Fred Kelemen

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Fred Kelemen im Oktober 2011 beim Manaki-Brüder-Festival in Bitola, Mazedonien

Fred Kelemen (* 1964 in Berlin) ist ein deutscher und ungarischer Regisseur, Autor und Kameramann.

Leben[Bearbeiten]

Fred Kelemen wurde in West-Berlin geboren. Er studierte Malerei, Musik, Philosophie, Religions- und Theaterwissenschaften. Danach arbeitete er als Regieassistent. Ab 1989 studierte er Kamera und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Er drehte als Regisseur unter anderem die Filme Kalyi (1993), Verhängnis (englischer Titel Fate, 1994), Frost (1997/98), Abendland (englischer Titel Nightfall, 1999), Glut (Originaltitel Krisana, englischer Titel Fallen, 2005).

Er hielt Meisterkurse und war Gastdozent an verschiedenen nationalen und internationalen Filmhochschulen und Universitäten (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Hochschule für visuelle Kunst, Universität Tel Aviv, Lettische Kulturakademie Riga, Universidad de Chile, Kidderminster College, Zentrum für Kinematographische Studien von Katalonien, Thammasat-Universität, Harvard University,Ecole des Beaux Arts Lyon, Frankreich), Hochschule für Bildende Künste Saar in Saarbrücken/Deutschland.

Als Kameramann drehte er unter anderem die Filme Journey to the Plain (1995), The Man from London (2005 - 2007), A torinói ló (Das Turiner Pferd) (2008 - 2011) des ungarischen Regisseurs Béla Tarr, Das Sichtbare und das Unsichtbare (2006) des deutschen Regisseurs Rudolf Thome und Stone Time Touch (2005) der kanadisch-armenischen Regisseurin Gariné Torossian. Mit dem argentinischen Regisseur Héctor Faver arbeitete er an dessen Film Invocación (2000).

Retrospektiven seiner Filme werden z.B. im Tate Modern in London, Anthology Film Archives in New York, dem Nationalen Filmtheater in Budapest, in der Cinematheque Mexico City und vielen anderen Orten dargeboten.

Als Theaterregisseur arbeitete er an der Volksbühne Berlin (Prater) (Desire, 2001), an den Sophiensaelen in Berlin (Stammheim proben, 2002) und am Schauspielhaus Hannover (Fahrenheit 451, 2002).

Fred Kelemen ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, der Europäischen Filmakademie, der Academy of Motion Picture Arts and Sciences/USA und des Europäischen Kulturparlaments.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Deutscher Filmpreis in Silber (1995) für Verhängnis
  • FIPRESCI-Preis (1994) für Verhängnis (engl. Fate)
  • FIPRESCI-Preis (1998) für Frost
  • FIPRESCI-Preis (1999) für Abendland (engl. Nightfall)
  • FIPRESCI-Preis (2005) für Kisana (Glut) (engl. Fallen)
  • Latvian National Film Award „Best Cinematographer“ für Krisana (Glut) (engl. Fallen) 2005
  • Golden Camera 300 – International Cinematographers’ Film Festival Manaki Brothers / Mazedonien 2011 für The Turin Horse

Weblinks[Bearbeiten]