Fraser-Canyon-Goldrausch

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Das „neue Eldorado“.

Der Fraser-Canyon-Goldrausch oder Fraser-Goldrausch war ein Goldrausch in der kanadischen Provinz British Columbia.

Auslöser[Bearbeiten]

Ausgelöst wurde dieser Goldrausch 1858, als der Gouverneur der Kolonie Vancouver Island, James Douglas, eine Ladung Erz nach San Francisco in die dortige Münzanstalt sandte und so dort bekannt wurde, dass am Zusammenfluss des Thompson River mit dem Nicoamen River, ein paar Meilen stromaufwärts vom Zusammenfluss des Thompson River mit dem Fraser River, Gold gefunden worden war. Zu diesem Zeitpunkt lief dessen Abbau bereits seit mehreren Jahren.

Verlauf[Bearbeiten]

In San Francisco und auf den dortigen Goldfeldern sorgte die Nachricht für Aufregung. Innerhalb eines Monats fielen 30.000 Menschen in Victoria ein, das bisher gerade einmal 500 Einwohner gehabt hatte. Diese Massenwanderung ist vergleichbar mit den durch den Kalifornischen Goldrausch oder durch den Goldrausch am Klondike River ausgelösten Bevölkerungsbewegungen.

Im Herbst des Jahres waren bereits Zehntausende, die es - teilweise aufgrund des sommerlichen Hochwassers auf dem Fraser - nicht geschafft hatten, einen Claim abzustecken, überzeugt einer Ente aufgesessen zu sein, und viele kehrten nach San Francisco zurück. Der Abzug der Desillusionierten wurde jedoch durch den ständigen Zustrom überwogen.

Obwohl James Douglas den Zugang zur neugegründeten Kolonie British Columbia nur über Victoria erlaubt hatte, kamen Tausende auf dem Landweg: Über die Douglas Road oder den Okanagan Trail erreichten die einen den oberen Teil des Fraser Canyon, andere gelangten über den Whatcom Trail in den unteren Teil. Aus diesem Grunde sind exakte Zahlen heute nur schwer zu ermitteln, insbesondere für den Oberlauf des Fraser.

Der später für die verhängnisvolle Straßenbauexpedition, welche 1864 zum Chilcotin-Krieg führte, berüchtigte Unternehmer Alfred Waddington, der auch Pamphlete über den Goldrausch verfasste, schätzte die Zahl der Menschen am Fraser auf dem Höhepunkt des Goldrausches auf 10.500. Seine Schätzung bezieht sich jedoch auf die Gegend von Yale und bezieht die nicht direkt goldsuchenden Mitläufer nicht ein.

Der größte Teil der Goldsucher stammte aus den USA, daneben kamen unter anderem viele Chinesen, Briten, englischsprachige Kanadier und Einwohner der Seeprovinzen, französischsprachige Kanadier, Deutsche, Skandinavier, Italiener, Belgier, Hawaiier, und Ureinwohner der Westindischen Inseln.

Bei der Zahl der am Goldrausch beteiligten „Amerikaner“ ist zu berücksichtigen, dass viele der Einwanderer europäischer Abstammung kulturell betrachtet bereits Kalifornier waren.

Folgen[Bearbeiten]

Der Goldrausch führte überhaupt erst zur Gründung der Kolonie British Columbia auf dem Festland. Die Britische Krone wollte durch ihre Errichtung ihren Anspruch auf das und ihre Autorität in dem ihr im Oregon-Kompromiss zugesprochenen Gebiet untermauern.

Die zehntausende Prospektoren zerstörten jedoch das bisher bestehende Gleichgewicht zwischen den Pelzhändlern der Hudson’s Bay Company und den Indianern. Derselbe Mangel an Mitteln, der es James Douglas unmöglich machte, die Landrouten zu kontrollieren, führte zudem auch dazu, dass sein Versuch, den Import von Waffen zu beschränken, unterlaufen wurde. Im Herbst des Jahres 1858 verschärften sich die Spannungen zwischen den Goldwäschern und den Indianern vom Stamme der Nlaka'pamux und eskalierten zum Fraser-Canyon-Krieg.

Zwischen „Amerikanern“ und nichtweißen Goldsuchern kam es zudem zu Rassenunruhen. Als der ehemalige Sklave Isaac Dixon Heiligabend 1858 von zwei Weißen zusammengeschlagen wurde, führte das zum McGowans-Krieg

Ende[Bearbeiten]

Um das Jahr 1860 waren die Sandbänke des Fraser ausgebeutet und viele der Goldwäscher entweder in die Vereinigten Staaten zurück- oder auf der Suche nach unentdeckten Schätzen in die Wildnis Britisch-Kolumbiens weitergezogen.

Weitere Goldräusche in Kanada[Bearbeiten]