete.

Herkunft[Bearbeiten]

Lehárs Vorfahren waren bis Anfang des 18. Jahrhunderts als Kleinbauern in Lesnitz und Brünnles bei Mährisch Hohenstadt in Nordmähren nachweisbar. Der Name Lehar weist auf den tschechischen Ursprung der Familie hin, wobei es nach der Heirat des Urgroßvaters des Komponisten mit einer Bauerntochter aus Šumvald bei Mährisch Neustadt zur Eindeutschung des Namens kam. Deren Sohn lebte in Šumvald als Häusler und Glaser und heiratete die aus Šumvald stammende Anna Polách, ihr Sohn Franz Lehár (senior) (31. Januar 1838 in Šumvald – † 7. Februar 1888 in Budapest) wurde dann der Vater des Komponisten. Lehár senior heiratete in Komorn die Ungarin Christine Neubrandt (1849–1906), deren Vater von bereits magyarisierten mecklenburgischen Einwanderern abstammte, die in alten Taufbüchern aber noch „Neubrandenburger“ hießen. „Als die Mutter im Jahre 1869 heiratete, konnte sie sich in der deutschen Sprache, die ihre Eltern noch vollkommen beherrschten, kaum ausdrücken. Mein Vater dagegen sprach fast gar nicht ungarisch. Da in der Armee damals nur deutsch gesprochen wurde, die ungarische Gesellschaft aber […] deutschsprechende Elemente nicht gerne sah, entbehrte meine Mutter in den ersten Jahren fast völlig jedes gesellschaftlichen Verkehrs.“[1]

Lehár wuchs daher mit der Sprache seiner Mutter auf, dem Ungarischen. Seine Jugend verbrachte er als Sohn eines Militärkapellmeisters mit häufigen Standortwechseln in Städten, die damals zu Ungarn gehörten: Preßburg, Ödenburg, Karlsburg und Klausenburg. Darum erhielt das „a“ des Namens Lehár das ungarische Dehnungszeichen. (Der sudetendeutsche, bis 1945 in Liebau ansässig gewesene Zweig wird Lehar geschrieben, die tschechischen Namensträger Léhar.)

Lehárs Unterschrift

Franz Lehár bekannte sich während seines ganzen Lebens durch seine Unterschrift zu seiner ungarischen Herkunft, indem er nach ungarischer Art seinen Taufnamen Ferenc (Franz) dem Familiennamen hintansetzte. Das Wort Ferenc kürzte Lehár meist mit einem violinschlüsselartigen Schnörkel ab und behielt diese Schreibweise auch dann bei, wenn er später mit deutschem Vornamen unterschrieb.

Bei Ernst Décsey, Lehárs erstem Biographen, ist die Familienlegende zitiert, wonach die Lehars von einem Marquis Le Harde abstammen sollen. Dieser Marquis soll als Angehöriger der Grande Armée von den Russen gefangen genommen worden sein, aber in Nordmähren entflohen und bei Bauern Unterschlupf gefunden haben. Für diese Überlieferung fanden sich jedoch keinerlei Nachweise.

Ausbildung[Bearbeiten]

Franz Lehár mit seiner Mutter Christine im Jahr 1875

Die Begabung von Franz Lehár zeigte sich schon in frühen Jahren am Klavierspiel. Wie Mozart konnte auch er als Kind ein Thema bei verdeckten Tasten variieren. Mit elf Jahren komponierte er sein erstes Lied.

1880 wurde sein Vater mit seinem Regiment nach Budapest versetzt und Lehár besuchte dort das Piaristengymnasium. Um ihm eine bessere Kenntnis der deutschen Sprache zu vermitteln, kam er aber bald auf das Gymnasium in Mährisch Sternberg. Ab 1882 wurde Lehár wegen seiner großen Musikalität halber Schüler des Prager Konservatoriums und studierte, entsprechend dem Wunsch seines Vaters, Violine bei Anton Bennewitz, Musiktheorie bei Josef Foerster und Komposition bei Antonín Dvořák, nachdem er zuvor privat bei Zdeněk Fibich unterrichtet worden war. Als Dvořák 1887 zwei Kompositionen von Lehár gesehen hatte, meinte er: „Hängen Sie die Geige an den Nagel und komponieren Sie lieber.“[2] Auch Johannes Brahms „äußerte sich wohlwollend über mich und gab mir eine Empfehlungskarte an Professor Mandyczewski.“[3]

