Franz von Hauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Franz von Hauer, Lithographie von Adolf Dauthage, 1859

Franz Ritter von Hauer (* 30. Jänner 1822 in Wien; † 20. März 1899 ebenda) war ein österreichischer Geologe und Paläontologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Franz von Hauer war ein Sohn des Geheimen Rates Joseph von Hauer, seine Brüder waren der Chemiker Karl und der Montanist Julius. Er studierte von 1839 bis 1843 an der Bergakademie Schemnitz, 1846 wurde er Assistent von Wilhelm Ritter von Haidinger am Mineralogischen Museum in Wien. Ab 1865 war er korrespondierendes Mitglied der Accademia dei Lincei in Rom. Im selben Jahr wurde er auch Nachfolger von Ferdinand von Hochstetter als Intendant (heute Generaldirektor) des k.k. Naturhistorischen Hofmuseums. Hauer wurde 1866 Direktor der k. k. geologischen Reichsanstalt in Wien und fertigte geologische Karten von Österreich und Siebenbürgen an.

1882 wurde er mit der Wollaston-Medaille der Geological Society of London ausgezeichnet. Er begründete 1886 die Annalen des kaiserlich-königlich naturhistorischen Hofmuseums.

Begraben wurde Hauer in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof. Im Jahr 1917 wurde in Wien Landstraße (3. Bezirk) die Franz-Hauer-Gasse nach ihm benannt.

Nach ihm ist das Mineral Hauerit (MnS2) benannt.

Werke[Bearbeiten]

Titelblatt der Geologie Siebenbürgens von Hauer und Stache (1863)
  • Beiträge über die Palaeontolographie von Österreich (1858–1859)
  • Franz von Hauer, Guido Stache: Geologie Siebenbürgens. Nach den Aufnahmen der k. k. geologischen Reichsanstalt und Literarischen Hülfsmitteln. Wien: Wilhelm Braumüller, 1863. Digitalisat
  • Die Geologie und ihre Anwendung auf die Kenntnis der Bodenbeschaffenheit der Österr.-Ungar. Monarchie (1875; 2. Aufl. 1878).
  • Geologische Karte von Oesterreich-Ungarn mit Bosnien-Hercegowina und Montenegro (1896)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]