Franziska van Almsick
| Franziska van Almsick |
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Franziska van Almsick im Alter von 11 Jahren, zusammen mit Jörg Hoffmann |
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| Persönliche Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Name: | Franziska van Almsick | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spitzname(n): | Franzi | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nationalität: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schwimmstil(e): | Freistil | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein: | SG Neukölln, Berlin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag: | 5. April 1978 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort: | Berlin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe: | 1,81 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht: | 66 kg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Medaillen
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Franziska van Almsick (* 5. April 1978 in Ost-Berlin) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin und mehrfache Welt- und Europameisterin. Seit 1. Dezember 2008 ist sie stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe.
Inhaltsverzeichnis |
Werdegang [Bearbeiten]
Franziska van Almsick, von Fans und Medien auch „Franzi“ genannt, begann als Fünfjährige mit dem Schwimmen. Mit sieben Jahren wurde sie ins Ost-Berliner Schwimm-Trainingszentrum aufgenommen, wo sie die Jüngste war. Sie kam bald darauf in eine Kinder- und Jugendsportschule (KJS) der DDR, und bereits mit elf Jahren gewann sie bei der Kinder- und Jugendspartakiade neun Goldmedaillen. Nach Jugend-Wettkämpfen der DDR gewann sie bei Junioren-Europa- und Weltmeisterschaften. Seit 1996 trainierte van Almsick bei der SG Neukölln Berlin mit Cheftrainer Norbert Warnatzsch, davor beim SC Berlin mit Dieter Lindemann.
Im Jahr 1992 errang sie ihren ersten Weltcup-Sieg über 100 m Freistil und schwamm Kurzbahn-Weltrekord über 50 m Freistil. Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona gewann sie die Silbermedaille über 200 m Freistil, Silber mit der 4x100-m-Lagen-Staffel und Bronze über 100 m Freistil und der 4x100-m-Freistil-Staffel. Nach den Olympischen Spielen von Barcelona avancierte sie zum ersten gesamtdeutschen Sportstar nach der deutschen Wiedervereinigung und ihr Bekanntheitsgrad wurde vergleichbar mit dem von Popstars.
Im Jahr 1993 konnte sie beim Weltcup dreimal einen neuen Weltrekord aufstellen und wurde Weltcup-Gesamtsiegerin. Bei den Schwimmeuropameisterschaften 1993 in Sheffield gewann sie sechs Goldmedaillen und wurde für ihre Leistungen zur Welt-Sportlerin des Jahres gewählt.
Dramatisch war ihr Auftritt bei den Schwimmweltmeisterschaften 1994 in Rom. Auf ihrer Paradedisziplin 200 m Freistil konnte sie sich zunächst als Neunte im Halbfinale nicht für das Finale qualifizieren. Ihre Mannschaftskollegin Dagmar Hase, die sich qualifiziert hatte, trat daraufhin nicht im Finale an und ihr Platz wurde für van Almsick frei. Das Finale wurde dann zu einem Triumph für die Berlinerin und sie wurde Weltmeisterin, wobei sie gleichzeitig einen neuen Weltrekord aufstellte.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta ging sie über 200 m Freistil als große Favoritin an den Start, gewann dann aber "nur" die Silbermedaille. Dies war der Beginn einer Jagd nach einem Olympiasieg, der ihr bis zum Karriereende 2004 nicht gelingen sollte. Zur sportlichen Enttäuschung wurden für sie die Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney, von denen sie nach Deutschland zurückkehrte, ohne an einem Einzelfinale teilgenommen zu haben; mit der Staffel gewann sie eine Staffel-Bronzemedaille. Wurde sie in den früheren Jahren von den deutschen Massenmedien noch in den Himmel gelobt, so fielen diese jetzt über sie her. Die Berliner Boulevard-Zeitung B.Z. nannte sie Franzi van Speck. Das Karriereende schien für sie nah.
