Franziska Drohsel

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Franziska Drohsel

Franziska Drohsel (* 1. Juni 1980 in Berlin) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Seit dem 24. November 2007 ist sie Bundesvorsitzende der Jusos.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ausbildung

Nach dem Abitur 1999 studierte Drohsel Rechtswissenschaften. Darin eingeschlossen war 2001–2002 ein Erasmus-Studentenaustausch-Aufenthalt an der Universität „La Sapienza“ in Rom. Nach dem Ersten Juristischen Staatsexamen 2005 ist sie seit 2006 Promotionsstudentin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin.

[Bearbeiten] Politische Karriere

Seit 1995 ist Drohsel bei den Jusos aktiv. Seit 2001 gehört sie auch der SPD an. Von 1996 bis 1999 war sie Kreissprecherin der Jusos im Berliner Bezirk Zehlendorf, anschließend bis 2004 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf sowie seit 1996 auch Landesdelegierte der Jusos. Zwischen 2000 und 2005 war Drohsel – mit Unterbrechung zwischen September 2001 und Januar 2003 – Mitglied im Studierendenparlament der Humboldt-Universität. Von März 2006 bis April 2008 war Drohsel Landesvorsitzende des Juso-Landesverbandes Berlin, nachdem sie zwischen 2000 und 2006 bereits mehrfach mit Unterbrechungen stellvertretende Landesvorsitzende war.[1] Bei ihrer Wahl zur Bundesvorsitzenden der Jusos am 24. November 2007, bei der sie die einzige Kandidatin war, erreichte sie mit 75,6 % der gültigen Stimmen das beste Ergebnis seit 1969. Am 19. Juni 2009 wurde Drohsel mit rund 69 % der gültigen Stimmen als Bundesvorsitzende wiedergewählt. Drohsel wird zum linken Flügel der Sozialdemokraten gezählt und ist Mitglied der Gewerkschaft ver.di[2].

[Bearbeiten] Kontroverse um die Rote Hilfe

Franziska Drohsel war Mitglied der vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuften Rote Hilfe e.V.. Dies war zwar schon vor ihrer Wahl zur Juso-Bundesvorsitzenden bekannt, wurde aber anschließend erst zur Kontroverse, nachdem der Juso-Landesverband Hamburg in einer Pressemitteilung darauf verwies. Zahlreiche Medien berichteten darüber, überwiegend die der Neuen Rechten zugeordnete Junge Freiheit. Rücktrittsforderungen wurden laut, unter anderem durch den CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz forderte Drohsels Rücktritt: „Die Juso-Vorsitzende ist Aktivistin einer linksextremen Organisation, die die RAF-Morde verharmlost und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. So jemand kann nicht Vorsitzende der sozialdemokratischen Jugendorganisation sein“. Am 30. November 2007 trat Drohsel aus der Roten Hilfe aus und begründete ihren Schritt damit, „dass die Jusos nicht aufgrund ihrer politischen Positionen, sondern wegen meiner privaten Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe wahrgenommen“ würden.[3]

[Bearbeiten] Publikationen

  • Franziska Drohsel (Hg.): Was ist heute links? - Thesen für eine Politik der Zukunft, Frankfurt a.M.: Campus Verlag, 2009.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. SPD-Berlin Profil von Franziska Drohsel
  2. Welt: Juso-Chefin Drohsel fordert Beck zu Linksruck auf
  3. Spiegel: Juso-Chefin verlässt „Rote Hilfe“
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