Fraunberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Fraunberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fraunberg
Fraunberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fraunberg hervorgehoben
48.36861111111111.992777777778444Koordinaten: 48° 22′ N, 12° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 444 m ü. NHN
Fläche: 42,37 km²
Einwohner: 3418 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85447
Vorwahlen: 08762, 08084 und 08122Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 120
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Fraunberg
Schulstr. 1
85447 Fraunberg
Webpräsenz: www.fraunberg.de
Bürgermeister: Johann Wiesmaier (Maria Thalheim, Reichen., Fraun.)
Lage der Gemeinde Fraunberg im Landkreis Erding
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Über dieses Bild

Fraunberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Fraunberg liegt direkt am Übergang vom Erdinger Moos im Westen zum hügeligen, waldreichen Holzland im Osten, etwa 10 km nordöstlich der Kreisstadt Erding, 22 km nordwestlich von Dorfen, 14 km südlich von Moosburg an der Isar und 19 km vom Flughafen München entfernt. Sie besteht aus drei Gemarkungen: Fraunberg, Maria Thalheim, Reichenkirchen und 42 Ortschaften. Die größten davon sind Fraunberg (ca. 650 Einwohner), Grucking (etwa 220 Einwohner), Reichenkirchen (etwa 450 Einwohner), Riding (etwa 130 Einwohner), Maria Thalheim (etwa 560 Einwohner) und Tittenkofen (etwa 250 Einwohner).

Geschichte[Bearbeiten]

Arnoldus de Frawnperg erscheint im Jahre 1144 in einer Urkunde des Bischofs Otto von Freising. Die gesicherte Stammreihe beginnt 1231 mit Sigfried von Frauenberg. Aufgrund seiner Ehe mit der Tochter der Gurren von Haag erbte er deren Besitzungen der Grafen von Haag und erhielt für diese von Kaiser Friedrich II. 1245 die hohe Gerichtsbarkeit. Seine Enkel begründeten die beiden Hauptlinien der Fraunberger: Sigfried III. († 1317) die zu Haag, und Wittilo († 1281) die zu Fraunberg. Fraunberg war seit dieser Zeit Besitz der Familie von und zu Fraunberg. Der Ort war zwar Teil Bayerns, bildete aber eine geschlossene Hofmark, deren Sitz das Schloss Altfraunberg war. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Fraunberg geplündert und schwer verwüstet. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Fraunberg, die niedere Gerichtsbarkeit verblieb noch bis 1848 beim Patrimonialgericht Fraunberg und Riding.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 erfolgte der freiwillige Zusammenschluss der vorher selbstständigen Gemeinden Fraunberg, Reichenkirchen und Thalheim.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.198, 1987 dann 2.587 und im Jahr 2000 3.087 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Wiesmaier.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.207.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 141.000 €.

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Wappen und Fahne[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Fraunberg wurde am 4. Februar 1981 festgelegt: „Unter silbernem Schildhaupt, darin schräg gekreuzt ein blaues Schwert und ein blauer Pfeil, gespalten; vorne gespalten von Blau und Weiß mit einer heraldischen Lilie in verwechselten Farben; hinten in Rot ein steigendes gezäumtes silbernes Pferd.“

Das Gemeindewappen enthält Hinweise auf die vormals selbständigen Teilorte; der Pfeil und das Schwert im Schildhaupt sind dem früheren Wappen von Reichenkirchen entnommen, während die Lilie als Mariensymbol auf die Wallfahrtskirche in Thalheim hinweist. Fraunberg gehörte seit dem 13. Jahrhundert einem der ältesten Adelsgeschlechter Altbayerns, den Fraunbergern zu Fraunberg; ihrem Wappen entstammt das gezäumte silberne Pferd auf rotem Grund.

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Fahne mit den Farben Weiß-Blau (inoffiziell).


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Altfraunberg
  • Schloss Fraunberg (Altfraunberg): Wasserschloss mit mittelalterlichem Kern, 1683 Wiederaufbau, Stammhaus der Freiherren von und zu Fraunberg
  • Kath. Pfarrkirche St. Florian in Fraunberg: 1767 von Georg Felix Hirschstötter erbaut
  • Kath. Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt Thalheim, im Kern 14./15.Jh., Barockisierung 2.Hälfte des 17.Jh., reichhaltiger Stuck in Wessobrunner Art, um 1760
  • Kath. Pfarrkirche St. Georg in Riding, im Kern gotischer Bau, 1704 barockisiert
  • Kath. Pfarrkirche St. Michael in Reichenkirchen, Turm von Anton Kogler 1720, Kirche Neubau 1753-59 durch Johann Baptist Lethner

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 9, im produzierenden Gewerbe 144 und im Bereich Handel und Verkehr 35 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 54 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1114. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 13 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 12 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 147 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3310 ha, davon waren 2643 ha Ackerfläche und 666 ha Dauergrünfläche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 572.