Bei den Schwimmeuropameisterschaften 2002 in ihrer Heimatstadt Berlin errang van Almsick fünf Goldmedaillen, unter anderem den Europameistertitel über 200 m Freistil, wobei sie ihren eigenen Weltrekord von 1994 nochmals verbesserte und erneut zur Favoritin für die Olympischen Spiele 2004 avancierte. Für dieses Comeback wurde sie 2002 erneut zur Sportlerin des Jahres gewählt. Ihr damaliger Weltrekord hielt bis zu den Schwimmweltmeisterschaften 2007, als die Italienerin Federica Pellegrini ihren Rekord um 17 Hundertstelsekunden unterbot.[1]
Die Olympischen Spiele 2004 in Athen sollten der Karrierefinal- und Höhepunkt für sie werden. Doch erneut gelang es ihr nicht, eine Goldmedaille zu gewinnen. Sie beendete ihre Karriere mit zwei Bronzemedaillen mit der 4x200-Meter-Freistilstaffel (mit neuem Europarekord) und der 4x100-Meter-Lagenstaffel und erreichte Rang 5 über 200 m Freistil.
Franziska van Almsick konnte auf europäischer Ebene 18 Goldmedaillen und bei Weltmeisterschaften zwei Titel gewinnen.
Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2005 in Montreal, bei den Schwimmeuropameisterschaften 2006 in Budapest, bei den Schwimmweltmeisterschaften 2007 in Melbourne, den Olympischen Spielen 2008 in Peking und den Olympischen Spielen 2012 in London arbeitete sie als Co-Kommentatorin für die ARD. Im Jahr 2006 kommentierte sie kurzzeitig für RTL die Formel 1.
Seit dem 1. Dezember 2008 ist Franziska van Almsick als Stellvertreterin des ebenfalls neu bestellten Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Sporthilfe, Werner E. Klatten, für den Bereich Sport zuständig.[2][3]
Privates [Bearbeiten]
Während ihrer Sportlaufbahn nahm van Almsick immer wieder an Fotoshootings teil. Unter anderem posierte sie zweimal für das Männermagazin Maxim in Badebekleidung und Unterwäsche.
Von 2000 bis 2004 war van Almsick mit dem Handballspieler Stefan Kretzschmar liiert. Mit ihrem jetzigen Lebensgefährten, dem Unternehmer Jürgen B. Harder, und ihrem Sohn lebt sie in Heidelberg.[4] Am Pfingstwochenende 2013 hat sie ihren zweiten Sohn zur Welt gebracht.[5]
Unter dem Titel Aufgetaucht veröffentlichte Franziska van Almsick 2004 eine Autobiographie.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Schwimmerin des Jahres in Deutschland 1992, 1993, 1994, 1995, 2002
- Juniorsportlerin des Jahres 1992
- Bambi 1992, 2002
- Weltsportlerin des Jahres 1993 (AIPS)
- Europas Sportlerin des Jahres 1993
- Weltschwimmerin des Jahres 1993
- Europäische Schwimmerin des Jahres 1993, 1994, 2002
- Sportlerin des Jahres in Deutschland 1993, 1995, 2002
- Maxim-Woman of the year (Sport) 2002
Rekorde [Bearbeiten]
Aufgrund der rasanten Entwicklung der Bestzeiten im Schwimmen hält van Almsick keine Welt-, Europa- oder nationalen Bestzeiten mehr. Zu verschiedenen Zeiten ihrer aktiven Laufbahn stellte sie u.a. die Kurzbahnweltrekorde über 50, 100 und 200 Meter Freistil sowie über 200 Meter Freistil auf der Langbahn. Darüber hinaus war sie Teil von Weltrekordstaffeln über 4×50 und 4×100 Meter Freistil.