Werdegang[Bearbeiten]

Lehár in seiner Wiener Wohnung, 1918

Seine musikalische Laufbahn begann er als Orchestermusiker in Barmen und Elberfeld (heute Wuppertal). Danach wurde er jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee. In Wien spielte er in der Kapelle seines Vaters und über verschiedene Stationen in der Monarchie arbeitete er sich vor bis zum Nachfolger seines Vaters. Diese Karriere führte ihn nach Pola, Triest, Budapest und von 1899 bis 1902 nach Wien. Wien wurde zu seiner Wahlheimat und Dank einiger großer Erfolge konnte er dann ausschließlich von seinem kompositorischen Schaffen leben und verschrieb sich ganz der Operette.

Schon mit seinen beiden Erstlingswerken Wiener Frauen und Der Rastelbinder galt er als der kommende Mann der Operette. Mit dem Welterfolg der Lustigen Witwe (1905) setzte er sich endgültig an die Spitze der damaligen Operettenkomponisten. Bald schlossen sich in den nächsten Jahren weitere Erfolgsstücke an: Der Graf von Luxemburg, Zigeunerliebe und Eva.

Als in den 1920er-Jahren dann die bisherige „alte“ Operette in der Publikumsgunst zunehmend der Revue weichen musste (auch hier probierte sich Lehár mit einer Revuefassung der Lustigen Witwe mit Fritzi Massary), verabschiedete sich auch Lehár von dieser heiteren Kunstform. Seit Paganini verzichtete er auf das bisher übliche Happy-End und setzte auf opernhaftes Sentiment und Pathos. Die Tenorpartien dieser letzten Operetten, wie Das Land des Lächelns oder Der Zarewitsch schrieb er großteils für Richard Tauber. Seine letzte Operette Giuditta, die er als „musikalische Komödie“ bezeichnete, wurde dann tatsächlich auch 1934 in der Wiener Staatsoper uraufgeführt. Das "Hohe Haus" versprach sich mit dieser von Lehar lange ersehnten Aufführung auch eine pekuniäre Gesundung.

Privat war er sehr eng mit Giacomo Puccini befreundet und ließ sich auch durch dessen Opern inspirieren (wie umgekehrt auch Puccini von Lehár zu seiner Operette Die Schwalbe angeregt wurde, die allerdings kein Erfolg war). Lehár komponierte selbst vier Opern ("Rodrigo" sowie Kukuschka oder "Tatjana" zu Beginn seiner Laufbahn, später "Die Gelbe Jacke" und Garbonciás, eine Umarbeitung der Zigeunerliebe, als letztes Bühnenwerk). Neben Operetten schrieb er noch zwei symphonische Dichtungen, zwei Violinkonzerte, Filmmusik, Lieder, Tänze und Märsche.

Todesanzeige

Im Lauf der Jahre zu beträchtlichem Wohlstand gekommen, erwarb Lehár im Jahr 1931 das Schikaneder-Schlössl in Wien-Nußdorf, das bereits Emanuel Schikaneder besaß. Seine Villa in Bad Ischl, in der er im Sommer gern komponierte, vermachte er der Stadt mit der Auflage, daraus ein Lehár-Museum zu bilden. Aus dem Komponistenanteil für Aufführungen seiner Werke in Österreich sollte ein Lehár-Fonds gebildet und die Einkünfte desselben zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener alter Menschen verwendet werden. Jedoch sollten keine jungen Talente mit Hilfe dieses Fonds gefördert werden, da, so schrieb Lehár, wahres Talent sich von selbst durchringe und er nicht wünsche, dass dadurch Kunstdilettantismus großgezogen werde.

