Franz Schaub

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Franz Schaub (* 14. Mai 1914 in Aschaffenburg; † 8. Juni 2002 ebenda) war ein deutscher Autor und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Studium veröffentlichten Heimatzeitungen Schaubs erste Kurzgeschichten. Nach dem Militärdienst und der Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft begann er im Alter von 44 Jahren ein Studium der Theaterwissenschaft in München. Er verdiente seinen Unterhalt mit Beiträgen für den Bayerischen Rundfunk und Artikeln in Literaturzeitschriften. 1951 erschien sein erstes Buch Geliebte kleine Stadt, eine Reminiszenz an seine Heimatstadt. Bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz wohnte er in Genf und verfasste das Buch Gandria. Insel der Stille am Luganer See, das der Schweizer Maler Fritz Meijer (1900–1975) illustrierte. Bekannt wurde er vor allem mit der 1965 erschienen Antikriegserzählung Der große Friede von Krassnikowa, in dem er eigene Erlebnisse als Soldat in Russland verarbeitete.

In den 1960er Jahren war Schaub auch als Dramaturg und Redakteur in Frankfurt am Main tätig. In den 1970er Jahren arbeitete er als freier Journalist hauptsächlich für das Main-Echo und das Würzburger Volksblatt. Für den BR und den Südwestfunk fertigte er zahlreiche Features, Hörbilder und Hörspiele, darunter Pompeij in Aschaffenburg und Kurt Tucholsky und seine fränkische Reise, sowie mit Das Künstlerhaus im Spessart einen Beitrag über den Künstler Christian Schad.

In seinen letzten Schaffensjahren brachte er mehrere Reise- und Wanderführer zum Spessart und der Umgebung von Aschaffenburg heraus. Sein Grab befindet sich auf dem Aschaffenburger Altstadtfriedhof.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der große Friede von Krassnikowa. Walltor-Verlag Brückel, Giessen 1958
  • Gandria : Insel der Stille am Luganer See. Walltor-Verlag, Giessen 1959
  • Die Geschichte von Maria Goretti. Pattloch, Aschaffenburg 1975, ISBN 3-557-91116-0
  • Räuberballade, eine historische Geschichte aus Spessart u. Odenwald. Pattloch, Aschaffenburg 1980, ISBN 3-557-92004-6
  • Wunderhorn und Wundervogel. Eine romantische Komposition. Seubert, Nürnberg 1990, ISBN 3-926849-06-1
  • Am Spessartlug. Geschichten und Erinnerungen aus der Spessartchronik. Husum-Druckerei und Verlags-Gesellschaft, 1994, ISBN 3-88042-660-0
  • Es dunkelt schon in der Heide. Dichter, Komponisten und Sammler der schönsten deutschen Volkslieder. Husum 1995, ISBN 3-88042-724-0
  • Rundflug über Aschaffenburg vor 50 Jahren. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2001, ISBN 3-8313-1002-5

Weblinks[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

  • Bericht des Main-Echo Nr. 156 vom 12. Juni 2002