Franz Philipp von Lamberg

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Franz Philipp Graf von Lamberg
(Lithographie von Joseph Kriehuber).
Das Lamberg-Schloss in Mór.

Franz Philipp Graf von Lamberg (* 30. November 1791 in Mór (Moor) in Komitat Fejér, Ungarn; † 28. September 1848 in Budapest) war ein österreichischer Feldmarschallleutnant, der während der ungarischen Revolution ums Leben kam. Er entstammte dem uradeligen Geschlecht derer Von Lamberg.

Lamberg begann seine militärische Karriere 1810 als Leutnant beim k.k. Ulanenregiment Nr. 3 und machte die Kriegsjahre 1813/14 bei der Armee in Frankreich mit. In den langen folgenden Friedenszeit durchlief er die gesamte Offizierslaufbahn, um schließlich nach 32 Dienstjahren 1842 den Rang eines Feldmarschallleutnants zu erreichen. Nichts deutete darauf hin, dass sein Leben eine außergewöhnliche Wendung nehmen sollte.

Nur der Umstand, dass er zugleich loyaler kaiserlicher Offizier und ungarischer Magnat war, brachte ihm 1848 nach Beginn der Unruhen in Ungarn den Auftrag, als kaiserlicher Kommissar, provisorischer Palatin und Oberbefehlshaber aller Truppen in Ungarn die Ruhe wiederherzustellen. Doch Ungarn hatte sich längst anders entschieden und im Landtag wurde beschlossen, Lamberg die Kommandoübernahme zu verbieten. An die Armee aber erging die Weisung, ihm den Gehorsam zu verweigern.

Als er sein Amt antreten wollte, kam er gar nicht mehr dazu, mit den ungarischen Abgeordneten zu verhandeln. Denn er wurde sofort nach seinem Eintreffens in Pest auf der Pontonbrücke von einer erregten Volksmenge angegriffen und an Ort und Stelle ermordet.

Literatur[Bearbeiten]