Lehár und das „Dritte Reich“[Bearbeiten]

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland hatte auch für Lehár große Auswirkungen, da er „sich ausnahmslos jüdischer Textbuchverfasser bei seinen Operetten bedient: Leo Stein, Bela Jenbach, Bodanzky, Reichert, Julius Bauer, Julius Brammer, Alfred Grünwald, Herzer, Löhner-Beda, Marton, Willner“ und „in Wien ausschließlich in jüdischen Kreisen“ verkehre.[4] Einen Ariernachweis hatte Lehár für sich und seine Frau mit dem Hinweis, sie seien beide katholisch, nie erbracht.[5] Er war aber wegen seiner jüdischen Gattin Sophie (geborene Paschkis) angreifbar und erhielt nur wegen Hitlers besonderem Interesse eine Sondergenehmigung zur Berufsausübung. Die anfänglichen Anfeindungen gegen ihn und sein Werk, die vor allem vom Amt Rosenberg ausgingen, verstummten dank der Interventionen von Goebbels, und seine Operetten wurden dann wieder auf den Spielplänen der deutschen Theater geduldet.[6]

1938 wurde Lehárs Frau zur „Ehrenarierin“ erklärt.[7] Im selben Jahr denunzierte Lehár den jüdischen Rechtsanwalt Eitelberg bei dem Staatsrat und SS-Sturmbannführer Hans Hinkel, der Lehárs Gönner im Reichspropagandaministerium war.[8] Von Hinkel erhält er noch Anfang Januar 1945 einen herzlichen Heil-Hitler!-Neujahrsgruß.[9] Am 12. Januar 1939 und am 30. April 1940 empfing Lehár in Berlin beziehungsweise Wien Auszeichnungen aus Hitlers Hand, darunter eine Goethemedaille.[10] Zu Hitlers Geburtstag 1938 schenkte Lehár seinem berühmten Verehrer ein in rotes Maroquin-Leder gebundenes Bändchen zur Erinnerung an die 50. Aufführung der Lustigen Witwe.[11] 1941 stellte er sich für Propagandakonzerte im besetzten Paris zur Verfügung. Ende 1942 weilte er in Budapest, um die Aufführung seiner alten Zigeunerliebe vorzubereiten - in einer wohlweislich vollständig „arisierten“ Textfassung.[12] Gleichwohl wurde einmal versucht, Lehárs Gattin zu deportieren.[13][14]

Lehárs Freund, der Librettist Fritz Löhner-Beda, wurde am 4. Dezember 1942 im KZ Auschwitz ermordet. Zwar findet sich in der Literatur die Behauptung, Lehár habe sich erfolglos um die Freilassung Löhners durch eine persönliche Vorsprache bei Hitler bemüht,[15] aber hierfür gibt es bislang keine Belege.[16] Jüngere Recherchen ergaben im Gegenteil, dass Lehár nichts unternahm[17] und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beteuerte, von nichts gewusst zu haben.[18]

Lebensabend und Tod[Bearbeiten]

Nach dem Krieg hielt sich Lehár in der Schweiz auf, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Im Juni 1948 kehrte der Komponist mit seiner Schwester Emilie Christine, die ihn nach dem Tod seiner Frau betreute, nach Bad Ischl zurück. Im Oktober 1948 erhielt er die Ehrenbürgerschaft und starb kurz darauf. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Bad Ischl.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sondermarke (1970)
Umbenennung des ehemaligen Hoftheaters in Bad Ischl in „Lehartheater“

Denkmale[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Bühnenwerke[Bearbeiten]

