Frederic A. Gibbs

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Frederic Andrews Gibbs (* 9. Februar 1903; † 18. Oktober 1992[1] in Northbrook, Illinois) war ein US-amerikanischer Neurologe, bekannt als Pionier des Einsatzes von EEGs bei Epilepsie.

Leben[Bearbeiten]

Gibbs studierte an der Yale University und der Johns Hopkins University mit dem Abschluss 1929 und war dann Fellow in Neuropathologie bei Stanley Cobb an der Harvard Medical School, angesiedelt am Boston City Hospital. Dort arbeiteten auch William Lennox und die deutschstämmige Erna Leonhardt (1904–1987) in der Epilepsieforschung. Gibbs heiratete Leonhardt 1930 und arbeitete später eng mit ihr zusammen. 1935 besuchte er Hans Berger, den Vater des EEG, auf einem Europabesuch. Im selben Jahr ließ er durch den MIT-Absolventen Albert Grass ein Dreikanal-EEG entwickeln. 1944 ging er als Professor an die University of Illinois School of Medicine in Chicago als Leiter einer von ihm damals gegründeten Epilepsieklinik. 1975 ging er in den Ruhestand.

Er war einer der Ersten, die EEG-Muster mit bestimmten neuronalen Verletzungen im Gehirn in Verbindung brachten und so zu einem diagnostischen Werkzeug machten. Außerdem widerlegte er einige noch in den 1930er-Jahren verbreitete Theorien über Epilepsie (beispielsweise nahm man damals häufig an, dass Ursache Spasmen von Blutgefäßen im Gehirn waren).

Mit seiner Frau gründete er die American EEG Society, die Brain Research Foundation und die American Medical EEG Association. 1951 erhielt er den Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award. Er war dreifacher Ehrendoktor.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Erna Gibbs: Atlas of electroencephalography, 1941, 2. Auflage 1951

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Find a Grave