Franz Xaver Haegy

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Franz Xaver Haegy

Franz Xaver Haegy, französisch: François Xavier Haegy, (* 2. Dezember 1870 in Hirsingen; † 11. Mai 1932 in Colmar) war katholischer Geistlicher, Redakteur und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Leben[Bearbeiten]

Haegy besuchte das Bischöfliche Gymnasium in Zillisheim von 1884 bis 1887 und studierte im Priesterseminar zu Straßburg 1887 bis 1892. Von 1892 bis 1893 war er Student an der theologischen Fakultät in München und von 1893 bis 1896 an der Universität Würzburg, wo er einer der Gründer der Studentenverbindung K.D.St.V. Gothia Würzburg war[1] und im Mai 1896 promovierte. Weiter war er Gründer und Chefredakteur der Zeitung Oberelsässische Landeszeitung in Mülhausen. Seit 1901 war er Chefredakteur des Elsässer Kurier in Colmar. Haegy war seit 1906 für die Elsaß-Lothringische Zentrumspartei Mitglied des Bezirkstages für das Ober-Elsaß und von September 1912 bis 1918 für den Wahlkreis 6 (Schlettstadt) Abgeordneter im Deutschen Reichstag. 1913 nahm er mit Eugen Ricklin an der Friedenskonferenz der Interparlamentarischen Union in Bern und Basel teil.

Ab 1918 beteiligte Haegy sich am Aufbau der Union populaire républicaine (UPR, deutsch: Elsässische Volkspartei) als Nachfolgepartei der Elsaß-Lothringischen Zentrumspartei. 1919 protestierte er gegen die französische Assimilierungspolitik im Elsass und für den Erhalt der konfessionellen Schulen. Nachdem er bei der Senatswahl 1929 gegen Joseph Pfleger unterlegen war, verabschiedete er sich aus der Politik.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des C.V. Wien 1925, S. 678.
  2. http://hirsingue.patrimoine.free.fr/p2_5_hist.htm