Frederick E. Morgan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sir Frederick Edgeworth Morgan (* 5. Februar 1894 in Paddock Wood, Kent, England; † 19. März 1967 in Northwood, Middlesex) war ein britischer Lieutenant-General (Generalleutnant) im Zweiten Weltkrieg, der die Hauptarbeit an der Planung der Operation Overlord leistete.

Leben[Bearbeiten]

Frederick E. Morgan

Morgan trat 1913 der Royal Artillery bei, und kämpfte während des Ersten Weltkriegs in Belgien und Frankreich. Von 1919 bis 1935 diente er in Indien, wo er Stabsoffizier wurde und später in das Kriegsministerium ging.

Morgan war 1940 Kommandant einer Gruppe der 1. Britischen Panzerdivision, und kämpfte in Frankreich. Er wurde im Mai 1942, in dem er auch zum Lieutenant-General befördert worden war, zum Kommandeur des 1. Corps District, dem unter anderem die Regimenter Lincolnshire und das East Riding of Yorkshire unterstellt waren. Im Oktober desselben Jahres wurde er der Kommandeur des 1. Korps, unter General Dwight D. Eisenhower. Ihm wurde die Aufgabe gegeben, eine Landung im westlichen Mittelmeerraum vorzubereiten, um entweder den alliierten Hauptstoß zu unterstützen oder sich mit einem deutschen Durchbruch durch Spanien zu befassen. Als sich die Operation jedoch für nicht notwendig erwies, wurde Morgan mit der Planung der Landungen in Sardinien beauftragt, welche später die alliierten Armeen in Nordafrika durchführten. Im Frühling 1943 wurde er Chief of Staff to the Supreme Allied Commander, und leitete als dieser die Planung für die Operation Overlord. Von 1944 bis 1945 diente er als Eisenhowers Stellvertreter beim Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force. In dieser Stellung unterzeichnete er am 7. Mai 1945 die deutsche Kapitulation.

Morgan trat 1946 aus der Armee aus, wonach er einen hohen Posten im Atomenergieprogramm Großbritanniens in den 1950er Jahren hatte.

Schriften[Bearbeiten]

  • Overture to Overlord. With a foreword by Dwight D. Eisenhower. Hodder & Stoughton, London 1950.
  • Peace and War. A Soldier's Life. Hodder & Stoughton, London 1961 (Autobiographie)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]