Franz Seydelmann

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Franz Seydelmann (* 8. Oktober 1748 in Dresden; † 17. Oktober 1806 ebenda) war ein deutscher Musiker und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Grab Franz Seydelmanns

Er war der Sohn des kurfürstlichen Kammermusikus Francesco Seydelmann (Franz Joseph Seydelmann). Sein Bruder war der Sepiamaler Jakob Crescenz Seydelmann. Im Jahr 1765 ging Franz mit Johann Gottlieb Naumann nach Italien und bildete sich zum Tenor aus. Im Jahr 1772 war er Kirchenkompositeur in Dresden und wurde am 20. Januar 1787 Kapellmeister. Er schrieb Opern (zum Beispiel Il turco in Italia), Singspiele, Lieder, Oratorien und Messen. Einige seiner Freimaurerlieder wurden im Taschenbuch zum geselligen Vergnügen sowie im Maurerischen Liederbuch der Apfel-Loge veröffentlicht. Seydelmann verstarb 1806 in Dresden und wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof beigesetzt.

Zum Stadtjubiläum Dresden inszenierte Henriette Sehmsdorf das Oratorium La mort d’Abèle (Der Tod Abels), das am 2. Juni 2006 im Hygienemuseum aufgeführt wurde.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1776: Arien aus der Schönen Arsene. Einem Singespiele in 4 Akten (Libretto August Gottlieb Meißner)
  • 1781: 6 sonate a quattro mani
  • 1788: Il Turco in Italia (dramma giocoso)
  • La mort d'Abèle

Nachlass[Bearbeiten]

Der kompositorische Nachlass von Franz Seydelmann umfasst circa 330 Katalognummern mit Musikautographe, Abschriften sowie Drucke und wird in der Musikabteilung der SLUB Dresden aufbewahrt: Signatur: Mus.3550-…

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]