Frau Kraushaar

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Frau Kraushaar (* 1975,[1] eigentlich Silvia Berger) ist eine Hamburger Künstlerin und Musikerin.

Biografie[Bearbeiten]

Silvia Berger studierte an der Hochschule für Bildende Künste u. a. bei dem Fluxuskünstler Claus Böhmler, dem Filmemacher Werner Nekes und Michaela Melian von der Band F.S.K.. Ihr erstes Album Le Salon is very Morbidä veröffentlichte sie 2010 als Teil ihres Diploms. Verschiedene Medien berichteten über ihre erste Platte als „dadaistische“ Elektronik-Platte mit Hörspielcharakter. Mit dieser Platte bewegte sie sich zwischen Kunst, Musik und Performance.

Ihre ersten Gehversuche begannen in Hamburg-St. Pauli 2002 in der Meanie Bar/ Molotow wo sie fünf Jahre einen Montagsklub mit wechselndem Programm zwischen Kunst und Musik kuratierte und zusammen mit DJ Mauru Platten und Programm bestimmte. Danach arbeitete sie mit verschiedenen Künstlern zusammen, etwa mit Melissa Logan von Chicks on Speed oder Jacques Palminger von dem Künstlertrio Studio Braun. Letzterer veröffentlichte auf den Alben Songs for Joy und Songs for Joy 2 musikalische Beiträge von Frau Kraushaar.

Im Juni 2012 kam ihre zweite Platte bei dem Die Sterne-Label Materie Records mit dem Titel The Power of Appropriation heraus. Im Gegensatz zu ihrer ersten Arbeit beschäftigte sich Frau Kraushaar in ihrer zweiten Veröffentlichung mit Neo-Folklore und Pop-Chanson und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Lied, Kunst und Theorie. Sie singt Songs in acht Sprachen. Carsten Meyer (Erobique) und Jacques Palminger spielten Klavier und Schlagzeug. Im Titel der Platte bezieht sie sich dabei auf die Konzeptkunst der Aneignung (Appropriation Art). Der Musiker Lutz Nikolaus Kratzer von der Band Klein produzierte ihre Platte in seinem Studio.

Mit Nova Huta veröffentlichte sie den Song Reggea Healing für den Bayerischen Rundfunk auf einer Tribute-Compilation für Gustav Metzger. Mit dem Berliner Musiker Namosh nahm sie einen Romy Schneider gewidmeten Song mit dem Titel Romy auf, der auf ihrer ersten Platte veröffentlicht wurde.

Als bildende Künstlerin hat sie bereits Kurzfilme auf dem DVD-Label Raum für Projektionen veröffentlicht und ihre Arbeiten auf diversen Festivals gezeigt, z. B. bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen. Das Goethe-Institut lud sie bereits zwei mal nach Athen und New York ein, um ihre „German Performance Music Art“ zu präsentieren.

Am Deutschen Schauspielhaus, auf Kampnagel und in den Sophiensaelen in Berlin zeigt sie regelmäßig Performances, die sich zwischen Sprache, Bildender Kunst und Musik bewegen. Sie arbeitet auch als DJ und legt in ihrer Heimatstadt vor allem im Golden Pudel Club und im Golem auf.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2007: Fast Asleep (Eigenvertrieb)
  • 2010: Le Salon is very Morbidä. (Labelship / Broken Silence)
  • 2012: The Power of Appropriation (Materie Records / Rough Trade)

Compilation-Beiträge

  • Songs for Joy, Staatsakt, Audio CD (Nobistor)
  • Songs for Joy 2, Staatsakt, Audio CD und Vinyl (Nobistor)
  • Finnish Snow Walks and Dances, Gruenrekorder, Vinyl (kmi raw records) LC 09488
  • Tribute to Gustav Metzger, Intermedium, Audio CD intermedium rec. 036 ISBN 978-3-939444-63-3
  • Dieser Punkt ist auch nur eine Fläche, Material Verlag
  • Bergpartei Compilation, Bergpartei, Audio CD
  • Stora Compilation, Stora, (Nneon) Audio CD

Hörkunst

  • 2013: Baumitar-ism (Kunstverein Wolfsburg/ Hanseplatte)

Videoclips[Bearbeiten]

  • 2010: Cort of Love (Regie: Colour Nurse)
  • 2012: Istanbul Konstantinople (Regie: Marissa Kimmel)
  • 2013: Le premier bonheur du jour (Regie: Silvia Berger, Kamera: Andrea Bayer)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://42loop.de:8888/hybrid-pur/17