Franziska Stünkel

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Franziska Stünkel 2012 bei der Laudatio zur Verleihung des Stadtkulturpreises Hannover

Franziska Stünkel (* 1973 in Göttingen) ist eine deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Fotografin.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Franziska Stünkel absolvierte ihre Ausbildung zur Autorin und Regisseurin bei Uwe Schrader an der Fachhochschule Hannover. Im Anschluss an ihr Diplom wurde sie zur Meisterschülerin ernannt. Schon während ihres Studiums erhielt sie mehrere Stipendien, darunter auch das zweijährige vgf-Nachwuchsstipendium des Bayerischen Filmzentrums in München. Das Land Niedersachsen zeichnete sie mit dem Förderstipendium Film aus. Es folgte ein Drehbuchstipendium bei dem polnischen Filmemacher Wojciech Marcszewski. Außerdem wurde sie für das einjährige Weiterbildungsprogramm "Talents 2003" ausgewählt. Als Teilnehmerin des "Berlinale Talent Campus" wurde sie von weiteren international tätigen Dozenten unterrichtet.

1998 gründete Franziska Stünkel die Firma "Cita Film" und ist seitdem auch als Filmproduzentin tätig.

Die Kurzspielfilme von Franziska Stünkel liefen in 19 Ländern auf internationalen Filmfestivals und wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Best New Director Award“ in New York. Im Rahmen der „Next Generation 2001“ wurde ihr Kurzspielfilm Wünsch Dir Was während der internationalen Filmfestspiele in Cannes vorgestellt.

Vineta“ ist der erste abendfüllende Kinospielfilm von Franziska Stünkel (Regie, Drehbuch, Koproduktion). Die Hauptrolle spielt Peter Lohmeyer. Es handelt sich bei "Vineta" um die Verfilmung des Theaterstücks "Republik Vineta" von Moritz Rinke. Der Film feierte auf dem Filmfest München 2006 seine Premiere. Es folgten Einladungen zu namhaften Internationalen Filmfestivals unter anderem nach Shanghai, Kalkutta und New York.

Franziska Stünkel erhielt für ihre Leistungen als Regisseurin den renommierten „Otto-Sprenger-Preis“. Sie wurde für das Drehbuch von "Vineta" zum Förderpreis Deutscher Film 2006 und für den „Prix Genève Europe - Bestes Europäisches Drehbuch" nominiert. Am 3. April 2008 startete der Film in den Kinos, am 10. August 2009 wurde er in der ARD ausgestrahlt. Ferner ist der Film auf DVD im Handel erhältlich.

Ferner ist Franziska Stünkel im Bereich der Fotokunst tätig. 2009 wurde sie für ihre Fotografien mit dem Audi-Art-Award ausgezeichnet.

Die erste Einzelausstellung ihrer Fotografien 2010 trägt den Titel 'Seven Billion Stories'. Die Galerie Geuer & Breckner in Düsseldorf zeigte die Fotografien sowie die Galerie Drees in Hannover. Parallel zu der Ausstellung entwickelte Franziska Stünkel in Zusammenarbeit mit der Kestnergesellschaft Hannover das KestnerFilm-Projekt, welches in vier Blöcken der Weg von der Idee bis zum fertigen Film nachzeichnet. Der erste Teil Tell me Their Story fand von August 2010 bis Oktober 2010 in der Kestnergesellschaft statt. Bekannte Künstler wie Kai Wiesinger oder Moritz Rinke entwickelten eine Filmszene zu einer Fotografie von Franziska Stünkel und trugen diese dann in der Eröffnungsveranstaltung in der Kestnergesellschaft vor. Besucher des Projektes hatten die Möglichkeit eigene Filmszenen zu schreiben, diese wurden dann Teil der Installation. In der Finnisage der Aktion wurde eine Auswahl der Besucher-szenen von Prominenten, u.a Stephan Weil oder Veit Görner vorgelesen und interpretiert.[2] . 2012 führt Stünkel beim Dokumentarfilm Der Tag der Norddeutschen Regie[3] und arbeitet derzeit an einem Drehbuch. Sie ist Mitglied des Autorenstammtisch Hannover (AST). Seit 2009 ist Franziska Stünkel Mitglied der Vergabejury des Juliane Bartel Frauenmedienpreises. 2010 war sie Schirmherrin der Freiwilligenbörse in Hannover.[4] und ist Botschafterin der Aktion Dabei sein der Niedersächsischen Landesstiftung Familie in Not.[5] Franziska Stünkel lebt in Hannover.