Literatur [Bearbeiten]
- Jupp Suttner, Sammy Minkoff (Fotos): Franziska van Almsick. Superstars des Sports. Copress-Verlag, München 1994, 112 S., ISBN 3-7679-0434-9
- Hans-Dieter Schütt (Bearbeitung): Franziska van Almsick: Superstar. Porträt. Sportverlag, Berlin 1993, 168 S., ISBN 3-328-00604-4
- Volker Kluge: Almsick, Franziska van. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
Weblinks [Bearbeiten]
- Franziska van Almsick in der Internet Movie Database (englisch)
- Literatur von und über Franziska van Almsick im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Franziska van Almsick
- Franziska van Almsick auf Swimrankings.net
- Franziska van Almsick auf Sports-Reference.com (englisch)
- Franziska van Almsick in der International Swimming Hall of Fame (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://sport.ard.de/sp/weitere/news200703/27/schwimm_wm.jhtml - Vier Weltrekorde in Melbourne
- ↑ faz.net: Klatten neuer Sporthilfe-Chef, abgerufen am 25. Oktober 2008
- ↑ sporthilfe.de: Mitglieder des Vorstands, abgerufen am 30. Dezember 2008
- ↑ http://www.focus.de/panorama/boulevard/franziska-van-almsick_aid_111450.html
- ↑ stern.de: Franziska van Almsick ist jetzt Zweifach-Mama, abgerufen am 21. Mai 2013
1973: Keena Rothhammer | 1975: Shirley Babashoff | 1978: Cynthia Woodhead | 1982: Annemarie Verstappen | 1986: Heike Friedrich | 1991: Hayley Lewis | 1994: Franziska van Almsick | 1998: Claudia Poll | 2001: Giaan Rooney | 2003: Alena Popchanka | 2005: Solenne Figuès | 2007: Laure Manaudou | 2009: Federica Pellegrini | 2011: Federica Pellegrini
1987: Tamara Costache | 1989: Catherine Plewinski | 1991: Simone Osygus | 1993: Franziska van Almsick | 1995: Linda Olofsson | 1997: Natalia Mersheryakowa | 1999: Inge de Bruijn | 2000: Therese Alshammar | 2002: Therese Alshammar | 2004: Therese Alshammar | 2006: Britta Steffen | 2008: Marleen Veldhuis | 2010: Therese Alshammar | 2012: Britta Steffen
1927: Marie Vierdag | 1931: Yvonne Godard | 1934: Willy den Ouden | 1938: Ragnhild Hveger | 1947: Fritzie Nathansen | 1950: Irma Schumacher | 1954: Katalin Szőke | 1958: Kate Jobson | 1962: Heidi Pechstein | 1966: Martina Grunert | 1970: Gabriele Wetzko | 1974: Kornelia Ender | 1977: Barbara Krause | 1981: Caren Metschuck | 1983: Birgit Meineke | 1985: Heike Friedrich | 1987: Kristin Otto | 1989: Katrin Meißner | 1991: Catherine Plewinski | 1993: Franziska van Almsick | 1995: Sandra Völker | 1997: Franziska van Almsick | 1999: Sue Rolph | 2000: Therese Alshammar | 2002: Franziska van Almsick | 2004: Malia Metella | 2006: Britta Steffen | 2008: Marleen Veldhuis | 2010: Francesca Halsall | 2012: Sarah Sjöström
1970: Gabriele Wetzko | 1974: Kornelia Ender | 1977: Petra Thümer | 1981: Carmela Schmidt | 1983: Birgit Meineke | 1985: Heike Friedrich | 1987: Heike Friedrich | 1989: Manuela Stellmach | 1991: Mette Jacobsen | 1993: Franziska van Almsick | 1995: Kerstin Kielgaß | 1997: Michelle Smith | 1999: Camelia Potec | 2000: Natallja Baranouskaja | 2002: Franziska van Almsick | 2004: Camelia Potec | 2006: Otylia Jędrzejczak | 2008: Sara Isakovič | 2010: Federica Pellegrini | 2012: Federica Pellegrini
1927: Marie Braun | 1931: Marie Braun | 1934: Hendrika Mastenbroek | 1938: Ragnhild Hveger | 1947: Karen Harup | 1950: Grete Andersen | 1954: Agata Sebö | 1958: Jans Koster | 1962: Adrie Lasterie | 1966: Claude Mandonnaud | 1970: Elke Sehmisch | 1974: Angela Franke | 1977: Petra Thümer | 1981: Ines Diers | 1983: Astrid Strauß | 1985: Astrid Strauß | 1987: Heike Friedrich | 1989: Anke Möhring | 1991: Irene Dalby | 1993: Dagmar Hase | 1995: Franziska van Almsick | 1997: Dagmar Hase | 1999: Camelia Potec | 2000: Jana Klotschkowa | 2002: Jana Klotschkowa | 2004: Laure Manaudou | 2006: Laure Manaudou | 2008: Federica Pellegrini | 2010: Rebecca Adlington | 2012: Coralie Balmy
| Personendaten | |
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| NAME | Almsick, Franziska van |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schwimmerin |
| GEBURTSDATUM | 5. April 1978 |
| GEBURTSORT | Berlin |