  • Rodrigo. Oper in einem Vorspiel und einem Akt. Libretto: Rudolf Mlčoch. UA 1893 Losoncz (Militärkasino)
  • Kukuška. Lyrisches Drama in 3 Aufzügen. Libretto: Felix Falzari. UA 27. November 1896 Leipzig (Stadttheater)
    • Neufassung: Tatjana. Oper in 3 Akten (4 Bilder). Libretto: Felix Falzari und Max Kalbeck. UA 10. Februar 1905 Brünn (Stadttheater)
  • Wiener Frauen (Der Klavierlehrer; Der Clavierstimmer). Operette in 3 Akten. Libretto: Hans Bergler (Pseud. Ottokar Tann-Bergler) und Emil Norini. UA 21. November 1902 Wien (Theater an der Wien)
    • Neufassung: Der Schlüssel zum Paradies. Operette in 3 Akten von Emil Norini und Julius Horst. EA 20. Oktober 1906 Leipzig (Neues Operetten-Theater)
  • Der Rastelbinder. Operette in einem Vorspiel und 2 Akten. Libretto: Victor Léon. UA 20. Dezember 1902 Wien (Carltheater)
  • Der Göttergatte. Operette in einem szenischen Prolog und 2 Bildern. Libretto: Victor Léon und Leo Stein. UA 20. Januar 1904 Wien (Carltheater)
  • Die Juxheirat. Operette in 3 Akten. Libretto: Julius Bauer. UA 21. Dezember 1904 Wien (Theater an der Wien)
Titelblatt eines Klavierauszuges der Operette „Die Lustige Witwe“
  • Die lustige Witwe, Operette in 3 Akten. Libretto: Victor Léon und Leo Stein. UA 30. Dezember 1905 Wien (Theater an der Wien)
  • Peter und Paul reisen ins Schlaraffenland. Operette für Kinder in einem Vorspiel und 5 Bildern. Libretto: Fritz Grünbaum und Robert Bodanzky. UA 1. Dezember 1906 Wien (Kabarett Hölle im Theater an der Wien)
  • Mitislaw der Moderne. Operette in einem Akt (Parodie auf Die lustige Witwe). Libretto: Fritz Grünbaum und Robert Bodanzky. UA 7. Januar 1907 Wien (Kabarett Hölle im Theater an der Wien)
  • Der Mann mit den drei Frauen. Operette in 3 Akten. Libretto: Julius Bauer. UA 21. Januar 1908 Wien (Theater an der Wien)
  • Das Fürstenkind. Operette in einem Vorspiel und 2 Akten. Libretto: Victor Léon. UA 7. Oktober 1909 Wien (Johann Strauß-Theater)
    • Neufassung: Der Fürst der Berge. Libretto: Victor Léon. UA 22. September 1932 Berlin (Theater am Nollendorfplatz)
  • Der Graf von Luxemburg. Operette in 3 Akten. Libretto: Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky (Nach dem Libretto der Operette Die Göttin der Vernunft von Johann Strauss, 1897 von Alfred Maria Willner und Bernhard Buchbinder). UA 12. November 1909 Wien (Theater an der Wien)
  • Zigeunerliebe. Romantische Operette in 3 Bildern. Libretto: Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky. UA 8. Januar 1910 Wien (Carltheater)
    • Neufassung: Garabonciás diák. Romantisches Singspiel in 3 Akten. Libretto: Vincze Ernő Innocent. UA 20. Februar 1943 Budapest (Königliche Oper)
  • Eva. Operette in 3 Akten. Libretto: Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky. 24. November 1911 Wien (Theater an der Wien)
