Franz Weidenreich

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Franz Weidenreich (* 7. Juni 1873 in Edenkoben; † 11. Juli 1948 in New York City) war ein deutscher Anatom und Anthropologe, der durch seine Studien zur Evolution des Menschen bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Weidenreich studierte bis 1899 an der Universität Straßburg Medizin. 1903 trat er die Nachfolge von Wilhelm Pfitzner als Prosektor an der Universität Straßburg an und wurde 1904 zum Professor ernannt. Bis 1918 war er in Straßburg tätig. Von 1921 bis 1924 war er Professor an der Universität Heidelberg. 1928 gründete er das Institut für Physische Anthropologie an der Universität Frankfurt am Main. 1934 hatte er eine Gastprofessur an der University of Chicago inne und wurde 1935 Nachfolger von Davidson Black als Professor am Cenozoic Research Laboratory in Peking. Dort erforschte er die in den 1920er- und 1930er-Jahren gefundenen fossilen Überreste des sogenannten Peking-Menschen (Sinanthropus pekinensis, später Homo pekinensis), der heute meist dem Homo erectus zugerechnet wird. 1941 bis 1948 war Weidenreich Mitarbeiter am American Museum of Natural History in New York.

Weidenreich war der Onkel des 1923 in Berlin als Peter Weidenreich geborenen Autors Peter Wyden.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Rasse und Körperbau. Berlin: Julius Springer, 1927
  • Ein neuer Pithecanthropus-Fund in China. In: Natur und Museum, Band 60, Nr, 12, 1930, S. 546–551
  • Rasse und Geist. J. A. Barth, Leipzig 1932
  • The ramification of the middle meningeal artery in fossil hominids and its bearing upon phylogenetic problems.In: Paleontologica sinica, New Series D, Nr. 3 (whole ser. no. 110), Peiping 1938, S. 1–16
  • The Skull of Sinanthropus pekinensis; A Comparative Study on a Primitive Hominid Skull. Pehpei 1943 (archive.org)
  • Apes, giants, and man. University of Chicago Press, Chicago 1946
  • Facts and speculations concerning the origin of Homo sapiens. In: American Anthropologist, Band 49, Nr. 2, 1947, S. 187–203

Weblinks[Bearbeiten]