Franz Wegner

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Franz Wegner (* 15. Juni 1940) ist emeritierter Professor für Theoretische Physik an der Universität Heidelberg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Franz Wegner promovierte 1968 bei Wilhelm Brenig an der Technischen Universität München zu dem Thema „Zum Heisenberg-Modell im paramagnetischen Bereich und am kritischen Punkt“. Anschließend forschte er als Postdoktorand u.a. am Forschungszentrum Jülich in der Gruppe von Herbert Wagner und an der Brown University bei Leo Kadanoff. Seit 1974 ist er Professor in Heidelberg.

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Statistische Physik, insbesondere die Theorie der Phasenübergänge und die Renormierungsgruppentheorie. Der nach ihm benannte „Wegner-Exponent“ ist von fundamentaler Bedeutung, wenn es gilt, Korrekturen zum asymptotischen Skalenverhalten in der Nähe von Phasenübergängen zu beschreiben. Wegner „erfand“ 1971 auch grundlegende gittereichtheoretische Modelle (die daraus entstandene Methode wird heutzutage vor allem bei der Simulation der Quantenchromodynamik intensiv benutzt). In der Mathematik ist die „Wegnersche Ungleichung“ für die Spektraltheorie gestörter Systeme bekannt.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

Wegners hervorragende Forschung ist u.a. mit dem Walter-Schottky-Preis, der Mitgliedschaft in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Max-Planck-Medaille gewürdigt worden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Corrections to scaling laws, Physical Review B 5, 4529 (1972); doi:10.1103/PhysRevB.5.4529
  • Mobility edge problem - continuous symmetry and a conjecture, Zeitschrift für Physik B 35, 207 (1979)
  • Duality in Generalized Ising Models and Phase Transitions without Local Order Parameter, J. Math. Phys. 12 (1971) 2259-2272.
Reprinted in Claudio Rebbi (ed.), Lattice Gauge Theories and Monte Carlo Simulations, World Scientific, Singapore (1983), p. 60-73. (Abstract)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. F. Wegner: Bounds on the Density of States in Disordered Systems, Zeitschrift für Physik B 44, 9-15 (1981)

Weblinks[Bearbeiten]