  • Rosenstock und Edelweiss. Singspiel in einem Akt. Libretto: Julius Bauer. UA 20. Dezember 1912 Wien (Kabarett Hölle im Theater an der Wien)
  • Die ideale Gattin. Operette in 3 Akten. Libretto: Julius Brammer und Alfred Grünwald. UA 11. Oktober 1913 Wien (Theater an der Wien)
    • Neufassung: Die Tangokönigin. Libretto: Julius Brammer und Alfred Grünwald. UA 9. September 1921 Wien (Apollo-Theater)
  • Endlich allein. Operette. Libretto: Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky. UA 30. Jänner 1914 Wien (Theater an der Wien)
  • Der Sterngucker. Operette. Libretto: Fritz Löhner-Beda. UA 14. Januar 1916 Wien (Theater in der Josefstadt)
    • Neufassung: Libellentanz (Die drei Grazien). Operette. Libretto: Alfred Maria Willner. UA 30. März 1923 Wien (Stadttheater)
    • Italienische Version: La danza delle libellule. Operette in 3 Akten. Libretto: Carlo Lombardo. UA 27. September 1922 Mailand (Teatro Lirico)
    • Neufassung: Gigolette. Operette. Libretto: Carlo Lombardo und Giovacchino Forzano. UA 1926 Wien (Stadttheater)
  • Wo die Lerche singt. Operette in 4 Bildern. Libretto: Alfred Maria Willner, Heinz Reichert nach einem Entwurf von Ferenc Martos. UA (ungarische Fassung: A Pacsirta) 1. Februar 1918 Budapest (Königliche Oper). Deutschsprachige Erstaufführung 27. März 1918 Wien (Theater an der Wien)
  • Die blaue Mazur. Operette in 2 Akten und einem Zwischenspiel. Libretto: Leo Stein und Béla Jenbach. UA 28. Mai 1920 Wien (Theater an der Wien)
  • Frühling. Singspiel in einem Akt. Libretto: Rudolf Eger. UA 22. Januar 1922 Wien (Kabarett Hölle im Theater an der Wien)
    • Neufassung: Frühlingsmädel. Libretto: Rudolf Eger. UA 29. Mai 1928 Berlin (Neues Theater am Zoo)
  • Frasquita. Operette in 3 Akten. Libretto: Alfred Maria Willner und Heinz Reichert. UA 12. Mai 1922 Wien (Theater an der Wien)
    • Neufassung: Komische Oper. Libretto: Adaption française de Max Eddy et Jean Marietti. UA 5. Mai 1933 Paris (Opéra-Comique)
  • Die gelbe Jacke. Komische Oper. Libretto: Victor Léon. UA 9. Februar 1923 Wien (Theater an der Wien)
  • Clo-Clo (später Lolotte). Operette in 3 Akten. Libretto: Béla Jenbach. UA 8. März 1924 Wien (Bürgertheater)
  • Paganini. Operette in 3 Akten. Libretto: Paul Knepler und Béla Jenbach. UA 30. Oktober 1925 Wien (Johann Strauß-Theater)
  • Der Zarewitsch. Operette in 3 Akten. Libretto: Béla Jenbach und Heinz Reichert. UA 16. Februar 1927 Berlin (Deutsches Künstlertheater)
  • Friederike. Singspiel in 3 Akten. Libretto: Ludwig Herzer und Fritz Löhner-Beda. UA 4. Oktober 1928 Berlin (Metropol-Theater)
Aufführung von Giuditta bei den Seefestspielen in Mörbisch 2003
  • Giuditta. Musikalische Komödie in 5 Bildern. Libretto: Paul Knepler und Fritz Löhner-Beda. UA 20. Januar 1934 Wien (Staatsoper) mit Richard Tauber und Jarmila Novotna