Jury für den UND BITTE - Filmpreis 2013 in Hannover (von links): Tobias Schenke, Franziska Stünkel, Karl Maier und Burkhard Inhülsen

Im März 2014 war Stünkel Mitglied der Jury beim Und bitte - Filmpreis im Kino am Raschplatz in Hannover für den besten Kurzfilm aus 2013.[6]

Am 18. November 2014 wurde die hannoversche Unternehmerin, die sich unter anderem für eine Frauenquote einsetzt, im Hannover Congress Centrum mit dem Wirtschaftspreis Frauen machen Standort ausgezeichnet.[7]

Filme/Drehbücher/Regie[Bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 'Seven Billion Stories' (19. März bis 2. Mai 2010 in der Galerie Geuer & Breckner in Düsseldorf)
  • 'Seven Billion Stories' (GALERIE FALCKENBERG & LITTMANN l Hamburg, 20. Juni - 28. August 2011)
  • 'Seven Billion Stories' (ART GALERIE 7 l Köln 9. September - 14. Oktober 2011)
  • 'More than Seven Billion Stories' (im Haus der TUI AG 24. Januar 2012 - 19. März 2012)
  • INT. PHOTOSZENE in Köln 1. September - 30. September 2012[1]
  • Franziska Stünkel. COEXIST - Fotografie / Lichtobjekte in der Art Galerie 7 Köln, 5. September - 11. Oktober 2014

Bücher/Kataloge[Bearbeiten]

  • Kai Wiesinger (Hrsg.): Dialog der Geschichten. Fotografien von Franziska Stünkel und Kai Wiesinger. Edition Jenny Falckenberg-Blunck. Gudberg-Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-943061-11-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Franziska Stünkel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://citafilm.de/fotokunst/
  2. http://www.stadtkind-hannover.de/2010/08/tell-me-their-story-ein-ungewohnliches-filmprojekt-in-der-kestnergesellschaft/
  3. http://citafilm.de/aktuell/detail/article/9/franziska-st-10/?cHash=b4e55ca32d
  4. http://www.freiwilligenzentrum-hannover.de/NeuesVerzeichnis/100512_FiH_Freiwilligenborse_Flyer.pdf
  5. http://www.familien-mit-zukunft.de/index.cfm?D17B50ECC2975CC8A5F66B965B3F65C0
  6. Flyer zum Finale am Mittwoch, den 20. März 2014; siehe auch Das große Finale des UND BITTE – Filmpreis 2014 auf der Seite undbitte-filmpreis.de, zuletzt abgerufen am 26. März 2014
  7. Claudia Brebach: Standortpreis für Filmemacherin Stünkel / Stadt ehrt die 41-jährige gestern auf Wirtschaftsempfang, in: Neue Presse vom 18. November 2014, S. 5
  8. http://www.musikzentrum-hannover.de/index.php?id=222
  9. Jugendfilmprojekte: Die Oper geht auf Musikfilmclip-Format. auf: musikzentrum-hannover.de, 4. März 2010.
  10. http://www.ndr.de/unterhaltung/der_tag_der_norddeutschen/protagonisten/dertag395.html
  11. http://www.tv-plus.de/produktionen/tv-produktionen/der-tag-der-norddeutschen-zeig-uns-wie-du-lebst.html