Freddie Frinton

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Freddie Frinton (* 17. Januar 1909 in Grimsby, Lincolnshire, Großbritannien; † 16. Oktober 1968 in London; gebürtig Frederic Bittener Coo, seinen Künstlernamen hat er angeblich der Ortschaft Frinton-on-Sea entliehen[1]) war ein englischer Komiker.

Leben[Bearbeiten]

Frinton wurde als unehelicher Sohn der Näherin Florence Elisabeth Coo geboren und wuchs bei Pflegeeltern auf. Mit 14 Jahren begann er in einer Fischfabrik als Packer, ihm wurde dort aber, als er 16 Jahre alt war, gekündigt, da er seine Kollegen durch Witze und Parodien von der Arbeit abhielt.

Er trat fortan unter dem Namen Freddie Frinton in kleinen Varietés auf. Er heiratete und hatte zwei Kinder. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er eingezogen und war während des Kriegs in der Truppenbetreuung als Unterhalter tätig.

Im Sommer 1945 heiratete er zum zweiten Mal und bekam zwischen 1946 und 1954 vier weitere Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter.[2] Frinton trat im Jahr 1945 zum ersten Mal mit Dinner for One im Winter Gardens in Blackpool auf, hatte aber nicht die Rechte an dem Stück und musste jedes Mal Tantiemen zahlen, wenn er mit seiner Partnerin May Warden das Stück aufführte. Ende der 1940er Jahre gelangte er zum Film, wo er kleine Rollen erhielt. Er spielte in den Komödien Trouble in the Air (1948), Penny Points to Paradise (1951) und im Musical Stars in Your Eyes (1956). In den 1950er Jahren kaufte er schließlich die Rechte an Dinner for One.

Ende der 1950er Jahre wurde er von der BBC entdeckt, wo er als Freddie Blacklock in deren erster Comedy-Serie spielte. In dieser vierzigteiligen Serie mit dem Namen Meet the Wife spielte er einen trotteligen Klempner und wurde zum Serienstar. John Lennon verewigte diese Serie im Beatles-Lied Good Morning Good Morning mit der Zeile It's time for tea and Meet the Wife....

Peter Frankenfeld und Regisseur Heinz Dunkhase entdeckten ihn schließlich 1962 in Blackpool, so dass er 1963 in Peter Frankenfelds Sendung mit dem Sketch Dinner for One auftrat. 1964 zog Frinton mit seiner Frau und seinen Kindern nach London. Er spielte Theater und lehnte keine Rolle ab. Am 16. Oktober 1968 brach er nach einer Vorstellung zu Hause völlig überraschend tot zusammen. Er wurde auf dem Hanwell Cemetery in Ealing, Greater London beigesetzt.[3]

Seit 1972 wird Dinner for One in Deutschland, Österreich und der Schweiz alljährlich zu Silvester auf den dritten Programmen der ARD, dem ORF und dem Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wer sind eigentlich Freddie Frinton und May Warden?
  2. Münchner Merkur: James' Witwe und ihr Tiger, 31. Dezember 2013
  3. knerger.de: Das Grab von Freddie Frinton