Vokalwerke[Bearbeiten]

1. Schicksalsahnung – 2. Erfüllung – 3. Was streift mein Blick… – 4. Ich drücke dein liebe Hand… – 5. Es duften die Blüten… – 6. Mein Traumschloß – Versunken… – 7. Verzaubert…
1. Ich war sein Mädel – 2. Das erste Mal – 3. Am Bache im Gras
  • Fieber. Tondichtung für Singstimme und Orchester (1915). Text: Erwin Weill

Instrumentalwerke[Bearbeiten]

Opus 79, Notentitelblatt
  • Klaviersonaten F-Dur und d-Moll
  • Fantasie für Klavier (1887–8)
  • Concertino für Violine und Orchester (1888)
  • Il Guado. Symphonische Dichtung für Klavier und Orchester (1894)
  • Gold und Silber op. 79. Walzer für Orchester (1902)
  • Eine Vision. Meine Jugendzeit. Ouvertüre für Orchester (1907)
  • An der grauen Donau. Walzer für Orchester (1921)
  • Ungarische Fantasie op. 45 für Violine und Orchester (1935)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Literatur zu Franz Lehár
  • Ernst Décsey: Franz Lehár. Drei Masken, Wien 1924, 1930.
  • Anton Freiherr von Lehár: Unsere Mutter. Wiener Bohème, Wien / Berlin 1930.
  • Stan Czech: Franz Lehár. Sein Leben und sein Werk. Karl Siegismund, Berlin 1940.
  • Stan Czech: Franz Lehár. Sein Weg und sein Werk. Perneder, Wien 1948.
  • Maria von Peteani: Franz Lehár. Seine Musik – sein Leben. Glocken, Wien / London 1950.
  • Stan Czech: Schön ist die Welt. Franz Lehárs Leben und Werk. Argon, Berlin 1957.
  • Bernard Grun: Gold und Silber. Franz Lehár und seine Welt. Langen Müller, München / Wien 1970.
  • Max Schönherr: Franz Lehár. Bibliographie zu Leben und Werk. Beiträge zu einer Lehár-Biographie. Wien 1970.
  • Ingrid Haffner, Herbert Haffner: Immer nur lächeln … Das Franz-Lehár-Buch. Parthas, Berlin 1998, ISBN 3-932529-24-3.
  • Franz Endler: Immer nur lächeln … Franz Lehár, sein Leben – sein Werk. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-13886-4.
  • Stefan Frey; Franz Lehár oder das schlechte Gewissen der leichten Musik Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1995.
  • Stefan Frey; Was sagt ihr zu diesem Erfolg. Franz Lehár und die Unterhaltungsmusik des 20. Jahrhunderts. Insel, Frankfurt am Main / Leipzig 1999, ISBN 3-458-16960-1.
  • Norbert Linke: Franz Lehár. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2001, ISBN 3-499-50427-8.
  • Paul Melchior, Franz Lehár musical, Pascal Maurice éditeur, Paris, 2012, ISBN 978-2-908681-27-7 (auf Französisch, Deutsch und Englisch).
Lexikaeinträge
Sonstige Literatur
  • Anton Bauer: Opern und Operetten in Wien. Böhlau, Wien 1955.
  • Quirin Engasser (Hrsg.): Grosse Männer der Weltgeschichte. 1000 Biographien in Wort und Bild. Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 1987, ISBN 3-7043-3065-5, S.. 264.
  • Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon. Selbstverlag, Kiel 2004.
  • Lehár-Museum Bad Ischl. Hrsg. von der Stadtgemeinde Bad Ischl. Salzkammergut-Druckerei, Gmunden o. J.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franz Lehár – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anton Freiherr von Lehár: Unsere Mutter. a.a.O., S. 13.
  2. Franz Lehár: Mein Werdegang. In: Die Zeit, 13. Oktober 1907.
  3. Franz Lehár: Vom Schreibtisch und aus dem Atelier. Bis zur Lustigen Witwe. Autobiographisches von Franz Lehár. In: Velhagen & Klasing´s Monatshefte. Bielefeld/Leipzig 1912.
  4. Informationen des Kulturpolitischen Archivs im Amt für Kulturpflege. Berlin 9. Januar 1935; zitiert nach Stefan Frey, a.a.O., S. 305f.; Fred K. Prieberg, a.a.O., S. 4166.
  5. Fred K. Prieberg, a.a.O., S. 4165.
  6. Elke Froehlich (Hrsg.): Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Teil I Aufzeichnungen 1923–1945 Band 5. Dez 1937 – Juli 1938. K.G. Saur, München 2000, S. 313.
  7. Stefan Frey, a.a.O., S. 338f.
  8. Günther Schwarberg: Dein ist mein ganzes Herz. Die Geschichte des Fritz Löhner-Beda, der die schönsten Lieder der Welt schrieb, und warum Hitler ihn ermorden ließ. Steidl, Göttingen 2000, S. 128 und 130.
  9. Günther Schwarberg, a.a.O., S. 131.
  10. Günther Schwarberg, a.a.O., S. 128 und 157.
  11. Stefan Frey, a.a.O., S. 326.
  12. Günther Schwarberg, a.a.O., S. 173
  13. Bernard Grun, a.a.O., S. 291.
  14. siehe auch William Hastings Burke: Hermanns Bruder: Wer war Albert Göring? (Deutsche Übersetzung). Aufbau, Berlin 2012, ISBN 978-3-351-02747-6
  15. Peter Herz: Der Fall Franz Lehár. Eine authentische Darlegung von Peter Herz. In: Die Gemeinde vom 24. April 1968.
  16. Günther Schwarberg, a.a.O., S. 125.
  17. Fritz Löhner-Beda auf Wollheim Memorial.
  18. Günther Schwarberg, a.a.O., S. 183. Schwarberg widmet Lehár einen ganzen Abschnitt (Seiten 123 bis 132). Eine Begegnung zwischen Lehár und Hitler 1936 erwähnt er bereits auf S. 72.