Franz von Tattenbach (Diplomat)

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Franz Graf von Tattenbach

Franz Graf von Tattenbach (* 13. September 1896 in Frankfurt am Main; † 21. Februar 1974 in San José, Costa Rica) war ein deutscher Botschafter.

Leben[Bearbeiten]

Die Eltern von Franz von Tattenbach waren Franziska Louise Constanze von Metzler (1856–1934) und Christian von Tattenbach. Von Tattenbach trat 1911 in den auswärtigen Dienst des deutschen Kaiserreichs und wurde 1915 Legationssekretär an der Gesandtschaft des Deutschen Reichs in Bern. 1919 nach dem Ersten Weltkrieg war von Tattenbach im Auswärtigen Amt in der Wilhelmstraße eingesetzt.

In Costa Rica brachte Luisa Iglesias Rodríguez am 10. Januar 1924 seinen Sohn Cristian Tattenbach Iglesias zur Welt.[1]

Seit dem späten 19. Jahrhundert war Mittelamerika ein guter Absatzmarkt für deutsche Produkte. In den 1920er kamen zu den bestehenden Exportunternehmen wie Siemens neue wie AEG und Wayss & Freytag nach El Salvador und Costa Rica hinzu. Tattenbach forderte von AEG besondere Sorgfalt für einen 20000-USD-Auftrag nach San Ramón, Costa Rica, da dies der erste Auftrag eines Unternehmens aus dem Deutschen Reich nach dem Ersten Weltkrieg war.[2]

1925 kam von Tattenbach nach Berlin zurück, wo er 1926 zum Legationsrat befördert und 1929 Leiter des Protokolls wurde. 1937 wurde von Tattenbach in den einstweiligen Ruhestand und 1942 in den Ruhestand versetzt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cristian Tattenbach Iglesias. asamblea.go.cr
  2. Thomas Schoonover: Germany in Central America. 1998, S. 188 (Digitalisat)


Vorgänger Amt Nachfolger
Carl von Buch Botschafter des Deutschen Reichs in San José/Costa Rica
1921
Wilhelm von Kuhlmann
Curt Lehmann Botschafter des Deutschen Reichs in Guatemala
1922–1924
Wilhelm von Kuhlmann
Roland Köster Chef des Protokolls im deutschen Auswärtigen Amt
1929
1934 Rudolf Graf von Bassewitz (* 21. Juli 1881; † 17. Juli 1951)
Rudolph Steinbach Botschafter des Deutschen Reichs in Caracas/Venezuela
1932–1937
Erwin Poensgen